Kapitel III

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Was bisher geschah: Eine ganze Menge! Ein berüchtigter Krimiblogger wird ermordet in seinem Loft aufgefunden – als Schneemann verpackt. Anna Beller, ebenso ehrgeizige wie psychisch bedenkliche Kommissarin, übernimmt den Fall. Sie lebt in – leider – platonischer Wohngemeinschaft mit Horatio Wickius, dem legendären Exkommissar und jetzigen Ebenfalls-Blogger. Zwischen den ständigen sexuellen Belästigungen, die ihm die Beller zuteil werden lässt, beschäftigt sich Wickius mit dem Mordfall, jetzt gerade mit einer mysteriösen Liste, die in der Wohnung des Toten aufgefunden wurde.

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Alligatorersatz 010607

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Als urlaubsbedingter Herr über die Links hat man es nicht leicht (was, Sie haben auch einen? Dann →hierher damit!). Nein, was für Leute einem da mailen…“…wollen Hochmögender die von Endunterzeichneter submissest kolportierten Hinweise auf recentiones in seinem Journale publiciren, sintemalen sie dem publico zur Erbauung und Belehrung dienlich sein könnten. Ihr Georgius „Wir in Karlsruhe reden nun mal so“ Patzer.“

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Eine arbeitsreiche Woche…

neigt sich ihrem Ende zu und hebt ihr Schlangenhaupt in ein nicht minder arbeitsreiches Wochenende. Doch, war schon einiges los hier: Plagiate, Hackerattacken, Lobeshymnen, Ersatzbeschäftigungen. Und seit Tagen grübele ich über einer mysteriösen Fotografie, aus der man angeblich das Wesen des Kriminalromans lesen kann…

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Alligatorersatz 310507, nächste Lieferung

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Unser inzwischen zum Dauerersatzalligator beförderter freier Mitarbeiter Johannes Schulz hat zwei weitere Tageslinks geschickt. Und einer davon ist zum Schreien komisch – oder zum Weglaufen hirnrissig.
Zunächst der weitgehend normale, er betrifft natürlich Tobias „Liste“ Gohlis, der nicht nur ZEIT hat, sondern auch ab und an aus dem →SPIEGEL guckt. In nämlichem bespricht er „Die Macht des Mr. Miller“ von Charles den Tex (muss ich auch noch lesen, das Buch schaut mich seit geraumer Zeit immer so anklagend an, wenn ich am Stapel vorbeischleich). Das sei „alles flüssig und psychologisch spannend erzählt“, lobt Tobias „und in den STERN komm ich auch noch“ Gohlis, hält indes für die eigentliche Sensation des Buches die „Verschwörung der Guten, die sukzessive dabei ist, Platons Utopie einer Philosophendiktatur auf PC-Ebene zu realisieren“. Doch, muss ich unbedingt bald lesen.

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Alligatorersatz 310507

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Scheint ja im Moment wenig los zu sein an den Rezensionsfront. Wahrscheinlich lesen die jetzt alle Paprotta und Horst Eckert oder die Herbstkataloge, die nach und nach eintreffen. Oder sind die Leser, verpflichtet, den urlaubenden Alligator würdig zu vertreten, einfach nur faul heute? Nein? Dann aber flugs alle Onlinefunde →hierher geschickt! Immerhin: EINER hat geliefert.

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Astrid Paprotta: Feuertod

Man kennt das mit den Krimis. Zuerst bringen sie die Welt in Unordnung und dann räumen sie die Welt wieder auf und am Ende wissen wir, was wir wissen sollen. Oder ein wenig elaborierter: Krimis beginnen immer damit, dass sie uns suggerieren, nichts zu wissen. Und sie enden mit der tröstlichen Erkenntnis, alles zu wissen. Manchmal kommt es aber anders; heißt auch Krimi; auf den Kopf gestellt. Astrid Paprottas „Feuertod“ wird zukünftig als ein Referenzwerk für diesen Zweig der Kriminalliteratur zu gelten haben.

