William Kent Krueger: Mercy Falls

„Mercy Falls“ ist ein ungewöhnlich spannendes Buch mit einem außergewöhnlichen Ende. Die Spannung des Buches resultiert aus der Vielzahl der Episoden, ihrer Dichte und der Qualität der Erzahlung; Kapitel-Enden sind ein Ort des Innehaltens und des Luftholens. Am Ende des Buches jedoch steht, es lässt sich nicht anders bezeichnen, ein großer Cliffhanger, der den Leser atemlos zurücklässt.

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Die Goldene Krimikrone

Krimipreise gibt es wie Sand am Meer, aber keiner reicht an die Goldene Krimikrone heran, die wir heute zum ersten Mal vergeben. Im September baten wir die 379 führenden deutschsprachigen Krimirezensenten um ihre Meinung, von A wie Aachener Wirtschaftsmagazin über I wie Itzehoer Volksbote bis Z wie Zwieseler Post. 298 antworteten, 34 davon ablehnend, doch 262 erzählten uns, wen SIE für die wichtigste und einflussreichste Persönlichkeit der Krimigeschichte halten. Und, voilà, hier ist das Ergebnis:

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Geld spielt keine Rolle

Alexandra Gerlach vom Deutschlandfunk befragte den schleswig-holsteinischen Justizminister zum Ablasshandel im Fall Peter Hartz →Döring: Verständigung wie im Fall Hartz dient der Prozessökonomie

Gerlach: (…) Wenn ich jetzt ein armer Schlucker bin und stehe vor Gericht, kann mich nicht freikaufen, ich benutze diesen Begriff jetzt ganz bewusst, was passiert dann mit mir?
Döring: Das hat nichts damit zu tun, ob man arm oder reich ist. Natürlich hat es damit was zu tun, ob man einen guten oder einen teuren Anwalt sich leisten kann oder nicht, (…)

Karel Svoboda

Der tschechische Komponist erschiesst sich 68jährig im Gartens eines Hauses in der Nähe von Prag.
Zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören die Musiken zur „Biene Maja“, „Pinocchio“, „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ sowie diverse Schlager für Karel Gott (“Lady Karneval“).

KrimiWelt Bestenliste Februar 2007

Damit war zu rechnen: John Harvey hat mit „Schrei nicht so laut“ die Spitzenposition der aktuellen Bestenliste erreicht. Dass er es verdient hat, wurde hier schon mehrfach angedeutet und wird bald in einer ausführlichen Rezension untermauert. Reggie Nadelsons „Rote Wasser“ ist der Shootingstar des Monats, von 0 auf 2, die Autorin eine Garantin für intelligente Krimis, eine Rezension wird hier aber nicht zu erwarten sein, da das Buch bei Piper erschienen ist und Piper mich nicht liebt.

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Kryptischer

Na, in Ordnung, auf mehrfachen diskreten Wunsch. Der komplette letzte Satz lautet:

„Ich drücke auf die Klinke und öffnet die Tür —„

Wer diesen Satz versteht, hat gute Chancen, den Roman zu verstehen. Wer „falsch!“ schreit, ist auf dem Holzweg und soll sich schleichen.

Luca: Sick Of Love

Wer schon mit Howe Gelb und mit Calexico auf einer Bühne und in der Funktion des Toningenieurs mit ihnen im Studio stand, der hat natürlich etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Sollte man meinen. Doch irgendwie ist das, was Nick Luca auf „Sick Of Love“ uns da in die Ohren schickt, nicht der Weisheit letzter Schluss. Netter bis süßer Indiepop mit ein paar Country-Einwürfen – mehr ist das nicht.

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Merle Kröger: Kyai!

Ganz merkwürdige Leseerfahrung. Selten hat man so häufig in Zitronen gebissen, das Gesicht so unter Schmerzen verzogen. Legionen von platten Personen, Handlungen, Zuständen, Dialogen, Monologen sind an einem vorbeigerauscht, 372 Seiten lang, das schlaucht. Und am Ende? Klappt man das Buch zu und sagt sich: Okay. Wenns nicht völlig misslungen ist, ist es halt gut gelungen, ja, doch: Merle Krögers „Kyai!“ ist ein gelungenes Buch – wenn man es so möchte.

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Live: Sophia

Erlangen, E-Werk, 19.01.2007.

Technology won’t save us-Tour 2007

Das Erlanger E-Werk ist angesichts des bevorstehenden Wochenendes und trotz des momentanen Konzertmarathons recht gut besucht (innerhalb von einer Woche spielen in der Region außerdem „Knarf Rellöm“, „Die Goldenen Zitronen“, „Blackmail“ sowie „Dominique A“) und das Durchschnittsalter des Publikums überschreitet locker die 30.

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KJB 2006 – noch eine Rezension

Kaum ist das Krimijahrbuch 2007 in einigermaßen trockenen Tüchern, gibt es auch schon eine →Rezension des Vorgängerbandes bei IASL online. Stefan Tomasek moniert zwar das „grundsätzliche strukturelle Defizit der mangelnden Verzahnung“, findet allerdings „viele Anregungen sowohl zu einzelnen Autoren, deren Themen und zur Gattungsdiskussion“. Und das ist doch auch schon etwas.

Charlie Huston: Ein gefährlicher Mann

(Unser Azubi Jochen mag besonders das Fach „Rezensionsgeschichte“ in der Berufsschule. Wie es die Alten so trieben, wenn sie lobten oder verrissen. „Wie sehen die Rezensionen der Zukunft aus?“ lautete die Aufgabe der letzten Hausarbeit, und Azubi Jochen hat sich sofort was ausgedacht. SO, sagt er, werden in hundert Jahren Kriminalromane rezensiert! Na, wollen doch mal sehen…)

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Hir schteht’s

Wie versprochen: der →Link zu Pieke Biermanns Rezension von Jenny Hirschs Kriminalroman. In einer Stunde und zehn Minuten auf Deutschlandradio Kultur zu hören. Diese göttliche Stimme! Vor allem wenn sie sagt: „dpr ist der einzige Anbieter alter Krimis, von dem man auch unbesehen einen Gebrauchtwagen kaufen kann.“

Laura Lippman: By a Spider’s Thread

Wie Kollege dpr hier angesichts des Buches →„Gefährliche Engel“ bedauernd anmerkte, hat Laura Lippman, immerhin eine der derzeit erfolgreichsten Krimiautorinnen in den USA, in Deutschland bisher nur relativ wenig Beachtung gefunden. Nun, vielleicht liegt dieses auch daran, dass bei uns zuvor nur ihre älteren Werke erschienen waren. Unaufgeregte Bücher, moralisch korrekt, die sauberes Handwerk demonstrieren, jedoch nicht besonders komplex oder raffiniert sind.

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