Krimiklassiker?

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Was ist was im Krimiland? Wartet nicht auf den großen Erklärer! Erklärt es euch selbst! Die Weisheit des Krimivolkes ist schier grenzenlos, die Summe seiner Meinungen nähert sich der Wahrheit wie eine Parabel dem Nullpunkt! – Ab sofort werden hier in loser Folge wichtige Fragen der Krimitheorie gestellt – und IHR sollt sie beantworten! Aus den Antworten wird sodann ein „Krimi-Volkslexikon“ fabriziert. Beginnen wir heute mit der Frage: Was sind eigentlich Krimiklassiker?

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Niederschlag und andere Höhenflüge

Neues aus dem spannungsliterarischen Vatikan, wo bekanntlich nur Samstags gearbeitet wird. Beim „Titel-Magazin“ beginnt Godfather Thomas Wörtche mit dem seriellen Klassiker-Check. Schon aus Namensgründen macht →Ross Thomas (sic!) den Anfang. Klassisch auch die Hörbuch-Rezension von Tina Manske, →„Edgar Allan Poes Meistererzähler“. „Hammett“-Chef Christian Koch empfiehlt →„Schwarzer Sommer“ von Camilla Way und Papstkandidat dpr →„Niederschlag“ von Garry Disher. Ein kriminell gutes Gedicht gibt es auch. Diesmal nicht von Frank Wedekind, sondern von Friedrich Torberg. Heißt aber →„Wedekind“ und ist vier Zeilen lang.

Ernst Solèr gestorben

Aktuell von der Webseite des →Grafitverlags:

Der Verlag trauert um seinen Autor Ernst Solèr, der an diesem Mittwoch im 49. Lebensjahr an den Folgen einer tückischen Krankheit verstorben ist. Die Arbeit an seiner Krimiserie um den sympathischen Zürcher Polizeihauptmann Fred Staub gab ihm in den letzten Lebensjahren Motivation und Lebensmut. Doch die Krankheit konnte er nicht besiegen. Wir haben mit Ernst Solèr einen wunderbaren Menschen und vortrefflichen Autor verloren. Sein literarisches Vermächtnis, der Roman »Staub im Paradies«, wird im Frühjahr 2009 bei Grafit erscheinen.

War ein →guter, solider Autor.

Vorteil der Blogfreiheit

Doch, ich mag das sehr. Man hat eine Idee, wählt „New Entry“, hämmert die Idee in den Blog – pro Din A4-Seite dauert das durchschnittlich und abhängig vom Ideenfluss ca. 10 bis 30 Minuten -, wählt „publish“ – und papplischt. Seit ich aber die Rezensionen nicht mehr nach dieser Methode herstelle, sondern mir für die allmonatliche Veröffentlichung als PDF-Dokument Zeit lassen kann, weiß ich auch dieses verzögerte Arbeiten wieder zu schätzen.

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Von den Profis lernen -1-

Bevor der ambitionierte Leser, die ambitionierte LeserIn an den →obskuren und einschläfernden Tipps des Herrn M. bleibenden Schaden nimmt, erklärt wtd ab sofort und in loser Folge auf streng wissenschaftlicher Grundlage, wie man artgerechte Rezensionen verfasst. Wir analysieren die Arbeit der Profis in einer jedermann verständlichen Art, wir zeigen, worauf es ankommt und wie man – binnen weniger Jahre! – eine schöne Karriere als Krimirezensent / Krimirezensent in einem Qualitätsmedium einschlagen kann. Heute: Kolja Mensing und seine →Besprechung von Colin Cotterills „Dr. Siri und seine Toten“.

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Oops, he did it again!

Jetzt hat ers schon wieder getan. Der Wörtche. Was →veröffentlicht. Über Krimis. So afrikanische und so. Aber ich les das nicht. Diesmal nicht. Bin doch nicht blöd. Er wird wieder alle beleidigen. Und sein Wissen raushängen lassen. Auch noch als PDF. Das wird Georg gar nicht gefallen. Und die Alligatorpapiere müssen auch noch drauf hinweisen. Weg mit den Alligatorpapieren! Lest ihr mal. Sagt er was gegen Blogger? Dann zisch ich ihm nämlich eine rein…

Gute alte Zeit

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Nehmen wir für eine Weile Abstand von der turbulenten Jetztzeit und ihren hitzigen Diskussionen. Wenden wir uns zurück in die gute alte Zeit, als sich feingeistige Germanisten in den Blogs des Kaiserreiches noch über neueste Strategien gegen die Syphilis unterhielten und ein Ballsaal keine Squashhalle war. Lesen wir „Mord im Ballsaal“ von Matthias Blank, 1909 erschienen und endlich in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ zu haben. Ahhhh – das tut gut – das ist Retro…

Berufsbild: Krimirezensent

Traumberuf Krimirezensent! All die dicken Bücherpakete, die einem der treulich seinen tariflichen Mindestlohn ablatschende Postbote schwitzend ins Haus bringt! Kostenlos! Und die Kugelschreiber zu Weihnachten! Die Taschenkalender! Anlässlich der Buchmesse gibt’s gratis lauwarmen Kaffee, der Verleger kotaut, als wärs eine Übung in der Muckibude, und die blutjunge Praktikantin – natürlich eine blonde Germanistikstudentin! – hängt einem bewundernd an den Lippen und spielt versonnen mit dem Schlüssel zu ihrem Hotelzimmer. Ja! Traumberuf!

