Robert Wilson: Die Maske des Bösen

Robert Wilson hat es nicht leicht. Man kommt fast nicht umhin, seine neuen Bücher mit seinem Meisterwerk „Der Blinde von Sevilla“ zu vergleichen. „Die Maske des Bösen“ ist schon der dritte Fall des spanischen Ermittlers Javier Falcón und wie so oft bei einer Krimi-Reihe mit durchlaufenden Charakteren scheinen den Autoren die Lebensgeschichten der Einzelnen wichtiger zu sein als der eigentliche Fall.

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Tatort: Krimi

Auch wir wollen es nicht versäumen, einen neuen Krimiblog in unserer Mitte zu begrüßen. →„Tatort: Krimi“ heißt der und konzentriert sich momentan auf Rezensionen, zuletzt Robert Littells „Kalte Legende“. Tja, und da bin ich nun über den Schlussabschnitt der Besprechung gestolpert:

„Nur zum Schluß ein kleiner Wermutstropfen: Selbstjustiz, so gerechtfertigt sie auch zu sein scheint und zu deren Zustimmung Littell uns geneigt machen will, ist immer, immer reaktionär.“

Hm, LITTELL macht geneigt? Nicht vielleicht eine Figur aus dem Roman? Und selbst das halte ich für fraglich.

Monika Geier: Schwarzwild

In der Pfalz ist der Erdenplanet ein prallrunder Saumagen, auf dem die Kontinente wie fette Wurstscheiben driften und die Meere als Weinpfützen dümpeln. Und erst Bad Dürkheim! Pfalzkrimi kann also im Regelfall nichts anderes sein als lausig dramatisierte Tourist Information, aber da der Regelfall seine Ausnahmen kennt, sehen wir uns heute in der glücklichen Lage, von einem solchen berichten zu dürfen. Denn Monika Geiers „Schwarzwild“ ist ein gelungenes Stück Kriminalprosa.

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Volksbloggen -3-

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Jetzt, mit dem neuen Logo aus der Logoschmiede von Ludger „Blog der Woche“ Menke, macht das Volksbloggen sogar noch mehr Spaß! Hier ist – fast – alles erlaubt! Rummosern, hemmungslos loben, schüchtern anfragen, gnadenlos fordern, grenzenlos Eigenwerbung betreiben. Heute hole ich noch mal eine Frage von gestern zum Anheizen hervor: Muss, wer einen Krimi schreibt, wirklich „über Krimis nachdenken“? Wenn ja: was denn? — Aber schreibt doch, was ihr wollt…

Willi Voss bloggt

Der Kollege vom „Krimiblog“, der ja nichts besseres zu tun hat, als durch die Blogosphäre zu segeln, wusste es natürlich als erster: Willi Voss →bloggt. Willi Voss? Die Altvorderen kennen und schätzen ihn als Autor veritabler Thriller, die Newbies seien dringend auf ihn hingewiesen. Hat nicht unser Lehrling Jochen… doch, hat er. →Hier.

Vor- und Rückschau

Und was erwartet uns nächste Woche in diesem Blog? Wir beginnen am Montag mit einer hochspekulativen Szene aus dem Jahr 2401. Es geht um Krimis und ihren Wirklichkeitsgehalt und wir erfahren endlich, wozu ein Krimi aus der Gegenwart auch in 300 Jahren noch gut sein kann. Am Dienstag überrascht uns Bernd mit einer neuen Rezension und am Mittwoch wird wieder volksgebloggt. Die größte Sensation der Woche haben wir uns für den Donnerstag aufgehoben…

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Rooney: Calling The World

Mit „Calling The World“ verhält es sich wie mit hochdosierten Medikamenten: Die Platte ist nur mit Vorsicht zu genießen. Rooney geizen nicht mit der Dosierung und schmeißen in die 13 Songs alles, was ihnen aus den 60ern, 70ern und 80ern in die Finger fällt. Speziell die ersten fünf Songs des Albums sind ein Spaß und gefallen in ihrer gutgelaunten Melodieseeligkeit.

