Eine wahre Geschichte ohne Lösung…

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haben wir heute in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ anzuzeigen. Karl Kühners Bericht von 1852 macht uns mit einem seltsamen Paar bekannt, das 1807 auf dem thüringischen Schloss Eisleben ein merkwürdiges Dasein fristete und bald nur noch „Dunkelgraf“ und „Dunkelgräfin“ hieß. Das ist kein alter Krimi – aber die Quelle für viele alte – und neue! – Krimis und noch mehr Theorien, die Identität der „Dunkelgräfin“ betreffend. War sie am Ende gar… Aber das lese man am besten selbst nach.

Pieke wird verbeamtet

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Nein, ist natürlich Quatsch, diese Überschrift. Eine wie Pieke wird nicht Beamtin, da könnte man ja gleich einen Palästinenser zum Leiter des Untersuchungshaftbereichs Kieferngrund der Jugendstrafanstalt Berlin machen. Genau. Um den geht es in Pieke Biermanns aktueller Folge der Reihe „Menschen – Orte – Kriminalität“, die im RBBinfoRADIO 93,1 am 28. März 2008 um 10:27 und 13:27 Uhr gesendet wird und am folgenden Sonntag mehrmals wiederholt. Und wenn Sie aufs Radio klicken, können Sie die Folge sogar so oft hören, wie Sie nur wollen.

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Auch Ludger mag es!

Das wunderbare „Hell’s Bells“-Bändchen, nämlich. Er kann es nur nicht so zeigen. Die von Christiane Geldmacher herausgegebene Anthologie ist aber genau der Sammelband, zu dem auch Ludger gerne einen ordentlichen Suspense beigesteuert hätte. Wenn er gefragt worden wäre. Wenn er denn schreiben könnte. Aber niemand hat ihn gefragt und schreiben kann er natürlich auch nicht, sonst wäre er ja kein Kritiker geworden. Lesen Sie die (leider etwas längliche und methodisch äußerst fragwürdige) Rezension →hier, aber bitte nicht mehr als zwei Besucher auf einmal. Daran ist Ludgers Blog nicht gewöhnt.

Volksbloggen -23-

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Weil ja schon auf den Kurz-Rate-Krimi hingewiesen wird, gibt es heute kein Volksbloggen! Wer hier dennoch Kommentare, Eigenwerbung oder sonst was absondert, ignoriert den demokratischen Willen der wtd-Gemeinschaft und muss die Konsequenzen tragen. Mich interessiert auch ü-ber-haupt nicht, auf welchen Krimi der nächsten Monate ihr mit der allergrößten Spannung wartet!

So siehts wohl aus

– das Cover von „Menschenfreunde“, dem ROMAN-Erstling. Mir gefällts. Ist alles drin, was drin ist. Vielleicht noch ein bisschen an der Schriftgröße feilen, aber sonst… Im Juni wirds erscheinen, natürlich in der klein=feinen funny crimes Edition beim klein=feinen Shayol Verlag.

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Michael Chabon: The Yiddish Policemen’s Union

Was wäre passiert, wenn die Juden nach dem Holocaust nicht nach Israel ausgewandert wären, wenn sie den Palästinakrieg 1948/9 nicht gewonnen hätten, sondern wenn die Überlebenden in, nu, Alaska gelandet wären? Für eine kurze Zeit hatte man wohl in Washington über so eine Option nachgedacht.
Michael Chabons Buch greift diese Idee auf und spinnt sie fort. Sitka ist eine blühende Stadt, über 2 Millionen Einwohner, freies jüdisches Gebiet, nördlich von Alaska, nicht zu Alaska gehörend, nicht 51. Staat, irgendwie mit den stolzen Tlingit-Indianern im ewigen Dauerstreit und nun vor der finalen Abwicklung stehend, denn in Washington hat man beschlossen, die Stadt Alaska zuzuschlagen. In so einem Gebiet spricht man natürlich Yiddisch, nicht Hebräisch, die Sprache des sonnenflirrenden Mittelmeers.

