William Gibson – Idoru

William Gibson, laut Spiegel, „wohl der einzige Science-Fiction-Autor der Welt, dessen Werke eine unmittelbare Wirkung auf die Gegenwart haben“. William Gibson, der mit seiner Neuromancer-Trilogie den Begriff des „Cyberspace“ kreierte, hat jetzt mit IDORU seinen neuen Roman abgeliefert, sehnsüchtig erwartet von einer treuen Leserschar, sicherlich aber auch von den Verlegern – zwecks Säckelfüllen. Wie sonst ist das geradezu parallele Erscheinen in den USA und in Deutschland zu erklären – beim Plattwalzen von Mia Farrows Seelenleben, John Hewitts Liebesleben, etc gang und gäbe, bei einem SF-Roman bisher wohl nicht für möglich gehalten.

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Die Scheibenwelt von A-Z

Den Menschen, die noch nie etwas von Pratchett´s Scheibenwelt gehört oder gelesen haben, sei vorausgeschickt: Terry Pratchett ist der, der wo Bücher schreibt, die auch die Leute lesen, die wo sonst keine Bücher lesen. Aber Spaß beiseite, denjenigen die noch keine Scheibenwelt-Romane gelesen haben, ist nichts entgangen, außer Lachkrämpfen, entlarvenden Darstellungen der menschlichen Natur und Gesellschaft, Nachdenkliches und Amüsantes über den Charakter von Gevatter Tod. Sie haben also nichts geringeres verpaßt außer das, was allgemein als Lesevergnügen bezeichnet wird. Zugeben sie werden seltener das Mittagessen verpaßt haben und über kein Schlafdefizit klagen, aber jetzt mal ehrlich: Wer braucht das schon?

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Sven Böttcher – Wal im Netz

Die Zukunft ist einfach nicht mehr das, was sie einmal war, bevor William Gibson den Cyberspace erfunden hat. In naher Zukunft hängt alles am Netz, Stadtwerke, Post, Pornokanal, einfach alles. Und, wer das Netz kontrolliert, sitzt am Drücker.

Das muß auch Inspector Victor Sherman feststellen, als irgendwann im nächsten Jahrhundert in seiner Dienststelle die Meldung eintrudelt, daß ein Irrer namens Moby Dick in totsichere Systeme eingebrochen ist. Der Spaß hört auf, als Moby Dick seine virtuellen Muskeln spielen läßt und die Wasserversorgung der Stadt lahmlegt.

Der dicke Meeressäuger erweist sich als übermächtiger Gegner für Sherman und seine Crew. Jede Spur endet in einer Sackgasse. Es gibt Ärger mit fliegenden Pizzadrohnen, brutalen Kindergangs und religiösen Massenmördern. Als ob das noch nicht genug wäre will Shermans Freundin auch noch Sex. So richtig körperlich wie früher und nicht virtuell. Es sieht zunächst also gar nicht rosig aus. Doch Shermans neuer Mitarbeiter, der computerbegeisterte Scapegood, bringt virtuelles Licht ins Dunkel und die Verfolgung beginnt. . .

Sven Böttcher, vielen bekannt als Übersetzer von Douglas Adams, schickt mit „Wal im Netz“ bereits zum dritten Mal Inspector Sherman auf Verbrecherjagd. Die Stärke des Romans liegt eindeutig darin, daß man jetzt schon nachlesen kann, wie sich das Neunzigerjahre-Revival im nächsten Jahrhundert anlassen wird: mit lustigen Gerichten wie „Serbische Schlachtplatte“ und „Geschnetzeltes Gorazde“.

Sven Böttcher
Wal im Netz
Goldmann
ISBN 3442435218

Martha Grimes – Freier Eintritt

Der 15jährige Sammy lebt mit seiner Familie in einem schicken New Yorker Appartement. Sein Vater ist erfolgreicher Banker, und seine Mutter verbringt ihre Zeit vorzugsweise vor dem Spiegel – wenn sie nicht gerade auf Beutezügen durch teure Boutiquen ist.

