Kylie Minogue: Fever

Was hätten wir ihr nicht für ein tolles Album gewünscht. Hätten! „Fever“ ist wieder nur Durchschnitt, lebt von seinen zwei, drei, vier starken Momenten und plätschert fernab derer im knöcheltiefen Kinderbecken. Ihren Höhepunkt erreicht die Scheibe mit „Can’t Get You Out Of My Head“. Wir reden hier von Genusshöhepunkt in Bezug auf die Musik, nicht auf die Optik bezogen, die uns täglich im Video zu Füssen gelegt wird.

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Elizabeth George – Nie sollst du vergessen

Elizabeth George hat sich Zeit gelassen. Zeit, um ihren neuen Roman zu schreiben und Zeit, um die neue Handlung aufzubauen. Mit genüsslicher Akribie baut sie über 900 Seiten die verschiedenen Handlungsstränge auf, um den Leser -fast unbemerkt- immer tiefer in den Strudel der Ereignisse zu ziehen: Eine Frau wird im nächtlichen London überfahren. In ihrer Tasche ein Zettel mit dem Namen des Mannes, der ihre Leiche findet.

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U.D.O.: Live From Russia

Selbst in den Hoch-Zeiten von Accept oder U.D.O. konnte ich diesen Bands nichts abgewinnen. Wenn Sänger Udo Dirkschneider wie ein kurz geschorener Kugelblitz in Armeeklamotten über die Bühne fetzt ist es nicht unbedingt das, was ich mir unter Rock’n’Roll vorstelle. Als mir jetzt das Doppel-Live-Album von U.D.O. auf den Tisch geflattert ist, hat mich schon allein die Aufmachung verblüfft: Edles, schwarz gestaltetes Booklet, massig Bildmaterial – alles so gut gemacht, dass meine Neugierde irgendwie doch geweckt wurde.

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Shiner: The Egg

Zwischen Emo und Indie pendeln sich Shiner auf ihrem vierten Album ein. Immer mit der nötigen Raffinesse und Verschrobenheit in der Hinterhand, grooven sie sich durch ein angenehm sperriges, aber doch melodiöses Album. Gut zum Nebenbeihören und zum Reinstürzen und Erforschen. wer mit Shiner noch nicht in Berührung gekommen ist, sollte sich „The Egg“ anhören. Faszinierend, spannend und abwechslungsreich ist die Platte allemal.

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Aphex Twin – Drukqs

Drukqs by Aphex Twin

Hübsch gewagt, was Richard D. James da vorlegt. Ein Doppelalbum voll Melodien und Rhythmen – kein einziger „wirklicher“ Song darunter, kryptische Take-Titel wie „Orban eq trx 4“ oder „Gwarek 2“, aber das ganze mal selbstbewusst „Drukqs“ genannt.

Frech und selbstironisch, so präsentiert sich James alias Aphex Twin gern. Und so seltsam „Drukqs“ auch anmutet – eines ist sie nicht: langweilig.

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Electric Frankenstein: The Buzz Of 1000 Volts!

Victory Records steht nicht für Hardcore und Emo, auch Rock’n’Roll kommt bei dem amerikanischen Label nicht zu kurz. Eines der Aushängeschilder ist Electric Frankenstein. Das neue Album „The Buzz Of 1000 Volts!“ rockt richtig dreckig los. „The Mess“ ist nur der Auftakt eines Feuerwerks. Das Quintett aus New Jersey lässt sich nicht lumpen und brettert in gewohnter Weise drauf los.

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Cadillac: Cure

Es lebe die Rockmusik! In diesem Fall das was allgemein hin als Southern-, Blues- und Stoner Rock bezeichnet wird. Genau in dieser Ecke sind Cadillac anzusiedeln. Sie haben auf dem noch unbekannten Label Music Network voll ins Schwarze getroffen. Sie wollen nicht wissen vom neuen Motto „Quiet Is The New Loud“, ausgegeben von ihren norwegischren Landsmännern Kings Of Convenience.

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Granfaloon Bus: Exploded View

Ruhe und Besinnlichkeit sind Stimmungszustände, die nur zu gut zu dieser Jahreszeit passen. Da kommen uns die vier Zeitlupenmusiker aus San Francisco gerade Recht. Granfaloon Bus sind bekannt für ihre wunderschöne Untermalung unendlicher Weiten. Wo man auch hin schaut, man sieht nichts als dürre Landschaften. Doch in der Ferne erkennt man einen Salon und aus diesem dringt aufs Wesentliche reduzierte Country & Western-Musik an unsere Ohren.

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