Jetzt hatte man sich gerade daran gewöhnt, dass der Hund Marie eigentlich Max Martin Schröder heißt und dann veröffentlicht die Grand-Hotel-van-Cleef-Geheimwaffe doch unter dem Tiernamen sein Solodebüt. Lyrisch geht es dann auch erstaunlich oft um Bezüge zu Vierbeinern und dem ‚Wau Wau‘.
WeiterlesenBlogfrei
Morgen bin ich auf der Messe und mache blogfrei. Die Donnerstagsrezension gibts am Freitag. Weil ich aber weiß, dass jetzt einige aufjaulen und „Wir wollen endlich wissen, welchen Krimi der Kommissar Wickius am →Montag nachgespielt hat!“ greinen, gibts jetzt die Auflösung. Schämt euch!
WeiterlesenDoch nicht ganz allein
„Ein erschreckend biederes police procedural, das vermittels der Hauptfigur – ein entlaufener Mönch als Mord-Kommissar – bleischwer letzte Dinge, Metaphysik und Transzendenz beackert. Sich also allzu fromm in die zur Zeit grassierende »Spiritualitätswelle« einklinkt.“
So liest man es →hier.
Anne McLean Matthews: The Cave

Dieses Buch ist ein Phänomen. Out of print überspringt es bei Auktionen regelmäßig die 20 Euro Marke. Es scheint also recht begehrt zu sein. Die Frage, ob der Limes-Verlag ein Geschäft verschläft, oder eine Minderheit Allesleser sich sehnsüchtig nach diesem Psycho-Kammerspiel verzehrt, ist vermutlich spannender, als der Schmöker selbst.
WeiterlesenSamiam: Whatever’s Got You Down
Als Samiam-Fan hat man keinen Spaß. Die Abstände zwischen den Alben sind einfach zu lang und so sind seit „Astray“ sechs Jahre ins Land gegangen. In dieser Zeit haben sich Samiam aufgelöst, waren trotzdem auf Tour, aber letztlich immer auf Eis gelegt.
WeiterlesenFotos: Fotos
Fotos sind so eine Sache. Bei vier Leuten macht normalerweise immer einer ein Ochsengesicht und wenn mal alle stillhalten, dann sollte man sich im Endergebnis auf rote Augen gefasst machen. Nicht so die Band Fotos und ihr gleichnamiges Debüt. Die vier Jungs haben es geschafft ihre zehn Songs wie einen Schnappschuss wirken zu lassen und trotzdem sitzt alles perfekt.
WeiterlesenTess Gerritsen: Vanish
Dieses ist die dritte Besprechung eines der diesjährigen Kandidaten für den Edgar, Kategorie „Bestes Buch“.
WeiterlesenJuliette And The Licks: Four On The Floor
Dass Juliette Lewis nicht die sanfte Squaw geben will, die sich bei weiblicher Unpässlichkeit ins Frauenzelt zurückzieht, macht sie mit dem Albumcover schon eindeutig klar. Derb gesagt ist auch ihr zweites Werk das weibliche Pendant zu ‚Schwanzrock‘ und eine knackige Hommage an alles, was simpel gestrickt ist und trotzdem knallt.
WeiterlesenLetztenendes ist man doch allein
„Idylle der Hyänen“ gibt einem zu denken, macht einige Gewissheiten unsicher und unterhält sehr intelligent und sehr spannend. „
Schreibt Georg Patzer über Friedrich Anis neues Werk bei →literaturkritik.de. Jetzt also auch du, Georg. Das gibt einem tatsächlich zu denken. Der Vorkämpfer gegen schlechtes Deutsch badet jauchzend in einem Kübel mit schlechtem Deutsch. Georg, Georg…wenn das Anobella erfährt…
Der IT-Mord
(Auch wir haben jetzt endlich unseren Serienhelden. Kommissar Wickius: erfahren, helle, vor allem aber: belesen. Er kennt die Verbrechens- und Kriminalliteratur der letzten ca. 2500 Jahre in- und auswendig, er löst jeden Fall, indem er das literarische Muster dafür sucht. Und Sie? Wissen auch Sie, welche klassischen Fälle den hier in loser Folge geschilderten Mordtaten zu Grunde liegen? Dann nichts wie ran an die Kommentarfunktion! Für alle Unbelesenen gibt es die Auflösung immer ein paar Tage nach der Veröffentlichung der Geschichte.)
WeiterlesenD-Flame: F.F.M.
