Liquid Gang: Sunshine

Volles Dezibelbrett! Die US-Band Liquid Gang haut dermaßen in den Pudding, dass es für Anhänger fetter Gitarrenmusik ein wahres Fest ist. Dass das ziemlich freakig wirkende Quintett dabei keine neue Stilrichtung definiert, ist nebensächlich. Im Dreieck aus Post-Grunge, Gitarrenrock und Metal haben sie sich häuslich eingerichtet und ziehen dabei so straight vom Leder wie kaum eine andere Band, die sich in diesem Feld tummelt.

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Nick Cave & The Bad Seeds: No More Shall We Part

Nick Cave veröffentlicht zwar schon seit 1984 Platten, aber erst sein morbides Duett mit Kylie Minogue hat die Underground-Ikone in ein breiteres Licht gerückt. Die darauf folgende CD „The Boatman’s Call“ hat ihn und seine Band von einer unheimlich intensiven und verschlossenen Seite gezeigt. Fast vier Jahre hat sich Nick Cave Zeit gelassen, um erneut ein tiefschürfendes Werk zu veröffentlichen.

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Pendragon: Not Of This World

Fünf Jahre hat es gedauert, bis sich das britische Quartett einen Nachfolger zu „The Masquerade Overture“ zurechtgebastelt hat. Der Art- und Progressive-Rock hat in dieser Zeit einige vielversprechende Kinder geboren und wieder festeren Boden unter die Füße bekommen. Die vier Musiker von Pendragon haben die Entwicklung um sich herum genüsslich ignoriert und zelebrieren epischen Konzept-Art-Rock, der nie wirklich „in“ war und es auch nie sein wird. Gehört man zu der Randgruppe, die an sowas Spaß hat, sollte man an „Not Of This World“ nicht vorbeiziehen.

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Southern Rock Allstars: Crazy Again

Das US-Quartett bringt schätzungsweise 500 Kilo auf die Waage und genau so klingt die Musik – pfundig, zupackend, aus einer Zeit, in der die gute, alte Tante Rock nur ein Gesicht hatte. So südlich, wie der Name vermuten lässt, klingen sie gar nicht, und wer von einer Platte nicht mehr erwartet als erdigen Rock, der liegt hier richtig.

(6 Fritten)

Southern Rock Allstars: Crazy Again
(Record Heaven Music)

Subway To Sally: Herzblut

Da sind sie wieder – die Mittelalterrocker, die bei so vielen Menschen Allergien auslösen. Wobei, ich kann mir vorstellen, dass auch einige treue Anhänger an „Herzblut“ zu schlucken haben. Die Gitarren sind nicht mehr so brachial wie auf „Hochzeit“, aber auch die folkloristischen Elemente der ersten Alben verblassen immer mehr. Subway To Sally 2001 sind eine hörbar gereifte Rockband, die sich von der Schublade „Mittelalter“ nicht beschränken lassen.

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