„Ach Mama!“ Papa seufzt. „Im Frühjahr wolltest du Polo spielen – du durftest es. Dann war dir Polo zu langweilig und du wolltest lieber beim Unterwassertennis mitmachen. Kein Problem. Und jetzt? Einen literarischen Salon? Warum nicht Bio-Yoga oder bei der TAFEL das alte Gemüse an die Arbeitslosen verteilen?“
WeiterlesenPresseschau 11. August 2009
Die taz über c/o pop: ↑Am mageren Ende des Longtails
Jan Delay im taz-Interview: ↑„Ich bin direkter geworden“
Northern Bass Monkey: The Quietus interviewt Peter Hook – ↑Freebass, New Order and Joy Division Cruet Sets
WeiterlesenVamba Sherif: Geheimauftrag in Wologizi
Kriminalliteratur kann eine ganze Menge. Unter anderem fliegen. Irgendwo zwischen dem schmutzigen, konkreten Boden der Wirklichkeit und jenen übergeordneten Sphären aus Tradition, Denkweisen und jeder Form von tröstender Religion. Genau eingestellt, schafft es diese Kriminalliteratur sogar, sich in der Region aufzuhalten, wo der Dreck des Alltags und das Unfassbare seines Überbaus transzendieren. Vamba Sherifs „Geheimauftrag in Wologizi“ hat genau diese richtige Höhe.
WeiterlesenPresseschau 10. August 2009
Zahlen, bitte! Wer hält wann das Copyright an welchem Beatles-Stück? ↑Beatles copyrights in McCartney’s (distant) sights
Drowned in Sound reist in das von der Finanzkrise mit am heftigsten durchgeschüttelte Land: ↑The Icelandic music scene after the economic collapse
The Quietus ↑Looks Back At The Career Of Dynamic Metallic Neurosis
WeiterlesenWischnu guckt

„Das Auge Wischnus“ von Matthias Blank beobachtet dich, wenn du diesen Krimi liest. Natürlich wie gehabt in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“. Ein Stück aus der „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens“ von 1920, von einem Vielschreiber, neben dem Georges Simenon wie die personifizierte Schreibhemmung aussieht.
Krimileseleben -4-
Krimileserinnen und -leser sind mehr als ökonomische Manövriermasse von Verlagen oder diffuses Zielpublikum von Krimischaffenden aller Art. Sie haben eine Geschichte und gute Gründe, Krimis zu lesen. Die Serie „Krimileseleben“ möchte ein wenig von dieser Geschichte und diesen Gründen erzählen. Diesmal die ersten vier Stimmen von erfreulich vielen, die sich nach einer Einladung auf der Krimi-Couch bereiterklärten, mir auf vier Fragen zu antworten. Das nächste Viererpäckchen folgt bald. (→Folge 1 – →Folge 2 – →Folge 3)
WeiterlesenPresseschau 8. August 2009
Andrian Kreye macht sich für die Süddeutsche auf die Suche nach dem wahren Bob Marley: ↑Rastafahndung
Der Spiegel sieht in der ARTE-Dokureihe „Welcome To The 80’s“ (die am kommenden Dienstag beginnt) eine ↑Späte Ehrenrettung. Als ob die 80er die wirklich nötig hätten…
Der Telegraph ↑bespricht Mark Ribowskys Buch „The Supremes: a Saga of Motown Dreams, Success and Betrayal“.
Presseschau 7. August 2009
Erst mal aus der großen Flut drei Nachrufe auf Willy DeVille:
↑The Last Spanish Stroll Willy DeVille ist tot (BR), Eckensteher der Romantik (FAZ) und ↑Südstaaten-Sinatra mit schwerer Seele (Spiegel)
Auf der Suche nach dem schottischen Mythos

Wer heute Nacht die unterhaltsame neue Folge der Arte-Reihe „Durch die Nacht mit…“ verpasst hat, braucht sich nicht zu ärgern, hat er/sie doch noch sieben Tage lange die Gelegenheit sich ↑hier in der Arte-Mediathek das Aufeinandertreffen von Krimiautor Ian Rankin, Schauspieler Alan Cummings („Golden Eye“, „X-Men 2“) und der schottischen Stadt Edinburgh online anzuschauen. Die Zeit läuft.
Presseschau 6. August 2009
Jon Savage talks punk with The Quietus: ↑Jon Savage Interview & An Extract From The England’s Dreaming Tapes
The Quietus über das gerade bei Sony wiederveröffentlichte ↑“Jeff Wayne’s War Of The Worlds“
Thomas Dörschel, von Virginia Jetzt! übers unterwegs sein: ↑Der Beginn ist das Ziel
Unterschätzt. jetzt.de spricht mit Rebecca Forest, der Autorin von „Groupies and the Construction of the Heavy Metal Rock God„: ↑Sex mit dem Namen
Mit Martin Compart im Gespräch
Ganz langsam fangen wir sie uns ein: diejenigen, die etwas zum Krimi zu sagen haben und es auch in ausführlichen Gesprächen tun. Heute: Martin Compart, vielseitig und streitbar, kein Freund lauwarmer Worte. Und wo finden wir das? Mit Kurzbio und schönen Abbildungen? Im →Krimikultur: Archiv natürlich. Ab sofort, so lange es noch Internet gibt.
Presseschau 5. August 2009
2raumwohnung im Interview: ↑“Man kann cool und trotzdem erfolgreich sein”
Radiohead mit neuer Single „Harry Patch (In memory of)“, in Erinnerung an den gerade 111jährig verstorbenen WeltkriegI-Veteran. Anhören kann man das Stück ↑hier bei der BBC.
