Okkervil River: Black Sheep Boy

Laut ‚Yippie‘ möchte man rufen, bei solch großartigen Alben. Wobei ‚Yippie‘ trotz eines klar erkennbaren Countryeinschlags nicht passen will. Okkervil River spielen skurrilen Indierock, der stimmlich mehr als einmal an Bright Eyes erinnert, aber Mastermind und Sänger Will Sheff gibt auch gerne den Robert Smith.

Mit Will Oldham gibt es noch eine dritte klangliche Referenz, die klar macht, dass Okkervil River eine total lustige Truppe mit Surfersongs sind. Nein, hier wird gelitten und mit melancholischen Trompeten die Tiefe des Raumes ausgelotet. Die elf Songs erzählen – basierend auf dem namensgebenden Song von Tim Hardin – die Geschichte des Black Sheep Boy und gefallen mit üppigen Arrangements und einer Melancholie, die sich an vielen Stellen ein Augenzwinkern nicht verkneifen kann. Ein, zwei Belanglosigkeiten sind dabei, die werden aber von den Highlights einfach überrannt.

Ursprünglich schon im vergangenen Jahr erschienen, gibt es jetzt zum erneuten Release über Virgin eine EP mit acht Songs und zwei Videos obendrauf, die unter dem passenden Titel „Appendix“ die Begeisterung noch ausdehnt. Yippie!

Okkervil River
Black Sheep Boy (2CD)
Jajaguwar/Virgin/EMI
VÖ: 28.4.2006

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