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Deon Meyer: Der Atem des Jägers

Warum ist Deon Meyers „Der Atem des Jägers“ ein gelungener Kriminalroman? Betrachten wir uns die „Eckdaten“, könnte es genauso gut ein grottenschlechter, ganz und gar von den Konventionen des Genres in die Bedeutungslosigkeit gezogener Krimi sein. Uns begegnen: eine Hure mit Herz, ein Polizist mit einem Alkohol- und Beziehungsproblem, ein sympathischer Killer. Dazu kolumbianische Drogenbarone, korrupte Bullen, missbrauchte Kinder. Legen wir das Buch nach der Lektüre des Klappentextes also resignierend aus der Hand? Sollten wir nicht tun.

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Volksbloggen -2-

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Und wieder ist unser basisdemokratischer Tag. Heute darf sich hier jeder zu jedem beliebigen Krimithema ausbreiten, Lob und Tadel spenden, auf Bücher hinweisen, von ihnen abraten, sich etwas gaaaanz feste wünschen etc. Ran an die Kommentarfunktion!

David Olney – One Tough Town

Nein, es ist nicht der Zwillingsbruder von Van Morrison, sondern natürlich der aus New Hampshire stammende Singer/Songwriter, der Covervor- und Rückseite ziert. Dabei gilt Olney als ähnlich (öffentlichkeits)scheu und introvertiert. In regelmäßigen Abständen bringt er – bei wechselnden Labels – ein Album auf den Markt, das sich stets jeglichen Trends versagt.

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Bruce Springsteen: Magic

Die Zeiten ändern sich. Vor einem Monat habe ich etwas gemacht, das ich mir noch vor zwei Jahren nicht hätte vorstellen können: ein Hörbuch angehört (auf Deutsch!) – „31 Songs“ von Nick Hornby. Na ja, um ehrlich zu sein, bin ich beim Buchhören genau so faul wie beim Buchlesen. Aber ich habe es versucht und zwei Kapitel ganz gehört, immerhin. Erst das Kapitel über J. Geils´ Live-Version von „First I Look at the Purse“ (ich glaube, dass der Text falsch zitiert wird, das ist jedoch eine andere Geschichte) und dann das über Bruce Springsteens „Thunder Road“. Ich will Hornby hier nicht zitieren (ich würde wahrscheinlich eh falsch machen) aber er bringt es auf den Punkt, warum man sich – ob Amerikaner wie ich oder nicht – mit Springsteen identifizieren kann.

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Robert Ward: Four Kinds of Rain

Dr. Bob Wells ist Psychotherapeut und ein richtig guter Mensch: Für wenig Geld behandelt er die Psychopathen und Gestrandeten von Downtown Baltimore. Während Freunde und Bekannte aus Studententagen und aus der Zeit des politischern Aktivismus mittlerweile längst mit Frau und Kindern in die Vororte gezogen sind, bleibt er sich treu und lebt immer noch mitten drin in der Stadt.
Glücklich ist er aber längst nicht mehr. 52 Jahre alt, die Frau zu einem Kollegen abgehauen und seiner Praxis geht es schlecht: Das Leben, so scheint es, hat Wells nur noch wenig zu bieten.

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Messebeute

Neulich in FFM: Lore Kleinert (Radio Bremen, Bestenliste-Jurorin) im Gespräch mit Astrid Paprotta und Arne Dahl, 40 Minuten zum Mitlauschen. Hören Sie →hier, was ap auf die Frage, wie sie zum Krimi gekommen sei, NICHT antwortet: „Weil meine Geschirrspülmaschine kaputt war.“

R.E.M. Live

R.E.M. sind in einem undankbaren Stadium angekommen: Fast jeder wurde von ihren alten Hits irgendwann tief berührt und trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass man sie vielleicht inzwischen zu oft gehört hat. Dass die vergangenen Alben nicht gerade von Kreativität durchzogen waren, ist auch kein Geheimnis und so startet man mit gemischten Gefühlen in das erste Livealbum, das die Band je veröffentlicht hat.

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Sybil Volks: Café Größenwahn

(Auch für die folgende Arbeit unseres Rezensenten-Azubis Jochen übernehmen wir, wie immer, keinerlei Verantwortung. Erzürnte und kommentarmäßig enthemmte LeserInnen mögen bitte berücksichtigen, dass hier ein noch junger und unreifer Mensch seine ersten Schritte auf das glatte Parkett der kritischen Analyse setzt. Dabei sind schon ganz andere auf die Schnauze gefallen, wir nennen jetzt aber keine Namen.)

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