Eines Tages hört Sammy seine Eltern in der Küche über „Die Toten“ reden. Für ihn steht fest, daß es sich um die gleichnamige James Joyce-Geschichte handeln muß oder deren Verfilmung durch John Houston. Erst als ihm eine Reihe zerknitterter Photos in die Hände fällt, dämmert es ihm: „Die Toten“ sind nichts anderes als „The Dead“ – so die liebevolle Abkürzung der Hippie-Band „Grateful Dead“! Und es scheint so, als wären seine Eltern ihre größten Fans gewesen.

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Giuseppe Culicchia – Knapp daneben

Walter ist 21, hat sein Abitur in der Tasche und keine Ahnung, was er in der italienischen Gesellschaft verloren hat. Sicher ist nur, daß er weder den Militärdienst ableisten möchte, noch ein Lohnsklave bei Fiat werden will. Also verweigert er erst mal und schreibt sich in der Wartezeit an der Uni für ein paar Philosophiekurse ein. Zuhause geht ihm sein Vater auf die Nerven. Ständig von dumpfen Gameshows zugedröhnt schnautzt der Walter an, endlich etwas aus seinem Leben zu machen, beispielweise eine Karriere bei Fiat.

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Michel Birbæk – Was mich fertig macht ist nicht das LEBEN, sondern die Tage dazwischen

Tacheles ist Sänger in der Band MOM (Männer oder Mäuse, gibts wirklich!). Tacheles hat einige Probleme. Und das macht ihn sympathisch. Die Toureinnahmen reichen gerade mal aus, um die Kosten für Sprit, Verpflegung, Unterkunft, Strafzettel und Bier zu decken. Damit nicht genug wird sein Leben um einige Stufen komplizierter, als seine Ex wieder in der Stadt auftaucht. Diese ließ ihn vor einem Jahr sitzen. Nach einem gemeinsamen intensiven Sexnachmittag ist es wieder um Tacheles geschehen. Alle guten Vorsätze sind vergessen. Das Problem ist nur, daß er nicht genau weiß, ob sie ähnlich fühlt. Eigentlich war das schon immer die große Frage zwischen ihnen. Außerdem gibt es da noch Britta, seine beste Freundin, die ihn liebt.

Das Ganze wäre vielleicht noch zu ertragen, wenn Tacheles‘ Mitbewohnerin mit ihrer dezenten Nymphomanie ihn nicht zu Wahnsinn treiben würde. Oder eine alte Feindin der Bandkarriere ständig Steine in den Weg legte. Klingt nach Chaos, ist Chaos. Kurz, es muß sich etwas ändern. Aber dazu muß Tacheles erstmal herausfinden, warum ihn sein Vater früher immer mit zum Fischen nahm.

Der Roman ist wie ein gutes Rockstück geschrieben: schnell, hektisch, übertrieben, laut, voller Lebensgefühl, aber auch mit leisen nachdenklichen Zwischentönen. Im weitesten Sinn ist es die moderne Version von der Suche nach dem Gral. Ideal zu lesen, wenn man unterwegs ist oder an verregneten Sonntagnachmittagen.

Michel Birbæk
Was mich fertig macht ist nicht das LEBEN,
sondern die Tage dazwischen
Rütten und Loening 29,90 Deutschmark
ISBN 3-352-00531-1

Chuck Hogan – Hornissennest

Videotheken scheinen die rechten Startrampen für eine Karriere zu sein. Quentin Tarantino gelang von dort aus der Sprung in die erste Reihe der Kult-Regisseure und bei Chuck Hogan könnte sich eine ähnliche Entwicklung abzeichnen. Bis zur Annahme seines Manuskripts „The Standoff“ hat er auch seine Brötchen mit dem Verleih von Schmuddelfilmen verdient.

