Aus gegebenem Anlass (schauen Sie mal →hier ins Inhaltsverzeichnis) habe ich am Wochenende in der neuesten und 101. Ausgabe der ehrwürdigen „Saarbrücker Hefte“ geblättert und bin an einem Artikel hängengeblieben. Hans Horch rollt in seinem Beitrag „Antiskepsis oder: Vom Zweifel am Zweifel. Nachbetrachtungen zum Saarbrücker Kinderschänderprozeß“ noch einmal die Geschichte des Mordes an Pascal auf, jenes Jungen, der von einem „Kinderschänderring“ brutal vergewaltigt und ermordet worden sein soll. Die Leiche wurde bis heute nicht gefunden.
WeiterlesenPresseschau 27. Juli 2009
Krautrock-Renaissance: ↑Pioniere aus Düsseldorf
jetzt.de zu 25 Jahren „Purple Rain“: ↑Lasst uns ausflippen
Britney Spears gab ihr einziges Konzert in Berlin. Trotz des Presseagenturenboykotts finden sich einige Konzertkritiken. Vom Spiegel (↑Britney im Freak-Zirkus) über die taz (↑Trifft sogar die Töne) bis zum Tagesspiegel (↑Reizüberflutung unter der Zirkuskuppel)
Vom HipHopper zum Liedermacher. Die fr über Dennis Lisk: ↑Die nächste Generation
Für solche Sätze möchte man Liam Gallagher fast schon wieder lieben: „Get your hands down. This is Oasis, not fucking Simple Minds„. ↑Clap your hands: say no wartet noch mit ein paar weiteren Musikern mit leicht pronlenatischen Beziehungen zum Publikum auf. Und dem hier: „Of course Corgan is a pussy compared to Suicide’s Alan Vega.“
Tagesspiegel: Wie das Internet die Machtverhältnisse zwischen Künstlern und Konzernen verschiebt. ↑Die gute Tat der Piraten („Das Internet ist nämlich nicht der Feind der Musik. Es ist nur der Feind der Tonträgerindustrie.„)
Glorreich – und noch nicht glorreich
So, jetzt ist er dabei. Christian Pernath hat es mit „Ein Morgen wie jeder andere“ auf die Liste der Glorreichen Sieben geschafft, und ich hab so eine Ahnung, dass er es dort bis zum Jahresende auch aushalten wird. Wirklich großartig, absolut empfehlenswert. Und sonst? Weitere Kandidaten?
WeiterlesenPresseschau 26. Juli 2009
Die Zeit über Simone White. Angeblich ist sie fast überall auf der Welt bekannter als hier. Hm? Und der Titel des Beitrags ist auch äußerst charmant: Die singende Süßkartoffel
Die taz über das neue Dinosaur Jr.-Album: Bagger, Autos, Gitarrenwände.
The Guardian über eines der berühmtesten Alben der Musikgeschichte und jede Menge Imitationen: Abbey Road: 40 Years – 40 Imitations
Krimileseleben -3-
Dpr fragt – die Krimileserschaft antwortet. Heute: Henny Hidden alias →„Krimilady“, auch in Sachen →„Frauenkrimis“ fleißig unterwegs. – Demnächst gibt es die ersten vier Interviews kompakt im Krimikultur: Archiv, weitere Nachrichten aus dem Krimileseleben folgen – bereitwillige Leserinnen und Leser sind immer →willkommen.
WeiterlesenSchöne Fotos ohne Relevanz
Auszug aus einer Seite auf RTL.de zum Grand Pri von Ungarn: ↑http://www.rtl.de/sport/formel-1/formel1_96650.php

Für so viel Offen-heit muss man RTL doch ein-fach dank- bar sein, oder?
Guy Klucevsek
Ok, Fazit (Deutschlandradio), der Name ist wirklich nicht leicht auszusprechen. Geschenkt, also. Aber wie kommt ihr darauf, dass „Dancing On The Volcano“, das ihr in eurer heutigen Sendung gespielt habt, erst das dritte Album Klucevseks sei?
Der Mann veröffentlicht seit über 20 Jahren Alben und bei einem Blick auf seine ↑Diskographie sollte man – egal bei welcher Zählweise – immer auf mehr als 3 kommen (aber auch nicht auf mehr als 21).
Presseschau 24. Juli 2009
RIP John Dawson. ↑Nachruf auf den Gründer der New Riders of the Purple Sage, der jetzt 64jährig an Krebs starb.
