Auf der Bühne sind Marillion eine Macht. Nach einigen Livealben gibt’s den Beweis jetzt auch zum Gucken. „Marbles On The Road“ ist die erste DVD der Band und umfasst im Wesentlichen die komplette Liveumsetzung des vergangenen Studioalbums „Marbles“. Aufgenommen im Astoria in London strahlen die Highlights des Albums wie „The Invisible Man“ oder „Neverland“ in noch hellerem Glanz, aber selbst schwächere Songs werden von Intensität und Dynamik getragen. Fast selbstredend, dass „Marbles On The Road“ höchsten technischen Anforderungen genügt und durch gute Kameraführung (insgesamt 15 Kameras) und druckvollen Sound (wahlweise auch als 5.1-Surround) glänzt. Hier liegt vielleicht der einzige Schwachpunkt der CD: Der Livesound klingt so perfekt, dass man sich an manchen Stellen etwas distanziert vom Geschehen fühlt.
WeiterlesenKategorie: Musik
Frausdots: Couture, Couture, Couture
Der Titel des Album schreit nur so nach: „Kultur, Kultur, Kultur“. Wobei „Couture“ natürlich nicht „Kultur“ heißt. Wissen wir. Egal. Brent Rademaker hat Frausdots gegründet, nachdem er zuvor schon in Further, The Tyde und Beachwood Sparks musiziert hatte. Und zum ersten Mal ist er nun der Chef im Ring.
WeiterlesenDynamo Productions: Get It Together
Die beiden DJs Scott Hendy und Andy Smith firmieren im Zweigespann unter dem Namen Dynamo Productions. Smith werden einigen unter ihnen sicherlich als Studio- und Live-DJ von Portishead kennen und schätzen.
WeiterlesenDizzee Rascal: Showtime
Es gibt sie noch: Die wahren Musik- und Klangliebhaber, die es zu schätzen wissen, dass man eine schwarze Vinylscheibe dem Silberling vorzieht. Dizzee Rascal hat bereits Anfang September den Nachfolger zu seinem Erfolgsalbum „Boy In Da Corner“, das in Großbritannien mit dem „Mercury Music Prize“ höchste Ehren erhalten hatte, auf Doppel-Vinyl auf den Markt gebracht.
WeiterlesenSportfreunde Stiller: Jetzt auch live für Zuhause!
Man muss nicht rundum perfekt sein, um als Musiker beziehungsweise Band Erfolg zu haben. Das durften die Sportfreunde Stiller, drei sympathische Rock-Musiker aus dem Bayerischen, freundlicherweise und verdientermaßen am eigenen Leib erfahren.
WeiterlesenStraylight Run: Straylight Run
Straylight Run ist die neue Band von John Nolan und Shaun Cooper, die nach dem Taking Back Sunday-Debüt die Brocken hingeschmissen haben. Gemeinsam mit Will Noon an den Drums und Nolans Schwester Michelle haben sie ein neues Projekt am Start, das zumindest im weitesten Sinne der Emo-Gemeinde erhalten bleibt.
WeiterlesenBushido: Electro Ghetto
Bushido wird geliebt und gehasst. Die HipHop-Kids sind auf seiner Seite. Zumindest ein Teil. Denn seit der Trennung von Aggro Berlin hat sich das Fanlager gespalten. Die einen lieben Bushido über alles und sind ihm sozusagen zum Major gefolgt. Der Rest hält weiterhin Aggro Berlin die Stange.
WeiterlesenHeimvorteil: Die St. Pauli CD
Diese Benefiz-CD zugunsten des hoffentlich unverwüstlichen und ewig kultigen FC St. Pauli ist der optimale Sampler für die nächste Keller-Party.Muff Potter, Die Ärzte, Sportfreunde Stiller, Blumfeld, Winson, Wir Sind Helden, Deichkind, die Beginner und andere deutsche Künstler/Bands haben Songs zum Thema St. Pauli für diese Compilation aufgenommen oder aus ihrem Fundus zur Verfügung gestellt.
WeiterlesenCulcha Candela: Union Verdadera
CD rein und erwartungsvoll auf „Play“ gedrückt. Ah, HipHop mit starkem Latin-Einschlag. Tanzorientierter als der von den Delinquent Habits oder früher von Cypress Hill. Reggae und Dancehall sind auch herauszuhören. Vielleicht eine Band aus Los Angeles oder Mexiko? Weit gefehlt.
WeiterlesenCamper van Beethoven: New Roman Times
Ja, es gab Länder auf dieser Erde, in denen man schonmal gut zehn Jahre auf ein neues Auto warten musste und wenn dann das Gefährt im Plattenbau stand, war es trotzdem nicht das, was man gemeinhin ein tolles Auto nennt. Dass jetzt ausgerechnet Camper van Beethoven für dieses Wartburg-Beispiel herhalten muss, schmerzt mich zutiefst.
