Mal überlegen, wo ich Ähnliches schon mal gehört habe… Ja, bei Kristin Hersh, bei Heather Nova, bei Donna Regina, bei Heidi Berry, bei den Breeders, bei Belly, bei den Amps, bei Lush, bei den Heart Throbs, bei Chandeen, bei Air Miami, bei den Sugarcubes, bei…
WeiterlesenUlf Poschardt: DJ-Culture
„Der Übergang des DJs vom Plattenaufleger zum Musiker steht im Mittelpunkt dieses Buches“ heißt es im Vorwort zu dem Buch „DJ-Culture“. Über zwei Jahre hat der Münchener Pop- Wissenschaftler Ulf Poschardt an der Kulturgeschichte des DeeJays geschrieben. Poschardts Geschichte über die DJ-Kultur ist eine wissenschaftliche Untersuchung und als philologische Promotionsarbeit angelegt.
Der 28jährige Münchener Musikjournalist beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit Poptheorien, als „Reserve-DJ“ arbeitete er zudem in verschiedenen Münchener Clubs.
Lydon, John: No Irish, no blacks, no dogs

Man muß ihn ja nicht mögen, den ehemaligen Frontmann und Kopf der Punk-Heroen THE SEX PISTOLS. Johnny Rotten alias John Lydon war (und ist?) ein irischer Dickschädel, ein Exzentriker, ein Zyniker, ein Fiesling, das weiß er selbst. Daß eine stinknormale Künstler- bzw. Band-Bio von ihm nicht zu erwarten war, dürfte klar sein. Er orientiert sich zwar grob an einer einigermaßen chronologischen Darstellung seines Lebens, aber ansonsten geht’s formal schon drunter und drüber.
WeiterlesenBrian Wilson/Van Dyke Parks: Orange Crate Art
Kalifornien 1966. Brian Wilson, Chefsongschreiber der BEACH BOYS arbeitet an „Smile“ seinem ganz ganz großen Wurf, einem Werk, das ihm endlich die langersehnte Anerkennung als Künstler einbringen soll. Der einzige Mann, den er an seiner Seite duldete war der junge Texter Van Dyke Parks.
Das „Smile“-Projekt scheiterte, Brian Wilson verschwand wegen schwerster psychischer Störungen für lange Zeit von der Bildfläche und „Smile“, die Platte, die nie erschien wurde zum Mythos.
Die Toten 1995
25.12.: Dean Martin
(*17.6.1917) Tankwart, Schauspieler, Preisboxer, Sänger, Trunkenbold („Wenn du auf dem Boden liegen kannst, ohne dich festzuhalten bist du nicht richtig betrunken“)
24.11.: Junior Walker
Motown Saxofonist
22.11.: Peter Grant
Manager der Yardbirds und von Led Zeppelin.
17.11.: Alan Hull
Leadsänger von Lindisfarne
8.11.: Dick Montana
den Beat Farmers-Schlagzeuger (der u.a. auch auf einigen Mojo Nixon-Platten zu hören ist) erwischte ein Herzanfall mitten in einem BF-Konzert. Er wurde 40 Jahre alt.
21.10.: Shannon Hoon
Der Blind Melon-Frontmann starb in New Orleans an einer Überdosis Kokain. Er wurde 28 Jahre alt.
19.10.: Don Cherry
Jazztrompeter, Vater von Neneh
4.10.: Suliaman El-Hadi
Das Mitglied der Last Poets starb mit 59 Jahren an einem Herzinfarkt
30.8.: Sterling Morrison
Der unscheinbare Vierte von Velvet Underground. Während John Cale und Lou Reed Karriere machten und Schlagzeugerin Mo Tucker auf die alten Tage viele Sympathiepunkte sammelte, war Morrison seit den 70er Jahren Dozent für englische Literatur an der Universität von Austin. Er wurde 53 Jahre alt. Seine wirkliche Bedeutung für den VU-Sound wurde nie ausreichend gewürdigt.
23.8.: Dwayne Goettell
der Skinny Puppy Schlagzeuger starb im Alter von 31 Jahren an einer Heroinüberdosis.
8.8.: Jerry Garcia
der Tod des Grateful Dead-Gitarristen bedeutete zugleich das Ende der Dead-Ära.
1.7.: Wolfman Jack
bürgerlicher Name Robert Smith (nicht zu verwechseln mit dem wuscheligen, kleinen Cure-Sänger), war einer der legendärsten US-DJs. Bekannt war er eigentlich nur unter seinem Pseudonym „Wolfman Jack“. Seine Markenzeichen waren Rock’n’Roll, freche Sprüche und sein Wolfsgeheul. Mit 57 Jahren erlag er einem Herzinfarkt.
