Fast könnte man glauben, Frau Bruni hätte einen Buckel. Schon für ihr zweites Album hängt sie sich rein, als wäre es ihre letzte Chance. Ihr Debüt „Quelqu’un M’a Dit“ landete extrem gut auf den Füßen, aber statt die Suppe noch einmal zu kochen, wechselt die Musikerin flugs Singsprache und Grundklang.
WeiterlesenStonepark: Tracks
Schwedische Rockimporte verleiten nicht immer zum großen Jubelschrei. Stonepark sind eine Band aus der Kategorie „Unter-ferner-liefen“ und – um es gnadenlos vorwegzunehmen – mit „Tracks“ werden sie dieser Verortung kaum entrinnen können.
WeiterlesenA Broke Down Melody OST
Früher spielten deutsche Fernsehkrimis immer entgegengesetzt zur tatsächlichen Jahreszeit. Während man in Shorts vor dem Fernseher saß, fiel Derrick der Schnee auf’s Haupt und dem Alten glänzten die Schweißperlen auf der Stirn, während draußen der Schlitten abtropfte. Passend dazu erscheint der Surf-Soundtrack „A Broke Down Melody“ zur gleichnamigen DVD mitten im Winter.
WeiterlesenDossier, Nachtrag
Aus dubioser Quelle wurde uns ein Dokument (DER SPIEGEL, 2.2.1950) zugespielt, das die Tätigkeit der „Arbeitsgruppe Kriminalroman“ in einen historischen Kontext zu stellen vermag, welcher vielleicht aktuell nicht publik zu machen ist, dem ungeachtet jedoch ein Beleg für die Folgerichtigkeit unserer Überlegungen zur Nutzbarmachung des Kriminalromans im Sinne der Volksbefriedung. Das Faksimile wurde uns vom inzwischen in München-Stadelheim inhaftierten →Betreiber eines der nach den Unruhen 2010 verbotenen sogenannten „Krimiblogs“ zur Verfügung gestellt. Der Mann darf nun auf frühzeitige Begnadigung hoffen, während wir gegen die noch flüchtigen sogenannten „Krimiblogger“ (u.a. Menke, dpr plus Helfershelfer) mit aller Strenge des Gesetzes vorgehen werden.
WeiterlesenHört die Signale!
Morgen früh, 9 Uhr 33, wollen wir alle wtd-Leser als Hörer von Deutschlandradio Kultur sehen. Spricht doch just um diese Zeit Pieke Biermann über einen Krimi der Frauenrechtlerin Jenny Hirsch, „Ein seltsamer Fall“. Zur Vorbereitung auf diese Sendung ist das rezensierte Buch in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ vollständig zu lesen. Wir machen Stichproben und bestrafen Zuwiderhandlungen. Also! Lesen! Hören! Wer dies aus schwerwiegenden Gründen nicht kann (bitte ärztliches Attest o.ä. einreichen), kann die Biermannsche Reze auch nachlesen. Wir liefern den Link as soon as possible nach.
Dossier
der Arbeitsgruppe „Kriminalroman“
der Stabsstelle „Brot und Spiele“
des Referats „Blutdrucksenkende Mittel“
des Bundesministeriums für das Innere
der provisorischen Bundesregierung
Dredg: Live At The Fillmore
So sehr die kalifornische Band Dredg Perfektion und Detailverliebtheit auf ihren Studioalben auslebt, so rau agiert sie auf der Bühne. Hier zeigt das Quartett, wie tragfähig all seine Songs sind und mit welcher Leichtigkeit Gavin Hayes seine Gesangsmelodien den Hörern in die Ohren dübelt.
WeiterlesenMichael Weston King: A New Kind Of Loneliness
Lächelt er oder lächelt er nicht? Auf der CD-Hüllenrückseite schaut er, der Melancholiker aus Birmingham, dich nachdenklich an. Das kann ja heiter werden, und in der Tat ist nicht nur der Albumtitel programmatisch zu verstehen. Wie schon viele seiner „alten“ Lieder setzen sich auch die neuen meist mit den bitteren Seiten des Lebens, mit Verlust(ängsten), mit Einsamkeit, mit Enttäuschungen aller Art auseinander.
WeiterlesenThe Evens: Get Evens
Ah, die Stimme des männlichen Teils dieses Duos ist unverkennbar. Ich sage nur: Ian MacKaye. Der Fugazi-Frontmann hat sich nun schon zum zweiten Mal mit Amy Farina, ihres Zeichens von der Band The Warmers, zusammengetan und mit ihr ein gemeinsames Album aufgenommen.
WeiterlesenAsita Hamidis Bazaar: Live
Plattenfirmen sind manchmal richtige Spaßvögel. Auf dem Backcover von „Live“ steht „File under: World & Beyond / Ethno / Bazaarmusic; Scandinavian & oriental roots, a unique set of instruments & wide-open interest in other cultures“. Wow, mit ein bisschen Mühe hätten wir bestimmt noch die Lieblingsmarmelade von Asita Hamidi untergebracht. Aber auch wenn sich das etwas ungelenk liest, trifft die üppige Information immerhin den Kern.
