Das Duo, das maßgeblich mitverantwortlich ist für einen Boom, dem das Label Electroclash aufgedrückt wurde, lässt wieder von sich hören: Fischerspooner. Es liegt nämlich unter anderem an Warren Fischer und Casey Spooner – der erste ein Filmstudent, der zweite ein Bildender Künstler –, den Beweis anzutreten, dass Electroclash, eine hochstilisierte Mischung aus Punk und 80er Elektro, keine Alltagsfliege bleiben wird und auch in ferner Zukunft seine Nische im Popkosmos sicher innehaben wird.
WeiterlesenKategorie: Musik
King Britt: Adventures In Lo-Fi
Seitdem er mit dem Trio Digable Planets gearbeitet hatte, träumte King Britt von der Idee, ein Mal ein reines HipHop-Album aufnehmen zu können. BBE beziehungsweise Rapster gaben ihm nun im Rahmen der „Beat Generation“-Serie die Chance, genau das Album anzugehen, das ihm schon seit Jahren vorschwebte. Ohne Grenzen, ohne Vorgaben.
WeiterlesenBoozoo Bajou: Juke Joint
Florian Seyberth und Peter Heider haben ihre Plattensammlungen durchforstet und sich all diejenigen Stücke rausgepickt, die sie schon immer mal gerne auf ein Album gepackt hätten. Wer möchte das nicht? Die beiden Nürnberger, die 2001 mit dem Debüt „Satta“ überzeugen konnten, enttäuschen erneut nicht.
Weiterlesen3 Generations Walking: s/t
Der Verfasser des Infoschreibens hat Recht: Viel zu oft wird elektronische Musik mit Kälte assoziiert. Umso lobenswerter ist es, dass es sich 3 Generations Walking zum Ziel gesetzt haben, mehr Wärme in die elektronische Klangwelt zu bringen. Die beiden Produzenten MKL und Soy Sos hatten verschiedene Sänger, Musiker und DJs, denen sie zutrauten, ihre Ideen umzusetzen, in ein Studio eingeladen. Der stilistische Rahmen wurde mit den Eckpfeilern Dub, Funk, Ambient, Jazz und Weltmusik abgesteckt.
WeiterlesenAni DiFranco: Evolve

Um im rührigen Schaffen der Kanadierin den Überblick nicht zu verlieren, muss man sich ganz schön Mühe geben, aber bislang scheinen dem Power-Schlumpf die Ideen nicht auszugehen. Seit dem harschen Folk-Punk von „Dilate“ (1996) hat sich Ani DiFranco über die Jahre komplett gehäutet und präsentiert sich seit einigen Jahren erwachsener denn je. Geschrien wird nur noch selten, stattdessen setzt sie ihre Stimme emotional ein und verknüpft ihren Folk immer stärker mit Jazz-Anleihen. Wobei „Anleihen“ bei „Evolve“ stark untertrieben ist.
WeiterlesenBlaze: As Live As It Gets
Als Blaze Bayley bei den eisernen Jungfrauen einstieg, war meine Iron Maiden Zeit schon lange vorbei. Was ich dann zufällig von dem Album „Virtual XI“ gehört habe, hat mich auch nicht wirklich aus dem Sessel gehebelt. Von daher war ich dezent überrascht, dass Blaze Bayley auf der vorliegenden Doppel-CD „As Live As It Gets“ eine erstaunlich gute Figur macht.
WeiterlesenDJ Muggs: Dust
DJ Muggs arbeitete schon mit House Of Pain zusammen und – nicht zu vergessen – mit Cypress Hill. Letztgenannte legten gerade wieder eine Pause. Allerdings war Muggs gar nicht nach Ausspannen und Relaxen. Er wollte Musik produzieren. So ging er in sein Studio und schrieb endlich ein paar eigene Songs.
WeiterlesenIsolation Years: It’s Golden
Hey, in Schweden gibt es Cowboys. Oder die Jungs hören auch 16 Horsepower und mischen den Saloonsound von David Eugene Edwards mit skandinavischer Schrulligkeit und fröhlichen Arrangements.
WeiterlesenDan Bern & The IJBC: Fleeting Days
Auf Dan Bern ist Verlass – in einem Affentempo haut er neue Alben raus und keiner muss Angst haben, dass sie dadurch schlechter werden. Diesmal verpackt er seinen beißenden Spott schon in dem Namen seiner Band: IJBC steht für International Jewish Banking Conspiracy. Vorurteile und starre Sichtweisen sind der Scharfzunge Bern ein Greuel. Wenn er sich ein Thema vorknöpft, kann man sicher sein, dass der Blickwinkel überraschend ist.
WeiterlesenMikrowelle: Twang Boom Tschak
Liebste Damen, liebe Herren, diesen Albumtitel dürfen sie ausnahmsweise wörtlich nehmen. Mikrowelle ist das Hirngespinst des ehemaligen Think About Mutation-Bassisten Peter G. Mit dem Computer und einer Klampfe, einer Fender Mustang, hat er dieses Album zustandegebracht. Knapp 33 Minuten heiterer Elektro-Surf sind Peter und seinem PC gelungen. das skurrile Gesamtkunstwerk erinnert an Radio-Jingles aus den Siebzigern und versüßt einem so manch trübe Stimmung.
