Hm, wäre die Stimme nicht so Mark-und-Bein-durchdringend, das Decoration-Album würde sicherlich mehr Spaß machen.
WeiterlesenKategorie: Musik
Action Action: An Army Of Shapes Between Wars
„An Army Of Shapes Between Wars“ ist ähnlich bunt wie sein Cover. Die vier New Yorker von Action Action sind bereits mit ihrem Debüt „Don’t Cut Your Fabric To This Year’s Fashion“ auf den New Wave-Zug aufgesprungen, aber es gibt eine Menge Bands, die diese Welle schlechter reitet.
WeiterlesenHawthorne Heights: If Only You Were Lonely
Bei fleißigen Emo-/Screamo-Sammlern steht das Hawthorne Heights Debüt „The Silence In Black And White“ wahrscheinlich genauso sicher im Schrank wie „Tell All Your Friends“ von Taking Back Sunday. Obwohl Hawthorne Heights in ihrer Musikalität keine Überflieger sind, war ihr Debüt eine perfekt Konsens-Platte, die alle Facetten zwischen zornigem Geschrei und Emotion zuließ.
Weiterlesen3: Wake Pigs
Joey Eppard, Sänger und Gitarrist der US-Band 3, hat ‚zufällig‘ den selben Nachnamen wie Josh Eppard, der Schlagzeuger von Coheed & Cambria. Bürde oder gutes Vorzeichen? Definitiv gutes Vorzeichen.
WeiterlesenCaliban: The Undying Darkness
Metalcore oder Metaledge war beziehungsweise ist kein Strohfeuer. Das dachte man anfangs vielleicht noch. Dieses Genre, das sich Elementen des Hardcore, Metal und Death Metal bedient, hat sich endgültig etabliert und wird auf breiter Front akzeptiert, nein, geradezu frenetisch gefeiert. Nu Metal war gestern. In Deutschland gehören Caliban zu den besten dieses recht neuen Fachs.
WeiterlesenDeclan de Barra: Song Of A Thousand Birds
Anscheinend haben sich → Clann Zú mit der Apokalypse völlig verausgabt. Nach zwei innovativen Alben war leider Schluss, aber Teile der Band haben sich auch für das Solodebüt des Sängers Declan de Barra im Studio eingefunden. Trotzdem ist „Song Of A Thousand Birds“ nur eine bedingte Fortsetzung der Bandarbeit.
WeiterlesenTomte: Buchstaben über der Stadt
Die neue Platte war noch gar nicht da, als Thees Uhlmann häufiger in Zeitschriften und Zeitungen vertreten war als Robbie Williams. Kaum ein Musikmagazin kam ohne ihn aus, jeder noch so kleine Kulturteil wollte teilhaben an diesem Phänomen Tomte, das sich so unbemerkt ins breite Bewusstsein geschlichen hat.
WeiterlesenAnouk: Hotel New York
Obwohl die Holländerin Anouk mit ihrer Debütsingle „Nobody’s Wife“ und den beiden ersten Alben extrem gut aus den Startlöchern kam, hat sie in Deutschland nicht langfristig Tritt fassen können. Nach verschiedenen Special- und Live-Veröffentlichungen erscheint ihr neues Album „Hotel New York“ nun endlich auch in Deutschland.
WeiterlesenTwo Gallants: What The Toll Tells
Obwohl klar dem Country zugewandt, sind Two Gallants mit den Labelkollegen Bright Eyes nicht vergleichbar. Während Conor Oberst mehr den Typ verkörpert, der es angeschossen über die Grenze nach Mexiko schaffen muss, um das letzte Mal seine Liebste zu sehen, haben Two Gallants mehr von Billy The Kid: Kämpfen bis zur letzten Kugel, zynisch lächelnd aus dem Leben scheiden und den letzten Atemzug an eine Zigarette verschwenden.
WeiterlesenBelle & Sebastian: The Life Pursuit
Keine Frage: Die Musik der liebevollen wie auch eigensinnigen Schotten hat sich gewandelt. Die Sechziger und Siebziger sowie der Glam Rock im Speziellen haben ihre Spuren auf dem neuen Album hinterlassen.
Manchmal scheint es, als hätten Stuart Murdoch & Co. zu viel Beach Boys („White Collar Boy“) oder auch T.Rex („The Blues Are Still Blue“) gehört. Was ja rein mit Pop-Sachverstand betrachtet kein Frevel ist. War doch schon auf dem letzten Album, ‚Dear Catastrophe Waitress‘ (2003), eindeutig zu erkennen, dass B&S fröhlicher denn je klangen.
Belle & Sebastian – The Life Pursuit
Keine Frage: Die Musik der liebevollen wie auch eigensinnigen Schotten hat sich gewandelt. Die Sechziger und Siebziger sowie der Glam Rock im Speziellen haben ihre Spuren auf dem neuen Album hinterlassen.
