Kaizers Orchestra: Evig Pint

Exoten haben’s nicht leicht. Da definieren sie mal fluchs ein eigenes Genre und laufen dann Gefahr, schnell zu langweilen, weil sie in ihrem Korsett gefangen sind. Obwohl diese Gefahr bei Kaizers Orchestra latent mitschwingt, ist ihr Zweitwerk „Evig Pint“ ein Befreiungsschlag in die richtige Richtung.

Die norwegische Düsterpolka bildet zwar immer noch die Basis, aber „Evig Pint“ ist um einiges rockiger ausgefallen als das skurrile Debüt „Ompa til du dor“. Zwölff verzweifelte, wütende Abgesänge auf das Leben, die sich mit allerlei Obsessionen befassen, von denen man eigentlich weiß, dass sie den Menschen nicht gut tun. Gepaart mit einem verschmitzten Augenzwinkern gehören Kaizers Orchestra zu den wenigen Bands, die gleich gut zu einem Begräbnis oder Besäufnis passen.

Kaizers Orchestra: Evig Pint
Pias / Rough Trade
www.kaizers.no

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