Was nicht kommt, was kommt

Eigentlich wollte ich heute ja das letzte Bild zur Paprotta-Tetralogie veröffentlichen und was Neues in den Krimiblock schreiben. Aber das ist ja vorläufig ausgesetzt. Schade. Schauen wir also nach den News des Tages, die dann nach und nach hier erscheinen werden. Und die Rezension für morgen muss ich auch noch endfeilen. Stand Krimiheftchen: 13 insgesamt. Prima.

Eine Anekdote

Weiterhin wird → hier endlich wissenschaftlich bewiesen, dass auch Hirntote zu niederen Internettätigkeiten wie dem Schreiben von Forumsbeiträgen durchaus in der Lage sind. Letzter Beleg:

„250 Euro für eine Stunde!
Silvia muss ja Nobelpreisträgerin sein! Nicht mal ein Handwerker oder eine Dame in einem Edelpuff verlangt so viel! Ich kenne tatsächlich Hartz IV Empfänger, die haben so viel für einen genzen Monat.“

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Zweite Not-Handtasche

Die sich für den laufenden Monat fußballgründig abgeseilt habenden Krokodile haben eine große Lücke im Krimitümpel hinterlassen. Da ist man für jede zusätzliche Handtasche dankbar, wie etwa für die von → Joachim Linder. Apropos: Im letzten Eintrag ist mir ein Fehler unterlaufen: Donna Leons neuer Roman ist natürlich kein „Ladenhüter“, sondern ein „Ladenflüchter“.

Not-Handtasche

Lustlos in den Zeitungen geblättert. Niedersachsens Ministerpräsident trennt sich von seiner Frau, das heißt: Da will einer Bundeskanzler werden. Deutsche Elf endlich in Berlin. Frau Löffler ausgetreten, das heißt, die hat jetzt noch mehr Zeit für dumme Gedanken, mei o mei. Und das Kriminelle? Bislang Fehlanzeige im Blätterwald.

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Richard Powell: Say it with bullets

Auch im Zeitalter des Internets gibt es sie immer noch und immer wieder: Unentdeckte Krimi-Schätze, die kaum jemand kennt und die häufig auch nicht mehr verfügbar sind. „Hard Case Crime“, dessen sprödes Retro-Meisterwerk →„The Confession“ von Dominic Stansberry hier schon gelobt wurde , hat es sich zur „Aufgabe“ gemacht, solche verschollenen Schätze zu heben. Das 1952 erschienene und vermutlich niemals ins Deutsch übersetzte „Say it with bullets“ von dem weniger bekannten Richard Powell ist solch ein Buch.

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Heftchenkrise

Ja doch. Das könnte eine feine kleine Sache werden mit den Krimiporträts. Hübsche Heftchen, ein jedes dem Werk eines Krimiautors, einer Krimiautorin gewidmet. Low price, 24 Seiten, mit Abbildungen. Nummer eins auch gleich der Blick zum Krimiolymp: Astrid Paprotta. Doch, doch, ja: feine kleine Sache. Aber die Wirklichkeit hat mich, scheint’s, eingeholt.

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Danke, Jan Seghers!

Dafür, dass Sie mich daran →erinnert haben, heute Arno Schmidts zu gedenken. Denn wie Sie richtig schreiben:

„Die Toten des Tages: Georges Bizet, Johann Strauss, Franz Kafka, Roberto Rossellini, Arno Schmidt, dessen Werk man ja bewundern darf, dessen Jünger einem aber schrecklich auf den Zeiger gehen können.“

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Krimigedicht

Was ist eigentlich aus den Krimigedichten geworden?

Genugtuung

Der Tag so licht,
das Auge bricht.
Die Sonn‘ so strahl,
tief drang der Stahl.
Am hellen Tag,
wenn ich’s dir sag.

Ein breiter Weg
führt‘ ins Geheg.
So grün der Wald,
die Hand so kalt.
Wie tief der See,
scheu duckt das Reh!

Da ruht sie jetzt
zu guter Letzt.

Kourinska 6

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Sensationeller Fund beim Stöbern im Redaktionsarchiv: Historische Visitenkarte, die ein ganz neues Licht auf Kafkas berufliche Tätigkeit zu Beginn der Zwanziger wirft – und vielleicht auch erklärt, warum der nette und adrette, wenn auch sehr schüchterne junge Mann so viel herumgekommen ist.

Na also; geht doch

Kaum zeigt man den Jungs den Hammer an der Wand, schon parieren sie. Neublogger Georg gar stehenden Fußes. Eine →schöne Rezension von Carl von Holteis „Schwarzwaldau“ hat er geschrieben, am schönsten aber ist der Satz: „Aber wo ist eine Universität, die Herrn Rudolph ein Forschungsstipendium gibt?“ Ach, will ich ja gar nicht. Auch keine „Fördergelder“. Bloß a bissel Wohlwollen beim interessierten Leser. Der darob reich belohnt wird. So wie Georg, der natürlich ein von Carl von Holtei handsigniertes Exemplar bekommt. Ich üb schon mal die Unterschrift.

Georg bloggt

Unserer fleißigen Mitarbeiterin →Anobella verdanken wir den Hinweis auf den neuen Blog eines alten Bekannten. Georg, der emsige Hinternet-Kommentator, führt jetzt, als „Giorgione“, auch → Tagebuch. Nicht nur Krimi, aber viel Krimi für den Anfang, u.a. einen Verriss(!) des zweiten Romans von Oliver Bottini. Wo der doch sonst immer so gelobt wird. Dann sind wir mal gespannt, was der Georg weiter so treibt. Mit Argusaugen werden wir sein Tun verfolgen und bei Bedarf einschreiten.

Dirty Pretty Things: Waterloo to anywhere

Jetzt sind Punk und Pop versöhnt, wenn nicht gar verheiratet. Wahnsinn, tönte es Anfang der 90er. Als Nirvanas „Nevermind“ erschien. Aber was noch viel wahnsinniger ist: Punk und Pop sind schon wieder miteinander im Bett gelandet. Und diesmal klingt es ganz anders. Das Quartett aus England, um das es hier geht, wird von Carl Barat angeführt. Und der spielte einst mit Pete Doherty bei den Libertines. Genau wie der Drummer der Band. Und der Gitarrist hat ebenfalls Libertines-Meriten: er ersetzte Doherty nach dessen Weggang.

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