The Standoff, deutscher Titel „Hornissennest“ ist die Geschichte einer Belagerung in Montana, der Hochburg der Militia, Survivalists, Verschwörungsparanoiker, Separatisten und Waffennarren, kurz, allderjeniger, die sich von der niggerfreundlichen jüdisch durchsetzten linken Regierung im fernen Washington lossagen wollen.

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Gerd Gerken/Michael Konitzer – Trends 2015

Die Zukunft ist ja nicht unbedingt nur das Arbeitsgebiet von Science Fiction Autoren, sondern auch von Marktforschern und Trendscouts. Zwei von ihnen, Gerd Gerken und Michael Konitzer, haben sich dazu hinreißen lassen, ihre Erkenntnissen und Prognosen dem schnöden Volk in Buchform nahezubringen, einem Medium, dem sie in ihrem eigenen Werk auf Seite 84 keine Chance mehr einräumen. Sei’s drum.
Was die beiden Zukunftsprofis in TRENDS 2015 bieten liest sich so wie der Abschlußbericht aus dem Muppet-Labor wo die Zukunft von morgen schon heute gemacht wird.

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Simone Borowiak – Ein Zug durch die Gemeinde

Simone Borowiak hat es geschafft. Souverän hat sie ihre härtesten Konkurrentinnen Hannelore Kohl und Hella von Sinnen auf der linken Spur überholt und gilt inzwischen als die Nummer 1 der Frauen, mit denen sich ein Mann niemals verabreden würde. Nicht einmal wegen einer verlorenen Wette – von wegen Ehrenschulden und so.

Das hat seine Gründe. Erstens, sie ist über dreißig. Zweitens, sie schreibt Artikel für die Titanic und manchmal auch ganze Bücher. Und genau das ist gerade wieder passiert.

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Bruce Dickinson – Lord Iffy und die Spitzen der Gesellschaft

Bruce Dickinson, der pensionierte Sänger von Iron Maiden, ist bereits in jungen Jahren für seinen überentwickelten Sinn für Humor bekannt gewesen. Der hatte ihm seinerzeit einen Rausschmiß aus einer staatlichen Schule beschert. Ein Verlust von dem er sich bis heute scheinbar nicht erholt hat. Seine Rache für diese Schmach sieht so aus, daß er als Vergeltung für den entgangenen Unterricht eigene Bücher schreibt, deren Hauptfigur Lord Iffy ein Inzuchtprodukt der Oberschicht ist.

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Neal Stephenson: Snow Crash

Prolog:
Zehn Jahre ist es nun her, seit der Cyperspace das virtuelle Licht der Welt erblickt hat. Seitdem geistern künstliche, kybernetische Welten in den Köpfen von Lesern und Autoren. William Gibsons Kopfgeburt eines deus ex machina verbindet Philosophie und Technik, Rationalismus und Emotionalität, letztlich Realität und Fiktion. Cyberspace ist die fiktionalisierte Realität eines realen Wunsches nach einer Welt, nicht jenseits unserer, sondern parallel dazu, gekoppelt an die Möglichkeit, die eigene Psyche mit einer zweiten Wunsch-Identität zu versehen und darin zu agieren. Was die Technik heute mit Mind-Machines, Kontaktanzügen und Interface gesteuerten Hilfsmitteln zur Genitalstimulation bietet, ist von Gibsons Cyberspace Vision allerdings noch so weit entfernt, wie ein Faustkeil vom Schweizer Offiziersmesser.