14.6.: Rory Gallagher
(„the hardest gigging musician in the business“). Einer der Gitarrenhelden der 70er Jahre (Markenzeichen: Bluesrock, Fender Stratocaster und Baumfällerhemd), ein Mann, der sogar ein Angebot, Mitglied der Stones zu werden ausschlug (was andererseits von vielen Gitarristen behauptet wird). Geboren am 2. März 1949 in Ballyshon erhielt er seine erste Gitarre mit neun Jahren und tingelte seit er 15 war mit der Fontana Showband (später umbenannt in The Impact) durch die irischen und außer-irischen Lande. In den späten 60ern wurde er als Mitglied von Taste bekannt, in den 70ern beschritt er sehr erfolgreich Solopfade (verwies in den Jahrespolls als bester Gitarrist mehrfach Eric „Gott“ Clapton auf den zweiten Platz) und war so etwas wie ein Vorreiter der irischen Rockszene. Nach einer zunächst gut verlaufenen Lebertransplantation erlag er einer Lungenentzündung.
31.3.: Selena
die Sängerin, die als Latino-Pendant zum Popidol Madonna galt, wurde von der Gründerin ihres Fanclubs erschossen. Zur Beerdigung kamen 30.000 Fans. 1994 erhielt die einen Grammy. Wenige Tage nach ihrem Tod erschien eine LP von ihr, die prompt auf Platz 1 in den US-Charts kletterte.
30.3.: Paul Rothchild
in den 60er Jahren als Produzent für Elektra tätig und vor allem durch seine Arbeit mit den DOORS und LOVE bekannt geworden, starb im Alter von 59 Jahren an Lungenkrebs.
28.3.: Baltimora
Popsänger, mit bürgerlichem Namen Jim McShane,starb im Alter von 37 Jahren in seiner nordirischen Heimatstadt Londonderry an Aids. Sein bekanntester Song in den 80ern war: „Tarzan Boys“
26.3.: Eazy E
Eric Wright, so sein bürgerlicher Name, war das, was man in Nachrufen gerne eine vielschichtige Persönlichkeit nennt. Er hatte sieben Kinder (von sechs verschiedenen Frauen), war Begründer von ‚Ruthless‘ (eines der erfolgreichsten unabhängigen Rap-Labels Amerikas) und Gründungsmitglied von NWA (Niggers With Attitude). Hier rappte er zwar Titel wie „Fuck Tha Police“, zeigte später jedoch Verständnis für die Polizisten, die Rodney King zusammengeschlagen hatten, spendete Geld für die Republikaner und aß mit Präsident Bush im Weißen Haus. Eazy-E starb mit 31 Jahren an AIDS.
17.3.: Sunnyland Slim
Pianist der frühsten Bluesjahre, starb im Alter von 87 Jahren, spielte mit MaRainey, Blind Date, Little Water und Lonnie Johnson, führte Muddy Waters beim Chess Label ein.
5.3.: Vivian Stanshall
Das Gründungsmitglied der Bonzo Dog Doo-Dah Band starb bei einem Feuer in seiner Londoner Wohnung. Er wurde 52 Jahre alt.
23.2.: Melvin Franklin
Sänger und Original Mitglied der Temptations starb 52jährig an Herzversagen, verursacht durch ein jahrelanges Diabetisleiden und rheumatische Athritis.Seine Stimme ist bei allen großen Temptation Hits zu hören.
19.2.: Bob Stinson
Gitarrist der Replacements starb 35jährig nach der Einahme von Aufputschmitteln in seinem Haus in Minneapolis.
24.1.: David Cole
das eine C der C+C Factory.
11.1.: Heiner Pudelko
den etwas betagteren Semestern noch als Sänger der Berliner Band Interzone bekannt, starb Mitte Januar an Krebs.
11.1.: Sean McDonnell
(29), der Sänger von Surgery starb im Brooklyn Hospital in Brooklyn, New York, nachdem er kurz zuvor in ein durch seine Asthmakrankheit hervorgerufenes Koma gefallen war.
1.1. Ted Hawkins
amerikanischer Blues/Country/Soul-Sänger.
Garbage: Garbage
Drei Dinge sind mir in letzter Zeit aufgefallen:
- Ich bin Existentialist.
- Tief in mir drin bin ich wohl ein Hippie.
- Schillernden, cleveren Mainstream-Rock mit fetten Gitarren und süßen Melodien kann ich nur noch mit Frauenstimmen genießen.
Liegt das nun an mir oder hat da die Girlism-Welle zugeschlagen?
WeiterlesenZimbo: Its Message Is Friendly
„Was ist das? Was soll das sein?“, fragen Zimbo auf dem Opener „The World Of Zimbo“ und antizipieren damit das große Fragezeichen auf der Stirn des Zuhörers. Nun, das ist Hamburg! Ein Trio teilt uns auf 48 Minuten CD mit, das seine Nachricht eine freundliche ist und die akustische Zimbo-World irgendwie anders aussieht.
