Rest der Welt

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Deutschsprachige Krimis – und der Rest der Welt. Das geht unseren hiesigen AutorInnen doch runter wie Butter, oder? Einige der Highlights des Krimiimportjahres 2005 – aber eben nicht nur. Auch noch nicht übersetzte Werke werden vorgestellt, Autoren porträtiert und befragt. Und David Peace, frisch gekürter Krimipreisträger, schreibt selbst. Hier die Einzelheiten.

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Smarf schreibt einen Krimi

Ich mag Smarf, weil er offensichtlich Anobella nicht mag. Soll nicht heißen, dass ICH Anobella nicht mag. Aber offensichtlich Leute, die Anobella nicht mögen. Hm. Jedenfalls: Seit kurzem schreibt Smarf auch einen →Krimi . Peu à peu. Soll nicht heißen, dass ich den jetzt gelesen hätte. Aber man kann natürlich. Sogar →Anobella liest ihn, obwohl sie Smarf, der sie ja nicht mag, wahrscheinlich auch nicht mag.

Gewinnspiel

Hm, das soll jetzt nicht die Regel werden. Aber mir ist eine Doublette von Karl Brauns „Mordgeschichten“ (1875) zugelaufen, für die jetzt ein neues Herrchen oder Frauchen gesucht wird. Nichts für Anfänger, also muss eine gaaaanz schwere Frage beantwortet werden. Nämlich die: Er wurde von einem berühmten Poeten erstmals ins Französische übersetzt. Nennen Sie eine Geschichte von ihm, in der Kannibalismus praktiziert wird. Wer als erster die richtige Antwort in den Kommentar postet und eine valide Emailadresse angegeben hat, ist lucky winner.

Deutscher Krimipreis 2006

Gerade →via Alligatorpapiere reingekommen: Die Preisträger des Deutschen Krimipreises 2006! Besonders der 1. Rang von Norbert Horst in der nationalen Kategorie freut mich. Heinrich Steinfest macht den zweiten, A.P. geht diesmal leer aus, müssen auch mal andere ran. Schorlau fange ich morgen an zu lesen, also noch kein Urteil. David Peace „1974“ dominiert die internationale Kategorie, keine Überraschung. Deon Meyer als Zweiter und Arne Dahl als Dritter: auch nicht unbedingt. Pech für Fred Vargas, wie denn heuer Damen schlechte Karten hatten. Was aber sicher Zufall ist. Summa: Doch, doch, gut gewählt.

Die deutschsprachige Abteilung

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Das Krimijahrbuch 2006 trennt deutschsprachige von übersetzten (und noch nicht übersetzten) Krimis. Das ist keine Extrawurst und schon gar nicht Ausdruck einer Geringschätzung deutschsprachiger Werke. Aber das verdichtete Bild einer „Szene“ können wir natürlich nur für das Einheimische versuchen, nicht für USA, Großbritannien und andere Hochburgen der Krimikunst. Was den Leser an Betrachtungen zum deutschsprachigen Krimi erwartet, kann man jetzt offiziell nachlesen.

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Jetzt – nichts

Der ja hier und andernorts schon genügend mitgeteilte Werbefeldzug der Süddeutschen Zeitung für die Kriminalbibliothek der Süddeutschen Zeitung in der Süddeutschen Zeitung hat auch in → JETZT , dem, na was eigentlich, Kulturmagazin der Süddeutschen Zeitung ihre Spuren hinterlassen. Gott sei gelobt muss man nur die ersten Sätze lesen, um mit dem Lesen wieder aufhören zu dürfen.

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Sexblog?

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Dass wir das sind, könnte man meinen, liest man sich durch die Liste der von lüsternen Lesern eingegebenen Google-Suchbegriffe, die auch auf diesen seriösen Krimiblog hier verweisen. Beispiele von heute: „das erste mal einem Jungen einen runterholen“ – „knieende Frauen“ – „Penis abgeschnitten“. Daraus könnte man glatt einen Porno-Kurzkrimi machen! Google, ick liebe dir!

Christian von Ditfurth: Das Luxemburg-Komplott

Am 15. Januar 1919 ermorden Mitglieder eines Freikorps Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Führer des Spartakusbundes, und schlagen damit endgültig den gemeinsam von Spartakisten und der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) initiierten „Januaraufstand“ nieder. Das sind die historischen Fakten. Was aber wäre geschehen, hätte man Luxemburg und Liebknecht freigelassen und die Revolution gesiegt? Das ist die Fiktion, aus der Christian von Ditfurth einen bemerkenswerten Politthriller gemacht hat.

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Rezensionen 10/05 – 12/05

Und hier der Rest von 2005. 33 blitzsaubere Rezensionen, davon 11 zu deutschsprachigen Titeln, 8 zu von Frauen verfassten. Das kann nur besser werden im nächsten Jahr, unser Beauftragter gegen Deutschkrimi- und Frauenbenachteiligung steht mir schon auf den Zehen. Bei Gelegenheit gibt es eine Jahresliste aller Rezensionen der fleißigen Mannschaft dieses Blogs.

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Krimi-Irrtümer

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Korsetts mögen ja ihren Reiz haben. Krimis allerdings sehen darin eher gedrückt in die Landschaft. Also schnüren wir das Mieder ein wenig auf. Krimi-Irrtümer eins bis fünf.
Irrtum 1: Ein Krimi muss mit dem Verbrechen beginnen (Mord!) und dieses Verbrechen (Mord!) bis zum Ende des Romans aufgeklärt haben.

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Noch unübersetzt

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Das „Krimijahrbuch 2006“ soll dokumentieren, was uns hierzulande an einheimischer und auswärtiger Spannungsware erreicht hat. Es wird weder die amerikanische noch die englische noch irgend eine andere „Szene“ ausführlich beleuchten können. Wie auch. Es ist ein Buch für deutschsprachige Leser von deutschsprachigen Kritikern und Autoren. Aber wie es sich für ein gutes Buch gehört, gibt es Ausnahmen.

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