Ken Bruen und Jason Starr: Bust

Ken Bruen und Jason Starr sind zwei auch für ihren hintergründigen Humor bekannte Autoren. Anders als z.B. Carl Hiaasen oder Christopher Brookmyre beugen sich die beiden nicht dem Primat des Humors, sondern sie schreiben Noirs, die sie mit ironisch schwarzem Humor würzen. Dass die beiden Autoren für ein Buch zusammengekommen sind, liegt vermutlich daran, dass der in Irland lebende und einst als Sicherheitskraft im UN-Gebäude tätige Ken Bruen auf einem der „Krimi-Convents“ den in New York lebenden Jason Starr traf und man beschloss, die gemeinsamen Interessen bei einem Zug durch die Kneipenwelt New Yorks auszuloten. Ein Wort gab wohl das andere und am nächsten Morgen könnte das Gerippe einer Story und so mancher „One-liner“ fertig gewesen sein.

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Finger weg von Reginald Hill!

Bringt endlich Reginald Hill zur Strecke! Diesen gewissenlosen, weitschweifigen, arroganten, hinterhältigen Krimischreiber, dessen (G)Alertheit ihn bislang vor wütenden Übergriffen seiner düpierten Leserschaft bewahrt hat. Ja! ALLE Leser hassen Reginald Hill – aber irgendwie hat er sie unter Drogen gesetzt, sie folgen ihm wie die Lämmer, und ist der Weg auch noch so weit. 782 Seiten etwa in „Die Launen des Todes“.

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Krimijahrbuch weiter auf dem Vormarsch

Heute in der → „Welt am Sonntag“ und morgen…Ich wage ja gar nicht auf die BILD-Zeitung zu hoffen…wär doch was…direkt neben Verona & Dieter & zwei durch viele Chirurgenhände gegangenen prallen Ballons…aber ich phantasiere…und mahne: Wer sich noch ein Exemplar der Erstauflage des „Krimijahrbuchs 2006“ sichern möchte, der tue dies →hier. Schleunigst.
(N.B.: Auch das von mir…nein, von Axel Bußmer herausgegebene Sammelbändchen zu Laurence Block wird lobend erwähnt.)

Wenn die Treppe schwankt

Zu den giftigsten Pfeilen im Köcher des Kritikers des Kritikers, der ein Buch verrissen hat, das dieser Kritiker des Kritikers für gut befindet, gehört standardmäßig folgendes Argument: Schreibe du, böser Kritiker, erst einmal ein Buch wie der Autor, den du in den Dreck gezogen hast, bevor du mit dem Kritisieren beginnst! Aber das kannst du eben nicht! Und WEIL du es nicht kannst: halte gefälligst dein Maul!

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Kiez as Kiez can

oder, wenn wir schon mal wieder in der Wortspielhölle sind: Peake Biermann mit einer weiteren spitzenmäßigen Reportage aus der Nonfiktion, am Sonnabend, 5.August 2006 im „Tagesspiegel“ zu lesen und/oder auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr zu hören (Saumselige schalten um 19:45 oder in der folgenden Nacht um 0:45 oder 5:45 das Radio an). Und das ist diesmal das Thema:

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Robert Littell: Die kalte Legende

Der Himmel bewahre uns vor Krimischaffenden, die eine einzige, natürlich „große und originelle“ Idee zu 400-Seiten-Schmökern auswalzen und diesen Fladen mit den Köstlichkeiten literarischer Normpizzen belegen. Der Himmel schenke uns mehr Autoren wie Robert Littell, die eine einzige, natürlich große und originelle Idee auf 447 Seiten in all ihre Spielarten und Abgründe auseinander schreiben und ein einzigartiges Stück Literatur entstehen lassen.

