Frauen auf der Couch

Als euer Spezialist für brisante Themen habe ich mir erlaubt, mich auf der Krimicouch länglich, aber beileibe nicht erschöpfend zu krimischreibenden Frauen auszulassen. Die Kolumne findet sich →hier, eine Rezi ist auch noch irgendwo, müsst ihr aber selber suchen (z.B. auf der Startseite der Couch). Apropos Frauen, apropos Rezis: Auch unseraller Patzerschorsch hat sich nun ein Plätzchen auf der Couch gesichert und prompt den „Krimi des Monats“ besprochen. Tja, Beziehungen muss man haben…

Verstaucht

So ist das, wenn die Frühlingssäfte gären. Ein paar vorbereitende Gartenarbeiten, eine zu schwere Leiter und eine nicht weniger schwer verstauchte rechte Hand. BITTE JETZT KEINE DRECKIGEN WITZE!!! Für diesen knappen Text brauche ich gefühlte vier Stunden und trete also die nächsten Tage ein wenig kürzer. Auf einen Bericht in der &rarr,Samstags-TAZ möchte ich dennoch verweisen, es geht um die Frage „Gibts zu viele Krimis im Fernsehen?“, und wenn es wieder geht mit der Hand, schreib ich vielleicht was drüber. Jetzt lest erst mal so.

News und Neuigkeiten

Na so was. Jetzt bin ich beim →Golkonda Verlag gelandet und weiss nix davon. In dieses noch ganz junge Etablissement hat es nämlich die Funny-Crimes-Reihe verschlagen, zu der zu gehören ich die Ehre habe. Gibt auch gleich ein unmoralisch günstiges Angebot. (Danke Achim von der Couch für den Hinweis).

Und dass Herr Alligator jetzt →eine Zeitschrift herausgibt, wisst ihr ja schon längst.

Patrick Pécherot: Nebel am Montmartre

Hat die krimiliterarische Welt wirklich auf einen Roman gewartet, der nicht von Léo Malet stammt, aber uns dennoch mit den Abenteuern seines Helden Nestor Burma kommt? Wahrscheinlich nicht. Aber auf das meiste hat diese Welt nicht gewartet und dann dankbar angenommen…
Dabei ist es so naheliegend. Schließlich hat Malet seinen Plan, uns durch sämtliche Arrondissements von Paris zu geleiten und dabei seinen Protagonisten in allerhand Kriminelles zu verwickeln, nicht zur Gänze realisiert. Montmartre allerdings, wo Pécherots Geschichte hauptsächlich spielt, hat der Meister durchaus abgehandelt. Aber eben nicht 1926, als Burma wie sein Schöpfer noch anderen Obsessionen frönten, dem Schreiben surrealistischer Gedichte beispielsweise. Genau hier setzt Pécherot an.

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Paris, Paris

Pariser Wochen. Morgen gibt es hier die Rezension zu Patrick Pécherots „Nebel am Montmartre“, eine Hommage an Leo Malet. Nächste Woche dann widmen wir uns ausführlich dem neuen Roman von Pablo De Santis, „Das Rätsel von Paris“. Aber neben dem Handlungsort haben beide Bücher bei allen sonstigen Unterschieden noch einiges gemeinsam. Sie sind „historische Krimis“ und vermengen „Realität“ und Fiktion.

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Facebook

Ey, das Internet ist ja richtig geil! Man kann sich z.B. bei Facebook anmelden und hat gleich darauf schon zwei richtig dufte Freundinnen! Dafür hab ich früher Jahre gebraucht! Also: →dpr ist jetzt bei Facebook, schaut mal, was man damit alles machen kann und lädt alle ein, mit ihm befreundet zu sein, was immer das auch heissen mag. Nee, nee, schon geil dieses Internet. Früher musste man die Mädels zum Essen einladen und so…

Ein Gespräch mit Friska Viljor

Die schwedische Band Friska Viljor wurde vor fünf Jahren von Daniel Johansson und Joakim Sveningsson gegründet. Sie nutzten das gemeinsame Musizieren, um sich von ihren gescheiterten Beziehungen zu therapieren. Heute sind die beiden Gitarristen glücklich – nicht nur wegen des wachsenden Bekanntheitsgrades ihrer Band. Unser Hinternet-Mitarbeiter Kai Florian Becker erreichte Joakim Sveningsson in der Schweiz, auf einer der zahlreichen Stationen ihrer aktuellen Europatournee.

