Während Hinternet-Schlachtross Bernd und Hinternet-Fohlen Anobella mächtig →mit den Hufen scharren (soeben fliegt ein Schälchen Sushi-Soße Richtung Bernd….ui, das schöne japanische Porzellan aus der Mitsubishi-Dynastie…), möchte der (noch) verantwortliche Redakteur die hitzige Diskussion in die kühlen Köpfe der werten Leserschaft auslagern.
WeiterlesenHinterlassenschaften
Zu gerne hätten Hinternetweblogfamilienzuwachs Anobella und ich das Gesicht von DPR gesehen als er des ersten Anobella-Eintrags in unserem männerdominierten Weblog gewahr wurde. Da unsere versteckte Webcam schon vor Wochen aufgeflogen ist mussten wir unseren Hauszeichner RW anweisen, die Szene in schwarzweiß nachzustellen.
WeiterlesenChristopher Brookmyre: A tale etched in blood and hard black pencil
Es ist ein Anfang, wie er den Erwartungen der Leser Christopher Brookmyres entspricht: Zwei Tölpel stehen da und wissen nicht wohin mit der Leiche. Bleichlauge zumindest, so mussten sie lernen, ist untauglich, diese zum Verschwinden zu bringen. Dann jedoch folgt eine der Überraschungen, für die gute Autoren stehen.
WeiterlesenWelthaltigkeit, naiver Realismus? Wolf Haas übers Krimischreiben
Literaturbeilage … Anfangs glaubt man, (Ihr Held) Herr Kowalski erzählt uns die Geschichte seines Freundes Riemer. Haben Sie diesen Eindruck beabsichtigt?
WeiterlesenMessefreuden
Man zeige mir einen Krimifreund, der zum Büchergucken auf die Messe geht. Gibt es nicht. Gibt es nämlich alles schon in den Katalogen. Und bei uns Glücklichen, die wir für Krimis nichts zahlen müssen, weil sich unser Lesen für die Verlage auszahlen soll, liegen die Dinger längst auf dem Stapel. Frischware. Warum also nach Frankfurt reisen? Weil es dort so schön ist? Mal die Heidenreich gucken oder in Eva Hermans volle Blondheit? Nein, nein, da weiß der Rezensent Besseres.
WeiterlesenSierra Leone’s Refugee All Stars: Living Like A Refugee
Man könnte an dieser Stelle all die Musiker mit vollem Namen aufzählen, die an diesem Album beteiligt waren, und der Platz für diese Rezension wäre gesprengt. Aber Scherz beiseite. Da wo All Stars drauf steht, da ist auch All Stars drin. Und das mit Sierra Leone ist auch kein Scherz. Die Bandmitglieder lebten nämlich früher in der Hauptstadt Sierra Leones, in Freetown, ehe sie in einem Flüchtlingscamp in dem westafrikanischen Staat Guinea landeten und aus Verzweiflung die Sierra Leone’s Refugee All Stars gründeten.
WeiterlesenIndigo Jones: 40 Miles
Skinny Dog ist das Label von Pete Jobson (I Am Kloot), Guy Garvey und Mike Potter (beide Elbow) und nach den Veröffentlichungen von eher schrägen Bands wie Jackie O. und Cranebuilders überrascht es jetzt mit einer Truppe, die auch bei Glitterhouse oder Blue Rose zu Hause sein könnte.
WeiterlesenNicht nur in Krimis wird gestorben
Seinem Ruf als Totengräber des Kriminalromans wird Kollege Ludger Menke heute wieder gerecht. Er betrauert die Ableben von →Joseph Hayes und Colin Forbes. Nicht nur in seinem Krimiblog, sondern bald auch im Krimijahrbuch 2007. Das schon jetzt so proppenvoll ist, dass wir alle KrimiautorInnen herzlich darum bitten müssen, ein für 2006 geplantes Löffelabgeben auf das nächste Jahr zu verschieben. Danke für Ihr Verständnis.
Willkommen Willkomm
Wer 1838 einen Roman „Die Europamüden“ schreibt, kann kein ganz schlechter Mensch sein. Wer mit dem „Jungen Deutschland“ um Karl Gutzkow sympathisiert, schon gar nicht. Und wer dann, fast fünfzigjährig, ein Mädchenpensionat eröffnet, nun, den Mann wollen wir pausenlos loben und beneiden: Ernst Willkomm. Und lesen jetzt, in der immer umfangreicher werdenden →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“, seinen 1857 in der „Gartenlaube“ erschienenen Krimi „Der verhängnißvolle Schatten“. Natürlich mit scharfem Eß.
Harlan Coben: Keine zweite Chance
(Vorbemerkung der Redaktion: Wir bitten unsere Leser, die in nachstehender Rezension vorkommenden Ausdrücke der Fäkalsprache sowie das manchmal rüde Urteilen des Kritikers zu entschuldigen. Herr Jochen „The Kid“ König absolviert in unserem Hause eine Ausbildung zum Krimirezensenten, um hernach dem Arbeitsmarkt als Fachkraft zur Verfügung zu stehen. In ihm brennt noch das heiße Rezensentenfeuer der Jugend, zudem versetzen ihn der dritte Versuch des Führerscheinerwerbs, die erste große Liebe sowie aufwendige Strategien der Aknebekämpfung in dauerhaften emotionalen Stress. Nichtsdestrotrotz sind wir davon überzeugt, dass Herr König seinen Weg in der Krimiindustrie machen wird.)