WeiterlesenBif Naked: same

Die junge Dame wird ganz schön gehypet. Wird in allen Musikzeitschriften als neues kanadisches Wunder gehandelt. Ist gerade 24 Jahre alt und kann schon zwei Seiten mit Bandbiografie vollwutzen (GorillaGorilla, Jungle Milk, Chrome Dog, G-Force Guitar Band). Mit diesen kanadischen Bands scheint sie all den Musikstilen begegnet zu sein, die sie jetzt in so großer Zahl in ihrer ersten ureigenen CD verarbeitet: Rock (Mainstream und Underground), Punk, Grunge, Garage, Hardcore undundund.
WeiterlesenInterview: Bedlam Rovers
Pro-Proletarisch!
Wer kennt eigentlich die Bedlam Rovers; hat tatsächlich schon einmal ihre Musik gehört? Mit „Land Of No Surprises“ haben sie ein tolles neues Album vorgelegt und touren zur Zeit durch Europa. Zwei gute Gründe also, sie zu den Veränderungen seit ihrem relativen Bekanntwerden im Jahr 1993 zu befragen. Da die Einstiegsfrage so schwierig zu beantworten ist, zunächst mal das Grundsätzliche.
WeiterlesenThe Amps: Pacer
Kim Deal läßt die Zügel los! Die Breeders-Frau versteckt sich bei den Amps hinter dem Namen Tammy Ampersand. Aber wir haben, bitte, nichts verraten!
Weiterlesen22 Pistepirkko: Rumble City, LaLa Land
Utajärvi!
22 Pistepirkko kommen aus Utajärvi! Ob das für die CD von Belang ist? Keine Ahnung, aber es hört sich gut an. Utajärvi, Utajärvi, Utajärvi!
WeiterlesenRaekwon: Only Built 4 Cuban Linx…
The Wu-Tang Saga Continues…
Shallah Raekwon’s Debüt-CD ist das neueste (hierzulande erhältliche) Produkt des Wu-Tang-Clans, der es sich zum Ziel gesetzt hat der größte und bedeutendste Hip-Hop-Clan zu werden.
Boss Hog: same
Das wichtigste vorneweg: BOSS HOG (das Album) ist eine mittlere Sensation und bereitet unendlichen Hörspaß.
Die BOSS HOGs sind Christina Martinez, ihr langjähriger Lebensgefährte (nennt man wohl so) Jonathan Spencer, Jens Jurgensen und Hollis Queens. Posierte Christina Martinez auf dem ersten Album der Band (1990) noch in bester Modell-Manier im Sinne von „Wer ist die Schönste im ganzen Land?“, zeigt das Cover der diesjährigen Veröffentlichung die äußerst smarte Schönheit als Zeichenfigur ganz im Stil eines Comicvorspanns zu einem Krimi aus den 60er Jahren. Wie eine Mischung aus Emma Peel und Marie Poppins (mit aufgespanntem Schirm) schaut uns die gezeichnete Christina vom Cover aus an: Hexensymbolik im ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert. Die Musik auf „Boss Hog“ taugt ebenfalls zur Mythenbildung und bietet genug Anlaß, um von Magie zu sprechen.
Dan Zanes: Cool Down Time
Outside it’s raining, inside it’s warm.
„Cool down Time“ ist der Soundtrack zu dem Film, der dich mit der Bettdecke überm Kopf zeigt und dann den verregneten Tag draußen. Diese CD ist Großstadtblues. Relaxt und ruhig. Gitarren- und orgelbetont. Keine großen Ecken oder Kanten. Angenehm zu hören.
Paul Kelly: „Deeper Water“
Paul Kelly liefert eine wunderschöne Singer-Songwriter Platte ab, sehr eigen und persönlich, zwischen Akustik und Rock. Äußerst melancholisch erzählt der Mann seine Geschichten, die nachdenklich machen; Liebe und Beziehung sind das Hauptthema; verletzte Gefühle, Enttäuschungen und Wärme und Geborgenheit werden musikalisch umgesetzt im weiten Feld zwischen Lloyd Cole und Michael Hall, sehr eigenständig und beeindruckend.
Vor allem auch sprachlich versteht es Paul Kelly die Dinge beim Namen zu nennen. Ob er in „I’ve been a fool“ singt: „You could sell a poor man a bottle of air“ oder in „I’ll forgive, but don’t forget“ Forgiving may get you favours but forgetting’s just for fools, man weiß sofort wovon der Mann singt und kann ihn zudem noch verstehen. Paul Kelly schwimmt und taucht im ganz tiefen Wasser; die Blasen, die an der Wasseroberfläche auftauchen erzählen seine Geschichten.
