Vor etwa zwei Jahren erschien das Debütalbum der deutschen Newcomer Fidget. Im Gegensatz zu der immensen Nu Metal-Konkurrenz dies- und jenseits des Atlantiks hatten Fidget ein exotisches Ass im Ärmel: die philippinische Sängerin Darline Fae Rubi.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
Alec Empire: Futurist
Die Apokalypse naht. Diesen Eindruck erweckt das neue Soloalbum des einstigen Atari Teenage Riot-Kopfs Alec Empire. Wie für sein Label Digital Hardcore Recordings üblich ist ‚Futurist‘ ein Album der Extreme.
WeiterlesenVarious: Verve Remixed/Unmixed 3
Die Idee gibt den Initiatoren Recht. Von Teil eins und zwei der Einzel-CD-Ausgaben „Verve Remixed“ und „Verve Unmixed“ gingen etwa eine halbe Million Exemplare über die deutschen Ladentheken. Auf der einen CD machen sich namhafte Künstler aus der Remix-Szene an Klassikern aus der Jazz-Szene zu schaffen, die auf der zweiten CD in der jeweiligen Originalversion zu finden sind.
WeiterlesenDaft Punk: Human After All
„Wir glauben aufrichtig, dass unser neues Album für sich selbst spricht“, verkündeten Thomas Bangalter und Guy Manuel De Homem Christo am 17. Dezember des vergangenen Jahres. Das ist nicht wirklich viel, was die beiden Daft Punker freiwillig über ihr drittes Album zu Protokoll geben wollten. Aber unsereins muss mit der kargen Information auskommen. Reden können andere, Daft Punk kümmern sich währenddessen lieber ums Wesentliche: die Musik.
WeiterlesenMillencolin: Kingwood
Jetzt mal ehrlich: Wer hätte gedacht, dass Millencolin anno 2005 noch aktiv sein würden? Vor Jahren fingen sie als lustige Melodycore-Band an und waren bei den Kids überaus angesagt. Heuer sind Fans wie Musiker im gleichen Maße gealtert und gereift und Millencolin steht nunmehr für druckvollen, gitarrenverliebten und erntzunehmenden Punkrock.
WeiterlesenK-Os: Joyful Rebellion
Wir hatten schon gar nicht mehr an ein zweites Album von Rapper K-Os geglaubt. Erfreulicherweise ist es nun doch so weit, dass der Kanadier den Nachfolger zu seinem phänomenalen Debüt „Exit“ veröffentlicht.
WeiterlesenSuch A Surge: Alpha
Im letzten Jahr feierten sie ihr 13. Jahr. Eine beachtliche Zahl. Fünf Such A Surge-Alben und zwei ihres Nebenprojekts Pain In The Ass brachten sie in dieser Zeitspanne zustande. 2003 war das letzte Studioalbum ‚Rotlicht‘ erschienen. Seitdem ist einiges passiert im Umfeld der Band. Zum einen stieg Gründungsmitglied und hauptamtlicher Gitarrist Dennis Graef aus. Er wurde durch das einstige Road Crew-Mitglied Lutz Buch ersetzt. Dann haben sie noch von ihrem einstigen Label getrennt und letztendlich bei Nuclear Blast ein neues Zuhause gefunden.
WeiterlesenPink Turns Blue: Phoenix
Zehn Jahre waren sie weg vom Bildschirm, dann im letzten Jahr eine Tournee und im Zuge dieser wieder erste Festivalauftritte nach der Pause. Und nun sogar ein neues Album. Pink Turns Blue wollen es wirklich wissen. Der Zeitpunkt für ein Comeback könnte kaum besser gewählt sein. In den letzten Monaten sind zuhauf Platten auf den Markt gekommen, die mit dem New Wave der Achtziger einiges gemein haben. Es sei etwa an Interpol oder an VHS Or Beta erinnert.
WeiterlesenKool Savas & Azad: One
„Zwei der besten Rapper in Deutschland vereint“? Das behaupten Kool Savas, Berliner Rap-Senkrechtstarter, und sein Frankfurter Kollege Azad. Zwischen den Zwei gibt es „keine Competition, wir sind eins, Junge“ rappt Azad in „Monstershit“. Dann soll der Beat aufgedreht und der Arsch bewegt werden, damit der „Ghetto R’n’B“ losrocken kann. Aua! Muss deutscher HipHop in den letzten Jahren auf so plumpe, platte und – sorry – infantile Art und Weise, US-Strassen-Rap kokettieren? Hier ist nicht die Bronx! Und dann diese unzähligen Anglizismen. Man will schon fast das Wort „Deutschrap“ nicht mehr in den Mund nehmen.
WeiterlesenSiddharta: Rh-
Pathetischen Gothic Prog-Metal mit viel Keyboards und Plastik-Geigen aus selbigem plus leierndem Gesang oder Chorälen gefällig? Siddharta machen genau das. Langweilig, vorhersehbar und nicht im entferntesten interessant.
(2 Fritten)
Siddharta: Rh-
KD Finis Mundi/MoS/Edel
VÖ: 21.03.2005
African Dope Soundsystem
Dancehall und Dub sind über die letzten Jahre weiter in den Pop-Vordergrund gerückt. Es sind keine Nischen-Genres mehr, sondern durchaus ertragreiche Geschäftsfelder der Industrie.Aushängeschilder sind etwa die Labels VP Records und Greensleeves. Jetzt muss man dieser vagen Reihe mindestens einen weiteren Kandidaten hinzufügen: African Dope Records aus Cape Town (Südafrika). Denn auch in Afrika weiß man zu dubben und zu toasten. Man muss sich nur Tracks von Black Dillinger, Teba oder Red Lion anhören.
