Zufallsgrafik von R. Wünsch

Blog

News & Texte & Kolumnen

Historischer Kalender

Aktuell 14357 Einträge

Galerie

Zeichnungen & Fotos

Archiv

Altlasten aus 15 Jahren

Jede Bestellung unterstützt Hinternet!

 

25. Mai 2010

ESC 2010: Bulgarien

Miro: “Angel si ti”

Ödester Europop mit hohem Kitschanteil und pappigem Sound. Klingt ungesund, als müsste man hinterher viel Fett aus den Ohren waschen. Gefiedelt wird auch hier wieder ein bisschen, immerhin in der alten Philly-Disco-Tradition. Aber das rettet nichts. (mehr…)

2 Kommentare | Trackback

ESC 2010: Irland

Niamh Kavanagh: “It´s for you”

Irland schickt eine Ex-Siegerin zum ESC, dafür erstmal: Lob. Das traut sich nicht jeder(r) – bloß nicht abgeschlagen und beschädigt aus dem zweiten Versuch hervorgehen. Niamh Kavanagh kann singen, das hat sie im Off – wenn wir richtig informiert sind – schon bei den Commitments getan. Aber ihr Song ist nur solides Handwerk, kein großer Wurf. Große irische Emotionen mit hymnischen Melodiebögen, so weit wie das Hochmoor hoch. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Slowenien

Ensemble Roka Zlindra & Kalamari: “Narodnozabavni Rock”

Huch, ist das der zweite Beitrag der Schweiz? Gitti und Erika beim Grand Prix? Nö. Das ist der ziemlich originelle Versuch von Slowenien, Europa zum Hinhören zu zwingen. Volksmusik mit hohem Schunkelfaktor, gekreuzt mit schrammelnden E-Gitarren. Optisch erinnern die Sängerin mit dem beachtlich glockenklaren Organ und der komische Rockmusikzausel ein bisschen an Dänemark. Da soll ja offenbar auch der Kontrast à la die Schöne & das Biest fatzen. Naja. Hier gibts also zwei Bands und zwei Songs in einem. Irgendwie lustig (hoher Novelty-Faktor), aber merkwürdig herzlos, eher holzschnittartig. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Rumänien

Paula Seling & Ovi: “Playing with fire”

Die bizarrste der diesjährigen Europop-Nummern. Extrem gepimpt mit stampfenden Beats und schrillen Piano-Tönen, was wohl irgendwie sexy wirken soll. Ohne das ganze anproduzierte Beiwerk bleibt vom Song nicht viel übrig. Ob das merkwürdige durchsichtige Doppel-E-Piano irgendwie von der Dürftigkeit des Titels ablenken soll? Oder der hautenge Lederdress der Sängerin? Nein. Bestiiiiiiiiiimmt nicht. (mehr…)

4 Kommentare | Trackback

ESC 2010: Niederlande

Sieneke: “Ik ben verliefd (Sha-La-Lie)”

Hier kommt das Gegengift zur apokalyptischen Kost aus der Ukraine. Geht-gar-nicht-Kirmesmusik mit durchgedrehter Drehorgel im Hintergrund. Die Holländer können einen Leid tun. Oder ist es am Ende doch der Stoff, den das krisengeschüttelte Europa am dringendsten braucht: ein bisserl Schlager? Hm. Die Sängerin verdient allein 12 Punkte dafür, dieses Machwerk mit aller verfügbaren Würde und nicht etwa im Mickey Maus-Kostüm beim ESC zu performen. Geschrieben hat es Vader Abraham, und man muss nichtmal der Meckerschlumpf sein, um es nicht lieb zu schlumpfen. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

24. Mai 2010

ESC 2010: Ukraine

Aljoscha: “Sweet people”

Tieftraurige Ballade mit bedrohlichen Untertönen seltsam entrückt wirkender Gitarrenbegleitung. Rafft sich im Laufe des Songs immer mehr zur Hardrock-Powerballade auf. Baut irgendwie aus ganz konventionellen Versatzstücken etwas ziemlich Schräges, Extremes auf. Oder ist es einfach so schlicht, dass es schon wieder seltsam wirkt? (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Aserbaidschan

Safura: “Drip Drop”

Klebrigsüße Hammerballade, die auch Beyoncé nicht schlecht stünde. Lässt jedenfalls, was die Rhythmusspur angeht, die meiste Konkurrenz alt aussehen. Wechselt in der Stimmung zwischen Kleinmädchenschmelz und Domina-Strenge und nutzt die drei Minuten atemberaubend vorbildlich für eine echtes Drama. Auch noch einen echt klasse Ohrwurmrefrain drin untergebracht: ein Stöffchen, das süchtig macht. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Schweden

Anna Bergendahl: “This is my life”

Für Fans der Kelly Familiy gibt´s hier ein ordentliches Mecker-Vibrato! Sängerin vom Typ “Kleiner blonder Pop-Kobold” mit umgehängter Klampfe stemmt eine leider völlig bombastische Hymne. Weniger wäre mehr gewesen, denn Anna Bergendahl klingt durchaus nach Stärke und Personality. Der Song ist ebenfalls nicht schlecht, fließt angenehm dahin, hat aber auch genug Pep und eine gute Melodie. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Schweiz

Michael von der Heide: “Il pleut de l´or”

Das ist nicht nur auf französisch gesungen, das klingt auch nach schlimmer französischer Hitparadenkost der 80er, die dann aber gottlob nicht oft über die Grenzen rüberschwappte. Ziemlich ödes, mit Synthies und anderen künstlichen Effekten vollgepumptes Liedchen eines dagegen sehr sympathischen Sängers, der diese üble, altbackene Kost nicht verdient hat. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Dänemark