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Brooke Stevens: Die Insel der Wahrheit

Die Sonne geht unter. Alex und seine Frau Iris machen einen Spaziergang am Strand ihrer Ferieninsel und entdecken einen Zirkus hinter den Dünen. Freudig überrascht von ihrer Entdeckung kaufen sie Eintrittskarten für die Vorstellung die kurz darauf beginnt. Nach den Clowns und einer Tiernummer folgt die Zaubernummer für die der Magier eine hübsche Frau aus dem Publikum benötigt. Seine Wahl fällt auf Iris. Sie betritt die Manege und nachdem er sie vor versammeltem Publikum schweben läßt, bittet er sie, in einem gepolsterten Sarg Platz zu nehmen. Iris tut wie ihr gesagt wird. Sie legt sich hinein, der Deckel wird geschlossen und der Magier läßt sie in einer Rauchwolke verschwinden. Dabei scheint allerdings eine Panne passiert sein. Es ist ihm unmöglich Iris zurückzuholen. Die Vorstellung ist zuende.

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Peter Simon: Der Papst, die Prophezeiung und das Nest der Waschbären

Im Gegensatz zum Islam, der gerade eine Renaissance erlebt, die Tag für Tag Menschen das Leben kostet, steht es mit der Heilslehre der Römisch Katholischen Kirche nicht zum besten. Das wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht in den nächsten Jahren ändern. Das sieht auch Peter Simon so und datiert seinen ersten Roman kurzerhand ein paar Jahre vor.

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Musikbücher II

Stellt Euch mal vor, ihr geht in eine gutsortierte Buchhandlung und verlangt eine Biografie von Neil Young. Der Buchhändler schaut verständnislos, wiegt bekümmert den Kopf und guckt dann in seinem Verzeichnis lieferbarer Bücher nach. „Tja“ sagt er schließlich, „Pech gehabt. Gibt es nicht.“ Wie? Unvorstellbar? Habt Ihr doch, wenn Ihr den Kopf leicht nach rechts dreht, gute drei Meter Literatur über Neil Young im Visier, und im Regal daneben harren sieben Meter Bob Dylan der Lektüre? Schon recht. Aber wieviele Bücher habt Ihr eigentlich über Joni Mitchell? Ich will es Euch sagen: Höchstens eins. Ein schmales Bändchen von Leonore Fleischer, 1976 erschienen, mit schönen Bildern, aber einem weniger befriedigenden Text.

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Alasdair Gray – Kleine Disteln

Gray ist Schotte, mit Leib und Seele. Seine Romane und Geschichten berichten immer von seiner Heimat oder den eigentümlichen Schicksalen, die seine Landsleute erfahren. Dabei ist er alles andere als ein folkloristischer Wald-und-Wiesen-Autor. Was ihn auszeichnet ist die blühende, übersprudelnde und zuweilen auch obszöne Phantasie, die in seine Bücher einfließt. Obwohl er in seiner Heimat bereits seit Jahren den Durchbruch geschafft hat und von der Kritik gebauchpinselt wird, gelingt es ihm in Deutschland erst langsam, sich einen Namen zu machen. Er gehört halt nicht zu den Leuten, die in der SpiegelBestsellerliste oder in Ranickis Literarischer Vierteilung gefeatured werden. Und das, obwohl seine Bücher bereits seit Jahren ins Deutsche übersetzt und von einem wachsenden Leserkreis gekauft werden. Grays Status ist der eines offiziellen Geheimtips.

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Jürgen Benvenuti – Harter Stoff

Der Slogan einer Krimireihe lautet: „Jede Stadt hat das Verbrechen, das sie verdient.“ Und was fällt einem in diesem Zusammenhang zu Wien ein? Spontan vielleicht Ladendiebstahl und illegales Urinieren in Parkanlagen. Doch die Situation könnte sich jetzt ändern. JÜRGEN BENVENUTI, hauptberuflicher Zettelverteiler und Fachkraft für Gelegenheitsarbeiten aller Art haucht der K&K Metropole mit seinem Debütroman HARTER STOFF neues kriminelles Flair ein.

