Zu Beginn ein paar Bands, von denen Tierra Santa ganz sicher nicht beeinflusst sind: Limp Bizkit, Korn, Machine Head. Hier ein paar Namen, von denen Tierra Santa ganz sicher beeinflusst sind: Iron Maiden, Iron Maiden, Iron Maiden. OK, vielleicht ist noch ein bisschen Judas Priest dabei, aber man hört überdeutlich, dass die Vorbilder der fünf Spanier in der New Wave Of British Heavy Metal zu finden sind.
WeiterlesenAutor: Dirk-Michael Mitter
Meldrum: Loaded Mental Cannon
Die Gitarristin und Namensgeberin der Combo Michelle Meldrum war früher bei dem Heavy-Damenvierer Phantom Blue, ist außerdem die Ehefrau von ex-Europe Gitarrist John Norum und stellt jetzt mit „Loaded Mental Cannon“ das Debütalbum ihrer neuen Band vor. Zum reinen Mädels-Quartett hat’s diesmal nicht gereicht, hinter den Drums sitzt ein Kerl. Obwohl sich die Combo unheimlich Mühe gibt, so bitchy wie möglich rüberzukommen, lenken weder Aussehen noch Oberweite komplett von der Musik ab. Am auffälligsten ist die Wandlungsfähigkeit von Sängerin Moa Holmsten, die in dem aggressiven Opener „The Story Of Junk“ losröhrt bis zum Geht-nicht-mehr um später bei „Feeding The Hope“ ihre weiche, melodische Seite zu zeigen.
WeiterlesenMichael Hedges: Beyond Boundaries
Der 1997 verstorbene Gitarrist pendelt, wie die meisten Instrumentalisten, zwischen phantasievollen Kompositionen und willenlosem Gezupfe. Obwohl Michael Hedges immer in die New Age Ecke gedrängt wird, sind seine CDs nicht so entrückt, wie die Plakette vermuten lässt. „Beyond Boundaries“ versammelt 19 Stücke von seinem ersten Album „Breakfast in The Field“ (1981) bis zu seinem letzten Werk „Torched“ (das erst 1998 nach seinem Tod erschien).
WeiterlesenH-Blockx: Get In The Ring
Bei den Festivalauftritten im vergangenen Jahr musste man schon viel Enthusiasmus mitbringen, um sich das gerade zu hören, was Henning Wehland und B & K von Das Department zurechtgebrüllt haben. Während man sich live fragen musste, ob es eine gute Idee war, Dave Gappas Ausscheiden so auszumerzen, hat die moderne Studiotechnik den Schrägklang zumindest auf Platte wieder zurecht gerückt. Das neue Werk überrascht mit einem Rückschritt; während das vergangene Album „Fly Eyes“ mehr in Richtung bodenständigen Rock tendierte, scheinen sich die vier Jungs auf „Get In The Ring“ wieder mehr auf die jugendliche Zielgruppe auszurichten.
WeiterlesenSteve Hackett: Live Archiv 70, 80, 90’s
Der Weltklassegitarrist hat seine Archive aufgeräumt und die Live-Aufnahmen aus drei Jahrzehnten handlich auf vier CDs sortiert, die der geneigte Hörer jetzt käuflich erwerben kann. Hier muß die Betonung wirklich auf „geneigt“ liegen, denn trotz Steve Hacketts unbestrittener Klasse klingen viele Titel hausbacken und überlang. Mir liegt zur Rezension nur der letzte Teil vor, aber man fragt sich, wie wohl die 70er oder 80er klingen?! Für Fans aufgrund des Umfangs und der Zusammenstellung sicherlich elementar, für alle anderen zu teuer.
Steve Hackett: Live Archiv 70, 80, 90's
(Insideout/SPV)
Mississippi Sludge: Biscuits & Slavery
Der Southern-Stoner-Rock von Mississippi Sludge röhrt und dröhnt so kraftvoll wie ein Pickup mit zwei jungen Zuchtbullen auf der Ladefläche; leider auch so klischeebeladen. Rockt wie die Hölle, aber selbst beim besten Willen lässt sich nicht ein Song finden, der wirklich erwähnenswert wäre.
