Kurz nach Martin L. Gore zieht jetzt Depeche Mode Sänger Dave Gahan mit einem Soloalbum nach. Während sich Martin L. Gore als Songwriter auf seinen Soloalben nur an Coverversionen vergreift, präsentiert Dave Gahan auf „Paper Monsters“ ausschließlich (und erstmalig) eigene Kompositionen und Texte.
WeiterlesenKategorie: Musik
InMe: Overgrown Eden
Während sie hierzulande noch unbekannt sind, haben InMe in ihrer Heimat Großbritannien schon einiges dafür getan, bald zu den bekannteren britischen Gitarrenbands gezählt zu werden. Sie tourten bereits im Vorprogramm von Hundred Reasons, JJ72, Feeder und Puddle Of Mud und durften just eine eigene Headlinertour durchs Königreich bestreiten.
WeiterlesenBent: The Everlasting Blink
Wer mit Ministry Of Sound nur Dance, Techno und House verbindet, der liegt dieses Mal völlig falsch. Die Musik von Bent ist in etwa vergleichbar mit der von Air. Allerdings nicht der aktuellen Ausgabe des französischen Duos, das es nunmehr mit Progrock probiert, sondern den Air zu Zeiten von „Moon Safari“.
WeiterlesenBlind Guardian: Live
„Live“ bringt es mal wieder an den Tag – die Jungs von Blind Guardian sind Rampensäue. Obwohl sie im Studio eine Spur über die andere shiften, kommen ihre hymnischen Epen auch in klassischer Bandbesetzung straight von der Bühne. Eventuell vorhandene Chorparts werden lautstark und schräg vom Publikum übernommen und alles andere macht die gute, alte Spiellaune.
WeiterlesenReno: Thinking About The Good Times
Der Gitarrenlauf, der zu Beginn des Openers „Pretty“ erschallt, ist – ganz banal gesagt – faszinierend. Der Name ist jedenfalls Programm. Dezente Trompetenklänge, der immergleiche Gitarrenlauf, die Stimme, die ständig „I wish everybody would be…“ säuselt…
WeiterlesenFirebird: No. 3
Früher sagte man „Kiffermusik“ – und jeder wusste Bescheid: Verrauchte Gitarrensounds mit Deep Purple-Orgel und dem hippiesken Schütteln der Hüften. Heute kann „Kiffermusik“ alles sein, für Firebird muss aber die alte Definition herhalten. Lediglich die klare, fast schon hohe Stimme von Bandleader Bill Steer? rückt Firebird aus der Liga der üblichen Verdächtigen raus. Fast schon selbstverständlich, dass „No 3“ in Schweden aufgenommen wurde und erstklassig nach Retro klingt.
WeiterlesenFu Manchu: Go For It…Live!

Scott Hill und seine Mannen haben zwar die Haare ab, der verstrahlte Eindruck hat sich dadurch nicht verflüchtigt. Die vier kalifornischen Rocker legen jetzt ein Doppel-Live-Album vor, das locker beweist, dass man alles richtig machen kann, selbst wenn man einen blöden Bandnamen hat und nur über Autos, Surfen und Raumschiffe singt.
WeiterlesenMusikbücher IX
Erfreulich. Zur Zeit werde ich mit deutschen Produkten aus der großen Familie Rockliteratur beinahe zugeworfen. Und weil ich manchmal bei all dem Beschuss mal zurück schießen muss, gibt’s hier eine Auswahl besonders lesenswerter Neuerscheinungen.
WeiterlesenLive: t.A.T.U.
Saarbrücken, Saarlandhalle. 27.5.2003
Es gab Journalisten, die tatsächlich überrascht waren, dass tATu die angekündigte Pressekonferenz platzen ließen. (Den Weg zum Raum nicht gefunden, weil kein Ortskundiger vorweg lief, so die offizielle Begründung.) Es gab auch welche, die sich über das dünne Programm echauffierten. Und es gab welche, die hinterher verbreiteten, es sei alles Playback gewesen.
WeiterlesenTower Of Power: Oakland Zone
Wenn’s warm ist, muss man schonmal das Gebläse aufdrehen. Schade, wenn dann nur ein laues Lüftchen rauskommt. Tower Of Power sind mit Sicherheit der Inbegriff eines „Gebläses“, aber die alten Recken garen mit ihrem neuem Album nur ihren Legendenstatus. Wirklich cool ist hier nix, zu sehr parkt die Band auf dem Parkplatz der Routine und der technischen Finesse. Also – alles ein bisschen langweilig.
(5 Fritten)
Tower Of Power: Oakland Zone
(SPV)
Steve Skaith Band: Mexile
Als Latin Quarter Fan hat man in den letzten Jahren nicht gerade Freude gehabt. Nach einer Auflösung, einer Reunion, zwei überragenden Alben stand die nächste Auflösung ins Haus. Jetzt hat sich Sänger Steve Skaith aus dem Exil in Mexiko zurückgemeldet und veröffentlicht mit „Mexile“ ein Album mit drei alten Latin Quarter Songs und acht neuen Tracks.
