Secret Machines: s/t

Secret Machines können einem schon etwas leid tun. Erst verloren sie ihren Plattenvertrag, dann stieg Ben Curtis, der Bruder von Sänger, Bassist und Keyboarder Brandon Curtis, aus. Doch selbst das entmutigte Brandon und Josh Gazra (Schlagzeug) nicht. Sie nahmen ihren langjährigen Freund Phil E. Karnats (Ex-Tripping Daisy) mit ins Boot und sogleich das dritte Album auf.

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VA: Le Pop – Les Filles

Die beiden Macher des Labels Le Pop Musik, Rolf Witteler und Oliver Fröschke, haben einen Narren an der französischen Popmusik gefressen. In der ‚Le Pop‘-Reihe erschien nun ‚Le Pop – Les Filles‘. Wer des Französischen mächtig ist, der wird bereits am Titel merken, dass sich die sechste Ausgabe der Samplerreihe den Mädchen, den Filles nämlich, widmet. Die Präsidentengattin Bruni sucht man hier Gott sei Dank vergeblich.


Es sind die Chansonsängerinnen und Singer/Songwriterinnen aus der zweiten Reihe. Dazu zählen die verführerisch klingende Constance Amiot („Clash Dans Le Tempo“), die hierzulande nicht gänzlich unbekannte Coralie Clément sowie deren aufstrebende Kolleginnen Francoiz Breut und Marianne Dissard. Sie alle vereint die Liebe zur besinnlichen frankophilen Musik – ganz gleich ob sie wie Clément aus Frankreich oder wie Breut aus Belgien stammen oder in den USA wohnen (Dissard).

Link: www.lepop.de


Mr Oizo: Lambs Anger

Der Mann, der uns die mit den Beats bangende Handpuppe Flat Eric beschert hatte („Flat Beat“), hat ein neues Album aufgenommen. ‚Lambs Anger‘ ist das bisher dritte des unscheinbaren Bartträgers, für das er trotz der Arbeit an Uffies Debütalbum und der an einem Film namens „Realite“ die Zeit fand.

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Nebula: BBC/Peel Sessions

Hierzulande sind Radioauftritte von großen Bands vielleicht schon fast normal. Bei der britischen Radio- und TV-Anstalt BBC ist es allerdings Tradition, dass regelmäßig Bands auftreten – bekannte wie unbekannte. So durften zum Beispiel die famosen Stoner Rocker Nebula zwischen 2001 und 2004 gleich drei Mal den Studios der BBC einen Besuch abstatten, um diese zu berocken.

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Honeyboy Hickling – Blowin‘ Through Town

Na endlich, Simon „Honeyboy“ – hierzulande wäre „Hohnerboy“ vielleicht ein Alternativname – Hickling „live on stage“, und zwar mit den alten Freunden aus gemeinsamen DT’s-Tagen: mit Gitarrenvirtuoso „Big“ Al Taylor und zwei unterschiedlichen rhythm sections, mal mit Bassmann Tony Stuart und Drummer Tony Bayliss, mal mit den Original-cracks Craig Rhind (b) und Alan „Sticky'“ Wickett (dr).

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Carus & The True Believers – Three Boxes

Nee, mit den texanischen True Believers (kurzlebige Band von Alejandro Escovedo) hat die Truppe um Carus Thompson fast nur den Namen gemein. Der australische Singer/Songwriter lässt sich gleichwohl in die Sparte „melodiöser Roots-Rock“ verorten, der durchaus auch aus Austin/Texas stammen könnte.

Auch auf seinem zweiten Studioalbum liefert er wieder eine bunte Palette von feinen Songs und Balladen ab, die sich bald in den Gehörhängen festsetzen, ohne dass man ihrer schnell überdrüssig wird.

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Julian Dawson – Deep Rain

Er hat einfach ein Händchen für feine, wohl(fühl)ige Songs, ohne in die Schmalzkiste abzugleiten. Die Melodien gehen schnell ins Ohr, bleiben auch haften, und trotzdem hört man sich nicht gleich satt davon. Beispiele gibt es auf dem vorwiegend aus Eigenkompositionen bestehenden Album etliche – als da wären „Girl Friday“, „That’s Why God Made Saturday“ Night“ oder der Opener und Titelsong „Deep Rain“. Letzterer gibt auch ein bisschen die inhaltliche Richtung vor.

Es geht im übertragenen Sinne um das Wachsamsein, um das Aufmerken, vor allem mit Blick auf (Liebes-) Beziehungen zu den einem umgebenden Menschen und die Umwelt an sich: „A gentle shower might wake us up again / We need a deep, deep rain.

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Michael Weston King – Crawling Through The USA

Das nächste Studioalbum des sympathischen englischen Singer/Songwriters ist bereits in Arbeit (Titel: „My Darling Clementine“) und für Mitte 2009 angekündigt. In der Zwischenzeit können wir uns an einem weiteren Live-Album erfreuen, dessen Aufnahmen bei MWKs US-Tourneen der vergangenen Jahre (2006-08) entstanden. Der Titel ist offenkundig angelehnt an Elvis Costellos „Crawling To The USA“. Mitgeschnitten wurde in der Regel in kleinen Clubs oder lokalen Radiostationen – jedenfalls ist die Stimmung stets sehr intim gehalten, was den bekanntlich eher nachdenklichen Songs sehr gut tut.

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Snailhouse – Lies On The Prize

Manchmal versteckt sich hinter den seltsamsten Pseudonymen oder Bandnamen ganz wundervolle Musik. So verbirgt sich hinter Snailhouse der begnadete kanadische Singer-Songwriter Mike Feuerstack. Der hat gute Kontakte zu seinen musizierenden Landsmännern, weshalb beispielsweise Jeremy Gara von Arcade Fire auf dem vierten Album von Feuerstack Schlagzeug und Keyboard spielt.


Außerdem produzierte Gara ‚Lies On The Prize‘. Die Musik ist hymnisch, ruhig und unprätentiös. Eben ganz so, wie all das, was in der jüngsten Zeit so aus Kanada an unsere Ohren dringt und uns immer wieder in Verzückung versetzt.

Snailhouse - Lies On The Prize
Mi Amante/Cargo
VÖ: 17.10.2008

Chris Farlowe – Hotel Eingang

Endlich mal wieder was Neues vom alten Haudegen (der am 13. Oktober 2008 68 Jahre jung wurde!) mit der grandiosen Stimme. Schon der Opener „Jealous Man“, ein fetziger Rock’n’Roll-Song, unterstreicht, das der knorrige Oldie immer noch voller Energie steckt. Auch bei den Balladen gibt er alles, haucht Schmachtfetzen wie Delbert Clintons „Don’t Wanna Love You Anymore“ oder dem inhaltlich positiveren „I’ve Got Your Love“ (im Original von Boz Scaggs) die nötige Prise Leidenschaft ein.

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