Spoon: Transference

Austins Indierock-Band Spoon hat schon einige Jahre auf dem Buckel, wurde sie doch kurz vor Mitte der Neunziger gegründet. Jetzt ist ihr siebtes Studioalbum „Transference“ erschienen. In den USA stand dieses schon auf Rang vier der Billboard-Charts: Der Song „The Mystery Zone“ wurde dort sogar von der Kaffeehauskette „Starbucks“ beworben und Ende Januar zum „Starbucks iTunes Pick Of The Week“ auserkoren. Man gönnt diesen Rummel Spoon und auch deren neuer Platte. Ihr Rock ist oberflächlich betrachtet unspektakulär, bei genauerem Hinhören aber vor allem experimentell, anders, lässig und zeitlos.

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Part Chimp: Thriller

Rock Action Records ist ein kleines, von Mogwai initiiertes Musiklabel. Die neueste Veröffentlichung der Schotten trägt den Titel „Thriller“ und stammt aus der Feder von Part Chimp. Um es vorwegzunehmen: Dies ist keine Huldigung vor dem gleichnamigen Meisterwerk von Michael Jackson.
Auf ihrem mittlerweile dritten Album geben sich Part Chimp wie gewohnt dem lauten, ungestümen und krachenden Rock hin.

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Them Crooked Vultures

Man kann nur immer wieder den Kopf schütteln. Woher nimmt der gute Josh Homme, der seit Januar 2006 auch Vater ist, nur die Energie und die Zeit her, auf so vielen Hochzeiten zu tanzen?

Da hätten wir Queens Of The Stone Age, die Eagles Of Death Metal (zumindest was die Studioalben angeht), unzählige Gastauftritte (just etwa bei Biffy Clyro) und jetzt also noch das Rock-Allstar-Trio Them Crooked Vultures.

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Alibis 33

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Auf die frankokanadische Krimizeitschrift ALIBIS verweisen wir immer wieder gern. Auch die aktuelle Nummer 33 kommt mit bewährter Mischung ins Haus: Kurzkrimis, Kritiken, Übersichten und zwei längere Arbeiten zum 25jährigen Jubiliäum eines besonderen „Todesspiels“ sowie zu historischen Krimis, die in der griechischen, römischen und ägyptischen Antike spielen. Und wie immer empfehlenswert: der →Internetauftritt mit zahlreichen und selbstverständlich kostenlosen Informationen.

First Aid Kit: The Big Black And The Blue

Wenn eins derzeit gut ankommt, dann sind es mehrstimmige Gesänge. Man stelle sich vor, die Fleet Foxes wären allesamt Frauen. So klingt der Auftakt auf „The Big Black And The Blue“. Diese Feststellung allein ist schon großartig. Es wird aber noch besser: First Aid Kit, das sind die Schwedinnen Klara und Johanna Söderberg. Die eine ist 16, die andere doch schon 19 Jahre alt. Keine Ahnung, mit welcher Musik oder unter welchen Umständen sie aufgewachsen sind. Aber ihre Stimmen gehen durch Mark und Bein. Diese Leidenschaft im Gesang ist schier beeindruckend.

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Mo Hayder: Haut

(Anna Veronica Wutschel, unsere Spezialistin für sinnstiftende literarische Selbsttherapien schreibender Frauen und gelegentlich auch Männer, hat sich durch Mo Hayders „Haut“ gelesen, um unter all dem Blut und den Tränen und dem Angstschweiß das zu finden, was man von Krimis gemeinhin erwartet: ein bissel Spannung, die nicht gleich mit der dramaturgischen Pumpgun zwischen die Buchdeckel gehustet wird. Ob sie fündig wurde? Spannend…)

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Benjy Ferree: Come Back To The Five And Dime, Bobby Dee Bobby Dee

Der im Albumtitel erwähnte Bobby Dee hieß in Wirklichkeit Robert Cletus Driscoll bzw. Bobby Driscoll. Er spielte als Kind in einigen Walt Disney-Filmen mit und lieh u.a. der Zeichentrickfigur Peter Pan seine Stimme. Das war 1953, als Driscoll 16 Jahre alt war. Einige Jahre später wurde er bei Disney gefeuert, woraufhin er sich mit Drogen zu betäuben versuchte. 1968 starb er im Alter von 31 Jahren.

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Karen O And The Kids: Where The Wild Things Are

1963 ersann Maurice Sendak die nur aus wenigen Sätzen bestehende, wunderschöne Kindergeschichte „Where The Wild Things Are“ (zu deutsch: „Wo Die Wilden Kerle Wohnen“). In deren Mittelpunkt steht ein rebellischer Neunjähriger, der von seiner Mutter für sein aufrührerisches Verhalten bestraft wird und zum Trotz im Traum in eine andere Welt flüchtet. Nun hat Spike Jonze die Geschichte verfilmt, die kurz vor Weihnachten in die deutschen Kinos kam.

