Christina Lux: Coming Home At Last

Die Plattenfirma gibt auf dem Backcover die Empfehlung gleich mit: ‚File under: new adult contemporary‘. Das klingt für mich immer noch wie ein Genre, für das ich nicht die Zielgruppe sein möchte. Aber wenn es bedeutet, dass Musiker ihre Instrumente beherrschen, sich auf den Song konzentrieren und auf Langfristigkeit statt auf den kurzen Knall setzen, dann beschreibt das die neue CD von Christina Lux recht gut.

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Arctic Monkeys: Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not

Irgendwie haben die Briten einen Ehrgeiz entwickelt, dass die Hypes, die sie über den Kanal blasen, auch einer langfristigen Prüfung standhalten. Da man vor ein paar Jahren bereits nach der zweiten Kopie abwinken konnte, wartet man jetzt auch auf ‚the next big thing‘, das vielleicht doch nicht so großartig ist. Die Arctic Monkeys fallen diesem Urteil mit Sicherheit noch nicht zum Opfer — die vier Bübelchen stehen chronologisch zwar in der langen Reihe hinter Franz Ferdinand, Bloc Party, Maxïmo Park und Co., punkten aber mit jugendlichem Drang nach vorne.

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Dirk Michael Mitters Lieblingsalben 2005

Dredg: Catch Without Arms
X-mal gehört, ohne Abnutzungserscheinungen festzustellen. Extra-Nachtisch für den Drummer, bitte

…And You Will Know Us By The Trail Of Dead: Worlds Apart
Keine Gefangenen und die einzige Schlacht, die an Ballett erinnert
Ben Folds: Songs For Silverman

Wieder bei der Triobesetzung angekommen, ist „Songs For Silverman“ so ziemlich das Cleverste, was man aus Klavier-Pop machen kann

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Ben Lee: Awake Is The New Sleep

Mal wieder eine Platte, die das gefährliche Adjektiv ’nett‘ umschiffen muss ohne an dieser zweideutigen Klippe zu zerschellen. Bis „Awake Is The New Sleep“ nett wird, nervt das Album aber erstmal kolossal.
Der Opener „Whatever It Is“ liegt mit seinen ständigen Wortwiederholungen schwer in den Ohren und will auch nach mehreren Anläufen nicht wirklich an mich gehen. Danach wird’s dann aber nett und der Australier Ben Lee gibt eine kleine Vorstellung davon, warum seine Heimat so verzückt von ihm ist. Häufig ist sein melodiebesessener Folk-Pop zwar etwas zahm geraten, was aber eine herzzerreißende Hingabe wieder ausgleicht.

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