(8 Fritten)
Mikrowelle: Twang Boom Tschak
(Exile On Mainstream/EFA)
Clutch: Live At The Googolplex
Clutch sind göttlich – insbesondere live. Wer noch nie in den Genuss einer ihrer Auftritte gekommen ist, der kann mit diesem Live-Album vorliebnehmen. Alle anderen haben sie bestimmt schon gesehen oder sollten sie demnächst mal in Natura erleben (Wer weiß wie lange sie noch durchhalten werden?). Bei Clutch wird noch gearbeitet und gerockt auf der Bühne. Da wird den Orange-Verstärkern alles abverlangt.
(7 Fritten)
Clutch: Live At The Googolplex
(Megaforce/SMIS)
Twothirtyeight: You Should Be Living
„You Should Be Living“ ist ein schwieriges Album. Nicht im Sinne von vertrackt, ich habe schlicht und ergreifend keine Ahnung, was ich schreiben soll. Viel zu gut, um es unter den Tisch fallen zu lassen, aber selbst nach 10 mal hören, kann ich mich mit Mühe und Not nur an einen Song erinnern. Der heißt „The Sticks Are Woven In The Spokes“ und ist ziemlich gut.
WeiterlesenSwingin‘ Utters: Dead Flowers, Bottles, Bluegrass, And Bones
„All That I Can Give“, eine coole Country-Ballade, und der Folklore-Ballade „Don’t Ask Why“ sind mit die besten Songs auf dieser Platte. Beim Rest geben sich die Me First And The Gimme Gimmies- und Filthy Thievin‘ Bastards-Mitglieder typischem Street Punk mit Folk-Einflüssen hin. Kurzum: Für Fans von Social Distortion und The Clash.
(6 Fritten)
Swingin' Utters: Dead Flowers, Bottles, Bluegrass, And Bones
(Fat Wreck/SPV)
Carl Magnus Palm: Licht und Schatten
Diese Geschichte bewegt noch immer: zwei Paare, die als Pop-Quartett Musik machen. Eine schwedische Band, die die Welt erobert. Vier Menschen, die ganz unterschiedliche Hintergründe mitbringen und auch auf unterschiedliche Weise mit dem Ruhm fertig werden. Und dann natürlich die Songs: Waterloo, SOS, The Winner takes it all… Diese Geschichte – rund 30 Jahre danach: Stoff für ein wahres Epos, dachte sich Carl Magnus Palm.
WeiterlesenKansas: Device – Voice – Drum
Auch wenn Kerry Livgren nicht dabei ist, spielt hier der harte Kern von Kansas. Nach dem überraschend starken 2000er Album „Somewhere To Elsewhere“ legen die Prog-Dinos jetzt eine Doppel-Live-CD nach. Von einem Lehrstück für jüngere Bands zu reden, ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber Kansas müssen in dieser Verfassung keinen Vergleich mit der jungen Garde fürchten.
WeiterlesenMolly Hatchet: Locked And Loaded
„‚Ne Wutz aufzublasen und fliegen zu lassen – das ist doch wirklich nicht so schwer.“ Bislang ist mir nicht bekannt, dass es eine Parallele zwischen den Rodgau Monotones und Molly Hatchet gibt, aber nachdem sich beide Bands in mehr als einem Vierteljahrhundert als Frontsäue etabliert haben, passt „Volle Lotte“ sowohl für die Einen als auch für die Anderen.
WeiterlesenBangles: Doll Revolution
Vergessen wir einmal kurz die Rehaugen von Susanna Hoffs und den nimmermüden Formatradio-Kracher „Manic Monday“ und nähern uns vorurteilslos einer Band, deren Comeback niemand wirklich auf dem Zettel hatte. Knietief in den 60ern verwurzelt, beweist das Damenquartett, dass „nett“ nicht gleichzeitig „flach“ bedeutet. Die Byrds sind in vielen Gesangsharmonien genauso erkennbar wie die Beach Boys und dann ist es auch nicht wirklich schlimm, dass die Background-Vocals manchmal an das schon lang vergessene Damentrio Wilson Phillips erinnern.
WeiterlesenEvergrey: Recreation Day
Beim Opener „The Great Deceiver“ mussten die Jungs von Evergrey scheinbar erstmal ihr Mütchen kühlen. Da wird alles ausgepackt, was eine Progressive-Band zu bieten hat und das Quintett tobt sich durch leicht nervige Keyboards, Frickel-Attacken und seltsame Chöre. Danach lassen sie es etwas ruhiger und gemäßigter angehen und man merkt schnell, dass das dritte Werk der Schweden um einiges offener ausgefallen ist als die beiden Vorgänger.
WeiterlesenEzio: The Making Of Mr. Spoons
Ich habe es Ezio nicht mehr wirklich zugetraut, dass sie es schaffen, ihren mitreißenden Gitarrenfolk adäquat zum Liveerlebnis auf Platte zu bannen. Der Vorgänger „Higher“ war zwar schon auf dem richtigen Weg, aber erst „The Making Of Mr. Spoons“ erreicht die schon lange erhoffte Plattenreife.
WeiterlesenThe Minus 5: Down With Wilco
Mehr kann man eigentlich nicht auffahren! Nicht nur, dass The Minus 5 mit Scott McCaughey, Peter Buck und Ken Stringfellow drei große Namen an Bord haben – jetzt haben sie sich auch noch Wilco dazugeholt, um mit einem scheinbar unscheinbaren Album der Musikwelt zu zeigen, wie man Songs schreibt.
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