 

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Ray Bradbury / Tim Hamilton: Fahrenheit 451

Ray Bradburys Klassiker „Fahrenheit 451“ ist so viel Krimi wie Science Fiction, also ganz oder gar nicht. Die Geschichte der fürsorglichen Bücherverbrennung zum Schutze der Bevölkerung vor allzu großer Belästigung des Verstandes ist zeitlos und von globaler, mühelos auf sämtliche Formen der Verdummung übertragbarer Gültigkeit. Sie lebt von Bilden und Metaphern, deren schönste jenes Schlussbild der Buch-Menschen ist, in deren Erinnerung die Literatur überlebt und durch das Sich-Erinnern bewahrt bleibt.

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Passt scho‘

Wer schreibt die einzig wahren Geschichten? Das Leben? Nö: die Buchreklame. Beweis: nachstehende Kombination aus Wahn und Wahrheit, der treffendste Kommentar zur „Hegemann-Affaire“, die ultimative Gleichung in der niederen Mathematik des Papierhandels. Mit Dank fürs Auffinden von dee-peer-ahhh! an Mrs. P. from B.

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gemein 016

Guido Westerwelle war seit 1983 Juli-Chef, seit 88 im FDP-Bundesvorstand und schloss sein Jurastudium erst 1991 ab: Parteiamtssalär, Diäten, Ministergehalt: Der Mann hat nie ernsthaft von etwas anderem als Staatsknete gelebt. Dass nun ausgerechnet er wirklich Bedürftige als überfressene Orgiasten schmäht – im vorrevolutionären Frankreich wäre das als der mannhafte Wunsch verstanden worden, sich immerhin die eigene Laterne auszusuchen.

Friedrich Küppersbusch in der taz: ↑Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

James Ellroy: Blut will fließen

Es gibt nur wenige dickleibige Bücher, die ich von der ersten bis zur letzten Seite mit der Inbrunst eines unrettbar Gefangenen lese. Irgendwann kommt der Moment der Redundanz, was kaum anders sein kann, und ich warte förmlich darauf – und auch darauf, wie es dem Autor gelingt, diesen Moment zu überwinden. „Blut will fließen“, abschließender Band von James Ellroys Amerika-Trilogie (nach „Ein amerikanischer Thriller“ und „Ein amerikanischer Albtraum“), gehört bei aller Kunstfertigkeit nicht zu den Büchern, bei denen ich mir nach Seite 500 noch Überraschungen erhoffe. Wobei Redundanz nichts Negatives per se sein muss. Und Ellroy selbst in der Redundanz das Gehirn des Lesers noch zu geschäftigen weiss.

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Von Spannern, Mistkerlchen und anderen Autoren

Guido Westerwelle hat einen wunderbaren Krimi geschrieben (wir stellen uns das mal vor, obwohl es schwerfällt). Würden Sie deshalb in Zukunft FDP wählen? Oder, weil Ihnen der Mensch Westerwelle völlig unsympathisch ist, seinen Krimi überhaupt gar nicht lesen? Hypothetische Fragen. Aber im Kern doch solche, die unser Leseverhalten entscheidend prägen können. Denn hinter jedem Text steckt eine Person, und manchmal steckt sie im Text selbst. Was uns für gewöhnlich nicht interessiert, es sei denn, wir glauben diese Person zu kennen. James Ellroy zum Beispiel.

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