Das hier ist mit Sicherheit die hinreißendste Vokalkooperation seit Kylie Minogue und Nick Cave. Auf der einen Seite Isobel Campbell, die auf ihrem Solodebüt „Amorino“ so unschuldig klang wie ein junges Eichhörnchen, und auf der anderen Seite der Grummler, der Haderer Mark Lanegan.
WeiterlesenKategorie: Musik
Waterdown: All Riot
Dass Waterdown den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen ist bekannt. Dass sich Waterdown in einem stagnierenden und engem Genre bewegen auch.
WeiterlesenRitual: Live
Da macht selbst der Albumtitel keine großen Worte. Die schwedischen Folk-Progger geben auf einer Doppel-CD mit 18 Songs eine Werkschau zum Besten, die mit klarem Sound überzeugt und statt Frickelattacken die Songs in den Vordergrund stellt.
WeiterlesenChristian Kjellvander: Faya
Christian Kjellvander ist ein großartiger Erzähler. Obwohl er flüssig musiziert, haben seine Songs immer eine narrative Grundhaltung. Seine Stimme strahlt eine umfassende Lebenserfahrung aus ohne Whiskey geschwängert oder verraucht zu wirken und es ist mit Sicherheit nicht vermessen, hier den jungen Leonard Cohen als Vergleich heranzuziehen.
Weiterlesen25 Jahre Spex
Ist es wirklich schon 25 Jahre her, dass die erste „Spex“-Ausgabe erschien – damals es war September 1980, noch im übergroßen Format, komplett in schwarz-weiß. Seinerzeit entstand die „Spex“, die anfangs noch den Untertitel „Musik Zur Zeit“ trug, unter der Leitung von Peter Bömmels. Lang ist`s her.
WeiterlesenEilera: Precious Moments
Voreilig in die Schublade der x-ten Kopie rund um The Gathering und Lacuna Coil geschoben, haben sich die „Precious Moments“ der Französin Eilera doch in mein Ohr gebohrt.
WeiterlesenLive: Posies
Saarbrücken, Kleine Garage, 17. Januar 2006.
Warum zum Teufel läuft beim Soundcheck des Haupt-Acts immer so ausgelutsche Musik? Das drückt eh schon die Stimmung. So geschehen auch beim Gig der reformierten „power pop band“ Posies aus Seattle. Bevor sich die ins Zeug legten, durfte noch das andere Quartett, The Amber Light aus Wiesbaden, ran und sollte mit vier Stücken musikalisch mehr Vielfalt (zwischen Alternative Pop und ProgRock) bieten, als seine Nachfolger.
WeiterlesenArctic Monkeys: Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not
Irgendwie haben die Briten einen Ehrgeiz entwickelt, dass die Hypes, die sie über den Kanal blasen, auch einer langfristigen Prüfung standhalten. Da man vor ein paar Jahren bereits nach der zweiten Kopie abwinken konnte, wartet man jetzt auch auf ‚the next big thing‘, das vielleicht doch nicht so großartig ist. Die Arctic Monkeys fallen diesem Urteil mit Sicherheit noch nicht zum Opfer — die vier Bübelchen stehen chronologisch zwar in der langen Reihe hinter Franz Ferdinand, Bloc Party, Maxïmo Park und Co., punkten aber mit jugendlichem Drang nach vorne.
WeiterlesenMadsen
Nachdem im vergangenen Jahr deutschsprachige Rockbands von fragwürdiger Qualität im Sekundentakt um Aufmerksamkeit buhlten, habe ich irgendwann angefangen, die meisten davon zu ignorieren. Zumindest bei der 3/5-Brüder-Truppe Madsen war das ein Fehler.
WeiterlesenAMC

Aufgehorcht: Bei download.com (in der Sparte Adult Alternative Pop/Rock) gibt’s vom American Music Club das komplette → „Everclear“-Album zum legalen Download!
Und als Bonus: „Another morning“ vom 2004er Album „Love songs for patriots“.
Anna: Ins Gesicht
Eigentlich kein Wunder, dass Anna auf Michy Reinckes Label gelandet ist. Rintintin ist auch die Heimat von Regy Clasen, an die die Hamburgerin Anna zumindest stimmlich erinnert. Auch musikalisch liegen keine Welten dazwischen, aber „Ins Gesicht“ ist durchweg akustischer als die Alben von Regy Clasen.