Chanée & N´Evergreen: “In a moment like this”

Wer war noch das Land, das praktischerweise gleich seine WM-Hymne für den ESC nominierte? Ach, nicht Dänemark? Dabei häufen sich hier die billigsten Klebefallen: Harmonien wie aus dem Baukasten “Der kleine Ohrwurm-Konstrukteur”, die Chöre aufs Künstlichste gedoppelt, der Text ein einziger reduzierter Mischmasch, auch im Schlaf und unter Narkose mitsingbar. Ganz ganz schlimm. Robotermusik, klingt seelenlos und bis zum Erbrechen kalkuliert. Dass sich hier optisch ein zerzauselter Dolph Lundgren-Typ und die kleine brünette Schwester von Mariah Carey zusammentun, macht´s nicht besser. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Israel

Harel Skaat: “Milim”

Viel Schwermut im Zeitlupentempo. Harel Skaat schafft es trotzdem, die ganz großen Gefühle und Melodiebögen angenehm zu erden. Klassische Grand Prix-Kost. Eine Hymne, wie geschaffen für schmerzverzerrte Gesichtsausdrücke und ausladende Gesten mit den Armen. Schlichtere Popgemüter machen es sich in diesen drei Minuten erfreut gemütlich und kuscheln sich in Skaats Harmonien ein wie in eine große Wolldecke. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Albanien

Eva Rivas: “Apricot stone”

Bittersüße Ballade, sogar der englische Akzent sitzt fast perfekt. Wechselt munter das Tempo, bleibt auch uptempo mediterran-melancholisch und bringt eine solch hübsche Ohrwurm-Melodie mit, dass Fans von Kelly Family-Musik vor Glück seufzen. Verbindet typisches ESC-Pathos in Moll und ebenfalls ESC-vertraute Stimmakrobatik mit erfreulicher Frische. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Litauen

In Culto: “Eastern European Funk”

Mann, das Ding hat Highspeed. Und Funk, trägt also den Songtitel zu Recht. Bläserfunk, mit ganz schön inhalierter Folklore. Keine Standardkost, keine Fiedeln – fällt also sogar in diesem Jahrgang aus dem Rahmen. Insgesamt kleines nettes, aufgepepptes Popliedchen mit schlichter Melodie. Der Madness-Hear-a-like-touch rührt unter anderem von der Bandstärke: sechs Mann, hallo. Vielleicht auch vom Off-Beat. (mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Island

Hera Björk: “Je ne sais quoi”

Wo kommen dieses Jahr wieder all dieses 90er-Captain-Jack-Synthies her? Und das ausgerechnet noch bei einer Frau, die hoffentlich live genauso stark singt wie im Video. …und die nicht wie eine austauschbare Discomieze aussieht, sondern wie eine echte Frau. Power-Hymne mit Midtempo-Strophen und großem Energiesturm im Refrain.
(mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Weissrussland

3+2: “Butterflies”

So, da war also in Weissrussland eine große Blutspendeaktion nötig, und die freigiebigsten Spender hat man nachher völlig blutleer zu ESC-Finalisten erkoren. Langweiligster aseptischster Klassikpop mit viel Harmoniegesang.
(mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Mazedonien

Gjoko Taneski: “Jas ja imam silata”

Startet als ölige Ballade mit viel Stimmleistungsschau, entuppt sich dann als mittelprächtiger Stadionrock. Rockt durchaus, hat Melodie und Ohrwurmrefrain, könnte schlimmer sein. Stromgitarrensolo, hallo!
(mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Portugal

Filipa Azevedo: “Ha dias assim”

Oha, die Sängerin wirkt schon im Promovideo nicht besonders stimmsicher. Das ist blöd, denn sie soll hier auf Whitney Houston machen. “Oversouled” nenn man das, wenn man sich beim Zuhören vor lauter Melodieschnörkeln schreiend die Ohren zuhalten möchte.
(mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Griechenland

Giorgos Alkaios & Friends: “Opa”

Kein schlechter Trick am Anfang, einfach mal einen Klingelton nackt stehen zu lassen. Auf der Couch müssen die Leute dann einfach nur sagen: “Weisst du noch, das Ding mit dem Klingelton”, und jeder weiß, was gemeint ist. Das gibt schonmal einen Extrapunkt. Ansonsten könnte das auch der Beitrag aus der Türkei sein, klingt reichlich orientalisch. Kraftpaket mit Stampfrhythmus und vielen abrupten Wechseln. Die Griechen scheinen genau studiert zu haben, wie Ruslana damals ans Werk gegangen ist – zumindest musikalisch.
(mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

23. Mai 2010

ESC 2010: Albanien

Juliana Pasha: “It´s all about you”

Albanien verpackt seine Hymne in energische Euro-Beat-Klänge mit schrägen Fidel-Akzenten. Die Sängerin hat zumindest in der Studioversion ein Mordsorgan. Macht Laune, reißt aber nicht vom Hocker.
(mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback

ESC 2010: Malta

Thea Garrett: “My dream”

Gute alte klassische ESC-Hymne. Frau träumt sich singend in andere Welt. Naja. Aber fertig gesungen, ist das Lied auch schon wieder raus aus dem Ohr. Die aparte Stimme, der Liza Minelli-Look und der Flattermensch im Megakostüm hinter der Sängerin nützen da auch nix. Noch nichtmal der Oktavsprung am Ende.
(mehr…)

Kommentare deaktiviert | Trackback