22 Pistepirkko: The Nature Of 22 Pistepirkko

Seltsamer Bandname. Aber einer, der einem in den letzten Jahren unaufhörlich über den Weg lief. Ob man wollte oder nicht. 22 Pistepirkko, das ist eine Indieband aus dem Norden Europas. Wer wie viele andere bis dato nicht das Vergnügen hatte, den Sound des Trios aus Finnland näher kennen zu lernen, der sollte sich jetzt zumindest diese Doppel-CD zulegen. Auf der werden die letzten 17 von 20 Jahren Bandgeschichte kurz Revue passieren gelassen.

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Sepultura: Roorback

Der Opener „Come Back Alive“ verbreitet eigentlich direkt Totengräberstimmung. Wer braucht Sepultura noch, wenn sie so einen stupiden Stiefel runterspielen? Ja, die alten Fans, die freuen sich, aber Innovation ist was anderes. Trotzdem ist der Weg zurück zu einem ursprünglichen Sound bestimmt nicht der schlechteste, wie „As It Is“ und die überaus gelungene Coverversion von U2s „Bullet The Blue Sky“ belegen.

(6 Fritten)

Sepultura: Roorback
(Steamhammer/SPV)

Ane Brun: Spending Time With Morgan

Nordlicht (diesmal eine Frau) sitzt hinter der Gitarre und klampft. Erinnert stimmlich an eine Mischung aus Ani DiFranco und Pina und hat damit eigentlich alles richtig gemacht, um mich zu begeistern. Aber trotz aller musikalischer Intimität will tiefe Emotionalität hier nicht aufkommen. Ane Brun müht sich redlich, muss aber am Lagerfeuer weiterhin in der dritten Reihe sitzen bleiben.

(6 Fritten)

Ane Brun: Spending Time With Morgan
DetErMine/V2

Mr. Velcro Fastener Present Deep: Inside Vol. 2

Dem ersten Teil dieser Compilation-Serie, der von den beiden Kanadiern Dino und Terry zusammengestellt wurde, folgt in diesem Monat Teil zwei. Es sind keine Kanadier, sondern Finnen, die ihre Plattenschränke nach Schätzen der elektronischen Musik absuchen durften. Das Duo Mr. Velcro Fastener rekrutiert sich aus Tatu Peltonen und Tatu Metsätähti – nicht verwandt oder verschwägert mit den singenden „Russen-Lesben“ (O-Ton Bild).

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Karen Matheson: Time To Fall

Karen Matheson ist die Stimme von Capercaillie und obwohl sie auf ihrem zweiten Soloalbum den Folkrahmen nicht verlässt, bewegt sie sich deutlich von den atmosphärischen Klangwelten ihrer Stammband weg. „Time To Fall“ ist über weite Strecken sehr klar und transparent und erinnert auf der einen Seite an Acts wie Mary Black, verschließt sich aber auch nicht vor neuen Einflüssen.

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Sunday Driver: A Letter To Bryson City

In der Nähe von Bryson City nahmen Sunday Driver den Nachfolger ihrer in unseren Breitengraden eher unbekannten Debüt-EP „Third Place Prize“ auf. Die erschien bei dem Emo/Punkrock-Label Doghouse und enthielt fünf Songs. Von denen ist keiner auf ihrem ersten Album (in Deutschland von dem neugegründeten Label Make My Day lizenziert) gelandet. Wahrscheinlich liegt das daran, dass das Quartett um Frontmann Alex Martinez einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat.

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