Live: Posies

Saarbrücken, Kleine Garage, 17. Januar 2006.

Warum zum Teufel läuft beim Soundcheck des Haupt-Acts immer so ausgelutsche Musik? Das drückt eh schon die Stimmung. So geschehen auch beim Gig der reformierten „power pop band“  Posies aus Seattle. Bevor sich die ins Zeug legten, durfte noch das andere Quartett,  The Amber Light aus Wiesbaden, ran und sollte mit vier Stücken musikalisch mehr Vielfalt (zwischen Alternative Pop und ProgRock) bieten, als seine Nachfolger.

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Arctic Monkeys: Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not

Irgendwie haben die Briten einen Ehrgeiz entwickelt, dass die Hypes, die sie über den Kanal blasen, auch einer langfristigen Prüfung standhalten. Da man vor ein paar Jahren bereits nach der zweiten Kopie abwinken konnte, wartet man jetzt auch auf ‚the next big thing‘, das vielleicht doch nicht so großartig ist. Die Arctic Monkeys fallen diesem Urteil mit Sicherheit noch nicht zum Opfer — die vier Bübelchen stehen chronologisch zwar in der langen Reihe hinter Franz Ferdinand, Bloc Party, Maxïmo Park und Co., punkten aber mit jugendlichem Drang nach vorne.

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Intensiv und Rebellisch


intensiv und rebellisch?

Die Wissenschaft hat mal wieder was festgestellt. US-amerikanische Forscher – wer sonst? – suchten nach einem Zusammenhang zwischen Musikvorlieben und Persönlichkeit – und sind fündig geworden: →Musikwahl lässt auf Charakter schließen. Demzufolge bin ich wohl ein intoleranter, geschwätziger, konservativer Linksparteiwähler, der glaubt, dass die Mädels auf ihn fliegen.


Zu den weiteren aufregenden Erkenntnissen gehört, dass

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Kai Florian Beckers Lieblingsalben 2005

War es ein gutes Jahr für den Pop-Fan? Auf jeden Fall. Zum einen war interessant, dass der Sturm der britischen Bands nicht abflaute, aber hinterrücks von Kanadiern ausgebremst wurde. Es war das Jahr von Arcade Fire, The Stars und Broken Social Scene. 2005 war auch das Jahr, in dem Trail Of Dead einen bombastischen Fels an Rockalbum veröffentlicht haben, auf den Pink Floyd nur neidisch sein können.

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Die neueste Sau

Es gibt aber auch Tage, da möchte man, dass dieses ganze abgeschmackte Spiel zur Hölle fährt: dieses quasi-natürliche Bedürfnis der britischen Popkultur, in regelmäßigen Wellen den Rest der Welt mit Kleingangs von Jungs zu überschwemmen, die unter Zuhilfenahme von zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug davon singen, was es heißt, jung, britisch, mächtig breit und pleite zu sein.

Die taz über die → Arctic Monkeys, das kommende große Ding von der Insel, das locker einen Club in Berlin füllt – mit Engländern (dank Billigfliegern): England schüttelt sich

Paul Dooley: Music from the Robert ap Huw Manuscript

Ein aufstrebender junger Harfenist ist Paul Dooley, inzwischen einer der renommiertesten auf der „grünen Insel“. Er widmet sich auf seiner selbstproduzierten CD den um 1613 von dem Harfenspieler Robert ap Huw aus Anglesey angefertigten Abschriften alter walisischer Musik. Experten vermuten, dass manche Melodien aus Irland schon etwa um das Jahr 1100 herüber nach Wales kamen.

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