Manchmal scheint es, als hätten Stuart Murdoch & Co. zu viel Beach Boys („White Collar Boy“) oder auch T.Rex („The Blues Are Still Blue“) gehört. Was ja rein mit Pop-Sachverstand betrachtet kein Frevel ist. War doch schon auf dem letzten Album, ‚Dear Catastrophe Waitress‘ (2003), eindeutig zu erkennen, dass B&S fröhlicher denn je klangen. Diese Tendenz setzt sich nun fort. In den Texten wie auch in der Musik. Die Leichtigkeit des Seins hat die Band voll und ganz gepackt. Womit sie sich bei ihren vielen eingeschworenen Fans vielleicht nicht nur Freunde machen werden. Andererseits sollte man sich über die vielen Jahre auch ungezwungen verändern dürfen. Oder stöberten sie vielleicht nur in zu vielen Second Hand-Läden, als sie in Los Angeles weilten, um die Songs einzuspielen?
Belle & Sebastian
The Life Pursuit
Rough Trade
VÖ: 10.2.2006
Gamine: Sabotage
„Sabotage“ ist ein Album voller akustischer und optischer Täuschungen. Oder anders gesagt: Etwas Hübsches hat man so lange in noch hübschere Verpackungen gesteckt, bis man sich gar nicht mehr erinnert, was eigentlich drin war.
WeiterlesenThe Small Faces: Under Review
Zugegeben, ich hatte mir von dieser DVD etwas mehr versprochen als „nur“ eine „unabhängige kritische Analyse“ (so der Untertitel) zu einer der wichtigsten britischen Bands der 1960er Jahre. Die Small Faces starteten 1965 als R & B-Epigonen, entwickelten sich schließlich zu einer ernstzunehmenden Beat-, letztlich psychedelisch angehauchten Rockband, die mit ihrem finalen Album „Ogdens‘ Nut Gone Flake“ (1968) Musikgeschichte schrieb und etliche nachfolgenden Genres – von Punk, Hardrock bis BritPop – nachhaltig beeinflusste.
WeiterlesenThe Devin Townsend Band: Synchestra
Für den Titel ‚Buntestes Metal-Album des Jahres‘ kann sich Devin Townsend schonmal die besten Chancen ausmalen. Der Produzenten-Weirdo hat für sein neues Band-Album alle Metal-Stile in einen Topf geworfen und springt fleißig zwischen den Koordinaten hin und her.
WeiterlesenPyranja: Laut & Leise
Schon vor Jahren trat Pyranja auf den Plan und veröffentlichte erfolgversprechende Songs. Doch sie verlor im Zuge des damals stagnierenden Deutschrap-Booms ihren Plattendeal und versuchte es auf einem kleineren Label. Aber irgendwie nahm keiner so recht Notiz von ihr. Leider.
WeiterlesenHowie Beck: Howie Beck
‚Ich-AG‘ steht in großen Buchstaben auf Howie Becks Stirn. Seit „Hollow“ (2001) hat sich nichts verändert — Howie Beck spielt am liebsten mit sich selbst. Edel-Gäste wie Feist oder Ed Harcourt sind natürlich willkommen, aber die Maxime bleibt: Keine Kompromisse und zumindest in kleinen Buchstaben immer noch ‚Low-Fi‘.
Weiterlesen16 Horsepower: Live
Es wäre zu schade gewesen, wenn die Doppel-DVD „16 HP“ die letzte Schippe auf das Grab dieser außergewöhnlichen Band gewesen wäre. Auch wenn zwei Doppel-DVDs innerhalb kürzester Zeit nach kommerzieller Ausschlachtung riechen, ist „Live“ absolut unverzichtbar.
WeiterlesenThe Most Serene Republic: Underwater Cinematographer
„Underwater Cinematographer“ klingt, als hätte jemand Amphetamine mit Smarties verwechselt, aber aufgrund eines unerwarteten Placebo-Effekts doch noch eine Menge Spaß gehabt. Wenn man dann noch weiß, dass Bandkopf Ryan Lenssen seine Hyperaktivität nicht mehr länger mit Ritalin bekämpft, bekommt man eine ungefähre Vorstellung, wie The Most Serene Republic klingen.
WeiterlesenIn Flames: Come Clarity
Vor Jahren hat mir eine alte Frau in München bei einer Ausstellung über Kurt Eisner sinngemäß zugeraunt: „Die die Zukunft bereiten, sterben an ihrer Schwelle.“ Auch wenn In Flames nicht den Freien Volksstaat Bayern ausgerufen haben, trifft dieser Satz wunderbar auf die fünf Schweden zu. Tot wäre anders, aber der Karren ist doch ziemlich ins Stocken geraten.
WeiterlesenFarin Urlaub Racing Team: Livealbum Of Death
Farin Urlaub solo war gestern, Die Ärzte sind immer, neu ist das Farin Urlaub Racing Team. Nach eigener Aussage des offensichtlichen Bandleaders soll sogar das nächste Album in Bandbesetzung eingespielt werden.
Wer Farin live gesehen hat weiß, dass seine elf festen Mitstreiterinnen und -streiter den Songs ordentlich Schmiss mitgeben. Besonders die vier Jungs am Gebläse und die Backgroundsängerinnen geben ordentlich Druck auf den Kessel.
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