WeiterlesenMos Def: The New Danger
Eigentlich mutet es etwas seltsam an, ist aber wohl reiner Zufall: Fast zeitgleich bringen Talib Kweli und Mos Def ihre neuen Soloalben auf den Markt. Früher bildeten sie gemeinsam das Duo Blackstar. Heute kämpft jeder für sich um Anerkennung in der Öffentlichkeit.
WeiterlesenMardi Gras.BB: 29 Moonglow
Ein guter Freund meinerseits versuchte in den letzten Wochen, mich mit dem Mississippi-Sumpffieber zu infizieren. Dem Fieber, das vor einigen Jahren auch Uli „Reverend“ King, ehemaliges Mitglied der Krautrocker Guru Guru, befallen hatte und das er nach seiner Rückkehr nach Deutschland seinem Freund Doktor Wenz, einem promovierten Arzt, injizierte.
WeiterlesenResident Evil: Apocalypse
Milla Jovovich kann sich freuen. Der zweite Teil des Zombie-Spektakels „Resident Evil“ ist äußerst erfolgreich in den US-Kinos angelaufen und spielte in wenigen Tagen knapp 24 Millionen Dollar ein. Mehr als der Vorgänger, der bekanntermaßen zu einem großen Teil in Berliner U-Bahn-Schächten gedreht wurde. Passend zu den Gruseleffekten musste natürlich adäquate Musik ausgesucht werden.
WeiterlesenLateef & The Chief: Maroons: Ambush
Quannum ist eines der coolsten Underground-HipHop-Labels. Dass sie mit der Punkrock-Fabrik Epitaph kooperieren, erstaunt nach wie vor. Aber warum nicht sich über Genregrenzen hinwegsetzen und im Underground mit vereinten Kräften agieren?
WeiterlesenJoy Denalane: Manami Live
Ein Studioalbum und schon ein Livealbum? Das ist ungewöhnlich. Erst recht, wenn es sich um eine der wenigen deutschen Soulstimmen handelt.«Das kam mir nicht ungewöhnlich vor. Ich fand, es war jetzt der richtige Zeitpunkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Livespielen in der Musiklandschaft mittlerweile eine ganz andere Rolle eingenommen hat. Musik wird mehr denn je über Konzerte wahrgenommen, gar nicht mehr so viel über die Verkäufe», meint Denalane und mag damit vielleicht recht haben. Nicht zuletzt wegen der CD-Brennerei.
WeiterlesenJedi Mind Tricks: Legacy Of Blood
Es ist erstaunlich zu beobachten, dass in den letzten Monaten verstärkt hochwertige HipHop-Alben auf den Markt drängen, die nicht mit dem Massengeschmack kompatibel sind. Die Hochzeit der Goldkettchen- und Goldzähnchen-Rapper scheint sich langsam dem Ende hin zu neigen.
WeiterlesenJimmy Eat World: Futures
Endlich. Was hatte die Emo- und Indie-Gemeinde auf den Nachfolger zu dem phänomenalen Album „Bleed American“ warten müssen. Seufz. Nun ist es da: „Futures“. Einen kurzen Einwurf an dieser Stelle: Dass das Jimmy Eat World-Lager nach wie vor gespaltener Meinung ist und die einen alles lieben was die Band bis zu „Bleed American“ veröffentlichte und die anderen alles seit ihrem globalen Durchbruch, diese Diskussion möchten wir an dieser Stelle getrost außen vor lassen. Wir reden heute nicht über die Fans, sondern über die Band.
WeiterlesenWoven Hand – Consider The Birds
Man kommt an David Eugene Edwards nicht vorbei ohne das Wort ‚Atmosphäre‘ in den Raum zu schmeißen. Er klimpert ein bisschen auf der Klaviatur der Seele und schickt dich mit wenigen Tönen von der Erlösung zur ewigen Verdammnis.Der Opener „Sparrow Falls“ führt in melodischen Treibsand, bei anderen Stücken, wie dem bedrohlichen „Off The Cuff“, ist der Untergang schneller besiegelt. Textlich kreist David Eugene Edwards diesmal mehr um die Erlösung als um die Verdammnis, klingt aber wie jemand, der Erlösung verdammt nötig hat.
„Consider The Birds“ ist ein so großartiges Album, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie Sixteen Horsepower das toppen wollen.
Woven Hand
Consider The Birds
Glitterhouse/Indigo
VÖ: 20.9.2004
Link: http://www.16horsepower.com/wovenhand/
Goldie Lookin Chain: Greatest Hits
Das letzte Album der Goldie Lookin Chain, einer Gruppe aus dem englischen Newport, war okay. Schaffte es aber irgendwie nicht, gänzlich zu überzeugen. Mit „Greatest Hits“ liegt die Sachlage völlig anders.
WeiterlesenDavid Judson Clemmons: Life In The Kingdom Of Agreement
Eigentlich als Fullbliss-Album gestartet, ist „Life In The Kingdom Of Agreement“ doch ein Soloalbum geworden. Vielleicht liegt’s an den Aufnahmequerelen und dem „Produzentensplitting“, aber das neue Werk ist nicht so durchschlagend geworden wie der Fullbliss-Vorgänger „This Temple Is Haunted“.
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