Notredaktion: Heute ist kein Samstag

Kann ja nicht sein. Denn Samstag ist Krimitag beim Titel-Magazin, aber heute eben →keineswegs. Wie konnte das passieren? Sehr einfach: Der Chefredakteur kämpft mit den Folgen der üblen kulinarischen Taten, zu denen ihn das endlich überstandene Weihnachtsfest angestiftet hat. Da schweigt die hehre Kunst, wenn der Magen rebelliert. Aber nächsten Samstag soll, man hört es aus gut unterrichteten Kreisen, endlich wieder Samstag sein. Krimisamstag.

Besinnung

Die Redaktion von wtd wünscht allen Freunden und Feinden mehr oder weniger besinnliche Tage im Glanze der Kerzen. Pünktlich zum neuen Jahr werden wir mit der Erfüllung unseres Auftrages weitermachen: Das Gute loben, das Schlechte verdammen, die Wissbegierigen streicheln, Banausen- und Denunziantentum ärgern. Bis dahin wird eine Notredaktion (Edelazubine Fräulein Anobella und ihr spanischer Zwangspraktikant Luis) den Betrieb provisorisch aufrecht erhalten und bei Bedarf existentielle Dinge in die feiertägliche Welt hinaus bloggen. Wahrscheinlich aber nur die letzten Plätzchenvorräte wegknabbern.

Edgar, 2

Edgar Poe weilt am 19. Januar 2009 200 Jahre unter uns. Anlass für eine Serie von Aufsätzen, die dieses labile Wunderwerk der Literatur in loser Folge aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten sollen. Mit Anknüpfungen an die Kriminalliteratur, das Leben an sich, die Geschichte und die Gegenwart, das Politische und das Private, das Erhabene und das Niedere. Heute mit Teil 2 (Teil 1 →hier)

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Trend: Vier

Die Zeiten haben sich geändert. Heute gibt es durchaus Indiebands, die selbst bei einem Majorlabel ihren Weg unbeirrt weiter verfolgen, ohne sich dem Kommerz zum Fraß vorzuwerfen. Fezer, Peter, Boris und Stolle alias Trend gehören ohne Zweifel dazu. Ihr neuestes Album ‚Vier‘ klingt so, als sei es in einem dreckigen, mit leeren Bierdosen vermüllten Kellerproberaum aufgenommen worden.

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Anspruchslose Hefte

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Beim flanierenden Blättern in alten Krimis plötzlich lauthals lachen müssen. Angesichts der Rückseite von „Der Bluffer“, dem 371. (!) Abenteuer des Detektivs Harald Harst von →Walter Kabel (der hier das Pseudonym Max Schraut benutzt). Das Heft ist 1933 oder 1934 erschienen, Kabel, obwohl Parteimitglied seit 1925, war von Schreibverbot bedroht (das ihn dann auch wohl tatsächlich ereilte – im NS-Deutschland gab es schließlich keine Verbrechen). „An unsere Leser!“ ist ein wunderbar schreckliches Dokument, über das man wahrscheinlich wirklich nur ablachen kann, schon zum Selbstschutz. Aber lesen Sie selbst…

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VA: Le Pop – Les Filles

Die beiden Macher des Labels Le Pop Musik, Rolf Witteler und Oliver Fröschke, haben einen Narren an der französischen Popmusik gefressen. In der ‚Le Pop‘-Reihe erschien nun ‚Le Pop – Les Filles‘. Wer des Französischen mächtig ist, der wird bereits am Titel merken, dass sich die sechste Ausgabe der Samplerreihe den Mädchen, den Filles nämlich, widmet. Die Präsidentengattin Bruni sucht man hier Gott sei Dank vergeblich.


Es sind die Chansonsängerinnen und Singer/Songwriterinnen aus der zweiten Reihe. Dazu zählen die verführerisch klingende Constance Amiot („Clash Dans Le Tempo“), die hierzulande nicht gänzlich unbekannte Coralie Clément sowie deren aufstrebende Kolleginnen Francoiz Breut und Marianne Dissard. Sie alle vereint die Liebe zur besinnlichen frankophilen Musik – ganz gleich ob sie wie Clément aus Frankreich oder wie Breut aus Belgien stammen oder in den USA wohnen (Dissard).

Link: www.lepop.de


Mr Oizo: Lambs Anger

Der Mann, der uns die mit den Beats bangende Handpuppe Flat Eric beschert hatte („Flat Beat“), hat ein neues Album aufgenommen. ‚Lambs Anger‘ ist das bisher dritte des unscheinbaren Bartträgers, für das er trotz der Arbeit an Uffies Debütalbum und der an einem Film namens „Realite“ die Zeit fand.

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Advent, prallvoll

Tja, gäbe es jetzt Konsumgutscheine, nur in Buchhandlungen einzulösen, wir wüssten schon, wo man Ihnen die entsprechenden Tipps zum Verbraten der Penunze servieren kann. Beim Titelmagazin und seiner samstäglichen Krimiausgabe. Heute mit →Prinzesschen Diana, →Friedrich Ani und Gender Mainstreaming, → mörderischem Dinner for One, →hinterhältigen Tieren und →Schwaben im Weltall. Sowie völlig →hemmungslosen Konsumaufforderungen des Bloggers und einem →besinnlichen Gedicht von Herrn Loriot.