„Eine Menge Scheiße“: So beginnt Amir Valles „Freistatt der Schatten“, vierter Teil und vorläufiger Höhepunkt seiner Havanna-Krimis. Und es trifft zu: Valles Kuba stinkt; nach Blut und Verwesung, nach Hoffnungs- und Skrupellosigkeit, nach Gier, nach Tod. Und doch ist es Amir Valles Kuba, auch wenn der Autor, dem man nach einem Auslandsaufenthalt die Rückkehr in seine Heimat verweigert, schon seit Jahren in Berlin lebt. Es ist auch Leonardo Paduras Kuba – dies nur, weil der Name natürlich fallen muss, wenn man von kubanischer Kriminalliteratur spricht -, und der mag die Scheiße anders beschreiben, aber so poetisch kann gar nichts sein, dass es den Gestank überlagern könnte.
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