Zwergenaufstieg

Mit dem gegenwärtigen Dauerregen haben die Zwerge da unten in ihren Höhlen so ihre Probleme. Während der kurzen Regenpausen müssen sie dann hoch zum Luftschnappen. Sie sind dann noch recht benommen und man kann sie leicht fangen. Hier hält meine Tochter gerade einen fest, während ich schnell die Kamera hole. Klick! Und schon hat der kleine Kerl neue Kräfte geschöpft, reißt sich unter grässlichen Verwünschungen los und verschwindet im Komposthaufen – im Bild links hinten neben Abpumpschlauch und Wischeimer.

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Terrill Lee Lankford: Earthquake Weather

Terrill Lee Lankfords Buch „Earthquake Weather“ verspricht viel. Es beginnt mit einem Erdbeben und endet mit dem ungesühnten Mord an O.J. Simpsons Frau und deren Liebhaber, dazwischen der Kosmos Hollywoods: Mitten in der Nacht, ein Beben so groß, dass die Bücherregale von den Wänden stürzen und man fürchten muss, der Himmel falle einem auf den Kopf. Die Menschen Kaliforniens rennen auf die Strassen. Im Schatten der großen Bedrohung kommen sie sich näher, und Nachbarn, die sich nie wahrgenommen haben, lernen einander kennen.

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Inspiration

Jetzt ist es offiziell: Beim genrekorrekten Schreiben eines auch krimiesk überzeugenden Thrillers versetzt sich → Astrid Paprotta auf makabere Weise in die adäquate Stimmung. Sie wirft hässliche Messer in ein aus Kaugummi modelliertes Männlein (Sonderanfertigung). Und trifft immer. Der fünfte Krimi ist in Arbeit – das fünfte Messer steckt schon. Ganz schön zynisch und messerverachtend.

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Kleinkrimifragen

Notbesetzung bei der heutigen Redaktionskonferenz der Krimiabteilung von Hinternet. Kollege Bernd genießt die letzten Ferientage am sonnigen Strand der Demokratischen Republik Bakterien, Nachwuchskraft Jochen „Scottsch“ König drischt seit Stunden mit Baseballschlägern auf eine von der Decke seines Büros baumelnde Rinderhälfte ein. Kleiner Kreis also. Chefredakteur Walter, auf dem Schoß Kronprinz „Zieh nicht immer am Ohr“ Vincent, dazu die bewährten Werktätigen Raphael „Oberstudiendirektor“ Wünsch und d“er“ p“ansen“ r“umort“, Schutzheiliger aller Magenblesierten. Das Thema indes ist von allergrößtem Interesse und untoppbar brisant: „Meine Herrn“ beginnt Chef Walter, „Pluto ist kein Planet mehr. Was bedeutet das für die Kriminalliteratur?“

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Déjà vu

“ Die deutsche Verlagslandschaft und lesbare Bücher über Kriminalliteratur – ein unendliches Trauerspiel.“

Keine optimistischen Worte, mit denen Thomas Wörtche seine →aktuelle crime watch – Kolumne beginnt. Eine Feststellung, die man sauer/betrübt abnickt – und die einen daran erinnert, dass es auch anderswo – Stichwort „lesbare Bücher“ zu ir-gend-et-was – kaum weniger zu heulen gibt. Als wenn das ein Trost wäre.

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Egon Eis: Duell im Dunkel

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„Hamburger Hafen des Nachts – Polizeiboote, deren Scheinwerfer den dichten Nebel erbarmungslos durchdringen – rauchige lärmerfüllte Kneipen – Luxusrestaurants und Alsterpromenade – elegante Appartements und Elendsquartiere im Dirnenviertel – das alles in bunter Folge: ein Kaleidoskop unserer jüngsten Vergangenheit.“

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Qual und Wahl

Ich geb ja zu, dass meine Magenschleimhäute allen Grund haben, mir „was heimzuzahlen“. Aber hab ich sie in der Vergangenheit wirklich so schnöde behandelt, dass sie mir ein Dauersodbrennen anhexen müssen? Zwieback, Kamillentee, Weißbrot und eine Tütenspargelcremesuppe, in der ich normalerweise nicht mal meinen Aschenbecher einweichen würde. Schlaflose Nächte. Gut so? Kann man viel Krimi lesen? Denkste!

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Pieke Biermann: Vier, fünf, sechs

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Endlich gelesen – neu gelesen: Krimis aus der Remittendenkiste, Angestaubtes aus dem Bücherregal. Wünsche des Rezensenten, aber auch Wünsche seiner Leser. Und so fing alles an: Die Blogbesucherin P.B. macht dpr auf den Roman „Vier, fünf, sechs“ aufmerksam, dpr gesteht beschämt, ihn nicht gelesen zu haben, bestellt ein Remittendenexemplar für 1,19 Euro, liest, ist beeindruckt – und macht gleich eine Serie daraus. Wird fortgesetzt.

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Zum Heulen

Günter GraSS
Ijoma Mangold → rezensiert in der Süddeutschen mit „Beim Häuten der Zwiebel“, dem neuen Buch von Günter „War da was?“ Grass, gleich dessen Gesamtwerk:

Überhaupt gilt für Grass´ Bücher das Mischungsverhältnis: Auf eine Einheit Denken kommen dreißig Einheiten Bilderwust. Die Literaturkritik hat das früher gerne sein überschäumendes Erzähltemperament genannt. In der Welt des Motorsports nennt man das übertourig. Sein Stil besteht fast ausschließlich aus Metaphern, kaum einmal ein normales Wort ist darunter gestreut. Die Lektüre dieser poetischen Essenz ist nur dem Lutschen von Brühwürfeln vergleichbar.