Vorbild Studer oder Der ideale Ermittler

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Er ist ein kleiner Beamter, eher bieder als extravagant, er hat Mitgefühl mit den Zukurzgekommenen, entwickelt väterliche Gefühle, kann aber auch mächtig mit der Faust auf den Tisch hauen. Er ist verheiratet, hat eine Tochter, raucht Zigarillos. „Innere Dämonen“ hat er wohl nicht; vielleicht den, dass ihn einst eine „Bankenaffaire“ um die Karriere gebracht hat?

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Marek Krajewski: Gespenster in Breslau

Breslau 1919. Aha: wieder ein historischer Krimi. Das Trauma des Ersten Weltkriegs, Revolution, Freikorps, Barrikaden, Verelendung der Massen – und am Horizont winkt schon der Gefreite mit dem Chaplin-Bärtchen. Typische Fleißarbeit, denkt man. Da hat jemand ein paar Geschichtsbücher exzerpiert und strickt nun „Krimi“ drumrum. Falsch. Marek Krajewski arbeitet anders. Und viel besser.

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Crime School – Spannungsstudien 4

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Geübte LeserInnen von Kriminalromanen kennen das Spielchen. Geht es nicht um das Werwars, dann wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit „psychologisch“. Oder, getreu der Hoffnung, Krimis als Aufklärungsflugzeuge über der Topografie der Wirklichkeit segeln zu lassen: gesellschaftskritisch. An Iain McDowalls aktuellem Roman „Zwei Tote im Fluss“ wollen wir uns anschauen, wie sich das „Spannungsverhältnis“ dieser einzelnen Schulen des suspense mustergültig aufbaut.

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Wir erbitten Antwort!

Nein, nein, nicht „wir“, aber Anne Chaplet, die sich in ihrem →Tagebuch Gedanken über den kürzlich an dieser Stelle geforderten Tod des Ermittlers macht. Durchaus bemerkenswerte, wie man sagen kann, und die Antwort gibt es natürlich auch. Nicht morgen, nicht übermorgen, aber am Freitag. Das wollten wir nur einmal festgehalten haben.

Jess Walter: The Zero

Wie sehr kann ein Ereignis wie die Zerstörung der Twin-Towers am 11.09.2001 einzelne Menschen oder die gesamte Gesellschaft aus der Bahn werfen ? „The Zero“ von Jess Walter beschreibt ihn … den privaten wie den gesellschaftlichen „Wahnsinn“. Beides wird festgemacht an Brian Remy, Polizist und seit dem Ereignis als Held geltend. Denn als es zum Einsturz eines Gebäudes kam, waren er und sein Kollege so nahe dran, dass sie von der Staublawine weggepustet und teilweise verschüttet wurden.
Beide überlebten körperlich unversehrt. Sein Kollege versucht seitdem, seinen Schock in einem ewigen Redeschwall zu ertränken und nutzt seinen plötzlichen „Ruhm“, um in einem kleinen Werbefilm für Müsli aufzutreten. Remy dagegen … Es beginnt damit, dass er am Schreibtisch mit einer Schussverletzung am Hals „aufwacht“, seine Pistole vor sich liegend. Offensichtlich hat er versucht sich zu erschießen … Wirklich ? Er weiß von nichts.

Nun, nicht dass zwei Seelen in seiner Brust schlügen, aber es scheint fast so, als wenn zwei nicht kompatible Betriebssysteme auf ein Computersystem zugriffen. An einen großen Teil seiner Zeit, an seine Handlungen, seine Gedanken, seine Beobachtungen kann er sich nicht erinnern. Soweit er nachvollziehen kann, „funktioniert“ er in diesen Zeiten, er scheint sogar etwas skupelloser, moralisch wagemutiger zu sein als sonst.

Eigentlich sollte es ja anderen auch auffallen, wenn er nicht mehr weiß, was er mit ihnen erlebt und was sie ihm erzählt hatten. Ist es aber nicht; sie halten ihn für witzig oder sein Verhalten für eine Masche im Verhör. Selbst als er bekennt, dass er sich verliere und nicht mehr zurecht komme… hören sie ihm nicht zu.

Man wundert sich: Remy arbeitet … und er erzielt auch Fortschritte. In einem Überlandbus wird eine Karte mit einem Speiserezept gefunden. Ein Opfer der Anschläge, so folgern die Geheimdienste daraus, muss überlebt und zuvor gar eine Warnung erhalten haben. Diese Person und ihre Informanten gilt es ausfindig zu machen. Eine geheimnisvolle Aktion, bei der sich die Sicherheitsdienste selber im Weg stehen und gegenseitig Konkurrenz machen, setzt an. Die ganze Psychopathologie der Geheimdienste wird im Weiteren offenbar. Zu gerne würde der Schreiber dieser Zeilen davon erzählen, doch das hieße zuviel vom Buch zu verraten.

