Leonardo Paduras Havanna-Krimis, insbesondere „Labyrinth der Masken“ widmet Knut Henkel in der neuen Ausgabe von „Jungle World“ eine positive Besprechung ==>Was alles schief läuft auf Castros Insel .
Kategorie: Watching the detectives
Wahlplots -3-

Merkwürdig still ist es um Deutschlands Krimiautorenelite geworden. Lesereisen wurden abgesagt, Autorenblogs bleiben ungepflegt. Denn die Autoren schreiben. Sie schreiben Wahlthriller, Wahlwhodunnits, Wahlregionalkrimis, ja selbst ein Wahlkatzenkrimi und ein Wahlweinkrimi sind in Arbeit. Die Zeit drängt, denn spätestens Anfang September müssen die Offsettrommeln rotieren.
Wir haben in bewundernswerter Recherchearbeit einige der Plots ermittelt und stellen sie bis Ende des Monats in loser Folge vor. Heute präsentieren wir: AU WEH! EIN WESTERWALD KRIMI.
WeiterlesenUrlaubsvertretung: Maren Schwarz
„Die Rodewischerin Maren Schwarz bietet in ihrem vierten Krimi „Maienfrost“ einprägsame Landschaftsschilderungen und überzeugende Charaktere.“
Das schreibt Volker Müller in seiner →Rezension bei freipresse.de. Und was, um Himmelswillen, muss man sich unter dem Berufsbild „Rodewischen“ vorstellen?
WeiterlesenUrlaubsvertretung: Heinichen im Fernsehen
Ja, ja, schon gut. Die „Alligatorpapiere“ hätten natürlich schon gestern gewusst, dass gestern der NDR einen →Beitrag über Veit Heinichens „Der Tod wirft lange Schatten“ brachte. Aber ich bin hier nur die Urlaubsvertretung. Ungelernte Aushilfe. Übermorgen kommen die Echsen ja wieder. Gott sei Dank!
John Le Carré: Smiley’s People
Smiley, über 30 Jahre die immer wiederkehrende Figur aus Le Carrés Büchern, kommt einfach nicht los von Karla. Dieser scheint sein Schicksal zu sein: Freundschaften, den britischen Geheimdienst, seine Arbeit, seine Ehe – alles hat Karla kaputt gemacht. Und wieder einmal ist Smiley unterwegs und verfolgt Karla und seinen unermüdlich in Großbritannien wandelnden Geist. Das vorliegende, 1980 erschienene Buch „Smiley´s People“ ist der dritte und letzte Band der Trilogie „Karlas Quest“, welche das Ringen zwischen Smiley, zeitweise Chef des britischen Geheimdienstes, und Karla, Leiter einer Abteilung des russischen Dienstes, beschreibt.
WeiterlesenUrlaubsvertretung: Cruz Smith und Wieninger
Die Kollegen vom „Titel-Magazin“ sind auch in der Urlaubszeit fleißig am Krimirezensieren. Jörg von Bilavsky hat →„Treue Genossen“ von Martin Cruz Smith gelesen und fasst zusammen: „Martin Cruz Smith gibt mit seinem gut recherchierten Kriminalroman Tschernobyl und seinen Opfern ein Gesicht, das zum Mitfühlen und Nachdenken auffordert.“
WeiterlesenUrlaubsvertretung: Veit Heinichen
„Etwas überladen“ findet Rainer Rönsch Veit Heinichens „Der Tod wirft lange Schatten“ in seiner →Besprechung für die „Sächsische Zeitung“. Ui, wenn das der Stoiber erfährt! Jetzt bestimmen die Frustrierten und allerdümmsten Kälber aus dem Osten sogar schon, wie ein guter deutscher Krimi sein soll!
Urlaubsvertretung: Hammesfahr & Preisrätsel
Den neuen Krimi von Petra Hammesfahr hat Sabrina Steiger in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ unter die Lupe genommen. Ihre →Rezension endet:
„Spannende Elemente und Figuren hat das Buch zu genüge. Doch die ordnende Hand des Detektivs wäre hilfreich gewesen.“
Und: schnell, schnell! In der „WAZ“ gibt es auch was zu gewinnen! Üppige Krimipakete für diejenigen, die beim →Kurzkrimi erraten, durch welche Dummheit sich der Täter verrät. Leicht! Einsendeschluss ist der 17. August.
Urlaubsvertretung: Garry Disher
Im „Berliner Tagesspiegel“ bespricht Fischer → Disher. Kurz und knapp und daher schlapp. Wegen des Reimzwangs. Lesen Sie lieber, was →Ludger Menke zu Disher sagt. Völlig ohne Reimzwang.
Schule der Rezensenten -1-
Das Kind hat verschiedene Namen. Rezension, Buchbesprechung, Literaturkritik. Müsste ich mir einen aussuchen, dann letzteren, weil „Literaturkritik“ in schöner Eindeutigkeit die Elemente benennt, um die es geht: Man kritisiert Literatur.
WeiterlesenUrlaubsvertretung: Jason Starr
Unter dem Titel →„Leidende Angestellte“ findet sich in der „Welt“ ein Artikel von Hendrik Werner über Jason Starrs „tiefschwarze Thriller“, „Twisted City“ im Besonderen.
Sommerkrimi -5-
Auf den fernen Kontinent der Kindheit führt uns der heutige Sommertrip. Nein, eine Feuerzangenbowle werde ich nicht ansetzen. Statt der Dampfmaschine sorgten Beatles und Stones für mächtig Druck, die harmlosen Streiche waren dem gewichen, was später als „1968“ legendär wurde, und in Bonn dümpelte die Große Koalition, die uns auch heuer wieder erwartet.
