Happyend

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Dass auch im harten Krimigeschäft etwas ein gutes Ende nehmen kann, ist heute zu berichten. Der →an dieser Stelle freudig begrüßte Roman „Tod in Arkadien“ von Jens Luckwaldt, letztes Jahr als „book on demand“ erschienen, kann ab sofort als Buch in einem „richtigen Verlag“ erworben werden. Schön so. Da verzeiht man dem Verlag auch die etwas euphorische Werbung, Luckwaldt sei „der neue Stern am Himmel des historischen Kriminalromans“.

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Kapitel XVIII

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Was bisher geschah: Wickius und Claudine Schrunz sind zurück in Deutschland, nachdem sie auf der künstlichen Insel IDIOT in der Südsee aufgeräumt und sämtliche Krimischaffenden dort quasi vernichten haben. Sie retten dpr aus Seenot und verhören ihn streng. Hier nun die von ihm selbst schriftlich fixierte Aussage…

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Pieke geht ins Radio

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Eigentlich läuft das ja so: La Biermann geht an ORTE zu MENSCHEN und findet KRIMINALITÄT. Dann geht sie zum Radio und macht eine Sendung draus, die das RBBinfoRADIO 93,1 ausstrahlt. Diesmal läuft es anders. Pieke geht zum Radio (Ort), findet einen Menschen (Hans Sedlmayr) und befragt ihn zu seinem Beruf, der auch etwas mit Kriminalität zu tun hat. Hans Sedlymair ist nämlich Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma und arbeitet im HdR (Haus des Rundfunks). Tja, und wenn sie genug gefragt und geguckt hat, geht sie in die Kantine, schreibt ihren Text, geht ins Studio und nimmt ihn auf. Damit wir ihn am 15. September 2007 um 11:45 Uhr hören können. Oder die Wiederholungen um 19:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 Uhr und 5:45 Uhr. Oder podcasten. Sie wissen ja inzwischen, wo man hinklicken muss.

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Hannelore Cayre: Der Lumpenadvokat

Maitre Christophe Leibowitz-Berthier sitzt in der Klemme und freut sich drüber. Er hat einem Mörder zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen, das ihn nun bis auf weiteres selbst beherbergt, während auf einem Schweizer Nummernkonto 2 Millionen Euro auf den abwegigen Advokaten warten. Das Honorar für die Fluchthilfe sei ihm gegönnt, denn unser Maitre hat als Pflichtverteidiger osteuropäischer Luden und nordafrikanischer Kleindealer bisher nur die Brosamen vom üppig gedeckten Tisch des Justizsapparates abgreifen können. Aber natürlich gibt es eine kleine Komplikation. Der Auftraggeber will den Maitre aus Rachegründen um die Ecke bringen. Gottseidank gelingt das nicht, denn Leibowitz-Berthier ist ein rechter Schelm.

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Autopsie der dünnen Krimis -1-

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Es mag Zufall sein, dass meine Krimilektüre der letzten Wochen vorwiegend aus sogenannten „dünnen Romanen“ bestand, zwischen 149 und knappen 220 Seiten stark. Dass mir die vier Werke ausnahmslos zusagten, ist wohl ebenfalls Zufall, denn die Aussage, ein dünner Krimi sei zugleich ein gelungener Krimi, taugt natürlich ebenso wenig zur ernsthaften These wie die Mutmaßung, mit der Zunahme der Seitenzahl nehme die Qualität eines Werkes ab. Aber betrachten wir uns die „Dünnen“ etwas genauer.
Es sind die folgenden: Hannelore Cayre, „Der Lumpenadvokat“ (149 Seiten, Besprechung folgt), James Sallis, →„Driver“ (159), Mechtild Borrmann, →„Morgen ist der Tag nach gestern“ (222) sowie Joe R. Lansdale →Rumble Tumble“ (218).

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Suarez: Auslosung!

Unendliche Spannung! Sechs Menschen kauen an den Fingernägeln. Sie alle haben die Fragen richtig beantwortet (bürgerlicher Name: Robin Cook, Pseudonym, weil ein Robin Cook schon als Krimiautor tätig war) und stehen jetzt in einer willkürlich zusammengestellten Liste, von 1 bis 6 durchnummeriert. Also weder chronologisch noch alphabetisch. So. Und nun bitte ich Redaktionsfee Anobella, eine beliebige Zahl zwischen 1 und 6 zu nennen. Fräulein Anobella, hören Sie mich? Nennen Sie bitte eine Zahl! Hinternet-Notar U.N. Bestechlich überwacht den Vorgang… Sobald das Fräuleinchen gepostet hat, nenne ich den glückliche Gewinner, die glückliche Gewinnerin…

Wer will Dora Suarez?

Vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle ein Exemplar von Derek Raymonds „Ich war Dora Suarez“ gesucht. Händeringend. Jetzt habe ich drei. Einmal die Pulp Master – Ausgabe, zweimal die aus der Black Lizard – Reihe. Letztere für lau. Und weil viele, viele andere „Dora Suarez“ händeringend suchen, verlose ich eines der beiden Black Lizard – Exemplare. Wer’s haben möchte, schicke mir bitte bis heute Nacht 24 Uhr →eine Mail und beantworte folgende Fragen: Wie lautet Raymonds bürgerlicher Name? Aus welchem (naheliegenden) Grund griff er zum Pseudonym? Morgen wird FRAU ANOBELLA (schöner denn je!) den glücklichen Gewinner, die glückliche Gewinnerin ermitteln (alle richtigen AntworterInnen werden durchnummeriert, Frau A. nennt dann eine Zahl – und schon haben wir’s!).

Kapitel XVII

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Was bisher geschah: IDIOT, die künstliche Südseeinsel, auf der das deutsche Krimischaffen trainiert und erneuert werden sollte, ist untergegangen. Wickius und Claudine Schrunz treiben in einem Schlauchboot auf dem Pazifik und haben mehr oder weniger guten Sex. Dpr ist offensichtlich auch entkommen, Ludger Menke leider nicht. Die Beller hat gerade den Inhalt der Flaschenpost, die Wickius zwischen den Akten ins Meer geworfen hat, gelesen und ist sauer. Da klingelt es an der Tür…

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KJB 2008 – Stand der Dinge

As usual: Auch 2008 gibt es ein Krimijahrbuch. NOT as usual: ein paar Neuerungen zur Steigerung von Absatz und Qualität.
Bisher: Die 2006 und 2007 erschienenen KJB hatten rund 320 resp. 340 Seiten. Preis: 20 €.
2008: Das Buch wird etwas abgespeckt erscheinen (ca. 220 Seiten) und dafür entsprechend weniger kosten (wieviel? Fragen Sie den Verleger). Wir wollen einfach mal ausprobieren, ob über einen etwas niedrigeren Preis die Absatzzahlen gesteigert werden können.

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Driver, zweiter Gang

Eine ebenso mitleidige wie filmkundige Seele hat mich (mitleidlos, filmunkundig) auf eine gewisse inhaltliche Ähnlichkeit des Sallis-Buchs mit Walter Hills Film „The Driver“ von 1978 hingewiesen. Nun kenne ich den Film, wie gesagt, nicht. Doch was ich darüber lesen konnte, bestätigt die Vermutung meines Tippgebers – und ist dennoch weit davon entfernt, another Tannöd-Case zu werden…

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James Sallis: Driver

Ein Mann macht seinen Job. Etwas geht dabei schief. Der Mann gerät in Schwierigkeiten. Er räumt sie aus dem Weg. Ende der Geschichte. Nun ja, denkt man, einhundertsechzig Seiten, was will uns der Autor da schon großartig erzählen. Heißt der Autor der Geschichte allerdings James Sallis, werden selbst einhundertsechzig Seiten Roman zur komplexen Weltabbildung.

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Sabine Thiesler: Der Kindersammler

(In der Berufsschule nimmt Azubi Jochen gerade „die euphorische Rezension“ durch. Und weil er auch in der Praxis ausprobieren soll, wie das ist, wenn man ein Buch mal so richtig lobt, haben wir ihm Sabine Thieslers „Kindersammler“ zur Besprechung zugeteilt. Genau das Richtige für Splatterfan Jochen! Kindermorde, wow! Man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, he! Das ist so richtig schön blutig und grauslig, bruah! Und was passiert: Jochen ist ir-gend-wie restlos begeistert. So begeistert, dass er am Ende sogar noch Kommas herschenkt. Oder Kommata, wie wir Abiturbesitzer von WTD sagen.)

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