Marillion: Marbles On The Road

Auf der Bühne sind Marillion eine Macht. Nach einigen Livealben gibt’s den Beweis jetzt auch zum Gucken. „Marbles On The Road“ ist die erste DVD der Band und umfasst im Wesentlichen die komplette Liveumsetzung des vergangenen Studioalbums „Marbles“. Aufgenommen im Astoria in London strahlen die Highlights des Albums wie „The Invisible Man“ oder „Neverland“ in noch hellerem Glanz, aber selbst schwächere Songs werden von Intensität und Dynamik getragen. Fast selbstredend, dass „Marbles On The Road“ höchsten technischen Anforderungen genügt und durch gute Kameraführung (insgesamt 15 Kameras) und druckvollen Sound (wahlweise auch als 5.1-Surround) glänzt. Hier liegt vielleicht der einzige Schwachpunkt der CD: Der Livesound klingt so perfekt, dass man sich an manchen Stellen etwas distanziert vom Geschehen fühlt.

Weiterlesen

Heimvorteil: Die St. Pauli CD

Diese Benefiz-CD zugunsten des hoffentlich unverwüstlichen und ewig kultigen FC St. Pauli ist der optimale Sampler für die nächste Keller-Party.Muff Potter, Die Ärzte, Sportfreunde Stiller, Blumfeld, Winson, Wir Sind Helden, Deichkind, die Beginner und andere deutsche Künstler/Bands haben Songs zum Thema St. Pauli für diese Compilation aufgenommen oder aus ihrem Fundus zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen

Resident Evil: Apocalypse

Milla Jovovich kann sich freuen. Der zweite Teil des Zombie-Spektakels „Resident Evil“ ist äußerst erfolgreich in den US-Kinos angelaufen und spielte in wenigen Tagen knapp 24 Millionen Dollar ein. Mehr als der Vorgänger, der bekanntermaßen zu einem großen Teil in Berliner U-Bahn-Schächten gedreht wurde. Passend zu den Gruseleffekten musste natürlich adäquate Musik ausgesucht werden.

Weiterlesen

Joy Denalane: Manami Live

Ein Studioalbum und schon ein Livealbum? Das ist ungewöhnlich. Erst recht, wenn es sich um eine der wenigen deutschen Soulstimmen handelt.«Das kam mir nicht ungewöhnlich vor. Ich fand, es war jetzt der richtige Zeitpunkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Livespielen in der Musiklandschaft mittlerweile eine ganz andere Rolle eingenommen hat. Musik wird mehr denn je über Konzerte wahrgenommen, gar nicht mehr so viel über die Verkäufe», meint Denalane und mag damit vielleicht recht haben. Nicht zuletzt wegen der CD-Brennerei.

Weiterlesen

Jimmy Eat World: Futures

Endlich. Was hatte die Emo- und Indie-Gemeinde auf den Nachfolger zu dem phänomenalen Album „Bleed American“ warten müssen. Seufz. Nun ist es da: „Futures“. Einen kurzen Einwurf an dieser Stelle: Dass das Jimmy Eat World-Lager nach wie vor gespaltener Meinung ist und die einen alles lieben was die Band bis zu „Bleed American“ veröffentlichte und die anderen alles seit ihrem globalen Durchbruch, diese Diskussion möchten wir an dieser Stelle getrost außen vor lassen. Wir reden heute nicht über die Fans, sondern über die Band.

Weiterlesen

Woven Hand – Consider The Birds

Man kommt an David Eugene Edwards nicht vorbei ohne das Wort ‚Atmosphäre‘ in den Raum zu schmeißen. Er klimpert ein bisschen auf der Klaviatur der Seele und schickt dich mit wenigen Tönen von der Erlösung zur ewigen Verdammnis.Der Opener „Sparrow Falls“ führt in melodischen Treibsand, bei anderen Stücken, wie dem bedrohlichen „Off The Cuff“, ist der Untergang schneller besiegelt. Textlich kreist David Eugene Edwards diesmal mehr um die Erlösung als um die Verdammnis, klingt aber wie jemand, der Erlösung verdammt nötig hat.

„Consider The Birds“ ist ein so großartiges Album, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie Sixteen Horsepower das toppen wollen.


Woven Hand
Consider The Birds
Glitterhouse/Indigo
VÖ: 20.9.2004
Link: http://www.16horsepower.com/wovenhand/