Reginald Hill: Welch langen Weg die Toten gehen

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(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)

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An der Tür

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Sie können mir ruhig glauben, sagte das geheimnisvolle Männlein, wir Weihnachtsmänner gehen natürlich mit der Zeit. Rauschebart war mal, auch die Geschenke können sie sich abschminken. Was ich ihnen anbieten kann sind Gestimmtheiten. Soll es etwas Aufgeregteres sein oder eher etwas Stilles? – Glücklicherweise kam in diesem Augenblick mein Nachbar nach Hause. Wer weiß, wie die Geschichte sonst noch weitergegangen wäre.

Piekschnass

„Zu Wasser und zu Lande“ lobpreist man sie, die Schwerpünktin des Krimijahrbuchs 2007, die einzige Frau, die einen Handstand machen kann, ohne die Hände dabei zu benutzen: la Biermann. Sie kann auch schwimmen. Aber nicht im Landwehrkanal, wie sie uns am Sonnabend, dem 23. Dezember 2006 im TAGESSPIEGEL und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr verrät (wer den Termin verpasst, muss halt um 19:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 Uhr und 5:45 Uhr ins kalte Wasser springen). Die Wasserschutzpolizei wird sich freuen.

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Cindy Dyson: Unalaska

Schon wieder ein Buch, bei dem einem, mephistophelisch lächelnd, Gretchen über die Schulter guckt und ihre gemeine Frage stellt: Wie hältst du’s mit dem Genre, Rezensent? Das Genre, liebes Gretchen (antwortet der Rezensent), nimmt auch dieses Buch noch auf, Cindy Dysons „Unalaska“, es wird (irgendwie) gemordet und (irgendwie) aufgeklärt. Das Wichtigste aber: ein wirklich gutes Buch.

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Bestenliste-Diskussion: eine kommentierte Zusammenfassung

Elf kommentierende, debattierende, sich streitende, behauptende und widerlegende Menschen: das ist für Krimiblogverhältnisse fast ein Massenauflauf. Der Anlass war vergleichsweise harmlos. In Ermangelung geeigneter polemischer Bereitschaft habe ich die Krimiwelt-Bestenliste wohlwollend betrachtet und mir erlaubt, →einen kleinen Vorschlag zu unterbreiten. KEINE Polemik also. Aber ein Versuch, polemisches Potential freizulegen. Ist das gelungen? Fassen wir kurz zusammen.

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Rebecca Pawel: The Watcher in the Pine

„The Watcher in the Pine“ von Rebecca Pawel ist das dritte Buch der im Anschluss an den spanischen Bürgerkrieg spielenden Serie um den Gardisten Carlos Tejada. Im Verlauf der Zeit hat er ein wenig Karriere gemacht, ist jetzt Leutnant und erhält seine erste eigene Leitungsfunktion: Das Kommando über den guardia-Posten in Potes, einem einsam gelegenen Ort, mitten in den Bergen Kantabriens.
Mit Elena, seiner jungen, schwangeren Frau fühlt Tejada sich in eine andere, rückständige und feindliche Welt versetzt, in der er wie ein Besatzer behandelt wird. Auch jetzt, ein Jahr nach dem Ende des Bürgerkriegs gibt es in der Gegend um Potes immer noch Widerstand und sind die Faschisten wenig geliebte Sieger.

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Wo steckt Wickius?

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(Kommissar Wickius kennt die Verbrechens- und Kriminalliteratur der letzten ca. 2500 Jahre in- und auswendig, er löst jeden Fall, indem er das literarische Muster dafür sucht. Und Sie? Wissen auch Sie, welche klassischen Fälle den hier in loser Folge geschilderten Mordtaten zu Grunde liegen? Dann nichts wie ran an die Kommentarfunktion! Für alle Unbelesenen gibt es die Auflösung immer ein paar Tage nach der Veröffentlichung der Geschichte.)

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