Erwähnen

sollte ich vielleicht, dass die heutige Rezension auf das Angebot zurückgeht, mir direkt vom Autor resp. einem kleinen Verlag zur Verfügung gestellte Titel zu lesen und bei Gefallen zu rezensieren. Dieses Angebot gilt immer noch. Verrisse gibt es nicht – oder nur auf Wunsch. Kontaktaufnahme →hier.

Der Krimisamstag lebt!

… und zwar auch davon, dass andere tot sind. →Raymond Chandler z.B., an den Matthias Penzel ausführlich und kundig erinnert. Mehrteilig. Auch der Schweizer →Ernst Solèr weilt nicht mehr unter uns. Joachim Feldmann hat sein letztes Buch, „Staub im Paradies“, gelesen. Und damit zurück zu den Lebenden. Wiewohl →Frau Dr. Lehmann über den geistigen Selbstmord referiert und Chef Wörtche vor lauter →„Horror, Horror!“ arg zu kollabieren droht. Wie der Raubtierkapitalismus, zu dem es jetzt auch einen Krimi von →Tobias Hill gibt, findet Beate Mainka. Von Anfang an am Rande des Grabes wähnt Jörg von Bilavski →Christian Böhms „Tod am Inn“. Eine „Harfe ohne Saiten“, findet jedenfalls →Edward Gorey.

Das Wattestäbchen

Meistens haben Krimis wenig mit der Wirklichkeit zu tun und die Wirklichkeit hat wenig mit Krimis im Sinn. DAS jedoch versprach eine Ausnahme zu sein: die mysteriöse Phantommörderin.
Jene geheimnisvolle Frau also, die seit Jahren durch die Lande reist und Verbrechen begeht: ein Polizistenmord hier, ein Schuleinbruch da, vor allem im Saarland ist die Lady schwer aktiv und hinterlässt überall ihre DNA. Das hat was, das ist STOFF – und man wundert sich schon, dass noch kein Autor tätig wurde und uns Aufstieg und Fall der Dame dramatisch geschildert hat.

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Appell

Das Urheberrecht aushöhlen, profitorientierte Monopolbestrebungen als Menschenfreundlichkeit ausgeben: Wer sich dafür interessiert, wie Google auf dieses Ziel hinarbeitet, sei an einen →Appell von „textkritik.de“ verwiesen. „Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“.

Die geschenkte Sekunde

Ist dem werten Publikum eigentlich vollständig bekannt, dass das Krimijahrbuch 2009 im Handel ist und also sofort bezogen werden kann? Es ist nämlich so: EIN verkauftes Exemplar dieses unverzichtbaren Werkes garantiert den Herausgebern eine Sekunde Zeit, die sie nicht auf Brotarbeiten verwenden müssen. Der hiesige Blogger zum Beispiel kann in einer Sekunde etwa 7 Zeichen tippen (an guten Tagen 8-10), etwa „Rezensi“. Wenn also bis morgen ca. 300 Krimijahrbücher verkauft sind, vermag der Blogger eine komplette Rezension zu verfassen! Drum zögert nicht, kauft. Das Buch gibt es direkt vom →Verlag oder bei eurem stationären resp. Online-Buchhändler. So, und jetzt muss ich ein bisschen Geld verdienen.

Open Access Sozialismus

Erst waren es nur ein paar seltsame Artikel in Tageszeitungen, jetzt gibt´s einen „Heidelberger Appell für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“ mit zahlreichen Unterschriften von Daniel Kehlmann über Thomas Wörtche bis Franz Dobler. Und wieder werden fröhlich Google BookSearch und Open Access in einen Topf geworfen.

Matthias Spielkamp hat dankenswerter Weise eine Replik geschrieben: →Open Excess: Der Heidelberger Appell.

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Der Kriminalist: Staffel 1

2006 schickte der als Produzent eines fast durchweg geriatrischen Programms spezialisierte Sender ZDF die Krimireihe „Der Kriminalist“ ins Freitagabend-Rennen. Rückblickend betrachtet ist „Der Kriminalist“ das zweite Highlight an deutschem Krimi-Gut nach der phänomenalen Serie „KDD – Kriminaldauerdienst“, deren erste Staffel Anfang 2007 anlief. Auch der „Kriminalist“ spielt in Berlin. Nur sitzt dieses Ermittlerteam nicht in einem schäbigen Altbau, sondern einem technisch bestens ausgestatteten Ufo-ähnlichen Gebäude, das in Friedrichshain-Kreuzberg in der Nähe vom Kottbusser Tor steht.

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Daten

In der Freitagsausgabe der TAZ hat Rudolf Walther einen inzwischen heftig diskutierten →Artikel über die Digitalisierung und „Demokratisierung“ von Wissen veröffentlicht. Ist die Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Arbeiten im Internet tatsächlich ein zu lobender Schritt? Wie sieht es mit dem Urheberrecht aus? – Fragen, die uns alle in Zukunft noch beschäftigen werden, hier aber nicht thematisiert werden sollen. Am Ende seiner kritischen Ausführungen erwähnt Walther indes einen Aspekt, der auch jenseits von „Open Access“ relevant ist: die Haltbarkeit respektive Nichthaltbarkeit von Daten.

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Schaurig-schöner Samstag

Draußen mag ja just die Sonne scheinen. In unseren Seelen war und ist es jedoch finster schaurig. Der heutige Krimisamstag beim Titel-Magazin trägt dem Rechnung. Wir nehmen an einer wissenschaftlichen Tagung zum →Schauerroman um 1800 teil und werden von Frau Kopfschuss persönlich, →Uta-Maria Heim, sprachlos gemacht. Sprachlosigkeit und Schauder – das befiel auch manchen Kritiker von →Andrea Maria Schenkels „Bunker“. Den Krimijahrbuch-gestählten Ulrich Noller aber nicht.

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Aus der Werkstatt: Leseprobe

Okay, okay, weil praktisch schon Wochenende ist und die fiebernde Anobella doch dringend gute Lektüre braucht. Hier die ersten drei Seiten des neuen Romans. Noch einigermaßen roh, aber schon in etwa so, wie’s am Ende werden soll. Wird aus vier Teilen bestehen, „durchnummeriert“, „1. bis 4. Mord“. Sehr klassisch, sehr unklassisch.

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Falsch verlinkt, richtig rezensiert

Obs immer noch an den Killerviren liegt, dass Alligator-Alfred Ulrich Kroegers Krimitipps falsch verlinkt hat? Oder – obacht, Verschwörungstheorie! – gewisse Kreise die Wahrheit wie eh und je unterdrücken wollen? Aber wozu hat man zehn Jahre Internet studiert – hier ist →der richtige Link, den wir schon deshalb gerne bereitstellen, weil der Rezensent auch Emilie Heinrichs „Leibrenten“ gebührend zur Kenntnis nimmt.

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