‚F.F.M.‘ ist die Abkürzung für „Flame FM“, die „heißeste Radiostation der Nation“. So zumindest wird es uns im Intro zu D-Flames neuem Album versprochen. Der „Frankfurter Feuermann“ ist also zurück und begrüßt uns mit seiner gewohnt tiefen wie bedrohlich klingenden Stimme.
WeiterlesenThe long good-bye
Ja, liebe FreundInnen, nun heißt es Abschied nehmen. Der Schreibtisch ist leer, das Chaos auf demselben verschwunden. Eine Frau wird hier wohl bald ihren Platz finden, ich selbst – nun, ich werde schnell vergessen sein. Es ist vorbei. Es war schön. Es war hart, aber schön. Eine Träne wagt sich ins linke Auge und wird sofort resolut weggewischt. Keine Sentimentalitäten. Nur ein einfaches: tschüs.
WeiterlesenThe Black Maria: A Shared History Of Tragedy
Für gut 40 Minuten erinnern The Black Maria an die Zeit in der man das Gefühl hatte, dass in Sachen Emo-Core noch nicht alles gesagt ist. An eine Zeit, bevor das Genre von zu vielen Copycats zu Tode geritten wurde. „A Shared History Of Tragedy“ ist elf Songs lang ein wahrer Glücksfall aus Melodie, Härte und Engagement.
WeiterlesenReferendarius auf der Eisenbahn
Die Temmesierung der alten Krimis schreitet wacker voran. Vom produktiven Altmeister J.D.H. Temme gibt es jetzt zwei Erzählungen aus der „Gartenlaube“, Jg. 1857 in der bewährten →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“. More to come.
Saufen und kiffen mit Pieke
Ob Krimis immer etwas mit Wirklichkeit zu tun haben und was das eigentlich ist – darüber streiten sich die Halbgelehrten. Dass Pieke Biermanns Kriminalreportagen Wirklichkeit abbilden, ist dagegen offensichtlich. „Umleitung ins Leben“ heißt die nächste, am Sonnabend 30.September 2006 in DER TAGESSPIEGEL zu lesen und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr zu hören. Wer um diese Zeit grundsätzlich mit Ohropax durch die Gegend läuft, kann sich det Janze auch um 19:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 durch die nun hoffentlich unverpackten Ohren reinziehen.
WeiterlesenD.B. Blettenberg: Land der guten Hoffnung
Ein merkwürdiger Krimi ist das. Der Leser wird auf eine ihm wohlvertraute Fährte gesetzt, doch bevor sich seine Expertennase an den Geruch des Plots gewöhnt hat, ist man auch schon am Ziel. Das passiert in „Das Land der guten Hoffnung“ gleich mehrmals und hat Methode. Eine gute Methode.
WeiterlesenZox: The Wait
Man kann mit Sicherheit sagen, dass Zox in jedem alphabetisch sortierten CD-Regal einen der letzten Plätze einnehmen. Praktische Nebenerscheinung, denn so lässt sich „The Wait“ schnell finden. Die pfiffige Indietruppe betreibt Heldenverehrung ohne zu klauen und schafft es aus dem Stand, einen erkennbar eigenen Sound zu kreieren.
WeiterlesenOkay, das ist nix Neues, ich entscheide mich beim ersten Absatz,
ob ich ein Buch kaufen will oder nicht. Oder spätestens beim zweiten. Dann floppt es manchmal noch zu Hause innerhalb der ersten zehn Seiten (dann kommt das Buch in den Familienverteiler).
WeiterlesenSolillaquists Of Sound: As If We Existed
Wer vom HipHop-Einheitsbrei genug hat und lieber Bands wie The Roots, die frühen Black Eyed Peas oder Künstler wie Sage Francis oder Mos Def (zumindest noch den von vor ein paar Jahren) bevorzugt, der sollte sich die Solillaquists Of Sound ganz oben auf den Wunschzettel für den nächsten Plattenladenbesuch schreiben.
WeiterlesenHorst Eckert: Der Absprung

Eigentlich ist das Zugfahren ein schönes Bild, mit dem man das Lesen erklären kann. Man sitzt in einem Wagen, der einen, mehr oder weniger gleichmäßig sich bewegend, von A über B und C nach D transportiert, man schaut aus dem Fenster in eine Landschaft, man ist in dieser Landschaft und ist doch nicht drin. Man sieht, was man sehen kann. Ein noch schöneres Bild wäre das: Man fährt, man sieht – und kann den Zug anhalten, sich etwas durch die Landschaft bewegen, sich manches angucken, das man durch die Fensterscheibe gar nicht sehen konnte – und dann nimmt man wieder im Abteil Platz und die Fahrt geht weiter.
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