In der Rückschau erkennt man, dass man „Citizen Vince“, das Buch mit dem Walter 2006 den Edgar gewann, als Vorbereitung verstehen kann. Dort hatte jemand die Handhabung seines schriftstellerisches Werkzeugs (auf höchstem Niveau) geübt. „The Zero“ ist nicht, wie Rozans „Absent Friends“ [welches, nebenbei gesagt, kläglich im eigenen Pathos ersäuft], nur ein Buch über die Ereignisse des 9. September, sondern es definiert diese Ereignisse als Nullpunkt, von dem aus die Geschichte der USA neu zu schreiben ist.

“Zero. The absence of all magnitude or quantity. A person or a thing with no discernible qualities or even existence. The point of departure in a reckoning. Zero hour – that sort of thing. A state or a thing of total absence.[…]”

“It’s an Arab word,” the man continued. ”Zero. From the word sifr. Means empty, like cipher. The world had no concept of zero, of nothingness, until we brought it west. Of course, we stole it from the Hindus. But it never occurred in the West that there could be a number before one.” He scoffed. “Civilization. They couldn’t even get their minds around the concept of emptiness, of infinity, the circle completing itself. If you can’t count nothing, you can’t conceive of everything. Without zero, you can’t comprehend negative numbers. So you can’t see infinity. There’s no sense to the universe. No negative to balance the positive, no axis on which to turn, no evil to balance the good. Without zero, every systems eventually breaks down.”

„The Zero“ ist ein zutiefst witziges, ja zuweilen lustiges Buch, das voll ist mit überdrehter Satire. Die Situation Remys bietet genug Gelegenheit hierzu. Sie schafft aber auch den Raum, den es braucht „The Zero“ zu einem bewegendem Buch zu machen. So verkündet sein Sohn, dass Remy tot sei, schließlich hätte er es sein können und wie, so sagt der Sohn, soll er selber bei der ganzen falschen Emotion im Lande, sonst ein echtes Gefühl der Trauer entwickeln.

Wer sich nach dem ersten Viertel des Buches noch nicht von der Vorstellung verabschiedet hat, hier ein Buch im Thrillerformat vorzufinden, wird von seinem letzten Viertel enttäuscht sein. Wer jedoch nach „ City of Tiny Lights“ ein weiteres wunderbares, tiefsinnig wie kluges, literarisch allemal überzeugendes, nicht moralisierende Buch über die Folgen lesen will, die der Terrorkampf für die westlichen Gesellschaften mit sich bringen kann, ist hier gerade richtig.

Jess Walter: The Zero. 
Harper Perennial 2 007. 368 Seiten. 11,95 €
(noch keine deutsche Übersetzung)

Willkommen, Krimileser!

Redaktionsmitglied Bernd hat es geschafft! Jahrelang musste er vom kärglichen wtd-Gehalt seine vielköpfige Familie ernähren, jetzt wagt er endlich den Sprung in die Scheinselbstständigkeit: →„Krimileser“ heißt seine Blog-Neugründung, mit der er in Zukunft über englischsprachige Kriminalliteratur informieren wird. Ohne dabei der Wurzel aller Krimikultur im Internet untreu zu werden. Denn wtd-Mitglied bleibt Bernd natürlich! Wir wünschen dem Kollegen viel Erfolg!

Kapitel X

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Was bisher geschah: Deutschland in Panik. Seine KrimiautorInnen machen die Biege und verschwinden in die entlegendsten Winkel der Welt. Und warum? Weil ein Krimiblogger und ein schwuler Friseur ermordet, eine drittklassige Krimiautorin gesichts- und haarmäßig beschädigt wurden. Und Wickius, der sein Päckchen namens Anne Beller zu tragen hat, tappt im Dunkeln. – Tappt er dort wirklich? Oder weiß er mehr, als er aus Spannungsgründen preisgibt?

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Pieke besichtigt

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Janz Berlin is eene…nein, nicht Polizeidirektion, aber es gibt sie natürlich, die historischen Stätten der Verbrechensbekämpfung mit ihrer wechselvollen Geschichte. Und wo Verbrechen und Geschichte sich so innig verschwistern, da ist Pieke Biermann nicht weit. Diesmal unterwegs mit EPHK Dieter Bigalk, dem “Fossil” der Friesenstraße. Wie immer in der Reihe „MENSCHEN-ORTE-KRIMINALITÄT“ im RBBinfoRADIO 93,1 am 21. Juli 2007 um 11:45 Uhr. Wiederholt wird um 16:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 Uhr. Oder man hört sich die Sendung als Podcast an, wozu obiges Rundfunkgerät anzuklicken ist.

