Die Filmkunstwerke der Helene Tursten sind radikal. Sie denken das Genre Film zuende, was man leicht daran erkennt, dass ihr jüngstes Werk „Das Brandhaus“ nicht als Film, sondern als Buch daherkommt, obwohl es – was zu zeigen sein wird – natürlich ein Film im Bucheinband ist. Es kurbelt sich sozusagen direkt ins innere Kino des Lesers und okkupiert seine Bildwelten, denn bei allem digitalen Fortschritt auf dem Gebiet des Filmemachens ist nur das menschliche Gehirn in der Lage, „Das Brandhaus“ in seiner avantgardistischen Schönheit, seinem experimentellen Anspruch zu projizieren.
WeiterlesenEs wächst und wächst…
Neue Lieferungen im →Krimikultur: Archiv. Jochen Königs Beitrag für das Krimijahrbuch 2008 „Zur Lage des Hardboiled-Krimis in Deutschland am Anfang eines neuen Jahrtausends“ sowie weitere Rezensionen des nimmermüden, stets ausgeschlafenen Dschordsch. Und für nächste Woche liegt schon ein neues Päckchen mit Claus-Kerkhoff-Rezensionen bereit…. undundund…
Vereinswechsel
Eigentlich sollte es ja noch geheim bleiben. Aber inzwischen zieht es als „Gerücht“ längst seine digitalen Kreise: Ja, ich werde ab August bei der Krimi-Couch mitarbeiten. Rezensionen, eine ständige Kolumne – und alles andere läuft wie gewohnt weiter: dieser Blog, das Krimikultur-Projekt… Leicht ist mir diese Entscheidung nicht gefallen. Ich hatte einige kritische Fragen an den Couch-Chefredakteur und … aber lesen Sie selbst.
WeiterlesenPresseschau 17. Juli 2009
U2 kommt nach Berlin. Im Gepäck: die GRÖBAZ, die Größte Bühne aller Zeiten: ↑High-Tech-Messe der dritten Art
Tom Bryant vom Guardian trifft auf guten alten Rock´n´roll aka Tommy Lee:
Interviewing Tommy Lee is never an easy task. Especially when you have to compete for his attention with a 20-year-old groupie wearing a little black dress and no underwear
Presseschau 16. Juli 2009
Die taz über ein Jochen Distelmeyer-Konzert in Hannover: ↑Frische Frucht für altes Gemüse
jetzt.de: Warum Lady Gaga ein Popstar ist, ↑den wir eigentlich gar nicht verdient haben
The Independent über Moby – ↑‘To my shame, I liked the attention‚ Weiterlesen
Krimileseleben –1-
Welche Krimis lesen Sie eigentlich – und warum – und wie kommen Sie dran – und was wünschen Sie sich noch von der „Szene“ und was ganz bestimmt nicht? Fragen zum Krimileseleben, und einige Menschen waren so freundlich, mir darauf zu antworten. Manche taten es kurz und bündig, andere ausführlicher. Beginnen wir heute mit den ersten beiden Interviews. Ein erstes Päckchen werden wir dann auch ins →Krimikultur: Archiv einstellen.
WeiterlesenPresseschau 15. Juli 2009
Umzugspläne. Musikexpress, Metal Hammer und Rolling Stone ziehen demnächst um nach Berlin (wo die Mutter Axel Springer Verlag sitzt) und Ulf Poschardt wird ihr Herausgeber, denn ↑„Pop verträgt keine Routine“.
↑End of physical singles? Wenn die Zahlen stimmen: ja. Die Stone Roses landen in den UK-Singlecharts auf Platz 3 mit der Wiederveröffentlichung von „Elephant Stone“ mit 406 verkauften „physischen Tonträgern“ (also Vinylsingles und Single-CDs). Eine der neuen Hoffnungen von der Insel, Florence And The Machine, landen auf Platz 16 mit 64 verkauften Exemplaren.
Geschichtsstunde. When Polly Met Parish: ↑Walking Through the Years with PJ Harvey and John Parish.
Der Jochen. Distelmeyer streamt einen ersten Vorgeschmack („Wohin mit dem Hass“) auf das neue Album auf seiner ebenfalls ↑neuen Website.
Zeit sparen
Was haben Marquez´ „100 Jahre Einsamkeit“, Don DeLillos „Weißes Rauschen“ und Jonathan Franzens „Die Korrekturen“ gemeinsam? Alle werden sie einem von literarisch interessierten Menschen ans Herz gelegt, nachdrücklich zumeist. Sie stehen aber auch auf einer Liste von The Second Pass
Below is a list of ten books that will be pressed into your hands by ardent fans. Resist these people. Life may not be too short (I’m only in my mid-30s, and already pretty bored), but it’s not endless.
DeLillo’s critique of society has all the depth and insight of the average teenager’s, and sometimes less.
Presseschau 14. Juli 2009
Zahlen, bitte! Everything you ever wanted to know about worldwide record sales—Michael Jackson, the Beatles, Pink Floyd and more!
Drowned in Sound setzt die Reihe zum Zustand des Musikjournalismus fort: Music criticism in Web 2.0, The 12-second critic und A Day In The Life Of A Music Critic
Fünf steile Thesen wider das Lesen von Kriminalliteratur
„Das gibt’s doch nicht!“ Fräulein Anna Veronica, wie jeden Morgen als erste vor der wtd-Tür, weil sie als Redaktionsküken für den ordnungsgemäßen Zustand des Frühstücks verantwortlich ist, Fräulein Anna Veronica also, die sonst immer ein Wort auf der scharfen Zunge parat hat, – ist sprachlos. Ein DinA4-Blatt, akribisch handbeschrieben, mit Reißzwecken an die Tür gepinnt. „Fünf steile Thesen wider das Lesen von Kriminalliteratur“ prangt darauf als Überschrift, sie seien den wtd-Konsumenten nicht vorenthalten.
