„Das gibt’s doch nicht!“ Fräulein Anna Veronica, wie jeden Morgen als erste vor der wtd-Tür, weil sie als Redaktionsküken für den ordnungsgemäßen Zustand des Frühstücks verantwortlich ist, Fräulein Anna Veronica also, die sonst immer ein Wort auf der scharfen Zunge parat hat, – ist sprachlos. Ein DinA4-Blatt, akribisch handbeschrieben, mit Reißzwecken an die Tür gepinnt. „Fünf steile Thesen wider das Lesen von Kriminalliteratur“ prangt darauf als Überschrift, sie seien den wtd-Konsumenten nicht vorenthalten.
WeiterlesenPresseschau 13. Juli 2009
„Ich bin ein Popschwein“ – Jan Delay im 11 Freunde-Interview: ↑Tim Wiese ist der King
Glide: Cheap Trick – ↑Power Pop Pioneers
PopMatters: The Pogues ↑and Irish Cultural Continuity
Drowned in Sound ↑eröffnet die Music Journalism R.I.P?-Woche. Zum Zustand des Musikhournalismus noch ein paar Gedanken von Mogwai’s Stuart Braithwaite: ↑„It wasn’t meant to end up like this“
Ein Verteidiger
So, es ist wieder einmal Zeit für krimihistorische Bildung. Diesmal präsentiert die →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ ein weiteres Werk von Dietrich Theden, „Ein Verteidiger“ (1900). Interessanter Mann, das. Redakteur der „Gartenlaube“, Kinder- und Jugendbuchautor, Autor auch des Romans „Menschenhasser“, den man ebenfalls in der Criminalbibliothek lesen kann. Also keine Zeit verlieren!
Hütchen für Harvey
Das nenn ich noch Krimikultur! Morgen erhält John Harvey die Ehrendoktorwürde der Universität Nottingham, und wer will, kann →dabei zusehen, wie ihm zwischen 11 und 12 Uhr das entsprechende Hütchen aufgesetzt wird. Und bei uns? Wird man als Krimiautor höchstens HARTZ-IV-Empfänger ehrenhalber.
Neues Archivgut
Zwischendurch mal wieder ins →Krimikultur: Archiv geguckt. Neben einigen Rezensionen von Claus Kerkhoff finden sich dort neu drei Beiträge von Pieke Biermann aus den frühen 90er Jahren, allesamt zum brisanten Thema „Frauenkrimi“. Lohnt sich.
Krimi und Gesellschaft
Ist der Krimi „die ideale Form des Gesellschaftsromans“, wie es Anne Chaplet glaubt, →Herr Linder aber wohl eher nicht? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ auch dort Gesellschaftsroman ist, wo der Held allein auf seiner einsamen Insel fuhrwerkt. Man muss schon lange suchen – wahrscheinlich vergebens -, um einen Roman zu finden, der nichts über die Gesellschaft erzählt, und fände man ihn, würde er, gerade weil er nichts erzählt, sehr viel darüber erzählen.
WeiterlesenPresseschau 12. Juli 2009
„Heutzutage spiele ich bei Konzerten etwa 65 Prozent aller Noten richtig“ erklärt ein Klarinettist und sein Gesicht überzieht ein Anflug von Stolz und Genugtuung. „Vor zehn Jahren waren es vielleicht 40 Prozent.“
Spielt immer miserabel: das ↑Really Terrible Orchestra
Die taz über die Online-Petition gegen die Gema: ↑Der Krieg der Kreativen
Die FAZ über Madness: ↑Melancholie und Party
Die lauteste Band der Welt, die auch schon mit Madonna zusammen auftrat – jetzt.de über Sunn O))): ↑Der direkte Draht nach unten Weiterlesen
Seelenlandschaft mit Cambalache
Der heutige Krimisamstag im Titelmagazin ist ein wenig ein Frank-Göhre-Krimisamstag. Zunächst bespricht Peter Münder des Meisters →„Seelenlandschaften“, dann darf man ein Stückchen →über Charles Willeford daraus lesen.
WeiterlesenPresseschau 10. Juli 2009
Der Spiegel über Salim Nourallah und sein Label Tapete-Records: Begeisterung und Entsetzen
Die taz über Jochen Distelmeyer und Das Leben nach Blumfeld (naja, eher über Blumfeld aus Anlass einer neuen Distelmeyer-Band/ -Platte/ -Tour über die noch nichts rechtes bekannt ist).
Der fr bespricht das K.I.Z.-Album „Sexismus gegen Rechts“: Ein kleiner Argumentationsleitfaden Weiterlesen
Presseschau 9. Juli 2009
Trent Reznor gibt auf der NIN-Homepage ein paar Tipps für aufstrebende aber noch unbekannte Bands: ↑my thoughts on what to do as a new / unknown artist
Forget thinking you are going to make any real money from record sales. Make your record cheaply (but great) and GIVE IT AWAY. As an artist you want as many people as possible to hear your work. Word of mouth is the only true marketing that matters.
John Leckie listet die ↑10 wichtigsten Alben, an deren Produktion er beteiligt war (meine No.1. dieser Liste ist natürlich Magazines ´79er Debüt „Real Life“).
Und wo wir bei alten Helden sind: ↑Richard Hell Repairs the Voidoids’ 1982 Album “Destiny Street”. Am 1. September soll das Album erscheinen – mit neu eingespielten Gitarren- und Gesangsspuren und den Gastgitarreros Marc Ribot und Bill Frisell.
