Es war unüberhörbar eine gute Entscheidung von Bob Catley, sich von Produzent und Songschreiber Gary Hughes zu distanzieren, und mit Paul Hodson sein neues Album aufzunehmen. „When Empires Burn“ ist ungeschliffener und direkter als der Vorgänger „Middle Earth“ und stellt Bob Catleys Stimme ein kleines bisschen in den Hintergrund.
WeiterlesenKategorie: Musik
The Ocean – Fogdiver EP
Das Berliner 7-Mann-Kollektiv The Ocean zimmern an ihrer künstlerischen Karriere. Per Anzeige nach und nach zusammengefunden, eigenes Studio mit Schlafplätzen gebaut, surrealistische Gedichtbände gelesen und eine MIDI-getriggerte Live-Lightshow ausgetüftelt.
WeiterlesenDayna Kurtz: Postcards From Downtown
Die Musik von Dayna Kurtz hat den Charme eines alten Reptils und ist ungefähr so einschmeichelnd, wie eine knorrige Wurzel. Wer allerdings nicht beim ersten musikalischen Widerstand aufgibt, erlebt mit „Postcards From Downtown“ ein morbides, düsteres Singer/Songwriter-Album in den bekannten Koordinaten aus Folk, Country und Rock.
WeiterlesenPapa Wheelie: Live Lycanthropy
Jason Newstedt hatte endgültig genug vom Gute-Nacht-Hardrock von Metallica und lieber bei Voivod ein neues Zuhause gefunden. Mit zwei Kumpels hat er dieses Album eingespielt. Statt sich müde zu hardrocken lässt Newstedt die Punk- und Sludge Rock-Sau raushängen. Es darf auch mal Doom sein.
WeiterlesenIsak: Quiet Confession
Skin, Horse und Marla Glen sind wahrscheinlich die offensichtlichsten stimmlichen Referenzen zu Isak. Bemerkenswert ist dabei lediglich, dass Isak ein Mann ist. In seiner Heimat Schweden ist sein Debüt-Album „Quiet Confession“ bereits vor zwei Jahren erschienen, in Deutschland wird es jetzt mit zwei Bonustracks veröffentlicht.
WeiterlesenKing’s X: Black Like Sunday
Da buddeln die drei Texaner 20 Jahre alte Songs aus und klingen so frisch, wie schon lange nicht mehr. King’s X haben das Band- Archiv durchforstet und für das neue Album ausschließlich Tracks verwendet, die älter sind als die meisten Abiturienten. Selbstverständlich wurden alle neu eingespielt und dieses Mal scheint sich Ty Tabor’s Popeinfluss durchgesetzt zu haben.
Weiterlesen22 Pistepirkko: The Nature Of 22 Pistepirkko
Seltsamer Bandname. Aber einer, der einem in den letzten Jahren unaufhörlich über den Weg lief. Ob man wollte oder nicht. 22 Pistepirkko, das ist eine Indieband aus dem Norden Europas. Wer wie viele andere bis dato nicht das Vergnügen hatte, den Sound des Trios aus Finnland näher kennen zu lernen, der sollte sich jetzt zumindest diese Doppel-CD zulegen. Auf der werden die letzten 17 von 20 Jahren Bandgeschichte kurz Revue passieren gelassen.
WeiterlesenSkinlab: Revoltingroom
Definition des Bandnamens gefällig? Kopfhaut abziehen und Salz auf die Hirnhaut streuen. Wenn das auch den Bandnamen nicht 100% trifft, umschreibt es doch ziemlich passend die Musik, die das Quartett hier veranstaltet. „Revoltingroom“ ist ein gewalttätiges Album, das schon hart an dem kratzt, was ich härtetechnisch wegstecken kann.
WeiterlesenSepultura: Roorback
Der Opener „Come Back Alive“ verbreitet eigentlich direkt Totengräberstimmung. Wer braucht Sepultura noch, wenn sie so einen stupiden Stiefel runterspielen? Ja, die alten Fans, die freuen sich, aber Innovation ist was anderes. Trotzdem ist der Weg zurück zu einem ursprünglichen Sound bestimmt nicht der schlechteste, wie „As It Is“ und die überaus gelungene Coverversion von U2s „Bullet The Blue Sky“ belegen.
(6 Fritten)
Sepultura: Roorback
(Steamhammer/SPV)
Ane Brun: Spending Time With Morgan
Nordlicht (diesmal eine Frau) sitzt hinter der Gitarre und klampft. Erinnert stimmlich an eine Mischung aus Ani DiFranco und Pina und hat damit eigentlich alles richtig gemacht, um mich zu begeistern. Aber trotz aller musikalischer Intimität will tiefe Emotionalität hier nicht aufkommen. Ane Brun müht sich redlich, muss aber am Lagerfeuer weiterhin in der dritten Reihe sitzen bleiben.