(4 Fritten)
Mississippi Sludge: Biscuits & Slavery
(Record Heaven)
Bad Religion: The Process Of Belief
Wie wurde auf dieser Band in den vergangenen Jahren rumgehackt! Der alte Geist wurde vermisst, sowohl „New America“ als auch „No Substance“ waren nicht gerade Lieblingsalben von Kritikern, und auch die Fans jammerten, dass das alte Material besser war. Und jetzt ist Brett Gurewitz wieder an Bord und alles ist gut?! Anscheinend ist die Gleichung so einfach. Greg Graffin hat seinen Kompagnon wieder mit im Songwriting-Boot und auf einmal fließen den beiden Sachen aus der Feder, wie man sie schon seit Jahren von Bad Religion nicht mehr gehört hat. Vielleicht war der Bruch auch notwendig, denn -machen wir uns nichts vor- das letzte Album mit Brett Gurewitz „Stranger Than Fiction“ war auch nicht der Oberhammer.
WeiterlesenRyan Adams: Gold
Dass der ex-Frontmann von Whiskeytown ein großer Songwriter ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auf seinem zweiten Solostreich „Gold“ hat er jetzt noch Schnelligkeit und Abwechslungsreichtum für sich entdeckt und liefert seine bisher reifste Leistung ab. Sage und schreibe 16 Titel ohne einen einzigen Ausfall, von Country geschwängertem Folk über Rock’n’Roll bis hin zu großen Balladen hat er alles drauf. Die Stimme inbrünstig, die Melodien wunderschön, ist dieses Album vom ersten bis zum letzten Ton eine Lust.
WeiterlesenGiant: III
Wühlt man alle Platten von Vinyl bis CD durch – die drei Mannen von Giant (Dan Huff, David Huff und Mike Brignardello) tauchen ständig irgendwo als Studiomusiker auf. Die Hartwurst-Fraktion wird sich vielleicht noch daran erinnern, dass Dan Huff Megadeth’s „Cryptic Writings“ als Produzent mit einem amtlichen Sound veredelt hat und die ganz Wilden erinnern sich vielleicht auch noch an „Last Of The Runaways“, das geniale Debüt von Giant. Das zweite Werk Anfang der 90er ging unter, und jetzt, nach vielen Jahren, haben sich Giant wieder zusammen getan (diesmal ohne Alan Pasqua an den Keyboards) und knüpfen an ihr Erstlingswerk an.
WeiterlesenAlberto Cereijo: Evasion
Der Name lässt es ja schon so ein bisschen vermuten: Alberto Cereijo ist Spanier. Die Info tönt selbstbewusst von einem der besten Gitarristen Spaniens und irgendwie habe ich ein kleines Egomanen-Album erwartet, bei dem sich einer seine Läufe zurecht frickelt, jegliche Songaufbauten vergisst und die Begleitband nur Staffage ist.
WeiterlesenGabrielle: Dreams Can Come True
Nach drei Studioalbum ein Best Of-Album herauszubringen und das dann „Vol. I“ zu nennen, beweist schon eine gewisse Selbstsicherheit. „Dreams Can Come True“ beweist 14 Tracks lang, dass Gabrielle vorwiegend eine Single-Künstlerin ist.
WeiterlesenDoc Holliday: A Better Road
Cowboyhüte sind anscheinend doch zeitlos. „A Better Road“ ist eine Mischung aus remasterten, neuen und/oder unveröffentlichten Songs und klingt erstaunlich knallig und frisch. Ein Großteil der zehn Stücke hat schon mehr als zwanzig Jahre auf dem Buckel und stammt aus der Hochphase der Band, u.a. auch das wahrscheinlich bekannteste Stück „Lonesome Guitar“.
