Die Leib- und Magen-Krimis

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Was tut man nicht alles für die Kunst. Sogar einen schwer ins Chaotische abschweifenden Magen habe ich mir zugelegt, um die Antwort auf eine der letzten offenen Fragen der Kriminalliteratur zu finden: Beeinflusst die persönliche körperliche Befindlichkeit unser Urteil über Krimis? Steigt proportional zur Magensäure unsere Sympathie für, unsere Abneigung gegen bestimmte Themen und Strickmuster? Wenn ja: warum? Wenn nein: warum nicht? Hier erste vorläufige Erkenntnisse.

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Das Wiki-Projekt

Ludger „nein, diese Arbeit!“ Menke, Internetberserker und Plattenleger, geht in die Vollen. Er plant ein Krimi-Wiki. Wassn das? Solln da drinne sein? Kann ich da mitmachen? Fragen, auf die Ludger „Auch mein Tag hat nur 72 Stunden“ Menke →hier erste Antworten gibt. Also, ihr Krimivölker dieser Welt: macht mit, reiht euch ein!

Piekes Kofferradio

Steht in Berlin irgendwo ein „herren“loser Koffer herum, dann befinden sich in ihm entweder „unkonventionelle Kriminal- und Spannungsbücher“ oder „unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen“. Für erstere bin ich zuständig, für letztere Pieke Biermann in ihrer neuen Kriminalreportage.

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Disher-Doppel

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Garrydisherland scheint aufgeteilt. Der Zürcher Unionsverlag kultiviert in seiner metro-Reihe die Entwicklung des Polizisten Hal Challis, Pulp Master widmet sich dem Ganoven Wyatt. Mit „Schnappschuss“ und „Port Vila Blues“ ist nun der neue Doppelpack erschienen, Gelegenheit, beide Terrains zu erkunden.
Unwegsames Gelände sind beide Fälle nicht. In „Schnappschuss“ hat es Inspector Hal Challis mit dem Mord an einer Psychologin zu tun, einer regelrechten Hinrichtung vor den Augen ihrer kleinen Tochter. Die üblichen Prozesse laufen ab, Zeugenbefragungen, Suche nach dem Tatmotiv, dass es sich bei der Ermordeten um die Schwiegertochter des Polizeichefs handelt, erschwert die Ermittlungen naturgemäß.

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Zwergenaufstieg

Mit dem gegenwärtigen Dauerregen haben die Zwerge da unten in ihren Höhlen so ihre Probleme. Während der kurzen Regenpausen müssen sie dann hoch zum Luftschnappen. Sie sind dann noch recht benommen und man kann sie leicht fangen. Hier hält meine Tochter gerade einen fest, während ich schnell die Kamera hole. Klick! Und schon hat der kleine Kerl neue Kräfte geschöpft, reißt sich unter grässlichen Verwünschungen los und verschwindet im Komposthaufen – im Bild links hinten neben Abpumpschlauch und Wischeimer.

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Terrill Lee Lankford: Earthquake Weather

Terrill Lee Lankfords Buch „Earthquake Weather“ verspricht viel. Es beginnt mit einem Erdbeben und endet mit dem ungesühnten Mord an O.J. Simpsons Frau und deren Liebhaber, dazwischen der Kosmos Hollywoods: Mitten in der Nacht, ein Beben so groß, dass die Bücherregale von den Wänden stürzen und man fürchten muss, der Himmel falle einem auf den Kopf. Die Menschen Kaliforniens rennen auf die Strassen. Im Schatten der großen Bedrohung kommen sie sich näher, und Nachbarn, die sich nie wahrgenommen haben, lernen einander kennen.

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Inspiration

Jetzt ist es offiziell: Beim genrekorrekten Schreiben eines auch krimiesk überzeugenden Thrillers versetzt sich → Astrid Paprotta auf makabere Weise in die adäquate Stimmung. Sie wirft hässliche Messer in ein aus Kaugummi modelliertes Männlein (Sonderanfertigung). Und trifft immer. Der fünfte Krimi ist in Arbeit – das fünfte Messer steckt schon. Ganz schön zynisch und messerverachtend.

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Kleinkrimifragen

Notbesetzung bei der heutigen Redaktionskonferenz der Krimiabteilung von Hinternet. Kollege Bernd genießt die letzten Ferientage am sonnigen Strand der Demokratischen Republik Bakterien, Nachwuchskraft Jochen „Scottsch“ König drischt seit Stunden mit Baseballschlägern auf eine von der Decke seines Büros baumelnde Rinderhälfte ein. Kleiner Kreis also. Chefredakteur Walter, auf dem Schoß Kronprinz „Zieh nicht immer am Ohr“ Vincent, dazu die bewährten Werktätigen Raphael „Oberstudiendirektor“ Wünsch und d“er“ p“ansen“ r“umort“, Schutzheiliger aller Magenblesierten. Das Thema indes ist von allergrößtem Interesse und untoppbar brisant: „Meine Herrn“ beginnt Chef Walter, „Pluto ist kein Planet mehr. Was bedeutet das für die Kriminalliteratur?“

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Déjà vu

“ Die deutsche Verlagslandschaft und lesbare Bücher über Kriminalliteratur – ein unendliches Trauerspiel.“

Keine optimistischen Worte, mit denen Thomas Wörtche seine →aktuelle crime watch – Kolumne beginnt. Eine Feststellung, die man sauer/betrübt abnickt – und die einen daran erinnert, dass es auch anderswo – Stichwort „lesbare Bücher“ zu ir-gend-et-was – kaum weniger zu heulen gibt. Als wenn das ein Trost wäre.

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Egon Eis: Duell im Dunkel

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„Hamburger Hafen des Nachts – Polizeiboote, deren Scheinwerfer den dichten Nebel erbarmungslos durchdringen – rauchige lärmerfüllte Kneipen – Luxusrestaurants und Alsterpromenade – elegante Appartements und Elendsquartiere im Dirnenviertel – das alles in bunter Folge: ein Kaleidoskop unserer jüngsten Vergangenheit.“

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