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Mehr Hitzewellenkrimis

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Sich während einer Hitzewelle in ein öffentliches Freibad zu begeben, ist empfehlenswert. Man packe genügend Sonnencreme in die Sporttasche – und natürlich ein paar wirklich hitzetaugliche Krimis. Leichte Kost, gemischter Salat sozusagen, reine Naturprodukte. Wenn man dann des Studierens der vorbeiflanierenden neuesten Bikinimode überdrüssig ist (vielleicht nur, weil die Trägerinnen dieses an sich lobenswerten Kleidungsstücks aus dem besten Bikinialter längst heraus sind), widme man sich der Lektüre – zum Amüsement oder: zum Einschlafen.

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Hitzewellenkrimis

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Sie wird kommen: die nächste Hitzewelle. Und was macht man dann im Schatten der alten Eiche im Garten? „Alle Existentialismusstellen bei Kafka raussuchen“, „Die Nachbarin zum Gutkirschenessen einladen“ oder „Mit dem Luftgewehr auf Amseln schießen“ sind nicht tagesfüllend. Also Krimis lesen. Krimis, die einfach nur Krimis sind, solide, ohne wirkliche Überraschungen, nichts weit und breit, was das Kleinhirn über Gebühr strapaziert.

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Olen Steinhauer: The Vienna Assignment

„36, Yalta Boulevard“ (Titel der britischen Ausgabe: „The Vienna Assignment“) ist das dritte Buch einer fünfteiligen Serie, die ihren Anfang im Bukarest der 40er Jahre nahm. Rumänien, Unterdrückung durch das kommunistische Regime … die Bücher atmen den Geist von Spionagekrimis. Dennoch, die ersten beiden Bücher waren doch eher „police procedurals“ , die ihren besonderen Reiz daraus zogen, dass sie in einem repressiven Staat spielten, in dem auch Polizisten jederzeit Opfer von Willkürmaßnahmen werden konnten. Immer mit dabei, immer dezent im Hintergrund und von allen gefürchtet war Brano Sev, Mitarbeiter der geheimen Staatssicherheit, dessen Schreibtisch im Großraumbüro der Kriminalpolizei untergebracht war.
Doch die Winde wechseln schnell – wer wüsste das besser als Brano Sev. Plötzlich ist er es, auf den sich die Aufmerksamkeit seiner Kollegen richtet. Als er 1966 zurück von einem Einsatz aus Wien kommt, wird ihm die Sabotage einer dort schiefgegangenen Aktion vorgeworfen. Er landet erst im Keller der Geheimdienstzentrale ( eben in jenem Yalta Boulevard) und später, mit sehr viel Glück, am Fliessband einer Fabrik.

Er erhält eine zweite Chance und soll einen Dissidenten observieren. Und erneut wird versucht, ihm ein Vergehen in die Schuhe zu schieben, so dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als gemeinsam mit dem Observierten die Flucht nach Wien anzutreten. Dort angekommen, weiß Sev erst nicht recht, was er tun soll. Aber er ahnt, dass dort noch eine Aufgabe zu erledigen ist. Der österreichische Geheimdienst beschattet ihn, eine amerikanische Privatorganisation zur Befreiung Osteuropas taucht auf und er selber meint den geheimnisvollen Maulwurf im rumänischen Geheimdienst mit dem Namen Gavrilov ausfindig machen zu müssen.

Es ist für Sev eine unsichere Zeit in Wien, nicht nur dass er, der erfahrene Geheimdienstler, Schwierigkeiten hat, zu deuten, was da von ihm erwartet wird und wie er sich zu verhalten hat, nein, auch sein Herz meldet sich plötzlich zu Wort und versucht ihn davon zu überzeugen, dass ein ruhiges beschauliches Leben in Kärnten den unsicheren Zeiten vorzuziehen sei.

Die bisherigen Bücher Steinhauers sind nicht nur atmosphärisch dichte Krimis, welche auch das Seelenleben ihrer Helden ausloten, sondern auch immer Krimis zum Miträtseln. In „36, Yalta Boulevard“ sind die Schlüsse die Sev zieht, wenn er denn aus seiner Selbstbezogenheit auftaucht, jedoch so rasant und blitzschnell, dass ein Mitraten nicht wirklich möglich ist. Aber darauf, so scheint es mir, kommt es nicht an. Der tiefe Blick in das Seelenleben einer Person, welches sich auf einmal ganz anders darstellt, als es die von anderen ängstlich beobachtete Figur der ersten beiden Bände vermuten ließ, es ist, welcher das Buch dominiert.