WeiterlesenIntensiv und Rebellisch

Die Wissenschaft hat mal wieder was festgestellt. US-amerikanische Forscher – wer sonst? – suchten nach einem Zusammenhang zwischen Musikvorlieben und Persönlichkeit – und sind fündig geworden: →Musikwahl lässt auf Charakter schließen. Demzufolge bin ich wohl ein intoleranter, geschwätziger, konservativer Linksparteiwähler, der glaubt, dass die Mädels auf ihn fliegen.
Zu den weiteren aufregenden Erkenntnissen gehört, dass
Kai Florian Beckers Lieblingsalben 2005
War es ein gutes Jahr für den Pop-Fan? Auf jeden Fall. Zum einen war interessant, dass der Sturm der britischen Bands nicht abflaute, aber hinterrücks von Kanadiern ausgebremst wurde. Es war das Jahr von Arcade Fire, The Stars und Broken Social Scene. 2005 war auch das Jahr, in dem Trail Of Dead einen bombastischen Fels an Rockalbum veröffentlicht haben, auf den Pink Floyd nur neidisch sein können.
WeiterlesenBlackmail: Aerial View
Blackmail haben die Gitarrenspuren zum Lüften rausgehängt und ordentlich die Milben rausgeklopft. War der brillante Vorgänger „Friend Or Foe“ dicht wie eine Wand, haben die Koblenzer jetzt ein paar Steine rausgenommen um zu prüfen, ob vielleicht doch Licht dahinter ist. Dieses Experiment hat sich gelohnt und präsentiert Blackmail vielseitiger und ungewohnt luftig.
WeiterlesenDie neueste Sau
Es gibt aber auch Tage, da möchte man, dass dieses ganze abgeschmackte Spiel zur Hölle fährt: dieses quasi-natürliche Bedürfnis der britischen Popkultur, in regelmäßigen Wellen den Rest der Welt mit Kleingangs von Jungs zu überschwemmen, die unter Zuhilfenahme von zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug davon singen, was es heißt, jung, britisch, mächtig breit und pleite zu sein.
Die taz über die → Arctic Monkeys, das kommende große Ding von der Insel, das locker einen Club in Berlin füllt – mit Engländern (dank Billigfliegern): England schüttelt sich
The Soundtrack Of Our Lives: A Present From The Past
The Soundtrack Of Our Lives sind wie ein Rocklexikon: Selbst wer nur ihre Platten kennt, besitzt schon ein profundes Wissen über die Rockmusik der 60er. Aber bei kaum einer Band gehen Zitierfreude und Eigenständigkeit so Hand in Hand wie bei den Schweden.
WeiterlesenAlison Kinnaird: The Silver String
Sie gilt nach wie vor als die „große Dame“ der schottischen Harfenmusik, hat neben zahlreichen Soloalben auch mit anderen Künstlern/Bands (z. B. Battlefield Band) zusammengearbeitet. Für ihre jüngste CD greift sie gleich auf mehrere Harfentypen zurück, entsprechend unterschiedlich klingen die einzelnen Stücke – 13 an der Zahl: mal weich, mal hart eben.
WeiterlesenPaul Dooley: Music from the Robert ap Huw Manuscript
Ein aufstrebender junger Harfenist ist Paul Dooley, inzwischen einer der renommiertesten auf der „grünen Insel“. Er widmet sich auf seiner selbstproduzierten CD den um 1613 von dem Harfenspieler Robert ap Huw aus Anglesey angefertigten Abschriften alter walisischer Musik. Experten vermuten, dass manche Melodien aus Irland schon etwa um das Jahr 1100 herüber nach Wales kamen.
WeiterlesenAnerkanntes Kulturphänomen
In den Siebzigern waren wir wütend, das hat sich auf den Sound ausgewirkt. Heute merkt man der Musik an, dass wir als Menschen doch sehr viel ausgeglichener geworden sind – zum Glück.
die taz im Interview mit den reformierten Throbbing Gristle: → „Wir schreiben keine Songs“