WeiterlesenSammy Hagar And The Wabo’s: Live Hallelujah
Sammy Hagar wird wahrscheinlich auf ewig der ex-Sänger von Van Halen bleiben. Und als Bonusfluch erinnern sich die meisten an Oberposer David Lee Roth. Sammy Hagar versucht erst gar nicht, dieses Stigma loszuwerden und spielt bei seinen Live-Auftritten munter die alten Songs. Inklusive der lustig altmodischen Keyboardintros, aber was soll’s, „Live Hallelujah“ ist pures Entertainment! Sammy Hagar singt immer noch wie ein eingeklemmtes Steroid und seine Band ist so hungrig, dass die 17 Livetracks keine Sekunde langweilig werden. Mit angemessenem Druck und der nötigen Härte gelingen simple Rocker genauso wie Balladen.
WeiterlesenMike Tramp: More To Life Than This
Mike Tramp parkt auf dem Stilparkplatz direkt neben Bon Jovi. Während sich diese aus der Stretchlimo heben, um auf Hitsuche zu gehen, rappelt sich Mike Tramp aus einem verbeulten Van und stöpselt direkt die Gitarre ein. Unglaublich, wie jemand, der so nah an Bon Jovi steht, so frisch klingen kann.
WeiterlesenDeftones: Deftones
Ein Album unter dem eigenen Namen herauszubringen ist meist ein Zeichen von Neuanfang oder Rückbesinnung. Bei Deftones ist es ein Kumulieren der bisherigen drei Alben. Speziell „Hexagram“ und „When Girls Telephone Boys“ sind wieder um einiges härter und lassen dem Riffmonster freien Lauf. Dafür loten die Fünf aus Sacramento aber auch die Balladen tiefer aus. „Lucky You“ ist mit seinem stumpfen Beat wunderbar zermürbend und „Deathblow“ wahrhaft beängstigend.
WeiterlesenLogh: The Raging Sun
Es gibt ja diesen schlechten Witz, dass Alzheimer-Patienten immer neue Leute kennenlernen. Dann wäre „The Raging Sun“ ein Alzheimer-Album – man lernt nämlich immer neue Songs kennen. Obwohl melodisch und nachvollziehbar, sind die Songs schneller aus dem Gehörgang raus als man die Stopp-Taste drücken kann.
WeiterlesenM83: Dead Cities, Red Seas & Lost Ghosts
M83 – das klingt nach einem smarten Computer, der Musik generiert. Könnte sein. Obwohl M83 zwei Jungs aus dem französischen Antibes sind, deren Musik ähnelt einer elektronischen Variante der sphärischen Klanglandschaften von Mogwai und Sigur Rós. Wobei die zwölf Stücke im Vergleich zu denen der beiden genannten Bands kälter und befremdlicher wirken.
(7 Fritten)
M83: Dead Cities, Red Seas & Lost Ghosts
(Gooom/Labels/Virgin)
The Fight: Home Is Where The Hate Is
Die 18-jährige Kate ist Sängerin und Gitarristin und noch die Älteste in der Punk-Band The Fight. Ihre Miutstreiter sind männlich und ein und zwei Jahre jünger. Alt genug, um auf der Debüt-EP 1-2-3-4-Punkrock der alten Schule aus den Instrumenten zu schmettern. Watch out, Avril, here comes a true punkrock heroine!
(6 Fritten)
The Fight: Home Is Where The Hate Is
(Fat Wreck/SPV)
Little Feat: Highwire Act Live In St. Louis 2003
Blues, Prog-Rock und Hardrock haben sich Little Feat auf die Fahnen geschrieben. Seit Jahrzehnten zeigen sie auf der Bühne wie auf ihren Alben, dass sie Handwerk verstehen. So auch anlässlich der im August 2003 in St. Louis mitgeschnittenen Shows. Nicht jedermanns Sache, aber gefällig.
(5 Fritten)
Little Feat: Highwire Act Live In St. Louis 2003
(New Little Feat/Eagle Records)
Live: Paul McCartney
München, Königsplatz. 17.5.2003
Das Konzert kann ich am einfachsten beschreiben im Vergleich mit dem Brian Wilson-Konzert vor 16 Monaten in Hamburg. Das Beach Boys-Genie hat damals nur ein wenig Keyboard gespielt (obwohl er fast immer saß) und hat eher durch seine Persönlichkeit und seine Emotionen überzeugt als durch seine Stimme. Ein wunderschönes Konzert in dem Wilson sich allerdings völlig auf seiner Band verlassen musste.
WeiterlesenAutechre: Draft 7.30
Gottverdammt. Was für eine Platte. Ich kann es nicht glauben. Es ist atemberaubend. Für Jahre waren mir Autechre suspekt, ich konnte ihren Sound nicht nachvollziehen. Jetzt aber habe ich mir dieses Album aufgezwungen und irgendwann hat es Click gemacht. Hier sitzt kein Teil auf dem anderen. Der Rhythmus ist verquer und nie durchgehend. Der Kopf hört mit.
(7 Fritten)
Autechre: Draft 7.30
(Warp/Zomba)