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Yrsa Sigurđardóttir: Die eisblaue Spur

„Die eisblaue Spur“ ist eines jener Bücher, bei deren Lektüre man Gott auf den Knien dankt, kein Übersetzer zu sein. Man transportiert aus dem Isländischen ins Deutsche so wie man meinetwegen eine Fuhre Kartoffeln von München nach Hamburg schafft. Sich an die Verkehrsregeln halten, zügig fahren, aber wissen, dass Kartoffeln ein relativ bedürfnisloses Gut sind, dass auch schon mal einen Wackler verträgt. Ansonsten wird’s eine recht langweilige Fahrt. Und die dürfte auch Übersetzerin Tina Flecken beim Transport dieses Buches gehabt haben.

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Hallo? Was mach ich hier eigentlich?

Jubiläum steht vor der Tür. Am 7. Februar 2005 gab es hier zum ersten Mal Nachrichten von den beobachteten Detektiven, nur ein gewisser Hamburger Krimiblog war schneller (Glückwunsch in die Diaspora). Keine Spur von Plan, keine Idee von Wollen und Werden. Und jetzt schau ich in die Statistik, die mir – wenn sie nicht lügt, aber irgendwie tun sie das alle – erzählt, hier seien 2288 Einträge und 8811 Kommentare geschrieben worden. Schön. Und wozu das alles?

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Tatort: Hilflos

Mobbing unter Schülern ist grausam. Kinder und Jugendliche können erschreckend brutal zueinander sein und einander teils irreparable seelische Schäden zufügen. Mobbing ist immer wieder auch das Thema in Drehbüchern. So wie im Fall des neuen SR-Tatorts „Hilflos“ von Stefan Schaller und Sabine Radebold.

Im Mittelpunkt steht der Schüler Tobias Rothgerber. Er ist in seiner Klasse ein Außenseiter, ist groß und dürr, trägt eine Zahnspange und wirkt ungepflegt. Er ist alles andere als beliebt. Ihm hat gar mal ein Mitschüler in seine Diddlmaus-Brotdose geschissen. Kein Wunder, dass Rothgerber ein verschlossenes und verängstigtes Wesen ist. Jetzt hat er auch noch seinen besten Freund David verloren.

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Äh…sorry

Ja, in dieser Woche vernachlässige ich euch noch ein wenig. Wird sich aber bald ändern, die hämischen Auguren („Hi, hi, er hat hingeworfen!“) muss ich enttäuschen. Hätte da noch die kurze Rezension eines lauen Isländers, die noch kürzere eines sehr lauen Schweden, die nicht weniger kurze eines lausigen Deutschen… aber erspare ich euch. Kommt besseres nach. Bis spätestens nächste Woche oder doch früher!

Presseschau 19. Januar 2010

R.I.P.: Kate McGarriggle (1946-2010). Die kanadische Musikerin, ex-Ehefrau von Loudon Wainwright III und Mutter von Martha und Rufus Wainwright, stirbt 63jährig an Krebs. Nachruf The Gazette

Gimme Somethin’ True: An Interview with Basement Jaxx (PopMatters)

The Quietus interviewt Delphic: A Call To Arms

Pop als Geschäft. Auch die Frankfurter Rundschau berichtet über die zweitägige „Life is Live“-Veranstaltung: Ausgehen für den Staat

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Presseschau 18. Januar 2010

Die taz spricht mit Tocotronic über ihre neue Platte: ↑„Wir sind früh vergreist“

Der Tagesspiegel interviewt Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow: ↑„Ich muss mich vom Internet fernhalten – aus Selbstschutz“

Max Dax, Chefredakteur der SPAX SPEX antwortet im Freitag auf einen Artikel von Johnny Häusler: ↑Das popliterarische Zwölfeck.

Der Guardian spricht mit Brian EnoOn gospel, Abba and the death of the record

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Protectors: Auf Leben Und Tod

Im Herbst 2009 lief im ZDF auf dem angestammten sonntäglichen Krimiplatz (nach 22 Uhr) die neue skandinavische Serie „Protectors – Auf Leben Und Tod“ an. In fünf Folgen wurde einem eine dänische Spezialeinheit vorgestellt, in deren Mittelpunkt die drei Geheimdienst-Frischlinge Jasmina El Murad (Cecilie Stenspil), Rasmus Poulsen (Søren Vejby) und Jonas Michaelsen (André Babikian) stehen. Sie haben die Aufgabe, Personen zu schützen und Verbrechen aufzuklären. Damit hebt sich diese Serie von anderen ab: Wo sonst nur ermittelt wird, sind hier der Personenschutz und damit verbunden diverse präventive Maßnahmen wie Verwanzen einer Wohnung oder Beschattung eines Verdächtigen unumgängliches Mittel zum Zweck.

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Saboteur

Es hat durchaus seinen Reiz, den Nazis eins auf die Mütze zu geben (und gar noch mehr als das). Dabei ist die Idee hinter „Saboteur“ aus dem Entwicklerhause Pandemic keineswegs neu. Während in „Uncharted 2: Among Thieves“ Diebe, Söldner und Schatzsucher bekämpft werden und in „GTA“ meist Gangster und Polizisten auf der Gegenseite stehen, sind es in „Saboteur“ die Nazis, die gerade in Frankreich einmarschiert sind und die dortige Hauptstadt eingenommen haben.

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