Friedrich Friedrich

So heißt der wirklich. Friedrich Friedrich, Vielschreiber, Gründungsmitglied des „Allgemeinen Deutschen Schriftstellerverbandes“ und einige Jahre dessen Präsident. Mit der Kriminalerzählung „Im Hause des Fährmanns“ betritt er die →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“, treten auch Sie ein und erleben Sie Serienkiller und sprechende Goldfische, nymphomanische Gerichtsmedizinerinnen und von ihrer Stasi-Vergangenheit traumatisierte Ermittler, die nicht nur Körpersäfte, sondern auch Kochrezepte austauschen. Womit wir gleich wieder 5000 Seitenaufrufe mehr hätten. Wer ne Bude auf’m Markt hat, muss eben schreien, auch wenn alles erlogen ist.

Eleanor Taylor Bland: Fatal Remains

Marty MacAlister, Protagonistin der Bücher Eleanor Taylor Blands, verfügt über etwas, das im Allgemeinen in Krimis keine nennenswerte Rolle spielt: Über ein intaktes Familienleben. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes hat sie wieder häuslichen Frieden gefunden und kann, wenn auch die polizeiliche Arbeit ihr dieses nicht leicht macht, ihrer Verantwortung als Mutter gerecht werden.

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Das Perutz-Dilemma

(Wochenanfang. Ihr seid erholt und könnt auch mal einen längeren, etwas komplexeren Text vertragen. Vier Din A 4 – Seiten, die doch nichts weiter sind als Gedankennotiz und vielleicht, vielleicht eines Tages Teil eines längeren, aus Aufsätzen zusammengewürften längeren Textes sein könnten. „Was ist Krimi“, ohne Fragezeichen, ein Gang durch die Historie des Genres in kleinen Schritten. Aber das ist Zukunftsmusik. )

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Dominique Sylvain: Schöne der Nacht

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Es ist eine bewährte Mischung, die Dominique Sylvain in „Schöne der Nacht“ zusammengerührt hat. Eine junge Frau wird grausam ermordet, ein ehemaliger Kriegsfotograf, dessen japanische Frau, eine Künstlerin, vor Jahren auf ähnliche Weise getötet wurde, gerät unter Verdacht, eine Bande junger Männer aus den Banlieues will sich die Träume mit Raubüberfällen wahrmachen, dazu viel Beziehungszauber und ein originelles Ermittlerpärchen: die Ex-Kommissarin Lola Jost und die amerikanische Masseuse Ingrid Diesel, die nebenbei strippt.

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Pykomanie

… ist die zwanghaft auftretende Vorstellung, alles von Pyke Biermann lesen und hören zu müssen. Was man ja verstehen kann (in diesem Zusammenhang sei auch vor der artverwandten Astridis gewarnt!). Alle vier Wochen sonnabends etwa MENSCHEN-ORTE-KRIMINALITÄT im →RBBinfoRADIO 93,1, diesmal also am 6.Januar 2007 um 11:45 Uhr (für alle Extrempykomanen: Wiederholungen um 16:45 und 22:45 und in der folgenden Nacht um 03:45). Diesmal geht es um Mario Gaede, er „bringt Brisantes von Berliner Straßen“, aber nicht Pyke-, sondern Pyro-Produkte, erstere gibt es naturalement im Krimijahrbuch 2007, welches hier zum Vorzugspreis von 16 Euronen geordert werden kann, womit wir das auch mal wieder untergebracht hätten.

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Leif GW Persson: Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters

Kleiner Krimiwissenstest. Woran erinnert uns das? Zwei Polizisten, verfressen / rassistisch / dumm wie Brot fahren Streife. Genau: Sjöwall / Wahlöö. Und weiter: Die schwedische Polizei ist korrupt, paramilitärisch, neonazistisch, frauen- und ausländerfeindlich. Jetzt wird’s langweilig: schon wieder Sjöwall / Wahlöö. Hat Leif GW Persson eigentlich auch etwas Eigenes zu bieten?
Gute Frage. Doch, hat er, und die S/W-Zitate sind nicht Indiz für schlecht geklaute Einzelteile aus dem klassischen schwedischen Krimimuseum, sie sind grimmige Referenz und nicht weniger grimmiges Abnicken der vom Meisterduo diagnostizierten Gesellschaftsverhältnisse. Wie in den Sechzigern und Siebzigern, so ist es immer noch.

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Stapel gelesener Bücher

Das neue Jahr hat begonnen, wem sag ich das. Das alte ist Geschichte, aber die Geschichten, die 2006 geschrieben und gelesen wurden, sind noch nicht alle besprochen. Merkwürdig. Eigentlich liest man heute ein Buch fertig und morgen steht im Blog, was man davon hält. Aber jetzt stapeln sich die gelesenen, noch nicht besprochenen Bücher, die neuen, noch ungelesenen, treffen peu à peu ein. Also die Altlasten abarbeiten.

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Prost dann!

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Eben kommt das Neue Jahr zur Redaktionstür herein. Antrittsbesuch bei Hinter-Net!. Wie es denn wird, das Jahr 2007? Ist schon was bekannt? Nein, steht zwar alles hier im Script, aber sorry, noch keine Zeit gehabt, mich einzuarbeiten. Kam alles ganz plötzlich, aber sind ja noch ein paar Stunden bis Mitternacht. Muss auch gleich weiter. Wir sehn uns auf jeden Fall. Tschüssi.

John Katzenbach: The Madman’s Tale

Ob jetzt „The Madman´s Tale“ die Geschichte eines Wahnsinnigen, eines Verrückten oder doch die von Macbeths Idioten erzählt, soll dahingestellt bleiben. Auf jeden Fall aber entführt John Katzenbach den Leser in die Abgründe einer Welt, wie sie sich Dante kaum anders hätte ausdenken können. Das „Great Western Hospital“ ist eine Verwahranstalt für seelisch Kranke. Wer hier landet, ist den Angestellten ausgeliefert und kann sich, im Gegensatz zu einem Strafgefangenen im Gefängnis, nie sicher sein, ob und wann er wieder ’raus, zurück in die Welt kommt.

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