WeiterlesenSchule der Rezensenten: Auch für dich!
Du magst Wolf Haas und bedauerst, dass der keine 62 Romane geschrieben hat? Du kennst das Internet und weißt, dass es dort Krimiforen gibt? Na, dann auf! Wähle dich in ein solches Forum ein und stelle die entscheidende Frage: „Ich lese gerne Wolf Haas und möchte gerne wissen, ob Ihr mir ähnliche Krimis empfehlen könnt“. Die Antworten werden nicht auf sich warten lassen, und eine wird sein: „Versuch es doch mal mit dem Erstlingsroman „Prälat Abels letzte Fahrt“ von Gunnar Steinbach. Der schreibt auch so abgefahren!“
WeiterlesenLudwig Tieck: Der Bayersche Hiesel
Was soll man davon halten? Ein junger Autor schreibt die Lebensgeschichte eines Wildschützen und lässt keine Gelegenheit verstreichen, den Burschen zum „edlen Kriminellen“ zu erheben. Dann – den Wildschütz hat seine Strafe ereilt, er ist gerädert und gevierteilt – beendet er seinen Bericht mit einem schier unfassbar kecken Bekenntnis.
WeiterlesenUrlaubsvertretung: Vargas, Nachtrag
„Im Rückblick auf seinen Vorgänger „Fliehe weit und schnell“ liefert dieser jüngster Roman vergleichsweise herkömmliche Kriminalunterhaltung, die aufgrund allzu leichter Vorhersehbarkeit weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Ungeachtet dessen sind es jedoch die aufs neue überaus gelungene Modellierung der Haupt- und Nebenfiguren sowie raffinierte Anleihen aus märchenhaften Erzählungen, die den Roman weit über dem Durchschnitt des Genres zu halten vermögen.“
So die Quintessenz einer →Rezension von Gregor Schuhen in der „FAZ“ vom 8. August, Fred Vargas‘ „Der vierzehnte Stein“ betreffend. Auch die Übersetzung, vor allem des kanadischen Französisch, wird bemängelt. Hm.
Urlaubsvertretung: Schafrichter
→„Detektiv Lamm ermittelt“ informiert uns Ulrich Baron in der heutigen Ausgabe der „Welt“. Gemeint ist natürlich der allfällige Trend hin zum Tier als Krimihelden. Seine allgemeinen Betrachtungen knüpft der Autor an das Erscheinen eines „Schafskrimis“ von Leonie Swann, „Glennkill“, der umsatzfördernderweise auch noch in Irland spielt und von dem schon jetzt Lizenzen in aller Herren (Tiere?) Länder verkauft werden konnten. Also ich liebe Schafe. Vor allem gebratene halbe Schafsköpfe, was der Isländer kvid nennt. Das Auge, das einen so traurig anstarrt, ist das Beste.
Renate Kampmann: Fremdkörper
Über die Gründe für die nicht nur hierzulande enorme Beliebtheit von Krimis aus dem Forensikmilieu kann man nur spekulieren. Vielleicht ist es dieses Nebeneinander von archaischem Grauen und nüchterner Wissenschaft, das den Reiz des Zweiges begründet. Dass dessen Helden in aller Regel Heldinnen sind, mag das Bild abrunden. Die Frau als Mittlerin zwischen dem Irrationalen und dem Rationalen. Ende des psychoanalytischen Einstiegs.
Renate Kampmanns „Fremdkörper“ spielt in diesem Milieu. Ihre Protagonistin Leonie Simon arbeitet als Gerichtsmedizinerin in Hamburg, hat eine detektivische Ader und das ausgeprägte Talent, sich überall Feinde und sonstige Gegner zu machen.
WeiterlesenWahlplots -2-

Merkwürdig still ist es um Deutschlands Krimiautorenelite geworden. Lesereisen wurden abgesagt, Autorenblogs bleiben ungepflegt. Denn die Autoren schreiben. Sie schreiben Wahlthriller, Wahlwhodunnits, Wahlregionalkrimis, ja selbst ein Wahlkatzenkrimi und ein Wahlweinkrimi sind in Arbeit. Die Zeit drängt, denn spätestens Anfang September müssen die Offsettrommeln rotieren.
WeiterlesenKurzkrimi
„Damit das von vornherein klar ist, Leute: Ich erzähl euch die folgende Story nicht zum Vergnügen, sondern damit ihr was lernt. Mein Beispiel soll euch ein für allemal vor Augen führen, wie tief ein Mann sinken kann, wenn er einer schönen Frau verfällt, von skrupellosen Killern gejagt wird, Trost nur noch im Alkohol findet und, was das Schlimmste ist, in Osnabrück lebt.“
So beginnt der →erste Teil des launigen Kurzkrimis „Osnabrück Blues“ von Christian Maintz auf der berüchtigten „Die Wahrheit“-Seite der taz von gestern. →Teil 2 gab’s heute.
Und wieder einmal: Urlaubsvertretung
→„Der Forensiker ist immer der Gute“ titelt die FAZ von vorgestern. Im Mittelpunkt des Artikels stehen die TV-Auswüchse des Trends nebst einigen Erklärungsversuchen, die Popularität dieses Genrezweigs betreffend.
Zufall: Morgen und übermorgen stehen auch hier im Blog Gerichtsmedizinerinnen im Zentrum unserer täglichen Überlegungen.