WeiterlesenSchandmaul: Von Spitzbuben und anderen Halunken
Eigentlich dachte ich, ich wäre Mittelalter-müde und dann kommt eine Band daher, die das Rad der Mittelalterbands wieder zurück dreht. Schandmaul sind Spielleute, Gaukler im eigentlichen Sinne, sie suchen ihr Heil nicht in der Verquickung mit metallischen Riffs und gepressten Vocals, sondern in der Verschmelzung von Fantasy-Texten und eingängigen Melodien.
WeiterlesenEdenbridge: Arcana
Mit ihrem zweiten Werk haben die Österreicher von Edenbridge einen Riesenschritt nach vorn gemacht, ohne in die Nightwish-Falle zu tappen. Obwohl Sängerin Sabine Edelsbacher auch deutlich hörbar klassische Einflüsse verarbeitet, ist der Schwerpunkt bei Edenbridge anders gesetzt.
WeiterlesenCalvin Russell – Rebel Radio
Das Unplugged-Live-Album „Crossroads“ war für Roots-Freunde aus allen Richtungen zugänglich, für das neueste Studiowerk von Calvin Russell muss man eine gewisse Liebe zum Country mitbringen. Wenn er alleine mit einer Gitarre auf einem Barhocker sitzt und singt, gefällt er mir besser, aber trotzdem sind auf „Rebel Radio“ ein paar nette Songs dabei. Immer dann, wenn er von den Country-Insignien abrückt und in den Blues-Rock überschwenkt wie bei „It Is What It Is“ und „I’ll Be Here In The Morning“, ist es recht kernig, was das Knautschgesicht hier abliefert.
WeiterlesenRonnie Wood: Not For Beginners
Was erwartet man von dem Alt-Stein Ronnie Wood? Richtig, Alte-Männer-Blues. Und wer dachte, dass der Albumtitel „Not For Beginners“ eine sarkastische Anspielung entgegen der Erwartungshaltung ist, liegt völlig daneben. Damit das mit dem Alte-Männer-Blues nicht ganz so auffällt, hat er ein paar junge Leute um sich geschart: Kelly Jones von Stereophonics, seine Tochter Leah und „junge Hüpfer“ wie Ian McLagan (The Faces) und Bob Dylan.
WeiterlesenSunday Inn: Heroes When We Sleep
Lange habe ich die CD vor mir her geschoben, immer mal wieder reingehört, ganz nett gefunden, wieder weggelegt und jetzt hat sie mich doch irgendwie gepackt. Der Band um Sängerin Catherine Harwardt haftet zwar manchmal noch zu sehr der Muff des Proberaums an, aber sie hat absolut Potenzial.
WeiterlesenAs Friends Rust: Won
Auch wenn die Jungs in den ersten Songs klingen, als hätten sie geschlossen das hyperkinetische Syndrom – was die Band auf ihrem ersten „echten“ Longplayer abreißt, ist ziemlich cool. Zehn Songs in 32 Minuten, das heißt gerade in der Anfangsphase nackenbrecherische Geschwindigkeit in Old School Hardcore Tradition, aufgelockert mit melodischen Sing-A-Longs wie „Won’t Be The First Time“ oder „Laughing Out Loud“.
WeiterlesenMadrigal: I Die, You Soar
Die fünf Schweden von Madrigal machen auf ihrem Debüt „I Die, You Soar“ eigentlich alles richtig, was eine Düster-Kombo so machen muss: Epische Parts wechseln sich mit kraftvollen ab und auch Sänger Martin Karlsson leidet, wie es sich für einen echten Schwarzkittel gehört.
WeiterlesenThe Radiators: The Radiators
23 Jahre Originalbesetzung, zwölf Veröffentlichungen und davon nur sechs vollständige Studiowerke. Klingt nach einer ziemlich chaotischen Angelegenheit, oder? Nicht umsonst wird die fünfköpfige Combo aus New Orleans oft mit The Grateful Dead verglichen.
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