WeiterlesenBonnie ‚Prince‘ Billy: The Letting Go
Island, immer wieder Island. Im Moment ein Zauberwort, das mit vielen hochkarätigen Bands in Verbindung steht und meistens dann als Aufnahmeort ausgesucht wird, wenn neue Kreativwege gesucht werden. Kommen andere musikalisch verspulter von Island zurück, bewirkt die Insel bei Bonnie ‚Prince‘ Billy scheinbar genau das Gegenteil.
WeiterlesenHackländers Geheimniß
Friedrich Wilhelm Hackländer – schon zucken einige zusammen. Autor voluminöser Schwarten, heutzutage fast vergessen, zu Lebzeiten ein erfolgreicher Autor. Seinen Roman „Geheimniß der Stadt“ gibt es jetzt bei den →alten Krimis. Wir verbessern unermüdlich das schlechte Gedächtnis der Literaturgeschichte.
Laura Lippman: Charm City
Mit ihren Kriminalromanen um die Privatermittlerin Tess Monaghan zählt die Amerikanerin Laura Lippman nun schon seit geraumer Zeit zu den Lieferantinnen solider Spannungsware. Perfekte, globaltaugliche Mischungen aus privaten Irrungen und kriminellen Wirrungen, im überschaubaren Milieu Baltimores lokalisiert, einer Stadt, die sich selbst „Charm City“ nennt, aber natürlich en détail so charmant nicht ist.
Eine amerikanische Mittelstadt, sportliche Provinz. Da trifft es sich gut, dass der reiche Geschäftsmann Gerard „Wink“ Wynkowski eine komplette Basketballmannschaft kaufen und für Baltimore in die Profiliga schicken will. Großes Tamtam, doch, wir ahnen es schon, so schnörkellos geht die Sache nicht über die Bühne.
Minor Majority: Reasons To Hang Around
Pål Angelskår ist der Mann der Stunde, wenn es darum geht, das Elend dieser Welt zu beweinen. Der Wein nimmt im gleichen Maße ab, wie das Selbstmitleid zunimmt und trotzdem verströmen die Songs von Minor Majority die angenehme Hoffnung, dass mit dem Sonnenaufgang alles wieder gut wird.
WeiterlesenNina Nastasia: On Leaving
Nina Nastasia ist zurück. In einer besseren Welt würde dieser Satz Staudämme einreißen und Radios zum Verstummen bringen. Ihr Alternative-Folk ist kein sommerliches Blümchenkleid, hier regiert Reduktion. Mit dem angestammten Partner Steve Albini hat sie jemand hinter den Reglern, der anerkanntermaßen weiß, wie eine trockene Platte klingt.
WeiterlesenDie Bescholtenen
Schon im 19. Jahrhundert war das Saarland ein Hort gehobener Kriminalunterhaltung. Beweis: Der in Saarlouis geborene Eugen Hermann von Dedenroth, der auch unter dem originellen Pseudonym „Ernst Pitawall“ veröffentlichte. „Die Bescholtenen“ (1880) sind eine erste Kostprobe seines kriminalliterarischen Schaffens. Natürlich als pdf, natürlich kostenlos, natürlich bei den →alten Krimis.
Das Kriminalerbe

Krimifreunde wissen es: Der Mensch ist ein sterbliches Wesen. Wen nicht einer der zahllosen Serienmörder vom schönen Erdboden senst, der gibt unprosaisch den Löffel ab, sehr zu Nutzen und Frommen der lachenden Erben. Zurück nämlich bleibt: das Materielle. Bargeld, Bankkonten, Immobilien und, vielleicht, eine wertvolle Bibliothek. Da winkt der Krimifreund resigniert ab: Was büchermäßig von ihm bleiben wird, ist halt nur Altpapier, schnell gelesen, schnell vergessen, für die Nachfolgenden von allenfalls historischem Wert. Aber das muss nicht so sein.
WeiterlesenSven Nykvist
Der schwedischer Kameramann stirbt 83jährig.
WeiterlesenThea Gilmore: Harpo’s Ghost
Irgendwie ist es immer ärgerlich, wenn man einen Künstler erklären muss, der sich in der subjektiven Wahrnehmung schon etabliert hat. In ihrer englischen Heimat ist Thea Gilmore weitaus bekannter als hier in Deutschland und wer ihre bisherigen Alben kennt, fragt sich ernsthaft, warum hier niemand von ihr Notiz nimmt.
WeiterlesenPete Yorn: Nightcrawler
Mit seinem ersten Album „Music For The Morning After“ wippte Pete Yorn schwungvoll auf dem Fünf-Meter-Brett um zum großen Sprung als Singer/Songwriter auszuholen. Für den Nachfolger „Day I Forgot“ kletterte er schon auf den Dreier und jetzt mit „Nightcrawler“ gibt er sich mit dem Einer zufrieden.
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