Zwei Protagonistinnen

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Sie haben vieles gemein. Ihre Abenteuer erleben sie in Krimis des Ariadne Verlages, ihre SchöpferInnen haben, nach positiv aufgenommenen Debüts, ihre jeweils zweiten Romane vorgelegt, sie sind Frauen in den frühen Dreißigern und beileibe nicht das, was man kantenlos nennt. Beider Profession ist nicht das Klären von Mordfällen. Die eine, Nikola Rührmann, arbeitet als Meteorologin im Hamburg des Jahres 1999, die andere, Lilly Sommer, schlägt sich als erfolglose Schauspielerin mehr schlecht als recht durch Wien.

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Propheten des Untergangs

Als journalistisches Leitmedium in Sachen Kriminalliteratur ist uns die „Süddeutsche Zeitung“ bislang eher nicht aufgefallen. Vor Jahr und Tag, als man die hauseigene „SZ Kriminalbibliothek“ mit bequemen Wiederverwertungen sogenannter „Klassiker“ vermarktete, schien sich das zu ändern, aber es war dann doch nur schlichtes Marketing und endete mit dem erwarteten vollständigen Abverkauf der Bücher. Jetzt hat die SZ wieder zugeschlagen und lässt einen sicheren J. Käppner einen →Abgesang auf den Krimi singen.

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Durch die Nacht ohne …

Also, Arte, Deine Reihe „Durch die Nacht mit …“ hat uns schon mit einigen interessanten Begegnungen erfreut. In der aktuellsten Sendung traf ex-Schachweltmeister Garri Kasparow auf den US-Unternehmer Peter Thiel (hier noch ein paar Tage online anzusehen: http://videos.arte.tv/de/videos/durch_die_nacht_mit_-3619996.html).

Eine Konstellation, die jetzt nicht den allergrößten Reiz  hatte, schließlich kennen sich die beiden bereits, sind meist ähnlicher Ansicht und schreiben sogar ein Buch zusammen. Da war das ein oder andere Thema vorhersehbar – sogar dass man beim Besuch des Marshall Chess Clubs in Manhattan über Schach sprechen würde.

Dame schlägt 25. Mau mau.

Wieso, Arte, machen dann bei Dir Leute die Untertitelung, die von dem Spiel offenbar nicht die geringste Ahnung haben?

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Claudia Piñero: Die Donnerstagswitwen

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Noch ein Buch, an dessen Beispiel man sich trefflich über Sinn und Unsinn des Krimi-Begriffes und seiner dramaturgischen Agenda streiten könnte. Claudia Piñero, seit „Ganz die Deine“ auch hierzulande mit einem guten Ruf, erzählt in „Die Donnerstagswitwen“ die Geschichte dreier Leichen in einem Swimmingpool und vieler Scheintoter in einer Luxussiedlung am Rande von Buenos Aires. Was sie uns da berichtet, ist nicht überraschend. Doch wie sie das macht, besitzt Raffinesse.

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Ein Blog geht ins neue Jahr

Ja, das sähen einige gerne: Wenn dieser kleine Krimiblog hier versanden würde wie ein Flüsslein in der Wüste. Ich gebe zu: Mit dem Gedanken wurde gespielt, aus vielerlei Gründen, privaten wie grundsätzlichen. Der Trend geht weg vom Blog, hin zu den „sozialen Netzwerken“, ist auch in Ordnung so, aber alles muss man nicht mitmachen. Auch Blogs sind soziale Netzwerke, wenngleich – das ist mir ebenfalls nicht entgangen – die Bereitschaft zur Diskussion etwas nachgelassen hat. Verständlich. Nach wie vor regiert die alte Mauschelbrigade und lebt fröhlich an den modernen Zeiten vorbei. So etwas törnt ab, es weckt aber auch neue Kräfte. Jedem sein „Stuttgart 21“.

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Frisches Blut gesucht

Die Hinternet-Redaktion in der Steinzeit des Internets

Hinternet wird in diesen Tagen 16 Jahre alt! In Menschenjahre umgerechnet könntet Ihr Jopie zu uns sagen.

Die Mitarbeiter der ersten Stunde haben längst Abitur, Führerschein und teilweise sogar Jobs mit Rentengarantie. Da bleibt keine Zeit mehr schlechtest (also: gar nicht) bezahlte Artikel für ein Qualitätsprodukt wie Hinternet zu verfassen. So ist die Hinternet-Redaktion inzwischen auf einen tattrigen Chefredakteur und eine dauerhandarbeitende Ex-Kolumnistin zusammengeschrumpft.

Gesucht: Junge, dynamische Kreativkraft

Deshalb sucht Hinternet neue, kreative Schreiber, Blogger, Kolumnisten, Rezensenten, Zeichner, Photographen. Leute die nichts zu verlieren haben  und gerne auch für dieses Nichts arbeiten. Dafür bieten wir Ruhm und Ehre (vielleicht) und ein Spitzen-Karma. Bestimmt.

Wer Interesse hat maile einfach an ichbindabei@hinternet.de.

Wir warten!

Ein Blog wünscht frohe Weihnachten

Dieser kleine Blog wünscht allen Leserinnen und Lesern das, was sie sich von Weihnachten erwarten, auch wenn sie nichts erwarten. Ein wenig vernachlässigt war er im ablaufenden Jahr, aber er existiert noch, nebst anderem. Ob das so bleiben wird, darüber reden wir im neuen Jahr. Manchmal müssen sich die Dinge ändern, manchmal ändern sie sich, indem sie so bleiben wie sie sind. Mit diesen hochphilosophischen Worten entlasse ich euch offiziell in die Besinnlichkeit. Macht was draus.

Lösung 21

Gram Parsons: „Grievous Angel“

Grievious Angel
Original (1974)

Nachbau (2010)

Ich bin ein bisschen gramgebeugt, weil mir der gute GP hier arg zum schwarzbematteten Lederrocker geraten ist. Egal, viele haben ihn erkannt. Und diesmal ist das Bild wirklich gefilzt, mit fluffiger Filzwolle. Für alle, die Gram Parsons nicht kennen: nachholen, Country Rock der himmlischen Art. Und den Elvis-Fans sei gesagt, dass man die Soloalben von Gram Parsons ruhig auf der Rechnung haben darf, denn wenn ich mich recht erinnere, hat er dafür ein paar Größen aus Elvis´ Las Vegas Band gemietet.

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Lösung 20

Englischlehrer nahmen dieses Album gerne, um den Unterricht – mit Musik und anspruchvollen Texten – etwas aufzulockern. Trotzdem ist Randy Newmans „Sail Away“ eine klasse Platte. Mit Musikern wie Ry Cooder und Hits wie „Simon Smith and the Amazing Dancing Bear“ oder „You Can Leave Your Hat On“ (wenn auch wie gewohnt andere Interpreten den Erfolg mit Newmans Liedern hatten).

Randy Newman - Sail Away
Original (1972)

Nachbau (2010)

Sieht ein bisschen aus wie Mozart, der Mann mit den Löckchen. Und eins steht fest: die stylishe Brille ist kein Kassenmodell, Warum Randy Newman hier so nach unten guckt, weiß ich allerdings auch nicht. War mal wieder irre schwer für mich, aus meinem begrenzten Filzfundus die passende Hintergrundfarbe auszuwählen. Zumal viele Farben auf dem Cover so ähnlich sind.

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