Steinhauers (zeitlich) rückwärts gewandter Blick hinter den eisernen Vorhang knüpft ein wenig an die Erzählungen Alan Fursts oder Eric Amblers an. „36, Yalta Boulevard“ ist ein Buch welches den Geist der 60er Jahre heraufbeschwört; Wien, gerade erst in die Selbstständigkeit entlassen worden, hat sich schon als Sammelpunkt für osteuropäische Emigranten etabliert. Und wenn die Lage hinter dem Vorhang auch nicht unproblematisch für die „Schutzmacht“ ist: Es ist noch nicht Zeit für Revolutionen.

Olen Steinhauer: The Vienna Assignment. 
Harpercollins 2006. 384 Seiten. 10,80 €
(noch keine deutsche Übersetzung)

Kapitel IX

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Was bisher geschah: Also…diese merkwürdige Liste, ja? Mit den Namen drauf. Den Namen von den Krimischaffenden und den Personen des öffentlichen Lebens, ihr erinnert euch? Und dass die Krimischaffenden allesamt irgendwie zu verschwinden scheinen. Dass ein Krimiblogger ermordet, dass die reizende Gerichtsmedizinerin Barbra Reinhardt entführt und durch eine zwielichtige Frau ersetzt wird, dass Wickius ir-gend-wie eine Ahnung hat und die Beller wie immer ahnungslos, aber ganz scharf auf Wickius ist, der seinerseits scharf auf Anobella zu sein scheint, die beim Friseur beinahe verbrutzelt worden wäre, tja, und heute lassen wir diesem zwielichtigen Friseur seiner gerechten Strafe entgegenfahren.

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Jahrhundertprojekt: Tod dem Ermittler!

Ich kann sie nicht länger ertragen. Sie trampeln auf meinen Nerven, sie zersetzen meinen Restverstand, sie stolzieren anachronistisch wie Dinosaurier durch die Moderne, sie erniedrigen den Kriminalroman zur Lektüre ewig im geistigen Kindergartenalter harrender Leser. Schafft sie endich ab! Bringt sie um die Ecke! Irgendwo ein Auftragsmörder, der diesen Job als Ehrenamt übernehmen will? Hauptsache, sie verschwinden. Die Ermittler.

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Gert Heidenreich: Im Dunkel der Zeit

Es gibt solche Sätze und solche. Die einen sind eben Sätze, die etwas mitteilen, nackt sind, so selbstverständlich wie Naturvölker nackt sind, die anderen sind Sätze, die man mit Bedeutung à la mode überzogen hat, Supermodels gewissermaßen, die über den Laufsteg der Literatur staksen und ihre Kultiviertheit vorführen. In Gert Heidenreichs „Im Dunkel der Zeit“ gibt es nicht viel von den nackten Sätzen, dafür umso mehr von denen, die den „tieferen Sinn“ spazieren tragen

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Crime School – Spannungsstudien 3

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Wenn wir über die Erwartungshaltung des krimilesenden Publikums räsonnieren, darf das wichtigste Steuerungswerkzeug nicht vergessen werden: der Klappentext. Der Begriff hat sich längst von seiner ursprünglichen, nur auf gebundene Bücher bezogenen Bedeutung gelöst und meint heute auch den Text auf dem Rückumschlag von Taschenbüchern. Zusammen mit dem Cover ist er die Visitenkarte eines Krimis und normalerweise der erste Eindruck, den sich interessierte LeserInnen vom Inhalt machen können.

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Kapitel VIII

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Was heute passiert: Gemäß Paragraph 139a der SYNDIKATS-Anleitung „Wie man einen Krimi schreibt“, müssen wir heute eine der verdächtigen Personen in Gefahr für Leib und Leben bringen. Frau Paprotta hat sich durch Überweisung einer größeren Summe ebenso erfolgreich diesem undankbaren Schicksal entzogen wie Frau Anne Chaplet, die mit ihren Anwälten drohte, sollten wir ihr fiktiv auch nur ein einziges Haar krümmen. Die Herren Bottini und Horst beherrschen Kampfsportarten und wurden deshalb ebenfalls verschont, weil Paragraph 139a nicht verlangt, dass sich der AUTOR in Gefahr für Leib und Leben bringt. Die Wahl fiel folglich auf das schwächste Glied unserer Verdächtigenkette. Aber lesen Sie endlich selbst…

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