3 Doors Down: The Better Life

Die Radiostationen und deren Zuhörer in den USA sind musikalisch leicht zu beglücken. Mit einer Mischung aus Matchbox Twenty, Creed und Tonic kann man nicht viel falsch machen. Wenn’s besonders gut läuft, dann ist man die erste Combo, die gleichzeitig bei vier Charts-Formaten No. 1 ist. So geschehen bei dem Quartett 3 Doors Down. Die Single „Kryptonite“ schlug in den USA ein wie ein Becker-As.

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Avail: One Wrench

Ich geb‘ zu, auf den ersten Blick haben Avail und Frankie Goes To Hollywood nicht viel gemeinsam. Außer, dass sich beide Bands den Luxus erlauben, einen „Tänzer“ in ihren Reihen zu haben. Bei FGTH war das Paul Rutherford, der hauptsächlich darauf achten musste, dass sein Ledermützchen nicht verrutscht. Bei Avail ist das Beau Beau; wahrscheinlich der einzige Go-Go-Tänzer und Background-Sänger einer Punk-Band.

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Slobberbone: Everything You Thought Was Right Was Wrong Today

Die texanische Band Slobberbone sind Könige des Arrangements. Der Opener „Meltdown“ ist schon als ’nackiger‘ Song ein Brett, aber was die vier Jungs daraus machen, ist sensationell. Neben dem üblichen Instrumentarium schiebt sich noch Geige und Akkordeon unter die Gitarre, kämpfen eine Mandoline und ein Banjo mit der rauchigen Stimme von Brent Best. Der zweite Song „Placement Blues“ rockt dann straight los und überrascht mit fetten Bläsern. So marschiert das Quartett durch zehn weitere Songs, die durch die Kompositionen glänzen und den Begriff ‚Langeweile‘ durch die stimmigen Arrangements noch nicht mal erahnen lassen.

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Spock’s Beard: V

Es ist immer das Selbe: Kaum veröffentlichen Spock’s Beard ein neues Album, betonen alle Journalisten dieser Welt gebetsmühlenartig die Klasse dieser Band. Jetzt ist es mal wieder so weit – kniet nieder vor den Prog-Göttern. Wer sich nicht sicher war, wie das Quintett „Day For Night“ noch toppen wollte, bekommt mit „V“ die Antwort: Komplex, ideenreich melodisch und wirklich progressiv ohne ausgelatschten Tonfolgen hinterherzuhecheln.

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Glassjaw: Everything You Ever Wanted To Know About Silence

In den Special Thanks von Sänger Daryl Palumbo steht der symptomatische Satz „Fuck everyone who looked for the hook“. Da gibt es bei Glassjaw nicht viel zu gucken. Das Album erinnert an eine Kneipenschlägerei, bei der es dazu gehört, sich unvermittelt in den Arm zu nehmen, die Jacke abzuklopfen, um dann ebenso überraschend dem Anderen wieder eins auf die Zwölf zu geben. Fernab jeden Wohlklangs prügelt das Quintett seine Song heraus, um dann sehr überraschend und flüssig in melodische Parts zu wechseln. Die sind aber im Regelfall sehr kurz.

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The Amazing Crowns: Royal

Twäng – das hier ist Rock’n’Roll. Und The Amazing Crowns leben und zelebrieren ihn so, wie ihn besorgte Eltern in den 50er Jahren gesehen haben: Roh, verschwitzt, rebellisch und sündig. Mit einem Schuss Rockabilly und Swing hat das US-Quartett den Rückwärtsgang eingelegt und huldigt den alten Meistern. Dabei werden sie nicht müde zu erwähnen, was sie für böse Buben sind, die sich am liebsten mit Mädels, Glücksspiel und Sex beschäftigen. Geregelte Arbeitszeiten, Eigenheim und Ehefrauen kommen in den Texten auch vor, aber da ist der Zusammenhang ein anderer….

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Planet X: Universe

Keyboarder bei Dream Theater ist kein sehr sicherer Job. Der Eine ging freiwillig, dem Anderen wurde nahe gelegt, seinen Platz hinter den Tasten zu räumen. Der Erste ist Kevin Moore, der mit seinem Projekt Chroma Key bereits sein zweites Album („You Go Now“) veröffentlicht. Der Zweite ist Derek Sherinian, der nach seiner Arbeit mit Platypus nun seine eigenen Band ins Leben gerufen hat. Bei Planet X wird er unterstützt von Drummer Virgil Donati und Gitarrist Tony MacAlpine. Dabei herausgekommen ist ein etwas anstrengendes Instrumentalalbum mit 11 Titeln.

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Terry Radigan: Terry Radigan

Mit dem ersten Lied „My Love Is Real“ scheint das Genre schon sicher: Terry Radigan ist ein „Nashville Girl“. Dieser Eindruck kann sich noch mühsam bis zum dritten Lied halten, um dann Song für Song widerlegt zu werden. Ihr Wurzeln sind zwar hörbar im Folk und Country, aber durch einfallsreiche Arrangements und überraschende Sounds erweitert die Multiinstrumentalistin ihr Spektrum beachtlich.

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King´s X: Please Come Home…Mr. Bulbous


King´s X gehören zu einer handvoll Bands, deren Name zum Synonym eines ganz eigenen Stils, bzw. Sounds wurde. Die Texaner wurzeln vom Beginn ihrer Karriere im harten Rock, gepaart mit unglaublich guten Harmoniegesängen. Als King´s X 1988 ihr Debüt „Out Of The Silent Planet“ veröffentlichten, waren sie mit ihrem kantigen Sound und den verschachtelten Harmonien der musikalischen Zeit weit voraus.

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The Awesome Machine: …It’s Ugly Or Nothing

Schwarzes edles Cover mit Gold-Schrift – rein äußerlich könnte auf der CD fast alles sein. Dass sich hinter der dezenten Fassade „dreckiger Rock“ versteckt, erwartet man eigentlich nicht, man ahnt es nur, wenn man bemerkt, dass das Label eigentlich „I used to fuck people like you in prison“ heißt. The Awesome Machine machen Stoner-Rock und legen hart und düster los.

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