Michael Robotham: Dein Wille geschehe
Handy-Thrill. Wer noch nicht von einem notorischen Endlos-Anrufer selbst belästigt wurde, kennt das inzwischen aus dem Kino und weiß, welch dramatische Ausmaße solch fernmündliche Verbindung annehmen kann. Auf jeden Fall, so lassen uns geläufige Filmtitel wissen, darf man ‘Nicht Auflegen’ (USA, 2002), denn der ‘Final Call’ (USA, 2004) bestimmt von nun an über dein Leben, wobei der Täter mit ‘Eagle Eye’(USA, 2008) dem Opfer immer mehrere Schritte voraus scheint. Bei so viel Hollywood-Telefonat-Thrill drängt sich die Frage auf: Schon wieder Telefon-Terror?
WeiterlesenPresseschau 8. Juli 2009
Erst mal ganz seriös/theoretisch: Der Scientific American zum Thema ↑Why Music Moves Us
Und dann rein in die Praxis:
„Muss denn jeder, der Rap macht, unbedingt verhaftet werden?“ Der Spiegel über den weißen Rapper Asher Roth: ↑Ein Weißbrot kriegt’s gebacken
↑U2’s ‚massive carbon footprint‘ called into question
Filter: ↑You Should Already Know: …And You Will Know Us by the Trail of Dead
IGN ↑interviewt Pixies-Frontmann Black Francis.
Gesprächskrimikultur
Wie bereits angekündigt, wurde soeben ein längeres Gespräch mit Else Laudan, Herausgeberin der Ariadne Kriminalromane im Argument Verlag, ins →Krimikultur: Archiv eingelagert. Aber nicht, um dort zu verstauben, das wäre nämlich sehr schade. Was im Krimijahrbuch locker über 15 Seiten gekommen wäre, wird Ihnen hier in sogar bebilderter Form präsentiert. Wir reden über den Zustand des „Krimimarktes“, das Aufklärerische im Genre, feministische Kriminalromane, Glanz und Elend der kleinen Verlage, das Affirmative und das Subversive, den Verlockungen des Erfolgs und warum man ihnen widerstehen sollte und, neben anderen Themen mehr, natürlich auch über die Ariadne Krimis selbst, die man, sollte man sie bisher noch nicht gekannt haben, spätestens seit den Kritikerhymnen für Lehmann, Geier, Scharsich und Co. auf der Rechnung haben muss.
WeiterlesenWeiberwahrheit
Über „feministische Themen in Kriminalromanen“ schreibt Else Laudan, Herausgeberin der Ariadne Krimis, im →Krimikultur: Archiv. Und momentan bereite ich ein sehr langes und intensives Gespräch mit ihr für die Veröffentlichung vor. Coming soon.
Christian Pernath: Ein Morgen wie jeder andere
Ein Buch, dem man nach der Lektüre noch eine Weile hinterher denkt, ein Krimi zumal, der mit seinem Ende noch nicht abgeschlossen ist – das muss ein starker Text sein. „Ein Morgen wie jeder andere“ des Franzosen Christian Pernath gehört unbedingt in diese nicht gerade dichtbevölkerte Kategorie.
WeiterlesenFeuchte Stelle im Westen
Seine Forderungen sind gefährlich, seine Schuldzuweisungen sind abenteuerlich, sein Selbstmitleid ist rührend — aber was mich wirklich fasziniert, ist, dass seine Interviews immer noch so sind wie früher. Die schlimmste Aufgabe hat nicht der Interviewer. Während man dabei ist, hat man das Gefühl: Das wird gut, der Mann sagt markige Sachen. Die schlimmste Aufgabe hat der Redakteur, der aus dem Interview eine Nachricht machen muss, eine Überschrift und einen Vorspann finden, und dabei merkt, dass all diese großen Wörter Scheinriesen sind. Je genauer man sich die Sätze anguckt, umso weniger schaut zurück. Beim Versuch, einen konkreten Inhalt zu erfassen, bleibt von den schillernden Sprechblasen nur ein feuchter Fleck.
Stefan Niggemeier über Dieter Gorny im Allgemeinen und ein Interview im WAZ-Portal Der Westen im Besonderen: ↑Understanding Dieter
Halbe Schweden
Es muss schwer sein, in Schweden Karriere zu machen. Eine Prinzessin, einen Prinzen heiraten – okay, das schafft gerade mal drei gutdotierte Arbeitsplätze. Als ABBA-Nachfolgeband jede Menge Geld scheffeln, das lichtet auch nicht das Heer der um Ruhm und gutes Auskommen bemühten Nordländer, denen folglich nur der letzte und grausamste Schritt bleibt: KrimiautorIn werden.
WeiterlesenPresseschau 6.7.2009
Auf vielfachen Wunsch einer einzigen Person wieder da. So regelmäßig wie möglich. Here we go:
Drowned in Sound interviewt The Twilight Sad (neues Album im September)
Brian Wilson in München. Die taz war bei dem „Auftritt der besten Beach-Boys-Coverband“ und stellt fest: Im Dunkel lauern die Begierden Weiterlesen
Archiveröffnung
3 – 2 – 1 – freigeschaltet! Exakt zwei Wochen, nachdem sie sich auf einem privaten Blog häuslich eingerichtet hat, tritt die IG Krimikultur erstmals an die Öffentlichkeit. Und wie. Mit dem →Krimikultur-Archiv, einer Sammlung von Arbeiten der Mitglieder, fünf haben bisher dazu beigetragen, weitere stehen bereit.
WeiterlesenEin Krimisamstag wie jeder andere
… also ein schöner Tag, an dem uns das Titelmagazin einen neuen Schwung Kriminelles hinwirft. Und kriminell-aktuell beginnts tatsächlich, wenn sich Michael Wuliger mit dem Finanzoberganoven →Madoff beschäftigt. Frau Dr. Lehmann erzählt uns dann einiges über →Stress und Klaus Kamberger über die →Tücken des Übersetzens, bevor es mit dem Rezensieren losgeht.
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