(7 Fritten)
Various: African Dope Soundysytem
African Dope/Alive
VÖ: 14.03.2005
M. Ward: Transistor Radio
M. (Matt) Ward ist ein begnadeter Songschreiber und zählt – zumindest was die jüngere Generation an Musikern betrifft – mit Bonnie „Prince“ Billy alias Will Oldham, Jason Molina (ex-Songs:Ohia), und David Eugene-Edwards von 16 Horsepower und Woven Hand zu den größten seines Fachs. Ihn allen ist gemein, bewegende Songs zu schreiben und diese mit einer Stimme zu verzieren, die unter die Haut geht.
WeiterlesenTraening: Better Than This
Die/der Verfasser(in) des Infoblattes hat vollkommen recht: Diese Musik ist was für Freunde von Björk, den Cardigans und Cat Power. Zumal die Stimme von Sängerin Marie Eline Hansen oft an die von Björk erinnert. Andererseits aber auch an Betty Mugler von Hidalgo, einst The Charming Prophets – doch die kennt leider keine Sau (mehr). Oder auch an Polly Jean Harvey. Belassen wir es dabei.
WeiterlesenVarious Artists: MTV Mash Presents !K7 Trash
Der gleichnamigen Sendung auf „MTV“ nacheifernd, werden auf dieser kurzweiligen und spannenden Platte Songs auf dem Studio !K7-Umfeld ineinander gemixt. Vikter Duplaix, Peace Orchestra, die obergeile Princess Superstar, (Matthew) Herbert, Ghost Cauldron… sie sind alle irgendwann und irgendwo zu hören. Ein Genie, wer stets weiß, was gerade nebeneinander herläuft.
(8 Fritten)
Various Artists: MTV Mash Presents !K7 Trash
(!K7/Rough Trade)
The Zinedines: Take Me Take Me
Nein, nicht „Take Me Out“ und schon gar nicht Franz Ferdinand, sprich: kein typischer „The“-Sound. The Zinedines mögen britischen, psychedelisch angehauchten 70er Rock.Ob sie Dover als Spaniens Rock-Export Nummer eins ablösen können, ist anzuzweifeln. Irgendwie fehlt es noch an einer prägnanten eigenen Note. Vielleicht nächstes Mal.
(6 Fritten)
The Zinedines: Take Me Take Me
Rainbow Quartz/Alive
VÖ: 7.3.2005
Trick Daddy: Thug Matrimony: Married To The Streets
Die Indizien sprechen für sich: Trick Daddy sagt, er sei mit der Strasse verheiratet, was wohl so viel heißt, dass er sich als Kind der Strasse sieht. Wie man sich das Leben auf den Strassen des „dirty South“ vorzustellen hat, dürfte jedem klar sein.Ein weiteres Indiz ist das „F**kin‘ Around Intro“, in dem zwei Typen bei einem Drive-By-Shooting niedergestreckt werden. Die Message: Don’t fuck with Trick Daddy, dem Bösen aus Miami. So inszeniert sich Trick Daddy alias Maurice Young schon seit einigen Jahren auf seinen Alben.
WeiterlesenAbsynthe Minded: Acquired Taste
Wenn es in Benelux eine Band zu etwas bringen will, dann muss sie wohl zwangsläufig den Weg über dEUS suchen. Was keineswegs verwerflich ist. Aber amüsant.Im Fall von Absynthe Minded ist es standardgemäß auch ein Abgeordneter aus dem dEUS-Umfeld, namentlich deren Sänger/Gitarrist Tom Barman, der sagte, Absynthe Minded seien „das Versprechen für die Zukunft“. Klingt kryptisch. Er will wohl sagen: Dieser Band gehört die Zukunft. Im Spannungsfeld zwischen eben jenen dEUS und neuen Liverpooler Bands wie The Coral oder The Zutons agiert das gelobte Quintett.
WeiterlesenK-Maro: La Good Life
Der gute K-Maro mag etwas seltsam aussehen – geht man zumindest von den Fotos im Booklet seines Albums „La Good Life“ aus. Ein kunstvolles Zuhälter-Bärtchen, tätowiert, muskelbepackt, grimmige Miene und dann doch irgendwie einen leicht femininen Touch. Die Posen schrecken erst einmal ab. Die Musik indes begeistert.
WeiterlesenHead Automatica: Decadence
Dan The Automator alias Dan Nakamura ist ein fleißiges Bienchen. Nicht genug, dass er just das zweite Handsome Boy Modeling School-Album fertig stellte. Nun legt er mit dem Projekt Head Automatica einen nach. Zusammen mit Glassjaw-Sänger Darryl Palumbo und diversen Begleitmusikern, unter anderem Glassjaw-Schlagzeuger Larry Gorman, hat er Head Automatica gegründet.
WeiterlesenGeneral Patton Vs. The X-Ecutioners
Auch so ein Tausendsassa. General Patton, dessen weniger martialischer bürgerlicher Name Mike Patton ist, kann wohl keine Sekunde still sitzen. Er scheint fast täglich in einem Studio mit neuen Ideen zugange zu sein. Es kommt einem vor, als würde er alle drei Monate ein neues Album eines neuen Projekts auf den Markt bringen.
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