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Yasmina Khadra: Nacht über Algier

Algerien 1987/1988, im Spätherbst der sozialistischen Republik: In Yasmina Khadras Buch „Nacht über Algerien“ treffen wir auf ein Land, das wirtschaftlich heruntergekommen, politisch verkommen und in gesellschaftlicher Auflösung begriffen wirkt. Kommissar Llob, aus früheren, jedoch in jüngerer Zeit spielenden Büchern Khadras bekannt als unangepasster Ermittler, der meint Recht über Reichtum und Gerechtigkeit über Macht stellen zu können, wird durch zwei Geschichten aus seiner herbstlichen Lethargie gerissen. Zwei Geschichten, die sich umkreisen wie die Rauchfahnen zweier Düsenjets bei einer Flugschau, um sich dann im Verlauf der Zeit miteinander zu vereinen und ein untrennbares Gebilde darzustellen.

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Das letzte Tabu

Ja, ja, ich weiß. Zum Tabubruch aufzurufen ist in etwa so originell wie sich bei 35 Grad im Schatten ein kühles Mineralwasser zu gönnen. Zum Zwecke der Förderung des Krimis machen wir jetzt aber eine Ausnahme und rufen laut in die Landschaft hinein: Brecht das letzte Tabu der Kriminalromans! Und das wäre…?

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Das Grundlagenwerk

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Fünfzehn Jahre lang hat Mirko Schädel daran gearbeitet, jetzt ist sie da: Die „Illustrierte Bibliographie der Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum 1796 bis 1945“, zwei Leinenbände im Schuber, je 512 Seiten im Großformat, ca. 10.000 Einträge mit über 1300 farbigen Cover-Abbildungen. Das hat seinen Preis: 175 €. Und dieser Preis ist nicht nur angemessen, sondern angesichts der Leistung geradezu ein Witz. Ab 2007 sind 198 € zu berappen. Zu bestellen bei →Achilla Presse (auf der Startseite „Neuheiten“ anklicken). Ein guter Tag für die alten Krimis!

KrimiWelt-Bestenliste August 2006

Was haben Leonardo Padura (Adiós Hemingway), Robert Littell (Kalte Legende) und Jenny Siler (Ticket nach Tanger) gemeinsam? Sie sind neu auf der aktuellen KrimiWelt-Bestenliste, Padura gar ganz oben. Und: Alle drei Romane handeln von Identitätssuche, von den Verschränkungen Wirklichkeit / Fiktion. Und sind gelungen. Die komplette Liste gibt es wie immer →hier zum gefälligen Studium.

Folge 3: Der Schreibstil

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Kurz vor dem Offenbarungseid? Mehr Krimis gelesen als Georges Simenon geschrieben hat? Stets bereit, die Tinte aus der Feder sprudeln zu lassen, bevor die Ideen aus dem Hirn fontänen? Mit einem Wort: Skrupellos genug, ein(e) deutsche(r) Kriminalschaffende(r) zu werden? Nun denn, wohlan. In unserer neuen kleinen Sommerreihe erklären wir dir, wie du es schaffst, ein Erfolgskrimiautor zu werden und nach 300 Seiten die ersten Millionen an die Pforte deiner Sparkasse klopfen zu hören. Wir geben dir die ultimativen Ratschläge, wie du wenigstens vier Millionen Krimileser erreichst. Das ist wissenschaftlich bewiesen! Und wie du somit, bei einem durchschnittlichen Honorar von zwei Euro pro Buch (gebunden, Schutzumschlag) 8 Millionen Euro vor Steuern einsacken kannst. Denn vier Millionen mal 2 macht acht Millionen. Das ist mathematisch bewiesen! Heute: – Und wie schreib ich den ganzen Mist?

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Ballermann 6 präs. Die Weltmeister Hits 2006

Nun ist die WM vorbei und ich kann mich endlich überwinden, dieses Machwerk zu rezensieren. Das Presse-Info sagt: Rote Karte für alle Party-Muffel -Weltmeisterliche Party-Kracher zum Abfeiern!!! Das ist durchaus als Drohung zu verstehen, denn wer nicht mitfeiert, könnte ja in einen Raum gesperrt werden, in dem diese Doppel-CD komplett durchläuft – von Jürgen Drews „FC Deutschland“ bis zum Bonus Track „Der Theodor im Fussballtor“.

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