Eigentlich macht Mariha alles richtig: Sie schreibt und spielt selbst und lässt sich nicht von irgendwelchen Zeitgeisterscheinungen verführen. Mit einer Stimme zwischen Lene Marlin und Dido ist die Schmerzgrenze zwar immer in Sicht, aber alles in allem geht „Elementary Seeking“ in Ordnung.
WeiterlesenKategorie: Musik
Mogwai: Mr. Beast
Die Koordinaten sind bekannt: Wuchtig, atmosphärisch, laut, leise, wenig Gesang und noch weniger Worte um dieses Schauspiel zu beschreiben. Mogwai bleiben für „Mr. Beast“ in ihrem selbst geschaffenen Kosmos, verstehen es aber meisterlich die Grenzen auszudehnen.
WeiterlesenJosh Ritter: The Animal Years
Ryan Adams und Josh Ritter haben mit Sicherheit im selben musikalischen Sandkasten gespielt. Während der eine eine Sandburg nach der anderen raushaut, lässt sich der andere etwas mehr Zeit und minimiert dabei die Gefahr, dass der zweite Blick auch die Schwächen ans Licht bringt.
WeiterlesenPlacebo: Meds
„Start again, start again, start again…“ — es war schon immer die Kunst von Brian Molko, so lange die Songzeilen zu wiederholen, bis sie sich unverrückbar in die Hirnrinde gefräst haben. Nachdem eine Live-DVD und ein Best-Of-Album wie eine Zäsur anmuteten, starten Placebo trotzdem wieder da, wo sie aufgehört haben.
WeiterlesenVoltaire: Heute ist jeder Tag
Falls es irgendjemand geben sollte, der zwischen Blumfeld und Muse eine musikalische Lücke sieht, kann er sie jetzt mit der Bonner Band Voltaire schließen. Der Namen gebende Bandkopf heißt tatsächlich Roland Meyer de Voltaire und liebt eine Kopfstimme, die ins Bodenlose fällt und zurück saust, genauso wie Matthew Bellamy (Muse) oder Jeff Buckley. Dabei wird er von vier überaus talentierten Musikern unterstützt, die weit mehr drauf haben, als die zahllosen Deutsch-Rock-Bands, die uns derzeit die Ohren vollschrammeln.
WeiterlesenMotorpsycho: Black Hole/Blank Canvas
Auch die Norweger rationalisieren. Drummer ist weg, Neueinstellung steht aus. Dafür haben die beiden verbliebenen Motorpsycho-Köpfe Hans Magnus Ryan und Bent Sæther ein Doppelalbum rausgehauen und spielen halt die meisten Instrumente selbst. Das hört man aber „Black Hole/Blank Canvas“ keine Sekunde an.
WeiterlesenLive: Annett Louisan
Saarbrücken, E-Werk, 18.3.2006.
„Singen tut sie nicht schlecht.“ „Und die Band ist auch gut.“ Das hatten ganz treffend zwei Besucher in der Pause des Annett Louisan-Konzerts erkannt. Irgendwie ist diese Aussage symptomatisch für den Samstagabend im E-Werk gewesen. Ganz gut – das heißt so viel wie: Es war ganz nett.
WeiterlesenLive: Adam Green
Saarbrücken, SR, 26.2.2006.
Adam Green, der zynische Songschreiber aus New York, der sich vom clownischen Provokateur zum hoch geschätzten Künstler gemausert hat, ist derzeit auf Deutschlandtournee. Kein gewöhnliche Tour wohlgemerkt. Er spielt nur in wenigen Städten und das jeweils vor einer überschaubaren Gruppe Fans, die zuvor das Glück hatten, bei ortsansässigen Radiosendern Karten zu gewinnen.
WeiterlesenLive: Hard-Fi
Luxemburg, den atelier, 21.2.2006.
In Großbritannien sind sie bereits Stars. Dank ihrer Hitsingles „Cash Machine“ und „Hard To Beat“ dürfen sich Hard-Fi auf ihre anstehende UK-Tour freuen, die schon jetzt komplett ausverkauft ist. Dabei gastieren sie als Hauptband in nicht gerade den kleinsten Clubs der Insel und immerhin fünf Mal in London. Nicht schlecht für eine Band, die bis dato erst ein Album auf dem Markt hat: „Stars Of CCTV“, erschienen im letzten August.
WeiterlesenLaura Lopez Castro: Mi Libro Abierto
Die Zukunft des Freundeskreis steht nach wie vor in den Sternen. Immerhin ist nach Max Herre und DJ Friction nun auch Don Philippe „solo“ aktiv. Er hat sich mit der Sängerin und Songschreiberin Laura López Castro zusammengetan. Will meinen: Er begleitet die weiche, sanfte Stimme der jungen Spanierin, die in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen ist.