WeiterlesenPeer Raben
Der deutsche Komponist stirbt 66jährig.
WeiterlesenDie Welt im Rucksack
Weiterlesen„Sein Rucksack enthielt eine detaillierte Wanderkarte, einen Kompaß und ein Fernglas, zwei Sandwiches mit Käse und Gurken, einen Keksriegel mit Pfefferminzgeschmack, einen Apfel und eine kleine Fleischpastete. Außerdem Schokoladenbonbons für Jess, eine Flasche Wasser für beide und ein zerfleddertes Buch des Tierschutzvereins über heimische Vögel. Erst vor kurzem hatte er sich dazu durchringen können, den in Deutschland hergestellten Wanderstock mit Federung zu benutzen, den ihm eine seiner Nichten vor drei Jahren gekauft hatte.“
Denny Doherty
Der kanadische Sänger der Mamas & Papas („Monday, Monday“, „California Dreamin'“) stirbt 65jährig in Mississauga, Ontario.
Aus Piekes Bell-Epoque
Das muss schon ein selten dummer Hund sein, der nicht riecht, wie da aus Berlin nur kriminell Gutes aus Druckpresse und Äther kommt. Natürlich nur dann, wenn DER TAGESSPIEGEL und RBBinfoRADIO 93,1 involviert sind und la Biermann, die Trüffelschnauze der deutschen Kriminalreportage, wieder eine Wuchtknolle aus dem Polizeialltag freilegt. Am 20. Januar 2007, Punkt 11.45 Uhr im Radio (wann Sie’s im Tagesspiegel lesen, bleibt Ihnen überlassen), Wiederholungen um 16:45, um 22:45 und in der folgenden Nacht und 03:45: „Schnüffler vom Dienst“. Pieke bringt die Blutspur- und Leichensuchhunde auf Vordermann.
WeiterlesenOh, how times have changed
Bobby Gillespie, als Primal Scream-Frontmann einst der Wildeste der Wilden, beschwerte sich per E-Mail bei der Stadtverwaltung über einen Pub in seiner Straße, der ihn mehrmals mit lauter(!) Musik(!) noch nach(!) Mitternacht wach hielt. Das mit der Mail kam raus und jetzt mokiert sich der Guardian → Primal Screamer can’t get no sleep.
Luckily for Gillespie and wife, the complaints have succeeded in limiting The Alma’s late licence to once a month. Unluckily for them, the leaked email means any illusions of rock’n’roll grandeur the public held for the Screamer have been firmly destroyed. But what’s a tattered reputation when a good night’s sleep is at stake?

Tja, Pete Townsend wär´das nicht passiert.
Andree Hesse: Das andere Blut
Deutsche Wertarbeit. Ein Mordfall wird ausermittelt, ein wenig Regionales sorgt für Atmosphäre, man hat private Probleme und sehr, sehr viele tiefe Gedanken. Das alles in einer Sprache, die auf merkwürdige Weise Marshall McLuhans legendäre Identifizierung des Mediums als Botschaft variiert. Die Botschaft: Kümmert euch nicht um das Medium, fragt euch einfach, wer der Täter ist, oder lasst es bleiben, ich sag es euch eh.
WeiterlesenDer Rufer in der Wüste
…stößt mal wieder ins Horn. Lest alte Krimis! Wilhelm Herbert, „Der Ruf in der Nacht“, 1922, Landgerichtspräsident war der Mann. →Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts, Abteilung frühes 20. Jahrhundert. Na, hört mal wieder keiner…
Ohne Worte
Eigentlich erzählt „Schrei nicht so laut“ von John Harvey eine Geschichte, wie man sie schon oft gelesen hat. Ein Polizist, der jetzt im Ruhestand vor sich hin lebt, schleppt einen Fall mit sich herum, den er zu seinen aktiven Zeiten nicht hat aufklären können. Ein Mädchen ist verschwunden und nicht mehr aufgetaucht, weder tot noch lebendig. Der Polizist rollt nun den Fall wieder auf.
WeiterlesenDeutscher Krimipreis 2007
Eine Debütantin und ein Altmeister freuen sich über den →Deutschen Krimipreis 2007. Wir freuen uns mit ihnen. Andrea Maria Schenkels „Tannöd“ und Robert Littells „Die kalte Legende“ sind nach Überzeugung der DKP-Jury die besten Krimis des vergangenen Jahres, wir nicken freudig ab, umso freudiger, als es hätte schlimmer kommen können; viel schlimmer.
WeiterlesenRobin Burcell: Cold Case
Robin Burcell schreibt „Police Procedurals“, die im besonderen Maße von Erfahrungen der Autorin im Polizeiberuf zu profitieren scheinen. Im Mittelpunkt ihrer bisher vier Bücher umfassenden, in den USA recht erfolgreichen Serie steht Kate Gillespie, Inspektorin beim San Franzisco Police Department (SFPD).
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