WeiterlesenPresseschau 13. Juli 2009
„Ich bin ein Popschwein“ – Jan Delay im 11 Freunde-Interview: ↑Tim Wiese ist der King
Glide: Cheap Trick – ↑Power Pop Pioneers
PopMatters: The Pogues ↑and Irish Cultural Continuity
Drowned in Sound ↑eröffnet die Music Journalism R.I.P?-Woche. Zum Zustand des Musikhournalismus noch ein paar Gedanken von Mogwai’s Stuart Braithwaite: ↑„It wasn’t meant to end up like this“
Ein Verteidiger
So, es ist wieder einmal Zeit für krimihistorische Bildung. Diesmal präsentiert die →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ ein weiteres Werk von Dietrich Theden, „Ein Verteidiger“ (1900). Interessanter Mann, das. Redakteur der „Gartenlaube“, Kinder- und Jugendbuchautor, Autor auch des Romans „Menschenhasser“, den man ebenfalls in der Criminalbibliothek lesen kann. Also keine Zeit verlieren!
Hütchen für Harvey
Das nenn ich noch Krimikultur! Morgen erhält John Harvey die Ehrendoktorwürde der Universität Nottingham, und wer will, kann →dabei zusehen, wie ihm zwischen 11 und 12 Uhr das entsprechende Hütchen aufgesetzt wird. Und bei uns? Wird man als Krimiautor höchstens HARTZ-IV-Empfänger ehrenhalber.
Neues Archivgut
Zwischendurch mal wieder ins →Krimikultur: Archiv geguckt. Neben einigen Rezensionen von Claus Kerkhoff finden sich dort neu drei Beiträge von Pieke Biermann aus den frühen 90er Jahren, allesamt zum brisanten Thema „Frauenkrimi“. Lohnt sich.
Krimi und Gesellschaft
Ist der Krimi „die ideale Form des Gesellschaftsromans“, wie es Anne Chaplet glaubt, →Herr Linder aber wohl eher nicht? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ auch dort Gesellschaftsroman ist, wo der Held allein auf seiner einsamen Insel fuhrwerkt. Man muss schon lange suchen – wahrscheinlich vergebens -, um einen Roman zu finden, der nichts über die Gesellschaft erzählt, und fände man ihn, würde er, gerade weil er nichts erzählt, sehr viel darüber erzählen.
WeiterlesenPresseschau 12. Juli 2009
„Heutzutage spiele ich bei Konzerten etwa 65 Prozent aller Noten richtig“ erklärt ein Klarinettist und sein Gesicht überzieht ein Anflug von Stolz und Genugtuung. „Vor zehn Jahren waren es vielleicht 40 Prozent.“
Spielt immer miserabel: das ↑Really Terrible Orchestra
Die taz über die Online-Petition gegen die Gema: ↑Der Krieg der Kreativen
Die FAZ über Madness: ↑Melancholie und Party
Die lauteste Band der Welt, die auch schon mit Madonna zusammen auftrat – jetzt.de über Sunn O))): ↑Der direkte Draht nach unten Weiterlesen
Seelenlandschaft mit Cambalache
Der heutige Krimisamstag im Titelmagazin ist ein wenig ein Frank-Göhre-Krimisamstag. Zunächst bespricht Peter Münder des Meisters →„Seelenlandschaften“, dann darf man ein Stückchen →über Charles Willeford daraus lesen.
WeiterlesenPresseschau 10. Juli 2009
Der Spiegel über Salim Nourallah und sein Label Tapete-Records: Begeisterung und Entsetzen
Die taz über Jochen Distelmeyer und Das Leben nach Blumfeld (naja, eher über Blumfeld aus Anlass einer neuen Distelmeyer-Band/ -Platte/ -Tour über die noch nichts rechtes bekannt ist).
Der fr bespricht das K.I.Z.-Album „Sexismus gegen Rechts“: Ein kleiner Argumentationsleitfaden Weiterlesen
Presseschau 9. Juli 2009
Trent Reznor gibt auf der NIN-Homepage ein paar Tipps für aufstrebende aber noch unbekannte Bands: ↑my thoughts on what to do as a new / unknown artist
Forget thinking you are going to make any real money from record sales. Make your record cheaply (but great) and GIVE IT AWAY. As an artist you want as many people as possible to hear your work. Word of mouth is the only true marketing that matters.
John Leckie listet die ↑10 wichtigsten Alben, an deren Produktion er beteiligt war (meine No.1. dieser Liste ist natürlich Magazines ´79er Debüt „Real Life“).
Und wo wir bei alten Helden sind: ↑Richard Hell Repairs the Voidoids’ 1982 Album “Destiny Street”. Am 1. September soll das Album erscheinen – mit neu eingespielten Gitarren- und Gesangsspuren und den Gastgitarreros Marc Ribot und Bill Frisell.
Michael Robotham: Dein Wille geschehe
Handy-Thrill. Wer noch nicht von einem notorischen Endlos-Anrufer selbst belästigt wurde, kennt das inzwischen aus dem Kino und weiß, welch dramatische Ausmaße solch fernmündliche Verbindung annehmen kann. Auf jeden Fall, so lassen uns geläufige Filmtitel wissen, darf man ‘Nicht Auflegen’ (USA, 2002), denn der ‘Final Call’ (USA, 2004) bestimmt von nun an über dein Leben, wobei der Täter mit ‘Eagle Eye’(USA, 2008) dem Opfer immer mehrere Schritte voraus scheint. Bei so viel Hollywood-Telefonat-Thrill drängt sich die Frage auf: Schon wieder Telefon-Terror?
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