WeiterlesenKari Bremnes: Over En By
Wenn man das Wort ‚Stagnation‘ vermeiden möchte, spricht man auch gern von einer ‚Seitwärtsbewegung‘. Wenn sich nichts so richtig nach oben und unten bewegt und am Ende die berühmte schwarze Null rauskommt. Ein bisschen trifft das leider auch auf „Over En By“ zu: Das 14. Album von Kari Bremnes ist im wesentlichen eine Bestandsverwaltung auf hohem Niveau.
WeiterlesenKatharina Franck: First Take Second Skin
Still war’s um Katharina Franck und ich glaube nicht, dass ihr vor vier Jahren extrem viele Menschen in’s „Zeitlupenkino“ gefolgt sind. Schade eigentlich, aber deutsch und Spoken Word war gestern, jetzt ist die Songwriterin wieder so nah dran an „Blueprint“ wie all die Jahre nicht mehr.
WeiterlesenDeath From Above 1979: Romance Bloody Romance
Bis das nächste Album im Kasten ist, darf sich der geneigte Death From Above 1979-Fan mit dieser Remix- und B-Seiten-Kollektion vergnügen. Wie schon auf ‚You’re A Woman, I’m A Machine‘ versüßt uns das eigensinnige Duo die Wartezeit mit Dancepunk/Electro-Experimenten der besonderen Art.
WeiterlesenBolzplatz Heroes
Hoppla, was ist denn das? Die Bolzplatz Heroes rekrutieren sich aus Mitgliedern von den Sportfreunden Stiller, The Notwist und Cosmic Casino und machen eine Musik, wie man sie gemeinhin von den Mitgliedern der eben genannten Bands nicht unbedingt erwarten würde.
WeiterlesenArchitecture In Helsinki: In Case We Die
Im letzten Jahr hörte man verstärkt von großartigen neuen Bands aus Kanada – siehe Broken Social Scene und The Arcade Fire. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem experimentierfreudigen australischen Achter?
WeiterlesenKatja Werker: Leave That Thing Behind
Seit ihrem atemberaubenden Debüt „Contact Myself“ (2000) hat Katja Werker scheinbar ihren zweiten Vornamen verloren und auch im Booklet der neuen CD ist durchgängig nur von ‚Mrs. Werker‘ die Rede. Wenn das in der Geschwindigkeit weitergeht, ist beim vierten Album vom Namen nichts mehr übrig und zurück bliebe ihre fragile Musik, die über jede Art von Namen erhaben ist.
WeiterlesenJason Collett: Idols Of Exile
‚Kauziger Kanadier krakeelt‘ beschreibt das Album von Jason Collett perfekt, man muss aber erwähnen, dass das respektlose ‚krakeelt‘ nur der Alliteration geschuldet ist. Sonst als Gitarrist im Dienst von Broken Social Scene, veröffentlicht er auf Arts & Crafts sein zweites Solowerk, das man nicht vorschnell als countrynahe Selbstverwirklichung abtun sollte.
WeiterlesenMudhoney: Under A Billion Suns
„It Is Us“ schreien sie lauthals in dem gleichnamigen Song. Tatsächlich, sie sind es: die Grunge/Alternative Rock-Ikonen aus dem Großraum Seattle, die nunmehr 18 Jahre auf dem Buckel haben. Für die Aufnahmen zu ‚Under A Billion Suns‘ bedienten sich Mudhoney der Dienste von Craig Flory, der sich für alle Bläser-Arrangements verantwortlich zeigt.
WeiterlesenChris Jagger’s Atcha!: Act of Faith
Er will es also noch mal wissen: mit neuem Label, neuen Liedern, neuen Leuten…nicht ganz! Denn seit dem letzten Album sind zwar sieben Jahre ins Land gezogen, aber die Besetzung der ATCHA! (Electric) Band ist praktisch gleich geblieben: neben Boss Chris sind mit von der Partie dessen langjähriger Weggefährte Charlie Hart (fiddle, keyboards), Paul Emile am Bass, Drummer Malcolm Mortimore und als echter Neuzugang dessen Sohn Jim. Letzterer fungierte auch mit Hart als Co-Produzent und dürfte gewiss für „frische“ Akzente gesorgt haben.
WeiterlesenLiv Kristine: Enter My Religion
Die ehemalige Frontfrau von Theatre Of Tragedy tendiert immer mehr in Richtung Mainstream. Mit dem Sound ihrer ehemaligen Band hat „Enter My Religion“ kaum mehr etwas gemein.
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