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Alle Jahre wieder

Puh, RTL & Co, da weht Euch aber der amtskatholische Zornesatem direkt ins Gesicht. Einige Bischöfe haben in ihre Fernsehzeitschrift geschaut und waren nicht amüsiert wie der Spiegel zu berichten weiß.

Für den neuen Münchner Erzbischof Reinhard Marx sind derartige Actionthriller zu Ostern nicht akzeptabel: „Ich schaue mir so etwas nicht an“, erklärte er mit Blick auf Filme wie „Sudden Death“ oder „Stirb langsam“ am Karfreitag.

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Ostergruß

Als Kind habe ich mich gewundert, warum der mysteriöse Herr Karl Freitag justament und pünktlich vor Ostern auftauchte und mich zum Beten in die Kirche prügelte. Ostern war dann aber immer sehr schön, da gab es bunte Eier und süße Schokolade. Das ist bis heute so geblieben. Kein Mensch wirft zu Ostern das Internet an, ich mal ausgenommen. Ergo liest kein Mensch Blogs und noch mal ergo gibt es deshalb erst am schnöden Dienstag der nächsten Woche hier auf diesem Blog wieder Neues aus Kriminalien. Gute Blogerholung wünsch ich – und wenn ihr den Karl Freitag trefft, sagt ihm einen schönen Gruß von mir. Und lasst mir ein paar Eier übrig.

Renate Kampmann: Fremder Schmerz

Nein, der erste Eindruck täuscht. Zwar liegt es nahe, Renate Kampmanns Romane um die Rechtsmedizinerin Leonie Simon ins Segment der Pathologenkrimis abzuschieben, dort aber fänden sie nur bedingt ihren angemessenen Platz. Wohl wird auch bei Kampmann unermüdlich seziert und mit dem entsprechenden Fachchinesisch wahlweise LeserInnen-Bildung respektive –Ermüdung betrieben, doch die Absichten der Autorin sind profan. Ein Bild der deutschen Gegenwart will sie uns vermitteln. Was, wenigstens zum Teil, sogar gelingt.

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Volksbloggen -22-

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Wer nicht weiß, welchen Wochentag wir heute haben, der weiß es jetzt:. Mittwoch. Die werte Leserschaft ist wieder aufgefordert, hier kommentarmäßig ihren Senf zu hinterlassen. Tut euch bitte keinen Zwang an! Hier dürfen auch KrimiautorInnen für Ihre Werke hemmungslos Reklame machen – aber auch nur hier! Apropos: Wie findet ihr eigentlich die Internetauftritte unserer werten Krimischaffenden? Die Sites, die Blogs? Informativ, spannend – oder egozentriert (ganz wertfrei jetzt), langweilig? Würde mich mal interessieren. Und die Damen und Herren von der krimischreibenden Zunft vielleicht auch.

Vicki Hendricks: Cruel Poetry

Renata ist eine Sonne: Nur wer aber den rechten Abstand wahrt, den wärmt sie, wer ihr aber zu nahe kommt, der verglüht. Die sorgenfreie und ausgeglichene Frau ist jung, sexy und setzt scheinbar den besonderen Stoff frei, der alle, Frauen wie Männer, in seinen Bahn schlägt. Und Sex, Lust empfinden, Vergnügen spenden und Geld verdienen, ist wiederum der Stoff, der sie antreibt. Nicht, dass sie eine Strassendirne wäre, aber der gelegentliche Lustexzess allein oder gemeinsam mit ihrem Lover mit ausgewählten einzelnen Kunden oder Pärchen darf’s schon sein.

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Frank Göhre: Mo – Der Lebensroman des Friedrich Glauser

Wer schreibt, hat zwei Leben. Das eine besteht aus Daten & Fakten, das andere extrahiert sich im Werk und aus diesem heraus. Zwischen den beiden gibt es Verbindungen, doch ist diese Form kommuzierender Röhren weitaus diffiziler als in der Physik. Manchmal existiert ein drittes Leben, eine Brücke zwischen der Nüchternheit biografischer Tatsachen und dem poetisch Chiffrierten. Einen solchen Glücksfall hat Frank Göhre für Friedrich Glauser erschrieben.

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