Loreena McKennitt: Live In Paris And Toronto

Es gibt CDs die man nur begreift, wenn man sich auf den Boden legt, das Licht abdunkelt und sich ausschließlich auf die Musik konzentriert. Und jetzt kommt, was keiner vermutet hat: „Live In Paris And Toronto“ ist so eine Aufnahme! Selten treffen bei Live-Mitschnitten alle Faktoren so glücklich zusammen: Eine nahezu perfekte 8-köpfige Band, stimmige Songs, glasklarer Sound und eine spürbare Magie zwischen Künstlern und Publikum.

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Platypus: Ice Cycles

Wer seine Band „Schnabeltier“ nennt und ein zehnminütiges Rock-Epos in die Abschnitte „Yoko Ono“, „Yoko Two-No“ bis „Yoko Outro“ unterteilt, ist wahlweise hell wie ein Fläschchen Dunkelbier oder ein Freak. Für das Sideproject Platypus haben sich vor zwei Jahren die Freaks Ty Tabor (King´s X), John Myung (Dream Theater), Derek Sherinian (Ex-Dream Theater) und Rod Morgenstein (Dixie Dregs) zusammengefunden.

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Jedem seine Zeitschrift

„Für Leute mit langen Haaren, die gerne rülpsen, gibt es Rock Hard, für Briefmarkensammler den Oldie-Markt, für komplett Bekloppte die Monatsschrift spex, die Vorruheständler lesen den Rolling Stone, und Leute, die sich überhaupt nicht für Musik interessieren, kaufen den musikexpress.“

aus: Michael Rudolf: „Strictly verkehrt herum. Münchner Journalismus a la musikexpress/SOUNDS“ in Jürgen Roth/Klaus Bittermann [Hg]: „Journalismus als Eiertanz“ (Edition Tiamat, 1999)

Live: Wire

London, Royal Festival Hall, South Bank Centre, 26.2.2000

Gäste:
Immersion (Colin Newman/Malka Spigel)
He Said (Graham Lewis and Friends)
DJ x DJ (Seth Hodder/Daniel Miller)
Michael Clark

Seit 23 Jahren arbeiten Wire konsequent daran, ihr Publikum insoweit zu ‚erziehen‘, dass bloß niemand mit irgendeiner Art von Erwartungshaltung zu einem ihrer Konzerte kommt. So weigerten sie sich Ende der 70er Jahre konsequent, Songs aus bereits veröffentlichen Alben live zu spielen und präsentierten auf der Bühne durchweg neues Material. Nach drei hervorragenden Veröffentlichungen zwischen 1977 und 1979 inszenierte die Band ihr erstes vorläufiges Ende mit einem dadaistisch angehauchten Experimentalevent im Camden Electric Ballroom (als Konserve zu hören auf ‚Document and Eyewitness‘).

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Frl. Katjas Nähkästchen, Folge 16

Vor einigen Jahren machte ich Ferien in der Normandie. Ich war nie zuvor da gewesen, aber die kleinen Fachwerkhäuser und der mittelalterliche Charme der Straßen kamen mir erstaunlich bekannt vor. Ein Déjà Vu-Erlebnis, aber woher? Allmählich kam mir ein Jubiläums-Band der Peanuts in den Sinn, ein Making of-Buch, in dem Charles M. Schulz von seiner Stationierung in Frankreich erzählte, Mitte der 40er-Jahre mit der amerikanischen Armee. Über 30 Jahre später kehrte er nochmal zurück und fertigte eine Reihe von Skizzen, die er zum Abdruck freigab. Eben diese Zeichnungen hatten sich in meinem Unterbewußtsein festgefräst und nährten mein Normandie-Bild, noch bevor ich die Gegend überhaupt kennenlernte.

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Phil Shöenfelt & Southern Cross: Dead Flowers For Alice

Was macht ein englischer Musiker in Prag? Im besten Fall sucht er sich eine fähige Band zusammen, saugt die geheimnisvolle Seite der Stadt in sich auf und produziert ein außergewöhnliches Album. Schon der Titel „Dead Flowers For Alice“ deutet nicht gerade auf ein Frohsinn geschwängertes Werk hin und erfüllt diese Vermutung mit einem wohligen Schauer.

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Marylin Manson: The Last Tour On Earth

Marylin Manson is Marylin Manson, denn er ist und bleibt ein Spinner vor dem Herrn. Aber auch ein Mann mit einem Plan im Kopf. Er weiß wie er sich verhalten muß, um im Rampenlicht nicht zu schnell wie eine Motte zu verglühen, die nachts zu dicht an eine Lampe geflogen ist. Sein Image ist mittlerweile nervig. Vielen geht er mit seinem Pseudo-Psychopaten-Image auf den Keks. Mit Recht.

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Tied & Tickled Trio: EA1 EA2

Sie sind verspannt? Die vielen Feiertage haben ihre Spuren an ihrem Gemüt und in ihrem Körper hinterlassen? So, so, sie sehnen sich nach Erholung? Urlaub wäre gut? Aha, aber genügend Geld haben sie natürlich nicht dafür. Hm. Da hätte ich eine Idee. Wie wäre es mit einer Schallplatte, die Ende November auf den Markt kam und dank ihrer erholsam wirkenden und beruhigenden Musik Balsam für den Geist ist.

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Stone Temple Pilots: No. 4

Es hat lange gedauert und eigentlich hat wirklich niemand mehr daran geglaubt, dass die Stone Temple Pilots ein weiteres Album mit ihrem bisherigen Sänger Scott Weiland zustande bringen würden. Schließlich war er öfter in der Reha-Klinik und im Gerichtssaal, denn im Studio oder im Proberaum. Und dann nicht zu vergessen sein drogengeschwängerstes Solo-Album, das einem wie kalter Schauer den Rücken runterlief.

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Marylin Manson: The Last Tour On Earth

Marylin Manson is Marylin Manson, denn er ist und bleibt ein Spinner vor dem Herrn. Aber auch ein Mann mit einem Plan im Kopf. Er weiß wie er sich verhalten muß, um im Rampenlicht nicht zu schnell wie eine Motte zu verglühen, die nachts zu dicht an eine Lampe geflogen ist. Sein Image ist mittlerweile nervig. Vielen geht er mit seinem Pseudo-Psychopaten-Image auf den Keks. Mit Recht.

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The Dust Brothers: Fight Club OST

„Fight Club“ ist für mich einer der Filme des Jahres, sieht man einmal von dem etwas überzogenem Ende des Gewalttrips ab. An der Stelle machte „The Sixth Sense“ deutlich mehr Sinn und Verstand. Zu einem guten Film gehört ein guter Soundtrack. Da Klassik weniger zu diesem Szenario gepaßt hätte und Songs verschiedener Bands vielleicht der Stimmung wenig unterstützend zur Seite gestanden hätten, durfte das Produzenten-Duo The Dust Brothers alias Michael Simpson und John King an einer musikalischen Untermalung des Anarcho-Streifens basteln.

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