Wie so oft beginnt die Angelegenheit mit einem Telefonanruf. Es ist jedoch nicht der klassische beste Freund in Not oder die ebenso klassische mondäne Blonde in höchster Bedrängnis, sondern ein kleinkarierter, spießiger und schleimiger ehemaliger Mitschüler von Jochen, der ihn aus seinen surrealen Träumen reißt. Paul, so heißt der Nichtswürdige, ist die Freundin abhanden gekommen, abgehauen, vermutlich nach Wien in die halbseidene Szene zwischen Junk und Strich. Nach einigem Gejammer rückt er dann rüber, was er will: Jochen soll sie suchen, eine Woche lang, für zehntausend Schilling.

Als Szenegänger und Ex-Junkie ist Jochen vertraut mit dem Milieu und zehntausend sprechen eine eindeutige Sprache. Außerdem gibt es auch noch eine andere Motivation. Pauls Freundin ist Jochens Ex-Freundin.

Die Suche entpuppt sich als Hardcore Tour de Force wozu nicht nur die Drogistenszene sondern auch Skins beitragen. Und Henry Rollins, der von Jochen gern zitiert wird: See me walking with a gun in my hand, see me walking with a gun in my heart, loaded!

HARTER STOFF wurde bereits 1994 in Wien veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt war Benvenuti immerhin schon satte 22 Jahre alt. Damit gehört er zu den jüngsten Autoren, die nach Arjouni kommen. Sein Stil ist ruppig aber nicht unpersönlich, der Plot gradlinig. Insgesamt ein straffer Krimi, der am Puls der Zeit ist und ein jüngeres Publikum anspricht. Ob das allerdings mit diesem Titelbild funktioniert ist mehr als fraglich. Benvenuti hat wahrscheinlich einen Blutsturz gekriegt als er dieses Cover gesehen hat mit dem sich ein Schmöker in der Sparte „Neue Frau“ verkaufen läßt, aber bestimmt kein Krimi.

Jürgen Benvenuti
HARTER STOFF
dtv 9,90 DM
ISBN 3-423-12205-6

Gisbert Haefs – Kein Freibier für Matzbach

Nachdem Balthasar Matzbach in seinem letzten Fall den Bonner Politklüngel auf groteske Weise aufgemischt hat – unter anderem legte er einer originalgetreuen Kanzlerkopie und einem falschen Oskar Lafontaine das Handwerk – zog sich der Universaldilletant aus diesem Metier zurück. Matzbach tauschte Revolver gegen Remoulade und eröffete ein exquisites Speiselokal auf einem angedockten Kahn am Rheinufer, das seiner Verschrobenheit Rechnung trägt: Der Kellner ist ein gestrandeter Cheyenne, den die US-Army vergessen hat, der Koch ein Ashanti und der Geschäftsführer ein Chinese. Mädchen für alles, im Besonderen auch Damenbeglücker und Bodyguard, ist ein Zwerg mit einschlägiger Halbwelterfahrung.

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Terry Pratchett: Nur Du kannst die Menschheit retten

Der zwölfjährige Johnny Maxwell teilt die meisten Sorgen seiner Altersgenossen: Schule, Hausaufgaben, dieStreitereien seiner Eltern. Wie die meisten anderen Kinder in seinem Alter verbringt er seine Freizeit mit Computerspielen. Der neueste Renner ist das Spiel Nur Du kannst die Menschheit retten von der Firma Gobi Software. Just in dem Moment, als er sich bereit macht, die virtuelle Gefahr aus dem Weltraum ein für alle mal zu vernichten, erscheint eine bizarre Nachricht auf seinem Bildschirm. Die Aliens geben auf und wollen verhandeln. Verständlicherweise reagiert Johnny mit einiger Verwunderung. Dieses Szenario ist schließlich im Handbuch nicht vorgesehen. Aber damit nicht genug. Die ScreeWees, so der Name der außerirdischen Invasoren, verlangen von Johnny, daß er ihnen sicheres Geleit zu der Grenze gibt. Nach anfänglichem Zögern willigt er ein, denn ein Computerspiel wird bekanntlich durch wachsenden Realismus umso faszinierender.

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