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Sehr verehrter Herr dpr,

es ist nicht meine Art, mich in die verantwortungsvolle Tätigkeit eines Krimikritikers einzumischen und überhaupt bin ich natürlich für die Freiheit von Kunst und Kritik, ja, solln auch meinetwegen demonstrieren da oben an dem Zaun da. Aber JETZT, verehrter dpr, ist Not am Mann! Ich spüre – nein, ich WEISS, dass Sie im Begriff sind, einen schwerwiegenden Fehler zu begehen, und ich weiß, dass Sie das auch wissen, dass Sie z.B. letzte Nacht nicht schlafen konnten, hin und her gerissen zwischen falschverstandener Loyalität und dem moralethischen Impetus Ihres ehrbaren Handwerks. Und worum geht es dabei? Natürlich um die Paprotta und ihren neuen Roman. Dpr – ich warne Sie! Wehe, Sie loben den!

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Presseerklärung

„Plagiatsfall“ Schenkel vs. Leuschner. Andrea Maria Schenkel hat sich nun zum Vorwurf, ihr Buch „Tannöd“ sei von Leuschners „Hinterkaifeck“ (beide behandeln einen Mordfall aus dem Jahr 1922, Schenkel fiktionalisiert, Leuschner präsentiert den Fall dokumentarisch, als „Sachbuch“) „abgekupfert“, geäußert – und gewährt darin einige interessante Einblicke in ihre Werkstatt. Hier die Presseerklärung im Wortlaut:

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Alligatorersatz 290507

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Der Alligator ist weg, der Alligator bist du. Alles was DU an aktuellen Artikeln zur Kriminalliteratur im Netz findest, wird HIER angezeigt, aber bisher (es geht auf halber Zwölf zu) hast du noch gar nix gemeldet, →HIER gemeldet. Dann kommt auch nix. Wenn was kommt, findest du es im Innern dieses Beitrags, dann muss am Ende dieses Headers „MEHR“ stehen, aber guck nur, noch steht da nicht „MEHR“, also streng dich mal an. Sonst ist der Alligator, wenn er wieder heimkommt, ganz traurig. Und wir auch.

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Alligatorersatz 280507

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Der Alligator urlaubt – und die wtd-Leserschaft spielt den Alligator. Wer immer auf Neuigkeiten aus der Krimiwelt stößt, schicke den Link bitte hierhin, wir präsentieren dann im Laufe des Tages die Zusammenfassung dessen, was sich so im digitalen Blätterwald getan hat. Den Anfang macht standesgemäß Chef Walter persönlich, dem wir zwei schöne Hinweise verdanken. Merci, Chef Walter! Und dann hätten wir noch etwas…

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Soziales Netzwerk

Der →Alligator macht wieder einmal Urlaub. Irgendwie müssen die Profite, die ihm seine Autorensklaven eingebracht haben, ja verprasst werden. Bisher haben wir von wtd die Urlaubsvertretung übernommen, aber diesmal klappt das nur, wenn alle mithelfen, denn der Blogger kann sich die Zeit auch nicht aus den Rippen schneiden. Also: Wem beim Durchforsten des Webs kriminews-relevante Artikel auffallen, der melde sie bitte bei dem da. Der wird sie dann bündeln und veröffentlichen.

Kapitel II

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Was bisher geschah: Nicht viel. Wickius, der bekannte Krimikenner und Exkommissar, inzwischen zum Krimiblogger heruntergekommen, lebt in platonischer Wohngemeinschaft mit der Polizistin Anna Beller, Mitglied der Mordkommission, die das Platonische leider nicht sehr genau nimmt und daher Wickius an die Wäsche will, die sie schließlich auch wäscht, denn natürlich hat sie den Gestrandeten nur bei sich aufgenommen, um von seinen enormen Kenntnissen der Kriminalliteratur zu profitieren. Mitten in einer sehr verfänglichen Situation (die Beller steht nackt vor Wickius, an dem sich gewisse Muskeln selbständig zu machen drohen) klingt das Bellersche Handy. Ein neuer Mordfall. Und ein besonderer: Der berüchtigte Krimiblogger „Der Unfehlbare“ ist gemeuchelt worden, die Beller muss sofort zum Tatort. Wickius wartet auf ihre Rückkehr, er ist verdammt müde, aber er will nicht einschlafen. (Lesen Sie →hier das vollständige, literarisch prima gelungene 1. Kapitel und →hier den Beginn der ebenso geheimen wie reichlich frechen wie literarisch bedenklichen Aufzeichnungen der Anna Beller.)