Paul Kelly
"Deeper Water"
(Musicroom/BMG)
Tha Dogg Pound: „Dogg Food“
Da ist es nun, das langerwartete Gangsta-Rap-Allstar-Projekt. Darum haben sich die Plattenfirmen gestritten. Dieses Produkt kündigt East-West Deutschland seit August an. Es kommt aber bei Polygram. Was ein paar Namen auslösen können! Dr.Dre, Snoop Doggy Dog etc etc.
Messen lassen muß sich das Werk an Dr.Dre’s „The Chronic“ und an Snoop Doggy Dog’s „Doggystyle“, und da hält es leider nicht mit. Langeweile auf der ganzen Linie. Gut produzierte Langeweile, aber Langeweile. Nicht Neues. Alles schon gehört. Nur mit Hustlers, Whores, Bitches, Motherfuckers, Fucks in allen Varianten läßt sich keine gute Platte machen. Dafür haben wir das alles schon zu oft gehört (s.o.). Die Coverversion von „New York, New York“ (Grandmaster Flash) ist auch nicht unbedingt die große Offenbarung. Erfolgreich wird Tha Dogg Pound aber auf alle Fälle sein, denn der anstehende Mordprozess gegen Snoop Doggy Dog wird garantiert durch die Presse gehen und somit für kostenlose Promotion sorgen.
Für’s nächste Album empfehle ich Pal, damit’s ein Prachtkerl wird. Are you ready Motherfuckers ?
Tha Dogg Pound
"Dogg Food"
(Death Row/Island)
Klaus Cornfield: „Klaus Comes!“

Ein weiterer Ex-Throw That Beat auf der Suche nach dem Musik-Gral. Vorweg gesagt: Was den herzerfrischend-verqueren Schrammel-Pop mit „Bevor-ich-zu-Omi-geh-gieß-ich-noch-die-Blumen“-Attitde angeht, sind die Nürnberger (Fit&Limo, Throw That Beat, Phony, Shiny Gnomes …) eben diesem Gral immer am nächsten gewesen. Klaus Cornfield unterstreicht das nur nochmal.
Es machten mit: einige Deep Freeze Mices, einige Chrysanthemums, einige Throw That Beat In The Garbage Cans, einige Shiny Gnomes, einge Vulgar Boatmen, Buddy Love, Fit & Limo.
Es wurden eingesetzt: Steel Drums, Schrammel-Gitarren, Block Buster-Riffs, Ukulelen, Geigen, mehrstimmige Chöre, Glocken. Jau!
Experimentell, schräg, poppig-frech, psychedelisch-verrückt!
KLAUS CORNFIELD
"Klaus Comes!"
(Strange Ways/Indigo)
Emmylou Harris: Wrecking Ball
Emmylou Harris ist inzwischen 46 Jahre alt und lange Zeit sah es so aus, als sei sie festgelegt auf das Etikett als „Queen Of Country Music“, das ihr einige Kritiker angeheftet hatten. Viele übersahen dabei, daß sie vor fast 30 Jahren einmal als reine Folksängerin mit Joni Mitchell/Bob Dylan-Interpretationen angefangen hatte und sich auch heute noch nicht auf eine Musikrichtung festlegen läßt.
Ihr neues Album „Wrecking Ball“belegt eindrucksvoll, daß sie durchaus in der Lage ist, eingefahrene Musikgleise zu verlassen. Denn „Wrecking Ball“ hat mit Country nichts mehr zu tun, sondern ist stattdessen ein beeindruckendes, stimmungsvolles Album voller wunderbarer Coverversionen.
Cowboy Mouth: Love Is Dead
Marina Records ist ein kleines Plattenlabel aus dem Norden Deutschlands (i.e. Hamburg), das sich nicht nur durch sehr geschmackvolle, fast klassisch anmutende CD-Cover auszeichnet, sondern sich auf – ebenso zeitlos-klassische – Popsongs spezialisiert hat. Bevorzugt aus Glasgow, einer Stadt, die über ein erstaunliches musikalisches Potential verfügt. Neuester Beweis dafür ist die zweite CD von Cowboy Mouth.
WeiterlesenThe Vulgar Boatmen: Opposite Sex

Alle Jahre wieder, nein, alle drei Jahre wieder kommen die Vulgar Boatmen und legen eine neue Platte vor. Nach „You and your sister“ von ’89 und „Please Panic“ von ’92 nun „Opposite Sex“. Man könnte meinen, die Zeit sei stehen geblieben. Die Songwriter Lawrence und Ray (voc., git.) legen wiederum eine zeitlos-schöne Softcore-Platte vor. 12 Songs setzen sich fast unmerklich in deinen Gehirnwendungen fest, unaufdringlich und gefühlvoll.
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