Doch, kein Witz: Die Märzausgabe der Krimicouch ist online. Darauf auch meine →neue Kolumne, die sich diesmal mit dem ewigen Phänomen Sherlock Holmes beschäftigt sowie zwei Buchbesprechungen: ein gelungenes Werk von →Robert Brack zum Reichtagsbrand 1933 und ein leider eher mittelmäßiges von →John Harvey. Lesen Sie, urteilen Sie.
Tag 76
Und noch ´ne Telefonkarte. Nicht ganz so häßlich wie →die erste…
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Das ZDF verfilmt „Ich war Dora Suarez“
„Totale! Halbtotale, ja! Und jetzt voll auf die Fresse!“ Helge P. Mauritz vibriert. Helge P. Mauritz zittert und schwitzt, schwitzt und zittert, auf seiner inneren Ejakulationsuhr ist es fünf vor Zwölf, Tendenz steigend. Endlich!
Kamerachecks, Kamerafahrten, wie lange hat er darauf gewartet, wie lange dafür gekämpft! Helge P. Mauritz schaut auf den Monitor, hm. Das Gesicht Edwin Drumms ist nicht zerfurcht genug, noch nichts erlebt, der Knabe, keine existentielle Krise, keine raffgierige Exfrau, nur die ewigen Promiempfänge, das Stolzieren auf roten Teppichen, das Posen vor Objektiven, schneller Sex zwischen aufgespritzten Lippen und natürlich Alk, Alk, Alk. Und Koks. Das Backpulver für Teigwaren, die Gesichter sein wollen. Helge P. Mauritz hasst Schauspieler. Er braucht sie aber.
WeiterlesenTag 75
Nanu?! Ein zugetackertes Papiertütchen.
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Tag 74
Wieder mal ein Promo-Giveaway. Diesmal zum „Carboot Soul“-Album der Kiffertruppe Nightmares On Wax.
Offener Brief an Guido Rohm
Ja, ich widerspreche! Ich kann, verehrter Herr Rohm, Ihren Ekel vor dem kriminalliterarischen Katholizismus, dieser allerorten grassierenden Selbstbeweihräucherung, sehr gut nachvollziehen. Diese Monstranzengeilheit, dieses Konklavenklüngeln, das Dealen mit Volksopiaten schon auf Schulhöfen, die klammheimlichen Schweinereien in der halbdunklen Sakristei, wenn Messdiener zu Messlatten degradiert werden. Und, oh doch!, die Päpste! Die Päpste und ihre Li-la-letzter-Versuch-Soldateska! An der Spitze der doch so fruchtbaren Literatur thront die furchtbare Impotenz, aber sehen Sie, Meister, das ist eben Sprache, das ist Etymologie, das ist Arno Schmidt: fruchtbar, furchtbar, ein Aufwasch.
Tag 73
Eine Uhr, die – wenn ich meinem Gedächtnis da wirklich vertrauen kann – mir meine Mutter in einem anderen Jahrtausend schenkte. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass sie selbst diese Uhr auch geschenkt bekam.
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Guido Rohm: Der Doktor und sein Vieh
Kollernde Kleriker unter sich. Prügelpapst und Krimiautor Guido Rohm nimmt sich die Kirchenfürsten des Genres zur Brust, ein gargantueskes, einigen Mut erforderndes Unterfangen, wird doch Rohm nach diesem Kraftakt als vogelfrei erklärt und von den vergifteten Pfeilen der Kritik zur Strecke gebracht werden. Wir freuen uns, Ihnen heute das Sahnestück der Aufsatzsammlung präsentieren zu können, eine feinsinnig-grobe Abrechnung mit einer sich im Affentempo vermehrenden Spezies, einem Konklave des Schreckens gewissermaßen, den wie radioaktiv verseuchte Pfifferlinge aus dem Boden des Internets sprießenden Krimipäpsten nämlich, Menschen im geistigen Zölibat, statt Messdienern Bücher auf den Knien, von Kopulationsphantasien durchschüttelt, die ewigen Handarbeiter des Betriebs… doch lesen Sie selbst. Rohm, Autor von →„Die Sorgen der Killer“, wird besagte Sammlung demnächst unter dem Titel „Einmal legen und blasen, bitte. Szenen aus dem Buchbordell“ in einem namhaften Verlag veröffentlichen. Obligatorisch erklärt die wtd-Herausgeberschaft, dass sie keineswegs alle im folgenden Traktat geäußerten Ansichten teilt. Sie ist lediglich →„Der Bote“. Die dem Aufsatz beigegebene Zeichnung stammt natürlich aus der Feder des Klassezeichners Peter Ludwig.
Tag 72
Eigentlich dachte ich, bereits alle Titanic-Ausgaben entsorgt zu haben. Und dann – bang! – öffnet sich plötzlich eine bis dahin unbeachtete Schranktür und gibt doch noch einige vergessene Exemplare frei.
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Tag 71
Der Kampf gegen den Sammler in mir geht weiter. Die heutige Schlacht gewinne ich schlicht mit rationalen Argumenten.