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Krimiwelt-Bestenliste Juni 2007

Ein Grieche auf Platz 1: Petros Markaris, „Der Großaktionär“, hochgeschossen von Rang 7, eine kleine Überraschung. Neu auf der 2: Michael Collins, „Schlafende Engel“. Hm. Muss man mal lesen. Matti Rönkä hält Bronze, schön so, Rainer Gross die deutsche Fahne im Wind, weiterhin Platz 8 für „Grafeneck“, das KEIN „Tannöd“-Klon ist, es sei noch einmal gesagt. Ebenfalls auf 8: Stieg Larssons „Verdammnis“, wenig überraschend, auch JurorInnen sind nur Menschen. In alle Ruhe studiere man die Liste → hier.

Pieke porträtiert

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„Delikte am Menschen“ haben ihn 43 Jahre lang beschäftigt, Gerd Hasse, Leiter einer Berliner Mordkommission. Noch nicht ganz so lange leistet Pieke Biermann Dienste am Menschen, u.a. in ihrer Radioserie „Menschen – Orte – Kriminalität“, diesmal also mit Herrn Hasse, wie immer im RBBinfoRADIO 93,1, am 26. Mai 2007 um 11:45 Uhr, wird um 16:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 Uhr wiederholt und ist auch als Podcast und im Internet unter www.inforadio.de, Suchfunktion: “Recht und Ordnung” abrufbar. Klicken Sie einfach der Pieke im Radio aufs Näschen.

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Crime School, Belegstück

Doch, es gibt Zufälle, und der Wörtche, der Bursch, schickt mir seine Texte merkwürdigerweise EBEN NICHT vor der Veröffentlichung zum Absegnen. Also Zufall, dass in seiner heutigen Rezension von Michael Collins'“Schlafende Engel“ für den →„Freitag“ unser heutiges Crime-School-Thema um ein weiteres Belegstück bereichert wird. Die Benutzung des Genres „contre coeur“, seine schleichende „Literarisierung“, die ausgiebige und dilettantische Verwendung von Versatzstücken – das Buch so zu entlarven, gelingt nur, wenn man es dem Genre zuschlägt und mit dessen Instrumentarium seziert. Freunde der gehobenen Literatur, die dem „seriösen Dichter Collins“ ihren Weihrauch zuschwenken, werden das anders sehen und eben „den tieferen Sinn“ herausarbeiten. Sollen sie. WIR erkennen darin etwas furchtbar Triviales: die Geringschätzung der Kriminalliteratur und damit der Literatur in toto. Merci, Genre, merci TW.

Crime School – das Partywissen -2-

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Was ist denn nun eigentlich Krimi, hä? Alles was zum Genre gehört. Aber dazu gehört eben nicht alles. Den Schund klauben wir mit spitzen Fingern heraus, das „Schwerliterarische“ kippen wir nur unter Protest hinein. Sollten wir nicht tun. Denn ein Genre ist immer ein vertikales Gebilde, es reicht vom literarischen Himmel bis in die literarische Hölle – und nicht selten paaren sich Teufel und Engel in schier zauberhafter Weise…

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Uff, fertig.

Während sich gewisse Redaktionsmitglieder bereits fürs Wochenende einrichten, die neue Heftbeilage der ZEIT studieren (Frau A.), Pfeile in Harlan-Coben-Poster werfen (Jochen) oder ukrainische Zwangspraktikantinnen mit den neuesten Kunststückchen eines Flo- und Virenzirkusses zu beeindrucken versuchen (Bernd), habe ich, von Schweißbächen überströmt, endlich die zweite Folge der neuen Crime School fertiggestellt.

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