Die taz über Hollow Skais aktuelles Buch „Alles nur geträumt: Fluch und Segen der Neuen Deutschen Welle“: ↑Erkläre deine Jugend
WeiterlesenIain McDowall: Gleich bist du tot
In drei Büchern hat uns Iain McDowall bisher mit diversen Fällen für sein Ermittlerduo Jacobson und Kerr durchaus entzückt. Rasante Krimis mit einem Blick für die soziale Wirklichkeit, die Polizeiprotagonisten, obwohl nicht frei von Problemen, dezent im Hintergrund, manch dramaturgische Extravaganz als Zugabe. Könnte eigentlich so weitergehen. Tut es aber im vierten Buch, „Gleich bist du tot“, nur bedingt.
WeiterlesenGerissener Gummizug
„Bei Gelegenheitsjobs braucht man nicht nachzudenken“, sagte ich und schwieg einen Moment. „Wenn man so was lange genug macht, können sogar die Jahre allmählich verschwimmen.“
„Mein Gott, Adam.“
„Du hast kein Recht, über mich zu urteilen, Robin. Wir haben beide unsere Entscheidungen getroffen. Ich musste mit deinen leben. Es ist nicht fair, dass du mich für meine verurteilst.“
„Du hast recht. Es tut mir leid.“
Crumley im Archiv
Damit hat Jochen „hardboiled“ König nicht gerechnet: Ein vermummter Mensch in seinem nächtlichen Arbeitszimmer, „a Luger in his hand“, wie der Sänger singt. „Rück ihn raus“, zischt der Mann. „Ja, wen denn?“ wispert Jochen. „Deinen James-Crumley-Nachruf natürlich.“
WeiterlesenPresseschau 4. August 2009
Leistungsschau der lautesten und härtesten Bands der Welt. Die taz über das Wacken-Festival: ↑Trash trifft Tradition
Kulturflatrate. Wie kann Vergütung für Kultur im Internet funktionieren? ↑Wir kriegen die Zahnpasta nicht zurück in die Tube
Hendrix und Woodstock: ↑10 Little Known Facts about the Performance That Defined the ’60s
The Quietus ↑spricht mit Travis Elborough, dem Autor von „The Long-Player Goodbye“ über die Vergangenheit und mögliche Zukunft des Vinyl-Albums.
Und zum gleichen Thema fragt man sich im Guardian-Blog: ↑Record breaking: is the album format dead?
Und Wired: ↑The Album Is Dead, Long Live the App
Presseschau 3. August 2009
Differenzierung findet nun nicht mehr diachronisch zwischen den Zeiten statt, dem Heute, der Zukunft, der Geschichtlichkeit der Traditionen, auf die ich mich beziehe und die ich verwerfe. Die Differenzierung findet in der Synchronie eines enthistorisierten Angebots an Lebensentwürfen statt.
Na, wie klingt das? Nach Diedrich Diederichsen? Genau! Der schreibt nämlich in der heutigen Süddeutschen über das Ende der Popmusik und wie es danach weiter geht: ↑Wohlklang in einem etwas anders sozialisierten Ohr
Fuck you Katy Perry. The Rumpus ↑interviewt Jill Sobule und die macht aus ihrem Herzen keine Mördergrube.
The Telegraph über Imogen Heap: ↑all hail the online queen
R.I.P.: ↑Andy Parle. Der Space-Schlagzeuger starb am vergangenen Samstag. Er wurde 42 Jahre alt. Die Todesursache ist noch ungeklärt.
R.I.P.: ↑Billy Lee Riley – Der Rockabilly-Veteran („Flying Saucers Rock and Roll“) aus dem Hause Sun starb 75jährig.
Dr. Jekyll und Mister Krimi
„Writing under his own name, Banville manages around 100 sweated-over, teased, honed and polished words a day; but as Benjamin Black, he can manage a couple of thousand.“
So, jetzt haben die Engländer auch ihre →„Gartenklamotten“-Affäre. Wir erinnern uns: Der Autor Matthias Altenburg hatte bekannt, zum Schreiben von Kriminalromanen unter dem Namen Jan Seghers die „Gartenklamotten“ anzuziehen. Sprich: Bei Krimis wirft man sich nicht in den feinen Sprach- und Stilzwirn, sondern schreibt mehr oder weniger drauf los. Der Booker-Prize-Gewinner John Banville siehts wohl ähnlich. Als Hochliterat schafft er gerade einmal 100 polierte Wörter, als Krimiautor Benjamin Black haut er sie hingegen nur so in die Tasten (die ganze Geschichte gibt’s bei →Sarah Weinman).
WeiterlesenDie böse Absicht
Udo Vetter kommentiert im Lawblog ein Interview von Familienministerin U.v.d.Leyen mit dem Hamburger Abendblatt
Doch offensichtlich setzt sich in Politikerkreisen die Auffassung durch, dass der stimmberechtigte Deutsche in der Masse nicht viel von seinem Grundgesetz hält. Und dass eine deutlich größere Gruppe als der Stammtisch es gut finden wird, wenn der Staat den Robocop im Internet gibt, dort mit eisernem Besen säubert – und die Meinungsfreiheit als Sondermüll entsorgt.
↑Die Meinungsfreiheit als Sondermüll
P.S.: Und Stefan Niggemeier kommentiert – u.a. – die journalistische Arbeit des Hamburger Abendblatts („Arbeitsverweigerung“, „Schmierenstück“): ↑Geht sterben (9)