(6 Fritten)
Ane Brun: Spending Time With Morgan
DetErMine/V2
Mr. Velcro Fastener Present Deep: Inside Vol. 2
Dem ersten Teil dieser Compilation-Serie, der von den beiden Kanadiern Dino und Terry zusammengestellt wurde, folgt in diesem Monat Teil zwei. Es sind keine Kanadier, sondern Finnen, die ihre Plattenschränke nach Schätzen der elektronischen Musik absuchen durften. Das Duo Mr. Velcro Fastener rekrutiert sich aus Tatu Peltonen und Tatu Metsätähti – nicht verwandt oder verschwägert mit den singenden „Russen-Lesben“ (O-Ton Bild).
WeiterlesenRonnie Lane & Slim Chance: Anymore For Anymore
Was, schon wieder ‘ne neue CD-Version von Ronnie Lanes 1974er Solodebüt? Und erstmals „digital remastered“, dazu eine Bonus-CD mit „rarem und unveröffentlichtem Material“! Der entsprechende Sticker auf dem Cover lässt Erwartungen aufkommen, die sich – schade, schade – nicht einlösen lassen.
WeiterlesenBruce Cockburn: You’ve Never Seen Everything

Rund 33 Jahre nach seinem Debüt und 26 Alben später fliegt der Kanadier Bruce Cockburn immer noch schneller als der Dämon Stagnation. Unermüdlich lotet er die Grenzen seines Tätigkeitsbereiches aus und lässt in seinen Polit-Folk immer neue Anregungen einfließen. „You’ve Never Seen Everything“ ist ein verhältnismäßig jazziges Album geworden und vom Songwriting um einiges klassischer als der Vorgänger „Breakfast In New Orleans, Dinner In Timbuktu“.
WeiterlesenHope For The Children Of Iraq
Der Krieg ist vorbei, die Proteste gegen ihn gehen weiter. Zahlreiche Musiker haben sich just zusammengefunden und neue Songs, überaus interessante Coverversionen und Interpretationen eigener Songs zusammengetragen. Gewidmet ist das Unternehmen den irakischen Kindern. Es fängt mit dem berührenden Klagelied „The Beautiful Occupation“ an, das Travis extra für diese Compilation geschrieben haben.
WeiterlesenBrassy: Getting Wise

Muffin Spencer ist die Schwester von Jon. Dem mit der Blues Explosion. Das Debütalbum ihrer Band erinnerte an Bosshog-meets-Beck. Die Berliner „taz“ schrieb nach der Veröffentlichung: „Wo Sonic Youth in der Elektronik nach Verunsicherung suchen, dienen die Techniken aus dem HipHop bei Brassy allein dazu, ihren Poprock an die Neuzeit anzudocken“. Das ist drei Jahre her. Seitdem war es still um die Band. Man musste befürchten, Brassy hätten das Zeitliche gesegnet. Doch siehe da: Es gibt sie noch.
WeiterlesenCarl Carlton And The Songdogs: Love & Respect
Ein Ostfriese ging nach Holland. Klingt eher wie der Beginn eines Schwanks von Knut Kiesewetter als wie die Erfolgsgeschichte eines Rock’n’Rollers. Carl Carlton tritt jetzt mit „Love & Respect“ zum zweiten Mal aus dem Schatten derer, die er sonst mit seiner eindrucksvollen Gitarrenarbeit unterstützt. Wie der Vorgänger „Revolution Avenue“ fest in der Tradition verwurzelt, streckt sich das neue Werk ein kleines bisschen mehr in Richtung Innovation.
WeiterlesenBridge & Tunnel: The Great Outdoors
Tiefer gestimmte Gitarren im Einklang mit einem schleppenden Schlagzeug, obendrein ein paar Piano-Akkorde und Samples. „Don’t Die Ashamed“ präsentiert eine düstere und spannungsgeladene Mischung. Etwas anders ist „Terrible Things“. Die Stimmung bleibt zwar, aber die E-Gitarre wurde durch eine Akustische eingetauscht. Hier steht nämlich der singende Songschreiber im Vordergrund.
WeiterlesenDave Gahan: Paper Monsters
Kurz nach Martin L. Gore zieht jetzt Depeche Mode Sänger Dave Gahan mit einem Soloalbum nach. Während sich Martin L. Gore als Songwriter auf seinen Soloalben nur an Coverversionen vergreift, präsentiert Dave Gahan auf „Paper Monsters“ ausschließlich (und erstmalig) eigene Kompositionen und Texte.
WeiterlesenInMe: Overgrown Eden
Während sie hierzulande noch unbekannt sind, haben InMe in ihrer Heimat Großbritannien schon einiges dafür getan, bald zu den bekannteren britischen Gitarrenbands gezählt zu werden. Sie tourten bereits im Vorprogramm von Hundred Reasons, JJ72, Feeder und Puddle Of Mud und durften just eine eigene Headlinertour durchs Königreich bestreiten.
WeiterlesenBent: The Everlasting Blink
Wer mit Ministry Of Sound nur Dance, Techno und House verbindet, der liegt dieses Mal völlig falsch. Die Musik von Bent ist in etwa vergleichbar mit der von Air. Allerdings nicht der aktuellen Ausgabe des französischen Duos, das es nunmehr mit Progrock probiert, sondern den Air zu Zeiten von „Moon Safari“.
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