Die taz über ein neues Album von Michael Sheehy: ↑Musikalischer Faustkampf
FAZ-CD der Woche von Portugal The Man: ↑Von Elton John lernen heißt siegen lernen
Fever Ray, Lykke Li & co. Der Independent fragt besorgt: „Why does Sweden continually produce pop sensations? And is Britain’s rock status under threat?“: ↑Sweden – State-sponsored rock Valhalla
Presseschau 23. Juli 2009
Heinz Edelmann ist tot. Der Mann, der uns das Yellow Submarine, das Cover der ersten „Herr der Ringe“-Ausgabe und den Vorspann zur ZDF-Reige Der phantastische Film brachte. Die hiesigen Medien berichteten (z.B. ↑Spiegel oder ↑Stuttgarter Nachrichten, ), aber irgendwie scheint die posthume Aufmerksamkeit im Ausland deutlich größer zu sein (siehe ↑NY Times, ↑LA Times)
Das letzte Interview: ↑The final thoughts of the Seeds‘ Sky Saxon
The Quietus ↑interviewt Siouxsie Sioux anlässlich der Veröffentlichung einer 3CD+DVD-Box ↑Siouxsoe & The Banshees At the BBC
The Quietus hat auch einen Auszug aus Nick Caves neuem Roman ↑“The Death of Bunny Munro“
Die Welt berichtet, dass David Gilmour „Chicago“ einen alten Crosby, Stills, Nash & Young-Titel neu aufgenommen hat (mit Unterstützung von Chrissie Hynde und dem unvermeidlichen Sir Bob) um auf das Schicksal von Gary McKinnon hinzuweisen, dem die Auslieferung on die USA droht: ↑Musikalische Hilfe für den gefährlichsten Hacker aller Zeiten. So weit, Welt, so gut. Aber was bitte soll dieser „psychedelisch angehauchte New-Wave-Sound von Pink Floyd“ sein, von dem du schreibst? Na?
Wächst, wächst, wächst, wächst…
Bevor ich mich ins verlängerte (Arbeits-)Wochenende verabschiede, hier noch ein Hinweis auf den aktuellen Stand des →Krimikultur: Archivs. Neu: Zwei Nachrufe von Thomas Klingenmaier auf Edward Bunker und Michael Collins alias Dennis Lynds (beide aus dem Krimijahrbuch 2006) sowie ein paar Petitessen von mir selber. Bis zum Montag habt ihr also genug zu lesen!
Ein Dokument der Hilflosigkeit
Letzten Monat verabschiedeten einige Hamburger Großverlage eine „Hamburger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums“. U.a. mit dem Evergreen „Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben“ – aber das zur am Rande.
Stefan Niggemeier hat jetzt bei den fraglichen Verlagen einfach mal nachgefragt, wer denn mit solchen Sätzen wie
Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen.
oder
Wir widersprechen all jenen, die behaupten, dass Informationsfreiheit erst hergestellt sei, wenn alles kostenlos zu haben ist.
gemeint sein könnte.
Die Antworten (und Nicht-Antworten) und mehr hier: ↑Hamburger Bankrott-Erklärung)
Presseschau 22. Juli 2009
Irre Rockmythen. Der Spiegel interviewt Gavin Edwards, den Autor von ↑“Do You Want To Know A Secret?: Die größten Geheimnisse, Mythen und Gerüchte der Rockwelt“ und präsentiert in einer Klickstrecke einige dieser Gerüchte. Von Bob Marleys Abneigung gegen den Leopardenstringtanga von Prince bis zu Stevie Wonders Geruchssinn. Und warum Rockstars auf die eigenen Schallplatten, bzw Füße schiessen. Nur ob Mick und David wirklich… das weiß auch Edwards nicht. ↑ LSD vom Zahnarzt
Animal Collective durften als erste ↑ein Grateful Dead-Sampler benutzen. Für die Deadheads da draußen: es geht um ein Stückchen aus „Unbroken Chain“ und das resultierende AC-Stück „What Would I Want Sky“.
Die Nominierungen für den ↑Mercury-Preis sind raus und natürlich meckern jetzt einige der Übergangenen wie Lily Allen („I’m like Gazza. The judges hate me, but the people – dem love me.“) oder Patrick Wolf: „The judges have ignored all four of my albums. At times like this, I always think ‚What would Klaus Nomi do?'“ (aber diese Frage scheint Wolf sich ↑ständig zu stellen). The Quietus hat eine Alternativliste: ↑Never Mind The Mercury Prize.
Eine beunruhigende Studie für die englischen Gornys: ↑UK men pirate more than women; everyone confused over rights. All die Prozesse der Musikindustrie, die ja nur dem Ziel dienten, das Bewußtsein der Nutzer für Copyright und Musikerinteressen zu entwickeln haben offenbar gar nichts genutzt.
Three out of five (…) adults said they didn’t believe musicians should profit from their music and videos being downloaded online, and more than two-thirds said the same of TV and filmmakers.