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Vorläufiges aus der Zwischenzeit

Die Zukunft der Krimikritik ist digital und liegt im Internet. Ja. Nein. Eventuell. Aber ganz anders. Jedenfalls: Der kalte, weil niemals erklärte Krieg zwischen den Parteien hat längst begonnen. Voila, die Frontlinien in diesem Stellungskrieg: Hier die „Professionellen“; Journalisten, manche mit literaturwissenschaftlichem Hintergrund, manche nur im Gewerbe, weil sie „auch Krimis“ lesen. Sie schreiben für Geld, und das ist völlig in Ordnung. Dort die „Dilettanten“ in Schopenhauerscher Definition. Liebhaber, die um des geliebten Gegenstands willen schreiben, nicht für den schnöden Mammon, der durch andere Tätigkeiten in die Haushaltskasse fließen muss.

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Iain McDowall: Der perfekte Tod

Seit kurzem bin ich ja auf Bewährung beim „Titel-Magazin“, wo Thomas „Zielgruppenschreck“ Wörtche den Samstag-Krimitag verantwortet. Für mich ist das wichtig, denn hier locken Rum und Ähre, also Schnaps und Korn. Aber: Wenn meine Rezensionen nicht wenigstens 10.000 Mal angeklickt werden, krieg ich die Kündigung. Also: Bitte lesen Sie dringend meine Besprechung von Iain McDowalls →„Der perfekteTod“. Lesen Sie dazu die →Pieke-Biermann-Rezi, hervorragend angefertigt vom Bruder Ulrike Nollers. Und auch gleich →das Interview dazu. Und etwas zu Jenny Silers →„Portugiesische Eröffnung“. Und zu →„Weiße Nächte“ von Rainer Gross. Und ein →Krimigedicht von Frank „Tantenmörder“ Wedekind. — Also lesen! Holt mich endlich aus meinem Bloggerelend!

Zielgruppe

„Was hilft, viele Bücher zu verkaufen?“ Weiß ich doch auch nicht. Aber ER weiß es: TW, der Noch-aber-nicht-mehr-lange-Krimipapst. Sein launiger, für das Sommerheft der „Buchkultur“ geschriebener Aufsatz über Zielgruppen und, unter anderem, auch Blogger, kann jetzt bei →Kaliber .38 eingesehen werden.

Böser Verdacht

Ich mag Frauen. Sie sind anders. Nicht so langweilig wie Männer. Riechen besser. Meistens. Können auch mal zuhören. Sind sensibler. – Also: Ich liebe Frauen. Nur: Warum bringe ich sie dann um?
Weil sie nicht rechnen können? Einmal im Monat schlecht drauf sind? – Kaum. Aber es ist so. In „Menschenfreunde“ stirbt – eine Frau. Auch in den drei stilistisch und dramaturgisch höchst unterschiedlichen Konzepten für den Nachfolgeroman muss jeweils eine Frau dran glauben. Ich bin entsetzt.

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Der Ernst des Lesens

Drei schöne lange Jahre lang konnten wir unseren Rezensenten-Azubi Jochen König vor den Fallstricken des Daseins, dem Morast des Alltags, der Verludertheit des Menschen schützen. Er hat etwas gelernt (manchmal), er hat die Segnungen des Rezensionsreservats wtd (Whirlpool, freie alkoholische Getränke, Zwangspraktikantinnen) genutzt (ständig) – doch jetzt, nach bestandener Prüfung („befriedigend“) weht ihm der Wind der Welt um die Ohren; und siehe: es ist ein stürmischer.

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Verfügbar

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Obiges Produkt ist verfügbar. Beim Verlag. Nicht bei mir, meine Autorenexemplare müssen den ganzen weiten Weg von Berlin zu Fuß zurücklegen. Rezensionsexemplare gehen hoffentlich auch bald raus (nicht zu Fuß), Kaufexemplare gibts beim →Verlag, bei der freundlichen Buchhändlerin, dem freundlichen Buchhändler um die Ecke oder im großen Internethandel. Georg? Lesebefehl erteilen!

Nachtrag: Ich sehe gerade, dass euch der Verlag auch eine umfangreiche Leseprobe spendiert.

van de Wetering +

Eigentlich wollte ich euch die Nachricht, dass ich morgen unterwegs bin und nicht bloggen kann, als eine „traurige“ verkaufen. Und muss dafür eine wirklich traurige bekanntgeben: Janwillem van de Wetering ist am 4. Juli im Alter von 77 Jahren in Maine, USA gestorben.

Neu bei den Glorreichen Sieben

Seit neuestem gibt der Blogger kund, welche sieben Werke der Kriminalliteratur ihm im laufenden Kalenderjahr am besten gemundet haben. Jetzt wird es Zeit, die Liste (in der rechten Leiste, wenn man den Beitrag anklickt) ein wenig zu aktualisieren. Was nicht heißt, dass die Ausgestoßenen des Lesens nicht mehr wert wären. Aber ab und zu muss was Neues rein.

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Weichgekochtes

Hard Case Crime? Interessiert mich nur am Rande. Ich kenne bisher nur die ersten drei erschienenen Bände der deutschen Reihe und die nicht einmal vollständig. Neben dem netten Block gibt es da einen höchst überflüssigen Bruen / Starr und einen Guthrie, den ich angelesen, dann aber zugunsten wichtigerer Lektüre beiseite gelegt habe. Auch über die Lizenzpolitik bei Rotbuch vermag ich, da kein Insider, nichts Erhellendes zu sagen. Und die Cover? Je nun, es gibt gewiss Grauenvolleres, was aber kein Argument pro und contra sein kann.

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Klarstellungen

Unvorstellbare Szenen vor deutschen Bahnhofsbuchhandlungen. Verzweifelte Krimifans bedrängen noch verzweifeltere Verkäuferinnen und verlangen nach „wtd – die Krimizeitschrift“. Gibt’s aber nicht. Kein Hochglanz, keine erbauliche Zwischendurchlektüre beim Warten auf die Straßenbahn.

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