Tag 70
Junge, Junge, wie die Zeit vergeht. 10 Jahre ist das jetzt schon her, dass die Pubnasen (zum zweiten Mal) den Jahressieg beim Pubquiz im Saarbrücker Hellmut davontragen konnten.
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Schuhschachteln
Schuhkarton plus Geschenkpapier = Schachtel de luxe. Praktisch, wenn man einen Mitbewohner hat, der jedes halbe Jahr seine Schuhgröße ändert.
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Tag 69
Altpapier, rund 15 Jahre alt:
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Warnung vor dem Buche
Jetzt ist →„Der Bote“ so gut wie da – und mit ihm die Angst. In welche Hände wird er geraten? Am Ende gar in die falschen? Wen wird er erzürnen, welche Kritikerinnen, welche Leserinnen. Und ja, heutzutage dreht sich alles gleich um „Schadensersatz“! Autoren verklagen Kritiker, Leser Autoren – und man kann nichts dagegen machen? Oh doch, kann man. Man kann schon einmal öffentlich bekannt machen, wer bitteschön den „Boten“ nicht anfassen sollte. Weder mit gierigen noch schmierigen Fingern. Ein paar Ausschlusskriterien finden sich im Folgenden, womit ich, das sei getont, auch gleich jegliche Verantwortung / Haftung strikt von mir weise. Lesen auf eigene Gefahr!
Das Buch sollte nicht lesen, wer
- glaubt, die Jahresangabe „2168“ habe irgend etwas mit „1968“ zu tun! Klogriff! Weder Rudi Dutschke noch ein autoritärer Kindergarten noch ein späterer Außenminister kommen im Text vor, sogar auf fundamentalmarxistischen Sex mit Werktätigen wartet man vergebens.
- versucht, das Buch strikt chronologisch zu lesen. Kann man machen, doch. Bringt aber nur den halben Spaß, wenn überhaupt welchen. Nein, wenn ich mir das recht überlege: bringt keinen Spaß.
- sich wundert, warum in diesem Buch so alterthümliche Wörter wie „gebirgicht“ oder „ästimieren“ vorkommen. Ich habe mitnichten das Meyersche Konversationslexikon von 1855 auswendig gelernt. Ich besitze es gar nicht. Mir reicht das von 1891.
- schon immer keine Lust auf Märchen hatte. Es gibt nämlich welche in diesem Buch, einige sogar. Okay, ich kann das mit der Märchenunlust verstehen, ging mir früher genauso. Aber muss sein. Also entweder sofort zur Psychotherapie oder: Finger vom Buch!
- auf irgend welche blödsinnigen Erfindungen wie Grillautomaten mit Hochschulabschluss, implantierfähige Orgasmen oder Wochenend-Porno-Events im Betageuzenebel abfährt. Ja, lest’s doch euren Perry Rhodan, ihr!
- sich so an meine langen Sätze gewöhnt hat, dass er ohne nicht mehr leben kann. Okay, ehrt euch. Aber im „Boten“ gibt es erstaunlich wenige davon, eigentlich gar keine. Sondern. Meistens. Kurze. Sätze.
Auf wen all das nicht zutrifft, sollte also den „Boten“ unbedingt lesen! Auch zwei oder drei „JA!“s sind nicht schlimm, ihr seid ja lernfähig und flexibel. Alle anderen: Zum handelsüblichen Thrillerlein greifen und Abmarsch! Aber ohne großen Zapfenstreich!
WeiterlesenZum Weltfrauentag
Nein, nein, ich sag ja gar nichts Lobendes zu diesem Buch! Erstens, weil es in den nächsten Tagen →bei Conte erscheinen wird und ich ja Conte nicht loben darf, sonst haben wir hier eine Wulff-Debatte. Und Ehrensold von Conte? Vergesst es. Zweitens, weil der Titel natürlich frauenverachtend ist! Frauen von Brücken werfen? Gehts noch? Andererseits: Das Buch ist von Gunter Gerlach! Den haben wir doch allseits in bester Erinnerung. Und noch andersseitiger: Ich hab das Ding schon gelesen, als es noch kein Buch war und da war es auch schon prächtig und so ganz anders als der übrige Krimiquark. Ja, und jetzt ist es sogar ein Buch, also wohl noch prächtiger und: Es kostet akkurat jene 11,90, die ihr ja schon in meinen „Boten“ investieren wollt, der auch die Tage zu haben sein wird. Nehmt also gleich beide.
Tag 68
Auch die hätte schon längst entsorgt werden können: die Mitgliedskarte einer Videothek, in die ich schon seit mindestens 15 Jahren keinen Fuß mehr gesetzt habe. Ich weiß nicht einmal, ob es den Laden noch gibt.
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Wie ein Krimi funktioniert
- Leser: Geil mich auf.
- Autor: Geil mich auf.
- Leser: Ah!
- Autor: Ah!
- Leser: War ich gut?
- Autor: Ich war besser.
Tag 67
Heute: Dinge, die ihre beste Zeit schon ein paar Jahre hinter sich haben, pt.1:
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Tag 66
Und noch so ein Artefakt aus der verbindungsfreudigen Frühzeit der Homecomputerära:
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