Toller Plot
Keine Zeit, tut mir leid. Muss tollen neuen Plot entwickeln. Also… Deutschland hat endlich die Schnauze voll, generationenlang für die riskanten und lukrativen Spielchen der Reichen und ihrer Bankgenossen zu bluten. Das mit der Arbeitslosigkeit gefällt ihnen auch nicht mehr, seit auch „Leistungsträger“ stempeln gehen müssen. In einer Fabrik eskaliert die Situation: Die Arbeiter drohen mit der Sprengung des Werks, wenn nicht jeder von ihnen (allesamt entlassen) 30.000 € Abfindung bekommt. Nu gut, unter Revolution hatte man sich eigentlich was anderes vorgestellt, aber immerhin. Jetzt…
WeiterlesenGeorge Gently: Der Unbestechliche
Am späten Sonntagabend ist Krimizeit. Vor allem beim ZDF, neuerdings aber auch bei der ARD. Doch zurück zum ZDF: Der Mainzer Sender strahlte jüngst die ersten drei Folgen der britischen TV-Serie „George Gently“ (im Original: „Inspector George Gently“) aus: den Piloten „Kalte Rache“ („George Gently“) sowie „Der Verbrannte“ („The Burning Man“) und „Die Schuld Der Väter“ („Bomber’s Moon“). Die Hauptrolle spielt Martin Shaw, der Ende der Siebziger an der Seite von Lewis Collins (alias William Andrew Philip Bodie) als Raymond Doyle in der Serie „Die Profis“ („The Professionals“) bekannt wurde.
WeiterlesenPresseschau 21. Juli 2009
Patti Smith gab ihr einziges Deutschlandkonzert in Frankfurt. Und alle waren begeistert. Die FAZ (↑Mit Pathos wird Geschichte gemacht), die ↑Frankfurter Rundschau, die ↑dpa, die ↑Stuttgarter Nachrichten, alle. Alle? Nur der saubere Herr Walter hat in der taz zu nörgeln:
Mit bloßen Händen Gitarrensaiten zerreißen und sich in eine Tibetfahne wickeln, das geht eigentlich nicht zusammen. Sich outside of society zu verorten, als RocknRoll Nigger, und den Erniedrigten, Beleidigten, Benachteiligten, Tibetern, Teheranern und anderen Problemfällen des Universums eine Bergpredigt widmen, mit weit ausgebreiteten Armen, das geht eigentlich nicht zusammen. Es geht nicht zusammen, weshalb die 80 Prozent des Konzertes, die aus Kirchentag & Dalai Obamalama bestehen, auch dann schwer zu ertragen sind, wenn man Patti Smith zugesteht, dass sie sich an der Unvereinbarkeit von großer (Punk-)Distinktionsgeste und großer (Hippie-)Vergesellschaftungsmission schon abgearbeitet hat, als Bono noch nicht Oma sagen konnte.
Klaus Walter:↑ Raus aus der Piss Factory
Krimileseleben -2-
Und ein weiterer Leser, der für wtd die Hüllen fallen lässt. Georg, auch als →Giorgione bekannt, erzählt uns aus seinem wilden Leseleben… Zwei weitere Bekenntnisse →hier, ein viertes folgt auf jeden Fall in den nächsten Tagen…
WeiterlesenPresseschau 20. Juli 2009
Für das Wall Street Journal ist Jack White jetzt zu einem Mogul des Musikbusiness aufgestiegen. Entsprechend pompös kommt auch ↑der Artikel daher – mit Video und interaktiver Grafik. Sieht glatt nach Arbeit aus.
The Quietus: ↑The right way to remember Joy Division
Groove is in his heart: Chic’s Nile Rodgers ↑on the unlikely inspiration for ‚Le Freak‘
Listmania. The Observer: ↑The 50 albums that changed music (von Velvet Underground bis LFO) Weiterlesen
Ein Herz für die Kleinen
Liebe Krimikleinverlage. Wir finden euch gut – aber manchmal finden wir euch nicht. Kein Wunder. Unter all dem Hochglanz, inmitten des dröhnenden Marktgeschreis habt ihr einen schweren Stand. Und die Liebhaber eurer Bücher nicht weniger. Das müssen wir ändern, das werden wir ändern.
Weiterlesen…und wächst und wächst und wächst…
Während ich gerade vier Rezensionen von Claus Kerkhoff zu französischen Krimis im handlichen PDF im →Krimikultur: Archiv einlagere, ist Pieke Biermann immer noch fleißig am Hochladen. Bester rarer Stoff, Rezensionen, Gespräch und Porträt Sara Paretsky, wer weiß, was sie heute noch so alles aus der Schatzkiste kramt (also morgen auf jeden Fall noch mal vorbeischauen). So. Und jetzt noch schnell den wtd-Beitrag für morgen, damit wir auch hier sagen können: Stillstand? What Stillstand?