Leonardo Padura: Adiós Hemingway

Die Literatur, stellt Mario Conde am Ende fest, sei eine einzige große Lüge. Die Literatur ist aber auch die Wirklichkeit. Und die Wirklichkeit Literatur. Was die Sache mit der Lüge relativiert. Wenn nämlich alles Lüge ist, dann auch die Wahrheit, und wenn alles wahr sein kann, dann die Lüge allemal auch. Mario Conde weiß das, weil sein Schöpfer Leonardo Padura es weiß. Und mit „Adiós Hemingway“ einen wunderbaren kleinen Roman darüber geschrieben hat.

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Ian Rankin: Die Sünden der Väter

Goldmanns abenteuerliche Übersetzungs- und Veröffentlichungspolitik würde ich mir gerne mal erklären lassen. Aber wahrscheinlich gibt’s da nichts zu erklären, denn die Beliebigkeit, in der die John Rebus Romane durcheinander gewürfelt werden, kann eigentlich keinem Plan folgen – hoffe ich zumindest. Denn wenn dem doch so wäre hieße es ja, dass Menschen existieren, die absolut kein Interesse am Inhalt ihrer Arbeit haben. Und das gibt es doch nicht. Nicht heute, nicht in Deutschland. Naja, immerhin verkürzen sich die Abstände vom Erscheinen des Originals zur Übersetzung. Waren es bei „Knots & Crosses“ – „Verborgene Muster“ noch 12 Jahre, ist der Abstand mit dem vorliegenden Roman auf die Hälfte geschrumpft. Und es ist endlich der Roman, in dem Samantha Rebus Unfall, der zu ihrer (vorübergehenden) Lähmung führt, einen wichtigen Handlungsstrang einnimmt. So zeigt „Die Sünden der Väter“ wie wichtig eine chronologische Veröffentlichung ist. Gerade unter markttechnischen Gesichtspunkten, was den ein oder anderen unbelesenen Schlipsträger ja tangieren dürfte.

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Die Aufreger der Woche

Heute bin ich den ganzen Tag unterwegs. Ein elektronisches Pflanztagebuch muss weiterentwickelt werden. In Wiesbaden, bei „bildungsbenachteiligten Jugendlichen“, die auch schon „bildungsfern“ oder, sehr schön, „bildungsresistent“ heißen können, wenn es irgendeinem Sozialpädagogen so gefällt. Aber das nur nebenbei. Heißt nämlich: Heute steht hier nichts krimimäßig Substantielles, und wer jetzt auftrumpft, das tue es hier eh selten, dem präsentiere ich, zum Aufheizen, noch ein paar Aufreger der Woche.

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Ludgers Schreibbloggade beendet

Angeblich musste er viel arbeiten. Angeblich „läuft da was im Hintergrund mit dem Krimijahrbuch“. Wahrscheinlicher: Zuerst WM geguckt, dann 14 Tage Sonne satt auf den Seychellen. Nun denn: →Ludger Menke bloggt wieder. Unter anderem über den Was-hast-Duden-da? – Rezensionsexemplare bekommt er auch noch, die Verlage scheinen Geld im Überfluss zu haben. Jetzt warten wir auf die erste Post-Bloggade-Rezension.

Alphatier

Gerade nutze ich eine ruhige Minute und blättere durch die Süddeutsche von gestern und sehe, dass man auf der „Wissen“-Seite für eine Rezension eines Buches von Harald Fritzsch über die sog. Naturkonstanten (→ „Das absolut Unveränderliche. Die letzten Rätsel der Physik“) mit → Theodor W. Hänsch einen veritablen Nobelpreisträger gewinnen konnte. Über die Feinstrukturkonstante liest man da u.a.:

Die Konstante ist eine dimensionslose Zahl, genannt Alpha, und 1/Alpha ist etwa 137.

So weit, so richtig, aber das dicke Ende kommt noch:

„Da Alpha relativ klein ist, etwa 0,07, (…)“



Wahrscheinlich hat der Korrektor nicht aufgepasst oder es gibt ihn gar nicht und es handelt sich einfach um einen der beliebten kleinen SZ-Fehlern. Wenn aber nicht, dann muß man sich um den Wissenschaftsstandort Deutschland ernsthafte Gedanken machen.
P.S.: Wer´s mit Mathe nicht so hat, kann natürlich einfach bei Google nachschauen…

Klick und ab in’s Netz

Ab und an schaue ich ja mal im Hinter-Net!-Weblog vorbei. Auch wenn es sehr heiß ist und der Bauernsalat dampfend auf dem Tisch steht. Und was die Diskussion zum Thema Digicam angeht… Also, ich frag da immer den erstbesten UMTS-Nutzer. Der macht ein Foto und läd es mir auch gleich ins Netz. Ab, fertig.

Und jetzt guten Appetit!